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DAS EHRENMITGLIED
WAHLEN ZUM EHRENMITGLIED 2003 UND KUNDEN DES JAHRES 2003 UNGÜLTIG.
STIMMENSAMMLUNG ENDGÜLTIG EINGESTELLT.


Leider sehe ich mich gezwungen, die Stimmensammlung für eine ausserordentliche Mitgliederversammlung des Art Directors Club für Deutschland e.V. ein zweites Mal abzubrechen, und zwar diesmal endgültig.

Im Rahmen der anwaltschaftlichen Prüfung meiner Rechte als Mitglied, die mir vom ADC-Vorstand wegen seiner unnachgiebigen und bürokratischen Haltung aufgezwungen wurde, stellte sich zu meinem Erstaunen heraus, dass weder das Ehrenmitglied noch der Kunde des Jahres an der Jahreshauptversammlung vom 13. September 2003 ordnungsgemäss gewählt wurden, die beiden Wahlen also nichtig sind.

Die Nichtigkeit begründet sich in dem Versäumnis, bei den Wahlen die Stimmübertragungen zu berücksichtigen. Dieses Versäumnis wird von mehreren Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung sowie durch den mir vom ADC-Sekretariat zugeschickten Auszug aus dem Originalprotokoll bestätigt.

Da der Vorstand Beschlüsse, die nicht ordnungsgemäss zustande gekommen sind, nicht ausführen darf, wird es für das Jahr 2003 kein Ehrenmitglied und keinen Kunden des Jahres geben. Demnach hat die von mir angestrebte ausserordentliche Mitgliederversammlung keinen Sinn mehr und wird deshalb auch nicht mehr beantragt.

Der ADC-Vorstand wurde heute von meinem Anwalt über die Anfechtung der Wahlen unterrichtet.

Den ADC-Mitgliedern und -Nichtmitgliedern, die diese Initiative unterstützt haben, danke ich recht herzlich.

Rulf Neigenfind
Paris, 25. Februar 2004

PS: Die Aktion geht natürlich weiter, wenn auch mit neu definierten Zielen. Die Website wird laufend aktualisiert, und das Schwarze Brett bleibt nach wie vor 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche geöffnet.



W&V SCHREIBT IN SEINER NEUESTEN AUSGABE:

Diskussion um den ADC

Verbandskritiker Rulf Neigenfind fährt neue Geschütze gegen den Art Directors Club (ADC) auf: «Die Wahlen des Ehrenmitglieds 2003 und des Kunden des Jahres 2003 sind ungültig,» behauptet er. Das habe die Überprüfung durch seinen Juristen ergeben.

Grund: Neben den 77 anwesenden Mitgliedern hätten weitere übertragene Stimmen bei der Wahl berücksichtigt werden müssen. Das sei nicht passiert. «Dieses Versäumnis wird von mehreren Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung bestätigt,» so Neigenfind. Er wird die Wahl anfechten.

Bislang sammelte der Kreative auf einer Website (rulf.neigenfind.com) Stimmen für die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Auf dieser sollte die Wahl Michael Schirners zum Ehrenmitglied kritisch diskutiert werden. Schirner werde der Auszeichnung nicht gerecht, viele ihm zugeschriebene Leistungen seien nicht von ihm, so Neigenfind (w&v 7/04).

Der ADC akzeptierte die Online-Anträge aus juristischen Gründen nicht und bestand auf dem postalischen Weg. Bei der Überprüfung der ADC-Argumentation sei sein Anwalt auf den Formfehler gestoßen, so Neigenfind. Auch wenn die Stimmensammlung abgebrochen ist, bleibt seine Website online: «Ich will eine Diskussion über die Zukunft des ADC.»

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