DAS EHRENMITGLIED
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189  Beitrag von Rulf [@] | Ausland | 29.03.2004 | 14:03 Uhr:
Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  ← LESEN | Kommentare: 6  Wer sich für meine 2 Cent zum diesjähren ADC-Wettbewerb interessiert und vier Minuten Zeit hat, möge hier klicken: → ADC: Quantität lohnt sich.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 29.03.2004 | 23:04 Uhr:
→ Re: Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
So habe ich die Sache ja noch gar nie betrachtet. Doll. Und vor allem: ausbaufähig. Als engagierte Agentur könnte man jetzt zur Überrolle ansetzen. Man fasst quasi alle 300 einzureichenden Kampagnen unter einer Dachkampagne zusammen - der so genannten ADC-Kampagneneinreichungskampagne. Kann man auch prima eine eigene Unit für gründen. X&Y/campaigncampaign. Damit kommt man dann im März groß raus. Wenn die Erfolgsquote signifikant höher ist als 25 % beziehungsweise der Gebühren-Auszeichnungs-Quotient unter 500 Euro pro Medaille liegt, reicht man das Ganze wenig später beim GWA ein und angelt sich einen Effie. Diesen wiederum vergoldet der ADC im Jahr darauf mit einem Nagel. Irgendwann betritt man dann die Metaebene und lässt die Kundenkampagnen weg. Die lenken eh nur vom Agenturnamen ab.

KOMMENTAR VON Ludwig Steinmetz [@] | München | 31.03.2004 | 11:53 Uhr:
→ Re: Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
Wie viele Arbeiten werden aus Geldmangel nicht eingesandt, die ausgezeichnet würden? Wird Geldmangel erzeugt, weil man nicht einsendet (wäre ja als Erfolg für den ADC zu werten)? Ist man also kein beachtenswerter Kreativer, kein beachtenswertes Mitglied des ADC, weil man mangels laufender Einnahmen nicht laufend ausgezeichnet wird? Natürlich nicht, das ist man nur, wenn man kein sauber gewaschenes und voll getanktes Auto vor der Tür stehen hat.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 31.03.2004 | 11:54 Uhr:
→ Re: Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
Da sind sie wieder, meine sechs Probleme. Ich leide unter chronischem Geldmangel. Ich bin nicht im ADC. Ich reiche nichts ein. Ich werde nicht ausgezeichnet. Mein Auto ist dreckig, der Tank halb leer. O Gott, ich Wurm. In den Staub mit mir.

KOMMENTAR VON Sabine Jentzsch [@] | Extern | 31.03.2004 | 15:34 Uhr:
→ Re: Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
Lieber Herr Frey,

das macht Sie insgesamt sehr sympathisch. Ich kann das aber noch toppen: Mein Auto ist auch noch alt!

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 01.03.2004 | 15:12 Uhr:
→ Re: Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
lieber rulf n.,
besten dank für ihre fleissarbeit. sie hat sich wahrlich gelohnt. als alter allensbacher zweitwohnsitzler und demoskopiefeschtler müsste man jetzt noch in die tiefe gehen. allein, mir fehlt die zeit. zwei kleine beiträge meinerseits:

251 einsendungen in sachen eigenwerbung, davon 22 prämiert.

ein kleiner klappkalender wurde in 4 oder 5 kategorien eingereicht. darunter auch bei dialog-marketing. dialog-marketing? aber klar doch! auf der rückseite war eine antwortpostkarte angeheftet. desweiteren bei print-kommunikation, bei vkf, bei grafischer einzelarbeit, bei kalender.....der einsender? na, wer wohl?

neueste meldung von der mutter aller adc´s aus new york: 16.563 einsendungen, 457 wurden für würdig befunden. auch ein nettes ergebnis.

es grüsst, dh

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 01.03.2004 | 17:06 Uhr:
→ Re: Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
Lieber Dietmar H., in der Tiefe sieht die Sache natürlich noch etwas merkwürdiger aus: Zum Beispiel waren etwa ein Viertel der Einsendungen des grössten Flächenbombardierers Arbeiten, bei denen sich die Agentur kreativ relativ ungehindert austoben konnte. Weil da wohl kaum ein marketingelnder Kunde von der Genialität der Einfälle überzeugt werden musste -- jede Menge Wohltätiges, ein bisschen örtlicher Einzelhandel, lokale Kulturstätten, der eine oder andere Onkel Doktor, der Schlüsseldienst von nebenan, ein williger Secondhandshop, die selbstgegründete Reklameschule und eine satte Portion Eigenwerbung. Und wissen Sie, was dabei am überraschendsten ist: Ausgerechnet diese Erzeugnisse der kreativen Kür, bei denen die Agentur ihre kreative Potenz ja relativ widerstandlos manifestieren konnte, haben im Verhältnis schlechter abgeschnitten als die im Kunden-Stahlbad gehärteten Arbeiten. Nur ca. ein Sechstel davon wurde ausgezeichnet. Daran sehen Sie, wie unerlässlich doch strenge Kunden für kreative Werbung sind.

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188  Beitrag von Urs Eberhardt [@] | Ausland | 25.03.2004 | 02:50 Uhr:
Hier geht eine Branche in Arsch. Und ich guck nicht mehr zu.  ← LESEN | Kommentare: 2  Ich will mich kurz fassen, denn ich habe auch nicht viel zu sagen.

Mich erschüttert nicht das Ehrenmitglied, denn das kenne ich schon seit 1977, da war ich bei Lüco, den Plakat-Nichterfindern, und das Angebot, bei GGK zu arbeiten wurde mir auch im Ratinger Hof nicht rollig genug.

Mich erschüttert dagegen die kürzliche Nummer mit den alten Menschen, denn Jean-Remy war damals in Frankfurt auch son dummer Junior-Texter wie ich und er machte auch noch später einen durchaus menschenähnlichen Eindruck. Wie entwickeln sich bloss die Dinge?

Mich beeindruckt die Hartnäckigkeit von Rulf Neigenfind, den ich persönlich gar nicht kenne, egal ob er recht hat oder nicht. Er tritt nicht aus dem Verein aus, wie ich es gemacht hätte oder gemacht habe, sondern er zieht seinen Punkt durch.

Ich bin erst 48 und doch schon mehr als zehn Jahre aus der Werbung heraus und trotzdem finde ich, dass in der Art und Weise, wie das hier abgeht, wird ein Metier durch den Kakao gezogen, das einmal meins war und dem ich immerhin einen grossen Teil meines Selbstbewusstseins als Berufsmann verdanke.

Jetzt ist gut.

Ich werde mich um die Mitgliedschaft im ADC bewerben.

Es wird spannend werden, ob sie mich nehmen. Immerhin war ich mehrere Jahre Präsident (Sprecher heisst das wohl) des ADC der Schweiz und dann nettes Jurymitglied in praktisch allen ADCs dieses Kontinents. Otti Severin dürfte sich erinnern, wie wir zusammen den ADC Europa gegründet haben. (Dass Berlusconis publitalia 1990 die Gründungsversammlung bezahlt hat buchen wir jetzt einfach als Anekdote ab.)

Schluss jetzt. Wir nehmen uns zusammen. Ich bin in die Werbung gekommen und lange geblieben, weils da Menschen mit Rückgrat hatte.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 25.03.2004 | 12:53 Uhr:
→ Re: Hier geht eine Branche in Arsch. Und ich guck nicht mehr  
grüezi, urs,
willkommen im club, schwyzerdütsch sprechen:
hans-jacob bruppacher
theophil butz
michel girardin
peter hirrlinger
walter hugelshofer
mike krüll
roland lacher
beat nägeli
michael preiswerk
patrick schrag
urs schwerzmann (nur noch bis ende juni)
pius walker
reinhold weber

du musst dich aber beeilen. in zwei jahren gehörst du zu den alten säcken. salue, dietmar

KOMMENTAR VON Mäuschen [@] | Ausland | 15.03.2004 | 19:47 Uhr:
→ Platt  
Ehrenwerter Herr,

pass up, dä Krüll schprischt Düsseldorfer Platt,dä is nnä Jung von hier und selbst en Schwob tut niemals ächt gut gruezi sagen.
guts nächtle eher.
Grüße vom Mäuschen

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187  Beitrag von Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 24.03.2004 | 20:48 Uhr:
Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  ← LESEN | Kommentare: 15  ...und nochmal Gold für Jung vMatt.



Bildunterschrift, zusammengestellt aus zwei Zitaten:

"Auf der Ausstellung laufen alte Menschen herum, denen man ansieht, dass sie nicht gerade mit Wohlstand gesegnet sind. Diesen Menschen hat man auf die Brust und auf den Rücken Schilder geklebt auf denen steht: Irgendwann ist es zu spät für JungvMatt.

Ich finde diese Aktion, die natürlich vom ADC abgesegnet worden sein muss, geschmacklos und zynisch. Sie zeigt mal wieder, welch kranke Hirne in unserer Branche am Werk sind."

"Direkt vor dem Haupteingang stand ein Van. Ich beachtete ihn zuerst nicht. Später erkannte ich, dass die Rentner sich dort aus Thermoskannen bedienten und Stullen auswickelten. Und das an vollen 2 1/2 Tagen.

Alten Menschen für 11,50 Euro/Std einen Pappendeckel auf den Rücken heften ist eine Sache, eine weitere ist der menschenunwürdige Text. Ihr habt nicht mal den Anstand aufgebracht, diesen "Vorgeführten" in unserer Ausstellungscafeteria Speise und Trank unentgeldlich anzubieten."

KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Extern | 25.03.2004 | 13:31 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Da hat JvM der Veranstaltung und sich selbst wohl die ultimative Abschaumkrone aufgesetzt.
Neues Kapitel in Momentum: Wie fahre ich mir die die fettesten Kratzer in den sparkling-britishracinggreenen Lack?
Haben sich die Airheads/Macher wenigstens schon bei ihren Chefs (auch nicht mehr so jung...ergo...???) für die Dellen entschuldigt?
Der Kopf soll ja ausser zum gelen noch zu anderem gut sein. Notfalls auch zum rollen.

KOMMENTAR VON Michael Thomas [@] | Sektion | 25.03.2004 | 17:07 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Das JVM-Standard-Wohnzimmer ist auch nicht gerade das ausgeflippteste, was die Welt jemals gesehen hat. Ob nun in einer Agentur oder auch in Deutschlands häufigsten Wohnzimmern.

Es sollen noch weitere Zimmer folgen, in dem das "ganz normale Leben" einziehen kann, um neue Ideen zu finden. Zum Beispiel eines typischen BMW-Fahrers, eines konservativen älteren Ehepaares, die ihr Wohnzimmer eh nicht mehr brauchen, weil sie noch mit ihren Schildern durch die Gegend laufen. Und .. naja man kann sich da noch vieles vorstellen.

KOMMENTAR VON 11inchespurefreedom [@] | Extern | 25.03.2004 | 19:26 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Kann mir mal jemand erklären, was es mit den Tafeln bzw. dem Spruch auf sich haben soll oder ist der nur für ADC Insider Wahrscheinlich soll es bedeuten: gebt uns mehr Medaillen! Wir werden alt, bald kriegen wir keine mehr!?!

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 25.03.2004 | 21:03 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Dieses bemerkenswerte Posting zur JvM-Aktion findet man auf dem ADC-Blackboard (wie schrieb Jürgen Mandel in Beitrag 182? "...welch kranke Hirne in unserer Branche am Werk sind"):
"Ganz schön political [sic!] correct hier.

Toll, dass sich hier alle so für alte Menschen einsetzen. Ihr seid echt aufrechte Charaktere, super! Deutschland steht auf.

Aber ganz ehrlich: Ich, als ehemaliger Zivi, der 1,5 Jahre nur mit alten Menschen zu tun hatte und dabei aus reiner Nächstenliebe weit mehr geleistet hat als nur die vertraglich vereinbarten Arbeitseinheiten, ich fand die Aktion sehr lustig.

Niemand muss so einen Job machen, wenn er nicht will. Gibt genug andere freie Stellen. Überall. Und sie wussten sicher alle vorher, was sie da auf dem Rücken herumtragen. Hätte es ihnen nicht gefallen, hätten sie’s auch nicht tun müssen. Im übrigen: NOCH ist die Rente & Sozialhilfe in diesem Land hoch genug, um niemand zum Arbeiten zu zwingen. Wenn ich alt bin, wird das anders sein, leider. Wenn dann einer kommt und mir ein lustiges Schild auf den Rücken klebt, dann werde ich
1. lachen
2. die Kohle dankend entgegennehmen.

Gruß, Hans Neuber"

Drei Bemerkungen dazu kann ich mir nicht verkneifen:

- Mein Sohn hat als Zivi 20 Monate lang das gemacht, was ihm befohlen wurde. Von "vertraglich vereinbarten Arbeitseinheiten" hat er nie etwas gehört.

- Dass es überall "genug freie Stellen" geben soll, die nur darauf warten, von Rentnern eingenommen zu werden, ist eine Information, die die Bundesarbeitsministerin ungemein freuen sollte.

- NOCH ist die Rente "in diesem Land" so "hoch", dass sie heute durchschnittlich 1015 Euro für Männer und 508 Euro für Frauen beträgt.

KOMMENTAR VON Hans Neubert [@] | München | 26.03.2004 | 19:22 Uhr:
→ Da hätte ich dann doch etwas mehr erwartet, Herr Neigenfind.  
Lieber Rulf,

das finde ich dann doch etwas dünn.

Dafür, dass Dein Sohn noch 20 Monate ranmusste und ich nur 15, dafür kann ich nix. Im Gegensatz zu ihm hab ich allerdings nicht nur gemacht, was mir befohlen wurde. Sondern wesentlich mehr. Freie Stellen gibt es hier tatsächlich genug (ich wohne hier und nicht in Paris und kann das ganz gut beurteilen), leider ist u.a. durch die hohen Sozialhilfesätze niemand dazu gezwungen, einen Job im Restaurant, als Zeitungsausträger, beim Weinbauern o.ä. anzunehmen. Die Zeche dafür zahlen wir alle, jeden Monat, ein Blick auf den Gehaltszettel genügt.

So. Auf den eigentliche Kern meines Postings bist Du allerdings nicht eingegangen. Wenn Du hier schon den Aufwand des Zitierens betreibst, dann nimm Stellung zum eigentlichen Thema und hau mich bitte auch RICHTIG in die Pfanne. Und nicht so lauwarm. Deine Bemerkungen sind in ihrer laschen Argumentation ja fast eine Beleidigung. Streng Dich bitte mehr an.

Beste Grüße, Hans " bei dessen Nachname Du leider ein t vergessen hast, was ich wiederum nicht ganz korrekt (sic!) finde.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 26.03.2004 | 20:43 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Lieber Hans Neubert,

das vergessene "t" an Deinem werten Nachnamen bitte ich zu entschuldigen -- das passiert halt, wenn man was direkt aus dem Browser rauskopiert.

Ich dachte, das Zitieren Deines Postings wäre ausreichend, Dich RICHTIG in die Pfanne zu hauen. Aber mehr als die Besucher dieses Schwarzen Bretts auf eine entweder naive oder zynische (Nichtzutreffendes bitte streichen) defence of the undefendable hinzuweisen, wollte ich gar nicht.

Im Übrigen habe ich nicht '"lasch" argumentiert, sondern überhaupt nicht. Da ich den "eigentlichen Kern" Deines Postings nicht erkennen konnte, habe ich mich darauf beschränkt, drei Bemerkungen anzufügen. Was ist daran "lasch", "dünn", "lauwarm", "beleidigend"?

Schliesslich: Die 20 Monate meines Sohnes habe ich Dir nicht vorgeworfen. Und wenn Du eine Ahnung hast, was es bedeutet, als Einzelbetreuer einen MS-Kranken bis zu dessen Tod und dann, für den Rest des Zivildienstes, einen Paraplektiker im Wachkoma zu pflegen, dann weisst Du ja, was Sung im Gegensatz zu Dir geleistet hat.

Besten Gruss,
Rulf

KOMMENTAR VON Ulrich Küper-Wallbaum [@] | Extern | 26.03.2004 | 21:03 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Lieber Hans,
pass auf, dass Du Dich nicht instrumentalisieren lässt - nämlich offenbar vom ADC im seinen privaten Online-Gemächern - um eine Aktion zu sanktionieren, die nur ein Naivling o.k. oder sogar besser finden kann. Die Psychologie des Zwangs zum Geldverdienen ist dann doch etwas komplizierter als Du darstellst. Von "in diesem Land muss keiner müssen" kann nun wirklich keine Rede sein. Wenn Du mit 500 bis 1000 Euro nicht nur auskommen sondern auch Deine Würde wahren musst, verschiebt sich die Grenze des subjektiv Zumutbaren in Regionen, die uns fremd sind. Probiers einfach mal. Das ist aber nicht das Thema und Du bist es auch nicht. Das Thema sind eine Agentur, die behauptet, zu wissen, was in deutschen Wohnzimmern passiert in einer Zeit, in der viele einfach froh sein können, überhaupt ein Wohnzimmer zu haben und ein Verein, der alles cool zu finden scheint, was irgendwie polarisiert. Der kranke Verein kriegt mildernde Umstände, für JvM gibt es dagegen kaum eine Entschuldigung - die Aktion funktioniert nämlich nur, wenn die Zielgruppe die Message wie folgt versteht: "So will ich nicht enden!" Das ist Absicht des Absenders, respektlos und eine Pervertierung von Werbung. Einer (zu Recht) so erfolgreichen Agentur wie JvM stände es gut zu Gesicht, an dieser Stelle zu sagen: Da haben wir wohl die Nerven verloren. Entschuldigung! Ich lass mich überraschen.

KOMMENTAR VON Hans Neubert [@] | München | 26.03.2004 | 21:13 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Lieber Rulf,

bist Du echt DER Rulf Neigenfind? Bis vor kurzem hatte ich große Stücke auf Dich gehalten, Dich bei Kollegen verteidigt, Deinen Kampf gegen den Plagiator hoch geachtet. Er scheint Dich ausgelaugt zu haben. Nur ein Beispiel:

Thema Zivildienst. Hut ab vor den Taten Deines Sohnes. Doch "Im Gegensatz zu Dir"? Woher weißt Du das? Ist das Deine gerade noch selbst so hochgepriesene Menschlichkeit? Anderen Menschen etwas abzusprechen, ohne zu wissen, was sie geleistet oder nicht geleistet haben? Ist das die große Ehrlichkeit? Redlichkeit?

Mann, Mann. Wenn Du wirklich der gleiche Rulf Neigenfind bist, dann bin ich tief enttäuscht. Ganz ehrlich. So schnell und tief kann man fallen.

Hans.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 26.03.2004 | 21:26 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Lieber Hans,

selbstverständlich spreche ich Dir nichts ab und habe jeden Respekt vor einem ehemaligen Zivi. Die Spitze "im Gegensatz zu Dir" bezieht sich auf den Satz, den Du geschrieben hast: "Im Gegensatz zu ihm [Sung] hab ich allerdings nicht nur gemacht, was mir befohlen wurde. Sondern wesentlich mehr."

Ich hätte Dir wegen des "im Gegensatz zu ihm" dieselben Vorwürfe machen können, wie Du mir wegen des "im Gegensatz zu Dir". Aber ich weiss ja, dass Du nicht so bist, wie dieser Satz (und auch Dein Posting) vermuten lassen könnte. Deshalb hab' ich bei dieser Spitze belassen.

Ansonsten bin und bleibe ich der Rulf, der ich schon immer war. Versprochen.

PS: Dass Du bis vor einer Stunde noch grosse Stücke auf mich gehalten hast, freut mich aufrichtig.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 28.03.2004 | 22:45 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
"Ansonsten bin und bleibe ich der Rulf, der ich schon immer war. Versprochen. PS: Dass Du bis vor einer Stunde noch grosse Stücke auf mich gehalten hast, freut mich aufrichtig."

Schleim, schleim, schleim.

Lieber Urs Eberhardt, ich wünsche dir aufrichtig Glück und Gelingen bei eben diesen Krampfhennen.

Ansonsten aber: ab dafür, ich hab die Faxen dicke von diesem unerträglichem Mist in diesem fürwahrlich entsetzlichen "Das Schwarze Brett". Habt weiterhin Spaß miteinander. Ich melde mich ab.

Bye,
Ralf

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 28.03.2004 | 23:01 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Lieber Ralf, wir Zurückgebliebenen werden Deinen Abschied verkraften, glaub's mir.
--Rulf

KOMMENTAR VON Urs Eberhardt [@] | Ausland | 29.03.2004 | 05:57 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Schön, dass Sie an mich denken, Herr Zeigermann.

Ich will Ihnen aber doch meine Beweggründe schildern.

Mir fiel in dieser ganzen Diskussion sehr auf, dass es "drinnen" und "draussen" gab.

Sehr wenige Leute von drinnen und unglaublich viele (auch unverständlicherweise anonym) von draussen.

Meiner marxistisch-leninistischen Grundausbildung (nicht lachen,stöhnen oder staunen, es ist wahr) entspricht es, aktiv zu werden.

Drinnen.

Ich weiss nicht, warum Kritiker des ADC nicht im ADC sind, oder wenn nicht, er ihnen nicht völlig schnuppe ist. (So hat man mich auch mal erwischt und dann war ich Präsident des ADC Schweiz.)

Aber ich möchte von innen heraus argumentieren. Mir stinkt nicht nur die Diskussion um das Ehrenmitglied, sondern überhaupt die Art der Meinungsbildung.

Jetzt muss der ADC herausfinden, ob ich überhaupt zulässig bin und dann mit möglicherweise mit mir leben.

Im Unterschied zu den meisten, drinnen und draussen, habe ich keine kommerziellen Interessen.

Das wird bestimmt lustig.

KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Ausland | 29.03.2004 | 11:04 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Good bye Ralf Zeigermann! Viel mehr, als uns "Zurückgebliebene" in Ihren Postings daraufhinzuweisen, dass Sie es - zumindest physikalisch - bis London geschafft haben, hatten Sie diesem Forum eh nicht zu bieten.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 01.03.2004 | 23:21 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Lieber Ralf,

Du hast Dich doch von uns verabschiedet. Oder kommst Du eventuell als Aprilscherz vorbei?

Log: 01.04.2004, 18:27:21 81.86.140.29 81-86-140-29.dsl.pipex.com Mozilla/5.0 (Macintosh; U; PPC Mac OS X; en) AppleWebKit/124 (KHTML, like Gecko) Safari/125.1

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 01.03.2004 | 25:06 Uhr:
→ Re: Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
Erstaunlich.
http://radio.weblogs.com/0113064/

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186  Beitrag von 11inchespurefreedom [@] | Extern | 23.03.2004 | 20:05 Uhr:
ADC vergibt an ADC, oder Turner an ....  ← LESEN | Kommentare: 2  Nur eine Frage an die Mitglieder eurer Vereinigung:

Sebastian Turner ist Vorstand des ADC, richtig?
Sebastian Turner ist Vorstand von Scholz&Friends, richtig?

Euer Ehren, keine weiteren Fragen...

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 23.03.2004 | 23:35 Uhr:
→ Re: ADC vergibt an ADC , oder Turner an ....  
Doch, Merkwürden, eine Frage hätte ich noch:
Wie unglaublich dreist muss man eigentlich sein, um so ein Ding durchzuziehen?

Spätestens seit der Siemes-Rechnung in der wuv hat auch der letzte ADCler begriffen, dass erstens BW im Vergleich zu Audi zu wenig Auszeichnungen hat und damit zweitens der Scheff ein echtes Problem. (Noch eins.) Da herrscht Handlungsbedarf. Also Gold für Ulm. Ebenfalls kein Geheimnis unter uns Text-Bütteln: Julius Bär und Jet hatten um Längen bessere Copys.

Aber das macht die Sache halt konzeptionell so rund.
Ein Ehrenmitglied ohne Ehre.
Ein Vorstand ohne Anstand.
Und ein Fußvolk, das für den Gegenwert eines Nagels alles beklatscht.

Warum das so ist, weiß Martin Walser: "Das ist das Gute, ja sogar das Schöne, wenn man keinen Geschmack hat: es gefällt einem viel; eigentlich alles."

KOMMENTAR VON Hu Nos [@] | Extern | 24.03.2004 | 12:14 Uhr:
→ Re: ADC vergibt an ADC, oder Turner an ....  
Das scheint ja inzwischen Tradition zu sein:
Auch im letzten Jahr wurde die Werbeleiterin der Deutschen Bahn beim ADC Kundin des Jahres und die dazugehörige TV-Kampagne bekam Gold, obwohl einer der Spots später wg. erwiesenem Doublettenvorwurf zurückgezogen werden musste und nicht jeder wirklich überzeugt war von dieser Entscheidung...

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185  Beitrag von Juergen Nerger [@] | Sektion | 23.03.2004 | 16:39 Uhr:
No Lie. No Glory.  ← LESEN | Kommentare: 2  Glücklich und zufrieden sind alle Werber/innen heimgekehrt und kauen jetzt wieder nervös an den Nägeln. Zeit, Abschied zu nehmen. Noch nie zuvor habe ich mich so intensiv mit dem ADC beschäftigt wie in den vergangenen drei Monaten. Nie wieder werde ich es tun. Überhaupt hätte ich es besser lassen sollen, denn nach dem großen Showdown am letzten Wochenende bleibt nichts als Ernüchterung zurück.
Natürlich auch, weil der viele Alkohol sich langsam aus der Blutbahn verzieht. Mein Fazit: Tolle Kreation ist ausgezeichnet worden. Andere vielleicht, als ich oder meine Oma ausgezeichnet hätte, aber immerhin. Leider sind auch viele Fakes ausgezeichnet worden, andere hingegen aufgefallen, vermutlich weil die Agentur nicht genügend Stimmvieh herankarren konnte.
Ganze Agenturen haben sich eindrucksvoll nach oben katapultiert, wobei ich die TBWA deutlich herausheben möchte. Es drängt sich allerdings die Frage auf, wie viel Dreistigkeit man sich erlauben kann, bevor man selbst zum Witz mutiert. Das sich die TBWA mit einem rein amerikanischen Produkt, dem Menschenberg von Playstation, feiern lässt (TV, Kino, Sounddesign), ist wohl an Unverschämtheit nicht zu toppen. Wahrscheinlicher ist, dass es sich um pure Verzweiflung handelt. Dass es von der faulenden Jurymasse toleriert wird, schlicht ein weiterer, eindrucksvoller Beweis von Planwirtschaft. Aber vielleicht sollten in Zukunft all die adaptierten Nike, Adidas, IBM Filme ähnlich aufgenommen werden, dann kommt das ADC-Buch auch noch ins Guinessbuch. Und zwar doppelt: Als dickstes Buch und als größte Lüge.
Das Kreativministerium jedenfalls hat sein Kabinett, regiert mit absoluter Mehrheit und ganz wie die großen Vorbilder aus CDU und SPD aus Berlin. Wie es sich gehört. Die nächste Legislaturperiode und die übernächste und auch die überübernächste. Da bin ich sicher. Die Show selbst hätte Jopi Heesters noch unfallfreier moderiert und die Zeitschrift Max entblödet sich nicht, ihre Idee von dem Fortsetzungsroman zu klauen. Womit sich der Kreis wieder schließt. Nun, man sollte es mit Humor nehmen, denn jede Ernsthaftigkeit ist hier wirklich mehr als unangebracht. Das musste ich tatsächlich lernen. Für die meisten ist es das Highlight des Jahres, gönnen wir es ihnen und wenn sie nachts gut damit schlafen, bitteschön.
Wer wirklich etwas ändern will, der muß es in seiner eigenen Hütte tun und ignorieren, was andere Agenturen während ihrer Arbeitszeit machen, was der ADC wann wo wie ausheckt oder wer für wie viel Geld wo hingeht. Ich jedenfalls werde in Zukunft weder nach rechts noch nach links schauen und einfach wieder meine Arbeit machen, zu der auch die Organisation des Spirit Awards zählt, auf den ich mich schon sehr freue. Abschließend und das ist wirklich das allerletzte, was ich zum Thema ADC zu sagen habe, eine Prognose für´s nächste Jahr: wie Phönix aus der Asche prescht die BBDO mit Karacho an Platz 2 des Kreativrankings. Wollen wir wetten?


KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 23.03.2004 | 24:40 Uhr:
→ Re: No Lie. No Glory.  
Um wieviel?

KOMMENTAR VON Ulrich Küper-Wallbaum [@] | Sektion | 24.03.2004 | 10:33 Uhr:
→ Re: No Lie. No Glory.  
Um Kempers Sixt-Honorar?

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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184  Beitrag von Michael Frey [@] | Extern | 21.03.2004 | 22:42 Uhr:
Zur Erinnerung  ← LESEN | Kommentare: 9  Liebe Gemeinde,

diese Website heißt DAS EHRENMITGLIED und nicht DER MEDAILLENSCHIEBER. Wer auf Dubletten, Fakes und Kupfer aufmerksam machen will und statt Mumm nur Pudding in den Knochen hat, soll das doch bitte halten wie in den vergangenen Jahren: irgendwann in der nächsten Woche auf dem Postweg anonym denunzieren, Original an den ADC, Kopie an die Presse. Das kann dann direkt in den Ascheimer und das Brett hier bleibt sauber.

24 Stunden nach Stunde Null erwarte ich keine Nickeligkeiten, sondern den Exklusiv-Bericht von der Äword-Scho.
Was ist aus dem 11-Uhr-Ultimatum geworden?
Gab's Gold in der Kategorie Hartleibigkeit?
Ist er wirklich auf die Bühne gekommen?
Hat er den Lorbeer gekriegt?
Wie war die Dankesrede, wie die Laudatio?
Zum Lachen, zum Heulen, zum Ausderhautfahren?
Wurde juhut, wurde gebuht, wurde geschwiegen?
Wem war's wurscht, wer hatte Bauchschmerzen, wer musste brechen?

KOMMENTAR VON Ulrich Küper-wallbaum [@] | Sektion | 22.03.2004 | 19:28 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Die Gemeinde ist wohl noch tief bewegt vor Rührung. Welche Farbe hatte denn des Meisters Tränenglas?

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 23.03.2004 | 23:18 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Zwei Tage später.
Verbindlichsten Dank für die umfassende Auskunft. Dass es sooo toll war, hätte ich nicht gedacht.

KOMMENTAR VON Der 2.348te Gast im Tempodrom. [@] | Extern | 23.03.2004 | 23:38 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Guten Abend, nicht weniger-, denn allerseits.
Ich war drin. Ich war dabei. Ich habe es erlebt. Kein Pfiff, kein Buh, kein Muh. Die normative Kraft des Faktischen hat am Samstag die Ernte voll eingefahren. Alles ist im Trockenen. Noch Fragen? Dann fragt doch die anderen 2.347 Gäste. Meine 150,- Euro haben mir die Augen geschlossen. Auf Wiederluege, Tell Wilhelm.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 23.03.2004 | 23:58 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Wie jetzt? Hat jeder 150 Euro gekriegt, damit er alles anstandslos durchwinkt?
Und wieso haben die Fakten gesiegt? Die kamen doch alle von Neigenfind.
Hiergeblieben, Willi. Die andern 2.347 antworten ja nicht.

KOMMENTAR VON Post aus Dänemark [@] | Ausland | 24.03.2004 | 19:48 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Geht doch einfach auf www.future4.net/adc/2004 Und dann sagt mir: Sehen diese Leute aus, als waeren sie an einer Palastrevolte interessiert? Die wollen doch noch alle selbst aufs Podest. Selbst das naive Feier-Posing ist Teil dieser Nagelpflege. Wer dieses Jahr schoen auf Tuchfuehlung mit den ganz Großen (beliebtestes Posing-Thema 2004: Ich und Weidemann) der Branche geht, darf vielleicht schon beim naechsten Mal einen Preis fuer die Adaption einer bis dahin unbekannten daenischen Kampagne abholen. Warum sollten Werber anders sein als der Rest der Gesellschaft? Wo ist der Unterschied zwischen Sebastian Turner und - sagen wir mal - Klaus Zwickel? Ja - der geht wenigstens noch pinkeln, waehrend der Rest der Bande sich gegenseitig beguenstigt. Im Laufstaellchen Werbung - das sie für die große weite Welt halten - richten er, seine Professoerchen (Peinlichkeitspreis: Posing mit Zigarre und Handy!) und die flachgesichtige Werbermasse doch nur sehr begrenzt Schaden an. Seien wir also nachsichtig! Und dankbar, dass eine ganze Branche von dem Brosamen, der von den Tischen der wirklich Wichtigen, wirklich Reichen und wirklich Schoenen rieselt, leben und einmal im Jahr eine schoene Party feiern kann.

KOMMENTAR VON Der 2.348te Gast im Tempodrom [@] | Extern | 24.03.2004 | 19:55 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Als conföderierter Helvetier habe ich brav meinen Eintritt in Höhe von â?¬ 150,- bezahlt. Der Gegenwert lies mich blind werden. Das sog. Entertainement bestand aus einer Dame Jenny Elvers, die wohl nur in Deutschlands Kantinen bekannt ist, einem orientierungslosen Moderator, der, als ihm mittendrin der Stoff ausging, uns Gäste zum Vertreten der Beine hinausschickte, was er sofort wieder bereute, dann etwas Musik, dann Programmablaufchaos, Gold und Schluss.

Ein Trauerspiel, wären da nicht die beiden Ehrungen gewesen. Selbst wir Walliseller wussten um den Disput über die Herrschaften, konnten uns keinen Reim darauf machen und waren gespannt. Nichts geschah. Herr Schirner wurde von seinen Emotionen übermannt, die beiden Schwaben freuten sich auf schwäbisch, wie nur Schwaben sich freuen können.

Etwas enttäuschend, ich kenne nicht wenige ADC-Mitglieder, habe aber kaum einen getroffen. Wie ich erfahren habe, sind sie schon am Freitag nach der Jurierung abgereist. Vielleicht sollte der deutsche ADC seine Preisverleihung mal im Kaufleuten in Zürich machen. Da passen nur 500 rein. Jo Geilo and the Heartbreakers verhindern, dass auch nur ein Gast vor Morgengrauen den Saal verlässt. Warum müsst Ihr Deutschen immer so auf den Putz hauen, wo der Putz doch schon den ganzen Bühnenboden bedeckte?

Tell, Wilhelm
Hohle Gasse
Küsnacht a.R.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 24.03.2004 | 22:51 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Lieber Tell Willi,
hab Dank für die offenen Worte. Ja, es hat ein bisschen was von Toll Collect. Die selbstklebende Vignette tut's nicht. Es braucht in Deutschland die große Lösung, die dann auch prompt vergeigt wird.
Schön, dass wenigstens eure Partys gut sind. Der Zürcher Jury-Klüngel steht unserem Hamburg-Berlinerischen aber in nichts nach. Dieses Jahr kehrte ein (St. Galler) Motorrad-Spot frisch prämiert aus New York zurück und wurde kurz vor Erreichen der eidgenössischen Shortlist zuverlässig ausgebremst. Die Mehrheit fand ihn gut, der Vorsitzende meinte, die Frau am Schluss schreie so komisch, da fand ihn die Mehrheit nicht mehr gut.
Aber wenigstens seid Ihr Schweizer so aufrichtig und verteilt statt Nägel schöne Würfel. Glücksspiel ADC-Award " jeder Preis ein reiner Zufall.

KOMMENTAR VON Mitoh [@] | Sektion | 25.03.2004 | 13:27 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
Das gibt es doch hier auch zuhauf. Kampagnen die beim New York Festival, Eurobest oder sonstwo Gold gewonnen haben, werden hier in die Mülltonne durchgewunken. Das macht den Spaß aus, sich zu wundern, wer wieso weshalb und warum. Sonst hätten wir gar nichts zu meckern .. :-)

KOMMENTAR VON Allen S. Bach [@] | Extern | 25.03.2004 | 22:37 Uhr:
→ Re: Zur Erinnerung  
mitoh, wir drehen uns im kreis? quatsch! jeder kreis schafft sich seinen mittelpunkt. jede jury hat ihren look. was da nicht reinpasst, fliegt raus. in dem moment, wo du die kohle aufbringst, um dein zeugs, wo auch immer, einzuschicken, haste das maul zu halten und abzuwarten, ob´s was gibt. die tatsache, dass du den grand award in new york kriegst und in bonn, äh´ berlin, nix, sagt zuerst mal garnix. wer einsendet , ist scharf wie nachbars lumpi auf streicheleinheiten, sonst würde er das nicht täten. ich kenne leute, die seit jahrzehnten gutes zeugs machen, nix einsenden, die gebühren in gartenpflanzen anlegen und trotzdem glücklich sind. preise sind wie hämorrhoiden, irgendwann bekommt sie jedes arschloch. danke, lieber billy wilder.
es grüsst, a.s.bach

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183  Beitrag von Mahalia Jackson [@] | Extern | 21.03.2004 | 21:31 Uhr:
Schweigen ist Gold.  ← LESEN | Kommentar: 1  Wenn man schon in seinem eigenen Haus betrügt, sollte man wenigstens die Eier haben, zu schweigen, wenn's rauskommt.

KOMMENTAR VON Mitoh [@] | Sektion | 22.03.2004 | 15:48 Uhr:
→ Re: Schweigen ist Gold.  
Sollte man nicht dazu stehen, was man gemacht hat, wenn man erwischt wird?

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182  Beitrag von ursus und nadeschkin [@] | Sektion | 21.03.2004 | 07:06 Uhr:
GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  ← LESEN | Kommentare: 12  NACHHER HATS KEINER GEWUSST ABER ICH BIN STOLZ AUF MEIN PROGRAMM .. .. AUFRÄUMEN ....

KOMMENTAR VON Webmaster [@] | Ausland | 21.03.2004 | 11:38 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Ich verstehe dieses Posting nicht. Vielleicht kann wir einer (am besten der Poster) das mal erklären. Wenn nicht, dann zerstört sich diese Meldung in wenigen Stunden selbst.
Der Webmaster.

KOMMENTAR VON COMEDY [@] | Sektion | 21.03.2004 | 21:53 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Der Ursus ist ein schweizer Komiker, der als einen Programmpunkt hat: "Bilder aufräumen", genau mit dieser Idee und dem Mechanismus ist eine Kampagne vielfach ausgezeichnet worden. Eigentlich ist er und sein Programm sehr bekannt - aber keiner will eine Ähnlichkeit gemerkt haben. Darauf kann man schon stolz sein.

KOMMENTAR VON Der Lektor [@] | Extern | 21.03.2004 | 23:27 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Ursus Wehrli
Kunst aufräumen
47 Seiten, Verlag Kein & Aber, November 2002, ISBN 3036952004

Das Ding kann keiner kennen. Ist ja auch erst 100.000 mal über den Ladentisch gegangen. Die Bisley-Kampagne ist trotzdem gut.

KOMMENTAR VON Peter Pan [@] | Sektion | 22.03.2004 | 12:54 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Und wie die Bisley-Kampagne super ist. Fand auch Spiesser Alfons
in Horizont 7/04.

KOMMENTAR VON Der Lektor [@] | Extern | 22.03.2004 | 13:12 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Eurobest, Cresta, Epica, ADC. Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass der Ursus Wehrli da überall in den Credits erwähnt ist. Und ein angemessenes Honorar für seine Leistung erhalten hat.

KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Sektion | 22.03.2004 | 13:40 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Soweit ich weiß, hat die betreuende Agentur die Quelle ihrer Inspiration anders als das auf dieser Seite diskutierte Schein-Ehrenmitglied nicht verschwiegen und die damit verdienten Auszeichnungen durchgereicht. So kann Werbung en passant noch einen wirklich relevanten Beitrag leisten.

KOMMENTAR VON Hu Nos [@] | Extern | 22.03.2004 | 17:56 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Hier irrt Tsetse Williams leider: Der Schweizer Künstler wird als Urheber dieser Idee erst seit dem ADC-Wochenende genannt, da die verantwortliche Agentur sonst keinen Goldnagel bekommen hätte.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 22.03.2004 | 19:00 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
das eingangsthema anonym gepostet.
sechs antworten anonym angehängt.
vor was habt ihr eigentlich schiss?
mein name war in berlin für einige ein reizthema, wie so oft.
ergo bekamen meine bilder eins auf den deckel.
darüber rege ich mich zwei tage lang fürchterlich auf.
am dritten tag hab´ ich´s verdaut und ausgeschieden.
kopf und magen sind frei für neue kämpfe.
also, bitte nicht anonym an- oder beklagen.

KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Sektion | 22.03.2004 | 19:20 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Wenn das stimmt, sollte der ADC seine "Lex Tatsachenentscheidung" überdenken. Die gilt nämlich im Fussball auch nur für Petitessen, nicht jedoch beim Nachweis grober Unsportlichkeit.

KOMMENTAR VON ARNO [@] | Sektion | 22.03.2004 | 21:51 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
hu nos trifft den krummen nagel auf den kopf, der schöpfer dieser idee wurde erst auf ausdrückliche prüfung genannt. ging gar nicht anders, da die arbeit des schweizer künstler lange vorher publiziert wurde. kommt der urheber erst unter druck raus, sollten die foulspieler vom platz gestellt werden.

arno

ps. hennecka gedeckelt? es muss nicht am gezeigten rückrat liegen, wenn es keine medaille gibt. sehe da keinen zusammenhang.

KOMMENTAR VON Michael Thomas [@] | Sektion | 22.03.2004 | 22:13 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
Das verstehe ich nicht bzw. hab ich das richtig gelesen - es muß auf Nachfrage der Urheber genannt werden, aber dennoch werden Preise verliehen - oder wird dann darüber auch im Oktober zugestimmt?

Ist dennoch eine tolle Kampagne/Idee, was man ruhig neidisch zugeben kann. Aber ja wohl kaum die einzige, die noch rechtzeitig in der Piste/Lodown/Flyer/Style oder auf einer Plakatfläche erschienen ist, was bei Kleinstkunden und Kleinstagenturen durchaus in Ordnung ist. Denn bei anderen Festivals wird auch unterschieden zwischen Lokal/Regional/Global oder unterschiedlich hohen Etatgrößen, was nichts mit der Qualität der Motive zu tun. Aber es scheinen hier, grüchteweise, immer unterschiedliche Maßstäbe zu gelten.

PS: Geschweige denn von weiteren Kampagnen, die es in den vergangenen Jahren schon gab. Eigentlich gab es doch einmal eine Instanz, wenn ich mich nicht irre, gerüchteweise aus dem Ausland, die immer auf so etwas hingewiesen hat. Diese Stimme habe ich dieses Jahr vermisst.

PPS Was macht die Neugründung eines Creativclub von Jürgen Nerger?

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 22.03.2004 | 22:28 Uhr:
→ Re: GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
lieber arno,
gedeckelt ist der falsche ausdruck. bei meiner schnellen gosch´ überlegt sich halt einer seinen jury-haken etwas länger. ist doch menschlich. oder? denn irre waren schon immer menschlich.
gerade deswegen liebe ich den adc und werde drin bleiben, soweit mich meine füsse tragen.
salute, dh

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181  Beitrag von Jürgen Mandel [@] | Berlin | 21.03.2004 | 04:51 Uhr:
Kranke Hirne  ← LESEN | Kommentare: 12  Nach zwei Tagen Jurierung mit allem, was dazu gehört, viel Arbeit, wenig wirklich guten Arbeiten, vielen entdeckten und unentdeckten Plagiaten, offiziell abgesegneten Zitaten und dem immer wieder gleichen Ergebnis, gehe ich Samstag auf die Ausstellung, um mal in Ruhe anzusehen, wo der Klüngel über die Qualität gesiegt hat und traue meinen Augen nicht.
Auf der Ausstellung laufen alte Menschen herum, denen man ansieht, dass sie nicht gerade mit Wohlstand gesegnet sind. Diesen Menschen hat man auf die Brust und auf den Rücken Schilder geklebt auf denen steht: Irgendwann ist es zu spät für JungvMatt.
Diese Aktion hat mich stark an die Zeit erinnert, als man Menschen, die ähnliche Namen hatten wie ich, erst einen Stern auf die Brust geheftet hat, um sie dann später mittels Zyklon B zu entsorgen.
Ich finde diese Aktion, die natürlich vom ADC abgesegnet worden sein muss, geschmacklos und zynisch. Sie zeigt mal wieder, welch kranke Hirne in unserer Branche am Werk sind.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 21.03.2004 | 19:54 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
dem kann ich nur beipflichten.
die jüngeren adc-mitglieder fanden die aktion suppi, also super. aus meinem kollegenkreis kam nur kopfschütteln, gar schaudern.
direkt vor dem haupteingang stand ein van. ich beachtete ihn zuerst nicht. später erkannte ich, dass die rentner sich dort aus thermoskannen bedienten und stullen auswickelten. und das an vollen 2 1/2 tagen.

ihr jungen matten,
ich nehme an, dass ihr diese aktion zum nächsten adc-wettbewerb einreichen werdet. alten menschen für 11,50 euro p/std einen pappendeckel auf den rücken heften ist eine sache, eine weitere ist der menschenunwürdige text. ihr habt nicht mal den anstand aufgebracht, diesen "vorgeführten" in unserer ausstellungscafeteria speise und trank unentgeldlich anzubieten.
liebend gerne hätte ich diese truppe aus ihrem vertrag mit euch rausgekauft und mit einem neuen textschild versehen:

SO SIEHST DU AUS, WENN DU 3 JAHRE BEI JvM WARST.

eine goldmedaille wäre mir 2005 sicher.
in der vorbereitenden sitzung aller juryvorsitzenden für die adc-pressekonferenz wurden wir nach den trends gefragt. wir alle meinten zu spüren, dass wieder mehr menschlichkeit in der werbung einzug hält. mit eurer aktion habt ihr dieser menschlichkeit keinen gefallen getan. ihr mögt es für hip halten, ich jedoch für panne.

es grüsst, dietmar henneka

der originaltext lautete: IRGENDWANN IST ES ZU SPÄT FÜR JvM

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 21.03.2004 | 22:30 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  


War eventuell eines dieser betagten, doch rüstigen Gesichter unter den Rentnern in der ADC-Ausstellung zu sehen? Auf ihren Pappschilder hätte allerdings stehen müssen:

EINES TAGES IST EINER BEI JUNG VON MATT VIELLEICHT MAL SO GUT WIE EINER VON UNS.

→ Es wäre gut, wenn einer der Zeugen dieser unsäglich geschmacklosen Aktion einen Bericht schreiben würde, den wir allen Kunden dieser Agentur zusenden und der Presse übergeben sollten.

KOMMENTAR VON Werner Holzwarth [@] | Frankfurt | 22.03.2004 | 14:31 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Lieber Jürgen,
ich fand die JvM-Aktion auch äußerst geschmacklos, und habe mich sehr darüber geärgert.
Aber dein Judenstern-Vergleich geht dann doch ein bisschen zu weit.
Nein, nicht nur ein bisschen, der ist ziemlich daneben.
Doch -wie gesagt- die Aktion war auch in meinen Augen zynisch, peinlich, dumm.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 22.03.2004 | 15:12 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
ich habe mich falsch ausgedrückt. der text auf der pappe als solcher war nicht menschenunwürdig. er war es nur im zusammenhang mit den trägern. so war´s gemeint. ich bitte um nachsicht. desweiteren findet mandels judenstern-vergleich auch nicht meine zustimmung.
dies nur zur richtigstellung, weil hier das telefon nicht still steht. dh


KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 22.03.2004 | 15:18 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Selbstverständlich war der Text menschenunwürdig! Wer einen solchen Schmarren ausdenkt und dann auch noch derart unwürdig inszeniert, der sollte sich vom Bundesgesundheitsamt untersuchen lassen, ob er wirklich zu unserer Spezies gehört.  [Fluch getilgt, der Zensor]

KOMMENTAR VON Jürgen Mandel [@] | Berlin | 22.03.2004 | 16:46 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Lieber Werner Holzwarth,
der Judenstern war während des Nationalsozialismus ein diffamierendes Abzeichen für Juden. Der Sticker von Jung von Matt ist ein diffamierendes Abzeichen für alte Menschen.

KOMMENTAR VON werner holzwarth [@] | Sektion | 22.03.2004 | 19:10 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
nein, jürgen. das ist mir etwas zu kurz gedacht. die sterne waren mehr als nur eine diskriminierung, sie waren die eintrittskarten in die gaskammern.
aber warum streiten wir uns darüber?
die aktion von jvm wird dadurch auch nicht besser oder schlechter. sie war einfach vollkommen daneben. wäre sehr angenehm, wenn das die macher einsehen würden.

KOMMENTAR VON Kaiser Wilhelm [@] | Stuttgart | 22.03.2004 | 23:48 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Einwandfrei das Produkt einer extrem frühzeitigen Vergreisung! Wenn solche Menschen bei jvm arbeiten dürfen, zeugt das von einer enorm sozialen Einstellung.

KOMMENTAR VON Oskar Schindler [@] | Berlin | 23.03.2004 | 13:47 Uhr:
→ Es gibt Hoffnung.  
Weil, irgendwann ist man zu alt für so dumme Ideen. ;)

KOMMENTAR VON Christian Steinmetz [@] | Extern | 22.03.2004 | 25:59 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Jetzt fallt doch nicht um als wärt Ihr im Kundengespräch. Natürlich ist der Vergleich mit dem Judenstern möglich. Weil die Technik genauso so funktionierte, genau dieser hat sich "Jung und Matt" bedient, genau dieser Techniken bedienen wir uns in der Werbung. Branding heißt das auf Neudeutsch.

Um mit dieser Aktion Kinderarbeit statt Niedrig-Lohn in Deutschland zu etablieren? Wen wundert das wirklich in diesem Wirtschaftswunderland. Wo doch dieses Wirtschaftssystem nur noch zu retten ist, wenn sich die Leute endlich den 3.- und 4.-Wagen zulegen, wenn alle nur noch geil oder nur geizig sind.

Die Rattenfänger von Hamburg sind übrigens längst auf dem Olymp der double-penetration angekommen, Pressetext zum Rama-Etat bei JvM-Alster: "Udo Jürgens mit der spektakulärsten Produktinnovation seit Erfindung der Margarine im Fernsehen (Seit wann wird im Fernsehen etwas erfunden? Also auch noch Syntax-Schwächlinge). Aber bitte mit Rama! Das klingt doch wie... aber bitte mit Sahne!?...".

Dafür konnte der Sack wiederum nicht alt genug sein. Peinliche Reklame, peinliche Regie (Detlef Buck!), peinlicher als das, was diese immer schelten. Da ist Procter doch schon weiter. Und waren das etwa schon die so rekrutierten Kinderarbeiter?

Geben wir es doch zu, Werbung wird nur bezahlt wenn das Produkt sich verkauft. Das dämmert JvM wohl auch langsam.

KOMMENTAR VON Sophie [@] | Ausland | 15.03.2004 | 20:36 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Hey Christian,

genau das hieß mal, aber bitte mit Sahne, kam 1984 aus dem Hause Troost, war für Bärenmarke, Launch Kaffeesahne.
Auch ich möchte Jürgen Mandel und Dir zustimmen, dieses Schild hat etwas entwürdigendes, es stigmatisiert und grenzt aus. Der einzige Unterschied den ich sehe , die Träger waren gekauft, aber wer macht so was schon freiwillig, da steht das Wasser wahrscheinlich schon über der Nasenspitze.
Kommt das vom geilen Geiz? Wobei die Herren JvM ihren Kunden bestimmt erzählen, das Qualität Geld kostet, oder dieses schöne Zitat aus dem Amiland - Gewinne maximieren, nicht Kosten senken.
Finde es tut richtig weh. Der Jean war doch mal Junior vom Baginski, in dessen Buch
"Wir trinken soviel wir können, den Rest verkaufen wir" werden die Nazi-Propagandamacher, die die Reklamemacher der Nachkriegszeit waren, ein wenig beleuchtet, sozusagen. Struktur faschistoid, Inhalt megahiphip.
Haben die nun auch schon nicht mehr ganz knackfrischen Knaben von der Alster vielleicht Schiß vor einer höheren Macht - tick-tack?
Ein Vorteil hat's, hat man keine Haare om Kopp, bleiben die Grauen in der Bux.
Ich danke euch beiden Sophie

KOMMENTAR VON Christian Steinmetz [@] | Extern | 15.03.2004 | 21:23 Uhr:
→ Re: Kranke Hirne  
Hallo Sophie,

wobei das dann wohl auch schon troostlos war, denn Udo Jürgens hat den Schlager schon 1976 gebracht. Und es hat bestimmt keine zwei Wochen gedauert, bis er im Repertoire der Bundeswehrkapelle landete.

Also könnten hier Diebe Diebe als Diebe beschimpfen. Und die Klau-Klauer haben dafür sicher ein fürstliches Honorar kassiert um ihre creative Mucki-Bude mit den neuesten Geräten auszustatten auf denen sich dann ihr so angeworbenes Frisch-Fleisch räkeln kann.

Im Übrigen habe ich nun einmal ein Foto dieser Aktion gesehen. Dem "Styling" der Aktion kann man tatsächlich einen entwürdigenden Charakter entnehmen. Und wenn JvM auch einmal selber lesen würde was sie da schreiben, dann sind die Ersten für die es zu spät ist: sie selbst. Irgendwann?

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180  Beitrag von Mac Gywer [@] | Hamburg | 20.03.2004 | 25:39 Uhr:
ADC:DE  ← LESEN | Kommentare: 0  ACH WIE IMMER DIE GLEICHEN DIE GEWINNEN:

HOCHAUSGEZEICHNETE KAMPAGNEN AUS DEM AUSLAND GEWINNEN NICHTS - DER KLEINGÄRTNERVEREIN FEIERT SICH SELBER.

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179  Beitrag von Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 19.03.2004 | 17:00 Uhr:
Antrag auf Wahlwiederholung  ← LESEN | Kommentare: 0  Folgender Antrag wird vorsorglich an die nächste Jahreshauptversammlung des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) gestellt:

Die Versammlung möge

1. Werner Butter zum Ehrenmitglied für das Jahr 2003 wählen (falls Werner Butter als Kandidat nicht mehr zur Verfügung steht: Pierre Mendell);

2. die AUDI AG zum Kunden des Jahres für das Jahr 2003 wählen.



Begründung:

Wegen eines Satzungs- und Gesetzesverstosses waren die Wahlen des Ehrenmitglieds und des Kunden des Jahres vom 13. September 2003 ungültig. Dies wurde durch anwaltliches Gutachten festgestellt.

Der ADC-Vorstand liess zunächst verlauten, das rechtlich mangelhafte Verfahren sei durch "Gewohnheitsrecht" gedeckt, strebte dann aber einen Vergleich an, der am 11. März 2004 abgeschlossen wurde.

Darin verpflichtete sich der ADC, das Ehrenmitglied 2003 durch eine "gesetzes- und satzungskonforme Wiederholung der Wahlen" auf der nächsten Jahreshauptversammlung bestätigen zu lassen.

Am 12. März 2004 informierte der Vorstand die ADC-Mitglieder über die Vereinbarung per Rundmail. Darin wurde die zugestandene Wahlwiederholung jedoch fälschlicherweise als "bestätigender Beschluss" bezeichnet.

Gleichzeitig wurde den Mitgliedern mitgeteilt, dass die Ehrung des nicht ordentlich gewählten Kandidaten "planmässig" am 20. März 2004 stattfinden werde. Dies ist ein eindeutiger Verstoss gegen die Vereinbarung, denn ein Ehrenmitglied, dessen Wahl im Herbst 2004 erst noch stattfinden muss, darf nicht bereits im Frühjahr 2004 geehrt werden.

Da Wahlen nach Gesetz und Satzung in ihrem Ergebnis grundsätzlich offen sein müssen, bedeutet eine Wiederholung der Wahl, dass das Ehrenmitglied 2003 neu gewählt werden muss. Zwar besteht durchaus die Möglichkeit, dass der vom Vorstand präferierte Kandidat wiedergewählt wird, aber es ist nicht hundertprozentig sicher. Deswegen ist die Ehrung am 20. März 2004 voreilig und stellt zudem eine unzulässige Bevorzugung eines der möglichen Kandidaten dar.

Weil der ADC-Vorstand an der Ehrung des nicht ordentlich gewählten Kandidaten für das Ehrenmitglied 2003 offenbar festhält und damit gegen Inhalt und Geist der Vereinbarung verstösst, habe ich mich entschlossen, in diesen Antrag auch den Kunden des Jahres 2003 einzubeziehen.

Selbstverständlich wird der Antrag zurückgezogen, wenn der ADC-Vorstand mir vor der Festlegung der Tagesordnung für die Jahreshauptversammlung 2004 bindend mitteilt, dass die Wahlwiederholung für das Ehrenmitglied 2003 und den Kunden des Jahres 2003 auf der Grundlage der Vereinbarung vom 11. März 2003 stattfinden werden.

Rulf Neigenfind
Paris, 18. März 2004

ADC-Mitglieder, die diesen Antrag unterstützen wollen, sind herzlich dazu eingeladen.

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178  Beitrag von Roman K. [@] | Extern | 20.03.2004 | 16:20 Uhr:
poststalinistische täuschungsgemeinschaft  ← LESEN | Kommentare: 0  lieber rulf neigenfind,

der wuv-artikel ist ja ganz sachlich, das statement vom turner aber oberpeinlich.

diese anmassung: teil der vereinbarung sei gewesen, dass das ergebnis zu einem späteren zeitpunkt bestätigt wird.

das muss man sich wirklich auf der zunge zergehen lassen: die sog. wahl wird wiederholt. der präsident geht aber davon aus, dass das ergebnis sowieso feststeht. und er verbreitet das - im gegensatz zu putin - auch noch öffentlich.

mich erinnert turners gleichschaltungsversuch an die präsidentschaftswahl neulich in russland, nur noch dummdreister. die wichtigen stellen sind mit gefolgsleuten besetzt, das wahlvolk in abhängigkeit, verblödet oder weichgewaschen.

inzwischen hat der adc 420 mitglieder:
- wieviele davon befinden sich (als zitternde STASI-kontrollierte befehlsabhängige) im gulag der hamburger/berliner medienmafia?
- wieviele sind ins ZK aufgestiegen und bekommen, bei höheren einkünften und gewissen privilegien, jury-, verbands- und sonstige pöstchen in gegenseiteiger vereinbarung untergeschoben?
- wieviele freie, unabhängige player bleiben dann noch übrig?

ich bin beobachtender aussenstehender. diese fragen liegen meiner ansicht nach aber auf der hand.

sollte herr turner mit seiner verfahrensweise durchkommen, würde sich der adc als poststalinistische täuschungsgemeinschaft erweisen. also wirklich: so geht's nicht!

soviel für heute. ich könnte mich wirklich aufregen, ob der dreistigkeit.

Viele grüsse,
roman k.

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