DAS EHRENMITGLIED
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177  Beitrag von Funny Fuffer [@] | Ausland | 20.03.2004 | 11:36 Uhr:
Schirner jetzt bei Berliner Hotshop? 4 Medaillen, 92 Euro.  ← LESEN | Kommentar: 1  Johnny Cashed:

Die Todesanzeige. Drei Monate nach dem Tod am 30.12., also 18 Tage nach ADC Einsendeschluß, in der Berliner Zeitung zum "Sonderpreis von 520 Euro" veröffentlicht. Laut Mediabestätigung vom 7.1.04. (!)
SILBER?

Das Todesbanner. Die animierte Anzeige. MIt 1,76 MB (!) zum Downloaden. Angeblich drei Monate nach dem Tod in einem "Cash-Special" der Netzeitung veröffentlicht. Dieses Cash-Special gibt es nicht. Aber eine Mediabestätigung vom 7.1.04 über immerhin fast 100 Euro.
GOLD?

Das Todesplakat. Am 23.12. an einer Citylight-Stelle (!) in Berlin gehängt oder auch nicht. Laut Mediabestätigung über 92 Euro vom 7.1.04.
SILBER bei Plakaten? Und BRONZE bei Kulturplakaten?

Werbung bleibt Kunst.

KOMMENTAR VON June Carter-Cash [@] | Sektion | 21.03.2004 | 20:32 Uhr:
→ "I shot a fake in Reno"  
Johnny Cash würde sich im Grabe umdrhen. Kein Mensch ist so tot, dass man nicht noch Schindluder mit ihm treiben kann. Bah.

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176  Beitrag von Ludwig Steinmetz [@] | München | 19.03.2004 | 12:41 Uhr:
Ein altmodisches Problem  ← LESEN | Kommentare: 0  Ich bin zwar gegen die Wahl Michael Schirners, aber so neu sind „nicht ganz korrekte“ Einflussnamen auf Jurys nicht. Als es noch vor Jahrzehnten die 9-köpfige gab, die alles bewertete, ging es einmal für eine Kampagne um Gold oder Silber, eher um nicht weniger. Drei mal ging die Abstimmung 4 zu 4 aus. Der an der Jury Beteiligte Margarine (die Namen wurden geändert, der eine aus Aktualität, der andere aus Pietät) durfte ja nicht mitwählen. Der Jury-Vorsitzende Kosaksky entschied, dass wir diese Jurybedingung für diesen Durchgang aussetzen. Margarine stimmte mit, seine Kampagne „Staatskarosse“ bekam schon wieder Gold.

Im Bild der Öffentlichkeit und auch unter Kollegen war solch Unrechtmäßigkeit natürlich unbekannt. Und den so zustande gekommenen Medaillen konnte man auch kein Unrecht ansehen, die Dinge wurden letzten Endes (Schande über die Juroren) angemessen ausgezeichnet. Das jedenfalls ist heute leider nicht mehr so.

Wie in der letzten w&v zu lesen, sehen Letzteres ja auch andere Kollegen so. Wobei ich einigen von denen empfehle, vielleicht doch noch einmal einen nachdenklichen Blick auf ihre eigenen Auszeichnungen in Annuals zu werfen.

Im Übrigen bin ich der Überzeugung und habe zugeben müssen, dass nicht nur Fachleute, auch Berufsnahe im Sinne des ADC gut über gut und schlecht entscheiden können. Na ja, meistens.

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175  Beitrag von Der Lektor [@] | Extern | 19.03.2004 | 03:13 Uhr:
Lektüre für Daheimgebliebene  ← LESEN | Kommentar: 1  Aus dem Nähkästchen soll ich plaudern?

Da gibt es nicht viel zu plaudern.

Bevor wir mit der Juryarbeit anfingen, ermunterte ich die Juroren, möglichst entspannt beim Vergeben von Auszeichnungen und Medaillen zu sein und eher mehr auszuzeichnen als weniger. Schließlich ist es die Aufgabe des Clubs, Medaillen zu vergeben, und je mehr es sind, desto mehr Teilnehmer freuen sich darüber.

Wenn eine Jury es anders macht, kommt immer der Krampf dabei heraus: Juriert wird nach dem Prinzip des Tadels und nicht des Lobs. Bestraft wird damit, daß Auszeichungen nicht gegeben werden. Die Juroren sind besondes stolz auf die Medaillen, die sie nicht vergeben haben.

Ich sagte, daß ich sowas blöd finde. Und alle stimmten mir zu, einige lachten. Dann der erste Rundgang. Ich kreuzte reichlich Arbeiten an, die Auszeichungen bekommen sollten.

Aber ich war der einzige, der das machte. Beim ersten Durchgang gab es so wenige Auszeichnungen, daß wir die Abstimmungsmodalitäten ändern mußten, damit noch ein paar Auszeichnungen mehr dazukamen.

Doch das Ergebnis der Juryarbeit blieb mager: Die shorteste Shortlist ever. Vier Medaillen für Tageszeitungen, fünf für Fachanzeigen.

War die Qualität der eingesandten Arbeiten so mager?

Nein.

Wurde geschummelt, geschoben, geschmiert.

Klar. Allein ich wurde von einigen Freunden gebeten, ihnen einen Gefallen zu tun. Was ich gerne tat, weil es dadurch noch ein paar Auszeichnungen und Medaillen mehr gab.


Michael Schirner
Vorsitzender der Jury 2

(ADC Jahrbuch 1996, Seite 100, Verlag Hermann Schmitz, Mainz 1996)

KOMMENTAR VON Der Rebell [@] | Extern | 19.03.2004 | 03:45 Uhr:
→ Re: Lektüre für Daheimgebliebene  
Dieser unermüdliche Einsatz des Ehrenmitglieds für die höchsten Massstäbe deutscher Kreativität manifestierte sich schon ein paar Jahr früher:

«Der erste Jury-Tag endete traurig. Die Shortlist war so short, dass es wohl keine einzige Medaille gegeben hätte.

Am zweiten Tag versuchte ich, den anderen klar zu machen, dass wir nicht dazu da sind, Medaillen nicht zu geben, sondern zu geben, und dass das Medaillen-Verweigern ein ziemlich einseitiges Vergnügen ist. Das fand die Jury dann auch.

Wir jurierten neu, nicht mehr ganz so unerbittlich, sondern offen, redeten auch, ritten nicht mehr nur auf Prinzipien rum usw.»

Michael Schirner
Vorsitzender der TV, Werbefilm, Funk

(ADC Jahrbuch 1989, Seite 188, ADC-Verlag GmbH, Düsseldorf 1989)

Ergebnis: Statt gar keiner Medaille wurden schliesslich nicht weniger als 22 vergeben. Davon ein Viertel an die Mitglieder der Jury. Und eine an den Jury-Vorsitzenden.

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174  Beitrag von Webmaster [@] | Ausland | 17.03.2004 | 11:28 Uhr:
Spam-Poster  ← LESEN | Kommentare: 3  Die letzten Postings kamen alle von ein und derselben IP Adresse. Und alle anonym. Deshalb werden sie heute irgendwann unter Posting 173 zusammengefasst.
Darf ich—bin der Webmaster.

KOMMENTAR VON Der Lektor [@] | Extern | 18.03.2004 | 02:29 Uhr:
→ Re: Spam-Poster  
Ja wo sind sie denn? Heute ist so gut wie vorbei.

KOMMENTAR VON Webmaster [@] | Ausland | 18.03.2004 | 12:50 Uhr:
→ Re: Spam-Poster  
Tschuldigung, war gestern etwas zerstreut. Habe mich aber wieder gesammelt, und nun sind die Postings wieder da.

KOMMENTAR VON Der Lektor [@] | Extern | 18.03.2004 | 14:02 Uhr:
→ Re: Spam-Poster  
Wer diskutiert eigentlich da unten?
Die Anonymen Nienägelkrieger?
Wer unbedingt einen will, kann doch bei ebay steigern.
Dann ist er wenigstens redlich erworben.

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173  Beitrag von joachim schwarz [@] | Düsseldorf | 17.03.2004 | 09:49 Uhr:
medaillenschiebe  ← LESEN | Kommentare: 16  heute gehts ja wieder los. mein tipp: kemper verhindert in seiner jury alles für s+j.

KOMMENTAR VON simmi [@] | Ausland | 17.03.2004 | 09:52 Uhr:
→ eigentor  
sehr interessant. sehr interessant. keiner merkt, dass der eigentliche gewinner schirner ist. das hat er nicht verdient

KOMMENTAR VON jim knopf [@] | Extern | 17.03.2004 | 09:58 Uhr:
→ adc bashing  
Spannend: Wer wird Fakeweltmeister. Immer ein heisser Tipp: Kolle Rebbe. Aber auch die neue BBDO-Truppe in Hamburg ist ein guter Tipp. Was sollen die eigentlich die ganze Zeit gemacht haben? Sixt wollte ja nichts geschenkt. Da werden sie eben zur Frittenbude gegangen sein. Zur Pensiverlängerung ging ja nicht mehr - die haben ja schon eine Spitzenagentur.

KOMMENTAR VON Nergers Freund [@] | Ausland | 17.03.2004 | 10:04 Uhr:
→ Nagelprobe  
Samstag dürfen sich wieder ein paar ganz ausgesuchte immergleiche gegenseitig Nägel einschlagen. Spannende Frage: S+J vor JvM oder doch ganz anders. JvM vor S+J. Suuuuuuperspannend. Ich versteh gar nicht, warum die ganze Meute da überhaupt noch hinfährt. Halt. Ich fahr ja auch hin.

KOMMENTAR VON winni m [@] | Frankfurt | 17.03.2004 | 10:06 Uhr:
→ Re: medaillenschiebe  
spannend wir vor allem eines: schiebt kemper karpinski was zu oder ist der neid dort stärker. würde einen bei bbdo ja nicht wundern. winni

KOMMENTAR VON ach was [@] | Frankfurt | 17.03.2004 | 10:12 Uhr:
→ verdacht  
Heintzsch (der lange langweiler) wird kemper ordentlich was zuschieben. ist ja der neue chef. oder gerade nicht. damit erst nächstes mal klar wird, dass heintzsch es ganz allein war, der bbdo wieder toll gemacht hat. war bei saatchi kein bisschen anders. (ich weiss wovon ich rede). das einzig gute: bald ist er aus frankfurt weg. a.w. (mehr kann ich als free lancer nicht sagen)

KOMMENTAR VON zeigemann [@] | Extern | 17.03.2004 | 10:17 Uhr:
→ Danke  
Ich weiss gar nicht, was ich ohne die ganze Neiderei auf Ihre Seite machen sollte. Jedes mal wenn ich hier reinlese finde ich meinen Job (ausserhalb der Werbebranche) wieder interessant, angenehm, freundlich, positiv offen. Danke! Martin Zeigemann

KOMMENTAR VON Ferd. Hartmann - Nergers bester freund [@] | Extern | 17.03.2004 | 10:26 Uhr:
→ Neu: Bitte weiterschreibenWenn ich ganz langsam, wirklich ga  
Jetzt wo sich alle geeinigt haben (Warum eigentlich? Warum haben sich eigentlich alle vorher gestritten?) sollte man dieses famose Branchenforum (das die Elitemenschen vom ADC nie hinbekommen haben) mal zu etwas wirklich Kreativem nutzen.

Nerger hat schon gut angefangen, aber zu kompliziert.

Jeder schreibt nur einen neuen Satz - und zwar im Betreff (Thema), damit es sich schön liest. Ich fange schon mal an.

(Hier bitte weiterschreiben)

KOMMENTAR VON jochen dort [@] | Frankfurt | 17.03.2004 | 10:33 Uhr:
→ zurück zum thema: wer schiebt wann wem was zu?  
Lieber Herr Hartmann, wir haben hier jetzt doch eine ganz andere Diskussion. Diese Schreibübungen nerven. Wir sollten hier lieber einen schönen Tippkreis bilden: Wer gewinnt die meisten Medaillen. (Und wer schiebt sie wem zu.) Mein Tipp: Der Stern kommt wieder, Süddeutsche diesmal schwach (die Guten sind ja alle weg). JvM überrollt Springer, BBDO als Überraschungsnewcomer. Wer wettet dagegen? Jochen Dortberg

KOMMENTAR VON kemperopfer [@] | Düsseldorf | 17.03.2004 | 10:36 Uhr:
→ Re: medaillenschiebe  
Dumm ist er ja nicht. Hat sich zum Juryvorsitzenden gemacht. Aber auch nicht ganz schlau. Wir werden uns genau ansehen, was er macht.

KOMMENTAR VON jodelberg [@] | Ausland | 17.03.2004 | 10:39 Uhr:
→ Tipp: JvM + Mare  
Die beiden räumen ab. Jede Wette. Superzeug, auch wenn Neider das nicht sehen. wollen. Konrad Jodelberg

KOMMENTAR VON benjamin [@] | Berlin | 17.03.2004 | 10:42 Uhr:
→ Hat noch jemand karten für die preisverleihung?  
Dringend. Zahle auch kleinen Aufschlag. Benny

KOMMENTAR VON Peter Schild [@] | Extern | 17.03.2004 | 10:44 Uhr:
→ habe karten  
wer bietet? habe noch vier karten. p. schild

KOMMENTAR VON warner [@] | Sektion | 17.03.2004 | 10:47 Uhr:
→ kartenabzocke: lieber ebay  
Das Angebot ist bei ebay gar nicht so schlecht. Nicht abzocken lassen, Benny!

KOMMENTAR VON tippchen [@] | München | 17.03.2004 | 10:58 Uhr:
→ kartenlegen: paris bar  
Der Geheimtipp, liebe Kartensucher. Müde ADC-Promis hängen ab heute in der Paris Bar ab (Nähe Zoo). Weil sie alle so wichtig sind, müssen sie am Samstag wieder zur Mutti. Und haben ihre Freikarten über. Der nächste Tipp kostet aber was.

KOMMENTAR VON schirner siegt [@] | Ausland | 17.03.2004 | 11:05 Uhr:
→ Re: eigentor  
Von dem hat niemand, aber auch gar niemand mehr gesprochen. Nicht mal vom Ehrenmitglied. Und dann kommt die Antischirnerpartei und macht ihn wieder wichtig. Küblböckig. Aber auch nur für ein paar Tage. will schulenberg

KOMMENTAR VON wendelin werbebär [@] | Sektion | 17.03.2004 | 11:12 Uhr:
→ danke für parisbartipp  
Wer sagt denn, daß diese Seite keinen Nutzen hat. Bis heute abend!

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172  Beitrag von ADC Büro [@] | Sektion | 16.03.2004 | 15:26 Uhr:
ADC: Klarstellung  ← LESEN | Kommentare: 8  Lieber Rulf Neigenfind,

wir sollten unseren gefunden Mittelweg jetzt nicht gefährden.
Wir möchten deswegen bei den von Ihnen im Nachgang gemachten Äußerungen nur die wesentlichen berichtigen:

1. Der ADC vertritt - wie Sie wissen - die Rechtsaufassung, dass alle Beschlüsse der Vergangenheit Gültigkeit haben. Wir teilen Ihre Auffassung ausdrücklich nicht. Wir sind aber bereit - um die Mühen und Kosten eines von Ihnen angedrohten Prozesses zu vermeiden - die Wahlen zum Ehrenmitglied wiederholen zu lassen. Das ist ein feiner Unterschied.

2. Die von Ihnen Vorstandsmitgliedern in den Mund gelegten Meinungen über Mitglieder treffen nicht zu. Sebastian Turner hat mit einer ganzen Reihe von Mitgliedern, die sich kritisch geäußert haben, direkt Kontakt aufgenommen.
Er hält keinen einzigen für einen "pathologischen Querulanten" (das ist auch nicht sein Wortschatz), sondern alle für engagierte, hoch respektable Kollegen. (Es stimmt allerdings, dass die von Ihnen gewählte Form der Auseinandersetzung z.T. auf scharfe Ablehnung bei Mitgliedern stößt. Dies ist auch vielen Journalisten bekannt.)

3. Das Nichterreichen der 10 Prozent Zustimmung für Ihren Abwahlantrag ist ein Zitat von Ihrer Website. Dort stand wörtlich: "Wichtigste Information vorab: Zum Stichtag Freitag, 13., haben wir das Ziel, 42 Antragsunterstützer für eine ausserordentliche Mitgliederversammlung zu gewinnen, knapp verfehlt."

Schließlich dürfen wir Sie bitten, lieber Rulf Neigenfind, Ihren Teil der Vereinbarung auch einzuhalten.

Mit besten Grüßen

ADC Büro
Susann Schronen

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 16.03.2004 | 16:33 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Liebe Susann Schronen,

vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Zu Punkt 1: Welche Rechtsauffassung der ADC vertritt, wurde weder mir noch meinem Anwalt mitgeteilt. Ihr Anwalt hat uns trotz seiner Ankündigung noch keinerlei Hinweis auf den vom ADC vertretenen Rechtsstandpunkt gegeben. Mir ist nur bekannt, was Herr Turner mehreren Journalisten, mehreren Mitgliedern und Nichtmitgliedern gesagt hat. Und das ist bedenklich. Dass Sie meine Auffassung nicht teilen, mag ja sein und ist auch Ihr Recht. Aber unser aller Recht sagt, dass ein Satzungsverstoss ein Satzungsverstoss ist. Interessanterweise schreiben Sie, der ADC sei bereit, "die Wahlen wiederholen zu lassen", während Ihre Aussendung an die Mitglieder vom Freitag nur von einem "bestätigenden Beschluss" spricht. Das ist mehr als ein feiner Unterschied.

Zu Punkt 2: Ich lege Herrn Turner nichts in den Mund, sondern berichte nur, was man mir berichtet. Ich halte es für ausgeschlossen, dass meine Gesprächspartner, seien es Kollegen, seien es Journalisten, derart unredlich sind, Herrn Turner Aussagen unterzujubeln, die er nicht geäussert hat. Zudem haben die aus ganz verschiedenen Quellen stammenden Aussagen alle denselben bedenklichen Tenor. Das kann kein Zufall sein.

Zu Punkt 3: Ihr Zitat ist unvollständig, denn es geht weiter im Text wie folgt: "...Das ist aber weiter nicht verwunderlich, denn am 3. Februar musste die Fax-Aktion bekanntlich unterbrochen werden." Die Aktion wurde 10 Tage vor ihrem geplanten Ende gestoppt, weil Faxe offenbar "keine Schriftform haben". Das Verhalten des ADC-Vorstands hat übrigens dazu beigetragen, dass nach diesem Stopp mehr Faxe eingegangen sind als vorher.

Wenn ich lese, wie die Vereinbarung in Ihrer Mitteilung an die ADC-Mitglieder mehr als schief interpretiert wird ("Herr Neigenfind wird die von ihm erwogene Klage gegen die Form der Wahl des Ehrenmitgliedes nicht anstrengen. Die bei Herrn Neigenfind bestehenden rechtlichen Bedenken werden dafür durch einen bestätigenden Beschluss auf der kommenden Mitgliederversammlung im September ausgeräumt") und höre, was Herr Turner den Kollegen und der Presse über die Vereinbarung sagt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob sie überhaupt noch existiert. Insofern werde ich mir überlegen müssen, ob ich mich noch daran gebunden fühle.

Mit besten Grüssen,
--Rulf Neigenfind

KOMMENTAR VON OMNIBUS [@] | Sektion | 16.03.2004 | 19:22 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
nachdem der vorstand in sachen adc ehrenmitglied über viele wochen euere anfragen komplett negiert und jede weiterfuehrende stellungnahme konsequent unterlassen hat, faellt es auf, dass kurz vor der zielgeraden endlich bewegung in die sache kommt!

ploetzlich findet sich die offizielle erklaerung, dass das EHRENMITGLIED im herbst 2004 doch neu gewaehlt werden wird. weiter wird offensichtlich, dass auch die wahl des KUNDEN DES JAHRES nicht regelkonform der satzung durchgefuehrt wurde und deshalb wiederholt werden muss.

da die auslegung der vereinbarung geklaert ist, stellt sich nun konsequenterweise die frage, weshalb die verleihungen bisher noch nicht abgesagt wurden. haben wir was verpasst? oder will der adc bereits im maerz 2004 ehrungen vornehmen, über die im september 2004 abgestimmt werden wird? wird neu gewaehlt oder nicht? Dazu waere mal eine KLARSTELLUNG faellig.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 16.03.2004 | 25:00 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Da Herr Turner nicht nur kritische Mitglieder kontaktiert hat, sondern auch kritische Nicht-Mitglieder - vorzugsweise solche, deren Beiträge nach seinen Worten unterhalb der Gürtellinie liegen (wozu ich mich nicht zähle, er mich aber schon) - kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Frau Schronen irrt.

Es handelt sich nicht um Vorständen in den Mund gelegte Meinungen, sondern um aus freien Stücken geäußerte und nach alter Textersitte mitstenographierte. Rulf Neigenfinds ungutes Gefühl bezüglich des Tenors dieser Aussagen kann ich hiermit uneingeschränkt bestätigen.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich meine Stichworte zu diesem Gespräch hier auflisten soll. Ich habe mich - obwohl nicht zur Vertraulichkeit verpflichtet - dagegen entschieden, denn a) sind es nicht meine Meinungen, b) bin ich nicht Vorstandssprechersprecher und c) entspricht ein solches Posting nicht meinen Vorstellungen von (schöne Grüße an Beitrag 46) Anstand, Respekt und Ehrlichkeit.

Ich würde mir aber wünschen, dass Herr Turner sie selbst ins Forum stellt. Denn entgegen der im ADC weit verbreiteten Ansicht betrachte ich die Ehrenmitgliedsdebatte nicht als vereinsinterne Angelegenheit. Ich will auch gleich sagen, warum.

Einer der heftigsten Vorwürfe in Richtung Neigenfind ist der Umstand, dass er die Sache öffentlich gemacht hat, ohne dem Club vorher die Chance zu geben, intern Stellung zu nehmen. Als Außenstehender frage ich mich natürlich: Warum hätte er das tun sollen?

Schirner wird doch auch nicht hinter verschlossenen Türen geehrt. Er wird geehrt im Licht und Glanz der Branchenöffentlichkeit, mitten auf der Bühne, umgeben von Vorstand, Mitgliedern, Laudatoren, Journalisten, Fotografen und Blitzlichtgewitter. Mit allen absehbaren öffentlichen Folgen wie Bildstrecken, Artikeln, Kommentaren, Specials in der Fachpresse und einigen Sonderseiten im Annual.

Warum darf man Schirner öffentlich huldigen, aber nicht öffentlich diskutieren?

ADC-Vorstand und viele ADC-Mitglieder lassen kaum eine Gelegenheit ungenutzt, um sich in der Branchenöffentlichkeit zu präsentieren. Das ist ihr gutes Recht. So eine Mitgliedschaft hebt das Ansehen, steigert den Marktwert und macht - im kleinen Werbewelt-Rahmen, aber immerhin - prominent. (Das war jetzt nicht ironisch gemeint.) Es darf aber nicht sein, dass beim leisesten Gegenwind die Tür zugeschlagen und das Fähnchen "Clubintern" herausgehängt wird. Es gibt keinen Club. Jeder einzelne von euch 419 vertritt nicht einen Club, sondern unsere ganze Branche. In guten Zeiten schultert man so was gern. In schlechten braucht es dafür ein richtig breites Kreuz. Das hat offensichtlich keiner. Sonst wäre die Tür schon längst wieder auf.


KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 17.03.2004 | 03:43 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Habe mir erlaubt, den Beitrag von Michael Frey auf dem ADC-internen Blackboard zu posten. Er steht dort unter dem identisch veröffentlichten Beitrag von ADC-Geschäftsführerin Susann Schronen.

KOMMENTAR VON Sebastian Turner [@] | Berlin | 17.03.2004 | 12:47 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Lieber Herr Frey,

vielen Dank für Ihre Mail, die Sie mir leider nicht direkt gesendet haben, so dass ich erst jetzt reagieren kann.

Sie und einige andere Teilnehmer an der Diskussion (wie auch ADC-Kritiker in der Vergangenheit) habe ich direkt angesprochen, weil ich Genaueres zu Ihren Anmerkungen erfahren wollte. Oft ergeben sich so neue Ideen und neues Engagement für den Club. (Daraus ergibt sich auch meine Sicht der aktuellen Debatte: Wir können daraus viel Energie tanken.)

Bei unserem Gespräch habe ich versucht, Ihnen ein wenig das Innenleben des ADC zu erläutern. Wichtiges Prinzip ist die Kritik. (In diesem Tagen wählen z.B. 200 ADC-Juroren aus 7000 Arbeiten wieder die besten aus.) Wir sind in diesem Sinne alle Kritiker oder - umgangssprachlich - Nörgler. Wenn ich den Gedanken bei unserem Gespräch nicht so habe vermitteln können, bin ich froh, es hiermit richtigstellen zu können.

Ich habe unser Gespräch nicht mitstenografiert, habe es aber als angenehm und konstruktiv in Erinnerung.
Meine Absicht war nicht, Ihnen oder Dritten zu nahe zu treten. Wenn bei Ihnen ein anderer Eindruck entstanden ist, dann bedaure ich dies.

Falls für Sie noch Fragen offen sind, können Sie mich gerne direkt ansprechen: st@s-f.com

Mit besten Grüssen

Sebastian Turner

KOMMENTAR VON bernd kreutz [@] | Extern | 17.03.2004 | 14:58 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Sehr geehrter Herr Turner,

das Schweigegelübde verbietet es, Dinge preiszugeben, die mir in meinem Beichtstuhl zu Ohren gekommen sind. Aber soviel darf ich sagen: Was Sie und andere ADC-Vorstandsmitglieder in den letzten Tagen und Wochen in Telefonaten mit ADC-Mitgliedern, -Nichtmitgliedern und Journalisten geäußert haben, hat offensichtlich nicht immer der Wahrheit entsprochen und war auch in sonstiger Hinsicht nicht frei von moralischer Unbedenklichkeit.

Zwar ist mir das Verhalten von Menschen, die unter Rechtfertigungsdruck handeln, nicht fremd, dennoch heiligt der Zweck nicht alle Mittel. Zumal sachliche Auseinandersetzungen sachlich geführt werden können.

Wer aber, wie der ADC-Vorstand, die sachliche Auseinandersetzung scheut wie der Teufel das Weihwasser, muss sich nicht wundern, wenn er in Teufels Küche gerät.

Das war mein Wort zum Samstag.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kreutz

KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Extern | 17.03.2004 | 17:16 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Warum erst nach 10-wöchigem zynischen Schweigen ein erster konstruktiver Beitrag, vom holprigen Trittbrettfahrer-Kommentar in der Sache Berndt vs. Nerger einmal abgesehen? Warum statt dessen dieses wichtigtuerische Verlautbaren von Fehlinterpretationen in Ihren Pressemitteilungen? Diese Indigniertheit? Überlassen wir doch dieses Niveau den Parteien, bitte! Sie selbst, Herr Turner, vom Para-Ehrenmitglied einmal abgesehen, hätten die meiste und bissigste Kritik auf dieser Seite verhindern können, wenn Sie sich der Debatte schon früher dort gestellt hätten, wo sie stattgefunden hat und bis September weiter stattfinden wird (dafür wird gesorgt sein!).
Mensch, wir sind doch in der Werbung. Wer verhindern will, dass schmutzige Wäsche gewaschen wird, der sollte halt im Raum sein. Darum heißt es am Eingang ja auch: Eintreten. Willkommen im Ring des Rulf Neigenfind. Herr Turner! Bleiben Sie doch ein wenig bei uns!

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 17.03.2004 | 18:34 Uhr:
→ Re: ADC: Klarstellung  
Lieber Herr Turner,

leider habe ich erst jetzt Ihre Nachricht auf meinem AB entdeckt. Nach meinem Plädoyer für mehr Offenheit und Öffentlichkeit wäre es mir aber schwer gefallen, Sie gestern Nacht anzurufen. Um so mehr freut es mich, dass Sie sich heute morgen zu einer Stellungnahme im Forum entschlossen haben.

Ich kann Ihnen versichern, Sie haben mich in unserem Gespräch weder beleidigt, noch gekränkt, noch sind Sie mir zu nahe getreten. Die Atmosphäre war angenehm, konstruktiv war es weniger. Das lag aber an mir und in der Natur der Sache. Bei einem ersten Kontakt muss ich erst mal zuhören, aufsaugen, verstehen lernen. Ich kenne jetzt Ihren Standpunkt und wünschte mir, die anderen kennten ihn auch. (Bah, ganz schwieriger Konjunktiv, wahrscheinlich falsch.)

Einiges ist nachvollziehbar, manches nicht, vieles vielleicht missverständlich oder auch nur unglücklich formuliert - alles ist auf jeden Fall diskussionswürdig. Deshalb sollte es auch zur Diskussion freigegeben werden. Und zwar hier.

Ich halte dieses schwarze Brett für ein ausgezeichnetes Forum. Von einigen anonymen Ausrutschern abgesehen, die aber tapfer getilgt werden, stehen Leute dahinter, die sich gerne der sachlichen Auseinandersetzung stellen. Zugegeben, manchmal hat es hier schon ordentlich polemisch gescheppert. Das mag daran liegen, dass wir seit Wochen im eigenen Saft kochen. Dennoch: Es sind mitnichten Geier, die nur auf ein ADC-Posting warten um es gnadenlos zu zerhacken. Desweiteren sind Sie nicht alleine. Sie haben die Mehrheit der ADC-Mitglieder hinter sich. Und damit ganz viele Verteidiger für den Fall, dass mit härteren Bandagen gefochten wird. Die müssten nur - wie Sie es getan haben - aus der Deckung kommen. Ich bin sicher, viele würden das gerne. Vielleicht ist Ihr Posting ja Initialzündung.

Momentan sind viele, die es angeht, in Berlin. Da wird eine Diskussion eher schleppend in Gang kommen. Aber am Montag sind alle wieder auf dem Posten. Dann sollten wir die Runde eröffnen. Denn es sind noch viele Fragen offen. Heute sowieso. Und nächste Woche werden mit Sicherheit ein paar Fragen dabei sein, an die wir heute nicht mal zu denken wagen.

Mit wie üblich unverbesserlich optimistischen Grüßen
Michael Frey

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171  Beitrag von Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 16.03.2004 | 02:24 Uhr:
Richtigstellungen zur Vereinbarung  ← LESEN | Kommentare: 13  Folgendern Text habe ich auf das ADC Blackboard gestellt:

«Wie inzwischen hinlänglich bekannt, habe ich am vergangenen Donnerstag eine Vereinbarung mit dem ADC-Vorstand abgeschlossen. Teil dieser Vereinbarung ist eine gemeinsame Presseerklärung (sie ist auf der Startseite meiner Website zu lesen). Sie ist leider von vielen als "die" Vereinbarung missverstanden worden. Die Vereinbarung ist jedoch in den entscheidenden Punkt sehr viel präziser als die Presseerklärung.

Die Presseerklärung wurde am späten Freitagnachmittag an alle ADC-Mitglieder verschickt. Allerdings konnte es der Vorstand nicht lassen, sie mit folgendem Kommentar zu begleiten:
"Herr Neigenfind wird die von ihm erwogene Klage gegen die Form der Wahl des Ehrenmitgliedes nicht anstrengen. Die bei Herrn Neigenfind bestehenden rechtlichen Bedenken werden dafür durch einen bestätigenden Beschluss auf der kommenden Mitgliederversammlung im September ausgeräumt."

Leider werden in den zwei Sätzen dieses Kommentars gleich drei Unwahrheiten verbreitet:
Erstens wäre die Klage nicht gegen die "Form der Wahl" angestrengt worden, sondern um die Nichtigkeit der Wahl festzustellen.

Zweitens handelt es sich hier nicht um bei mir "bestehende rechtliche Bedenken", sondern um Gesetzes- und Satzungsverstösse, die von einem renommierten Vereinsrechtler ganz ohne meine Mithilfe festgestellt wurden.

Drittens hat der Vorstand sich in der Vereinbarung nicht zu einem "bestätigenden Beschluss", sondern zu einer Wiederholung der Wahl verpflichtet.

Diese mehr als schiefe Auslegung der Vereinbarung zeigt, dass der Vorstand deren Tragweite entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen will.

Interessant ist auch, mit welchen Kommentaren die Vereinbarung der Presse von unserem Vorstandssprecher erläutert wurde. Mehrere Journalisten haben mich angerufen und mir berichtet, Herr Turner habe ihnen bedeutet, die Vereinbarung sei ohne jede praktische Bedeutung. Sie sei nur abgeschlossen worden, um mich, einen notorischen Nörgler, ruhig zu stellen und mir zu erlauben, das Gesicht zu wahren. Bei denjenigen, die meine Initiative unterstützen, handele es sich um Spinner und pathologische Querulanten. Weiter gab Herr Turner zu verstehen, er habe auf ganzer Linie gesiegt, denn auf der nächsten Mitgliederversammlung werde es weder eine Wiederholung der Wahl des Ehrenmitglieds noch des Kunden des Jahres geben -- bestenfalls einen "Bestätigungsbeschluss". Nebenher versucht er, meine Motive mit der Lüge zu diskriminieren, Herr Schirner habe mich damals gefeuert (was jedoch schon deshalb nicht sein kann, weil ich diesem Herrn nie unterstellt war).

Ich denke, dass diese Art von "Öffentlichkeitsarbeit" nun doch ein paar Richtigstellungen und Präzisierungen erforderlich macht:

• Die Vereinbarung kam zustande, weil der Vorstand entweder entsprechend rechtsberaten wurde oder womöglich auch selbst eingesehen hat, dass weder das Ehrenmitglied noch der Kunde des Jahres rechtmässig gewählt wurden. Der Stuttgarter Zeitung gegenüber deutete Herr Turner an, der Vorstand wappne sich "für eine juristische Niederlage". Verteidigen wollte der Vorstand sich auch plötzlich nicht mehr mit dem ursprünglich ins Feld geführten Argument des "Gewohnheitsrechts", sondern indem er mir eine Batterie von Gegenklagen wegen Verletzungen von Urheberrechts-, Marken- und Persönlichkeitsrechten angedroht hat.

• Selbsterständlich betrifft die Nichtigkeit der Wahl des Ehrenmitglieds auch die Wahl des Kunden des Jahres. Letzterer wurde zwar auf ausdrücklichen Wunsch des Herrn Turner aus der Vereinbarung herausgelassen, ist und bleibt aber dennoch nicht gewählt. Im Übrigen hat meine Initiative ja nie auf den Kunden des Jahres abgezielt, weshalb ich schon früh angeboten hatte, den Kunden des Jahres aus der Sache herauszuhalten, sofern der Vorstand zusichert, dass das Ehrenmitglied -- wie jetzt vereinbart -- neu gewählt werden muss. Dies wurde vom Vorstand jedoch zunächst und bis letzten Donnerstag rundweg abgelehnt.

• Der Abschluss der Vereinbarung vom 11. März repariert die Satzungsverstösse bei den Wahlen keineswegs. Sie bleiben bestehen und können auch nicht durch einen "bestätigenden Beschluss über der Form der Wahl" (was der Herr Turner gerne machen würde) wieder gutgemacht werden (das gilt im Prinzip auch für die Wahlen in den früheren Jahren). Lediglich für die Zukunft kann das Wahlverfahren geändert werden, und zwar ausschliesslich durch eine Satzungsänderung.

• Die Tatsache, dass ich auf Rechtsmittel verzichte, bedeutet nicht, dass nicht ein anderes Mitglied Rechtsmittel in derselben Sache einlegen könnte. Herr Turner hat seinem Kunden des Jahres allerdings versichert, dass in dieser Beziehung keine Gefahr bestehe, denn ausser drei notorischen Querulanten stünden sämtliche ADC-Mitglieder wie ein Mann hinter ihm. Dabei übersieht er freilich, dass nur einer dieser 3 Querulanten einen Antrag an die kommende Mitgliederversammlung zu stellen bräuchte, in dem die Wiederwahl des Ehrenmitglieds und des Kunden des Jahres auf der Basis der Vereinbarung gefordert wird.

• Schliesslich noch ein Punkt: Der Vorstandssprecher Turner verkündet ständig, ich hätte die erforderlichen 10 Prozent der Mitglieder nicht erreicht und würde deshalb als "schlechter Verlierer" (ADC-Pressemeldung vom 2. März) mit Rechtsmitteln drohen. Abgesehen davon, dass mir schleierhaft ist, woher Herr Turner die Information über die angeblich nicht erreichten 10 Prozent hat, möchte ich nochmals darauf hin weisen, dass die Stimmensammlung abgebrochen wurde, weil weder eine ordentliche noch eine ausserordentliche Mitgliederversammlung ein Ehrenmitglied abwählen kann, das nicht rechtmässig gewählt wurde.

Ich finde es besonders traurig, dass Herr Turner nur wenige Augenblicke, nachdem er mir per E-mail seine "Freude" über die Beendigung der Auseinandersetzung ausgedrückt hatte, eine derartig fragwürdige Kampagne gestartet hat.

Schliesslich noch eine Bemerkung: Dass ich dies alles in ungewohnter Milde ausdrücke, sollte nicht als Ausdruck meiner Verärgerung und Enttäuschung missverstanden werden. Die Milde ist ausschliesslich dem mässigenden Einfluss meines Anwalt zuzuschreiben.»

--------------------------------------------------------------
Wortlaut der Vereinbarung.

1. Der Vorstand des ADC verpflichtet sich, das Ehrenmitglied 2003 durch eine gesetzes- und satzungskonforme Wiederholung der Wahlen auf der nächsten Jahreshauptversammlung (voraussichtlicher Termin: September 2004) bestätigen zu lassen.

2. Im Gegenzug verzichtet Rulf Neigenfind darauf, Rechtsmittel gegen die Wahlen vom 13. September 2003 sowie die Wahlen in früheren Mitgliederversammlungen einzulegen.

3. Beide Parteien werden nach Abschluss dieser Vereinbarung die beigefügte gemeinsame Presseerklärung veröffentlichen.

4. Ergänzend wird vereinbart:

4.1 Rulf Neigenfind wird alle negativen Äusserungen über den ADC oder den ADC-Vorstand, soweit sie von ihm selbst verfasst worden sind, von der Website rulf.neigenfind.com entfernen. Die gemeinsame Presseerklärung wird auf die erste Seite der Website gestellt. Rulf Neigenfind wird ausserdem das ADC-Logo von der Website entfernen und deren Design ändern.

4.2 Der ADC und die Mitglieder des ADC-Vorstandes erklären im Gegenzug, dass sie bzw. der ADC wegen der Aufmachung und der Inhalte der Website rulf.neigenfind.com, so wie sie bis zu der Durchführung der unter 4.1 vereinbarten Änderungen aus dem internet abrufbar waren bzw. sind, keine rechtlichen Schritte unternehmen werden.

Die zu 3. vereinbarte Presseerklärung soll folgenden Wortlaut haben:

Gemeinsame Erklärung des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) und des ADC-Mitglieds Rulf Neigenfind

Auseinandersetzung beendet

Beide Seiten erklären die Auseinandersetzung um das ADC-Ehrenmitglied 2003 für beendet.

Der ADC-Vorstand sicherte zu, das Ehrenmitglied 2003 auf der nächsten Mitgliederversammlung in satzungskonformen Wahlgängen bestätigen zu lassen.

Das ADC-Mitglied Rulf Neigenfind erklärte, im Gegenzug auf Rechtsmittel gegen die vergangenen Wahlen zu verzichten und sich an Diskussionen über die Belange des ADC konstruktiv zu beteiligen.


Sebastian Turner Rulf Neigenfind
Berlin/Paris, 11. März 2004

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 16.03.2004 | 12:29 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
An dieser Stelle musste ein anonymes Posting gelöscht werden, weil es mehrere persönliche Beleidigungen eines ADC-Funktionärs enthielt.

Deshalb hier nochmals ein wichtiger Hinweis: Anonyme Postings können jederzeit zensiert werden. Bei mit vollem Namen gekennzeichneten wird das Einverständnis vor jeder Korrektur eingeholt. Ich bitte um Verständnis.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 16.03.2004 | 20:36 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Aber, aber. Der ungezogene Herr hat doch nur den Herrn Turner mit gar unflätigen Schimpfworten bedacht. Schimpfworte, die wir hier nicht widergeben wollen. Weil, ich habs gelesen, bevor es gelöscht wurde; es war wirklich zu widerwärtig. Eklig, sozusagen. Kaum auszudenken. Widerlich. Furchtbar. Grauenhaft.

Aber andererseits ist es vollkommen in Ordnung, wenn dem Herrn Schirner mit unflätigen Schimpfworten zwischen die Beine getreten wird? Mit noch schlimmeren Schimpfworten und Nachsagungen? Und Tratsch und Klatsch? Diese Einträge werden dann nicht gelöscht?

Achja, zweierlei Maß...

Rulf, dein Schwarzes Brett bricht entzwei.

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 16.03.2004 | 21:09 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Lieber Ralf,

a) bitte zeige mir die Postings, die so unflätig sind wie das, das ich heute gelöscht habe;

b) achte aber darauf, dass sie anonym sind, denn nur anonyme Schmähungen werden ohne Bewährung gelöscht;

c) wo bricht das Schwarze Brett entzwei? Nur weil das Ziel einer Wahlwiederholung des Ehrenmitglieds jetzt definitiv erreicht ist?

Gruss, Rulf

KOMMENTAR VON SEISMO [@] | Sektion | 16.03.2004 | 21:12 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Hier bricht gar nichts auseinander. Falls es sich bei Ihren subjektiven Eindrücken um Wunschdenken handelt, träumen Sie ruhig weiter. Was den Umgangston im Forum betrifft: Neigenfind hat jede Art von Verunglimpfung gegen Schirner unterhalb der Gürtellinie in der Regel sofort nach Kenntnis entfernt. Was das Thema Aufbruch betrifft, empfehle ich Ihnen die aktuelle Ausgabe des KONTAKTERS. Mögen die Selbstgefälligen weiter ihrer zunehmenden Bedeutungslosigkeit entgegen dämmern.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 16.03.2004 | 23:10 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Herr Seismo, sie können mich mal.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 16.03.2004 | 23:13 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
c) wo bricht das Schwarze Brett entzwei? Nur weil das Ziel einer Wahlwiederholung des Ehrenmitglieds jetzt definitiv erreicht ist?

Nein, weil es mehr und mehr unter die Gürtellinie geht. Und das ist doch nicht erlaubt, oder?

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 16.03.2004 | 23:40 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Nochmal & streng: Wo geht es hier mehr und mehr unter die Gürtellinie? In unmittelbarer Nähe dieses Postings entdecke ich nur einen Fall, in dem ein gewisser Herr Zeigermann einen gewissen Herrn Seismo auffordert, ihn unterhalb der Gürtellinie zu können.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 16.03.2004 | 24:26 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Na - was ist denn daran unter der Gürtellinie? Davon war doch nie die Rede. Können kann man auch oben, unten, von hinten und von hintenunten undsoweiterundsofort.

KOMMENTAR VON SEISMO [@] | Sektion | 16.03.2004 | 24:33 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Lassen Sie nur, Herr Neigenfind. Ein Mensch, der sich einerseits über Verbalinjurien beschwert (wo?) und im nächsten Satz das Götz-Zitat strapaziert, stellt sich selber ein Zeugnis aus, das jeden weiteren Kommentar erübrigt.

KOMMENTAR VON SEISMO [@] | Sektion | 16.03.2004 | 24:41 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Herr Zeigermann, Bedeutung und Folgen Ihrer Verbalinjurie finden Sie ganz schnell heraus, wenn Sie diese Ansage vor dem nächsten Schupo wiederholen. Da schreibt Ihnen dann der Staatsanwalt.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 16.03.2004 | 24:42 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Herr Seismo,
also lassen sie doch bitte den Herrn Goethe aus dem Spiel. Der kann doch nun wirklich nichts dafür!

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Sektion | 16.03.2004 | 25:37 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Herr Zeigermann, Bedeutung und Folgen Ihrer Verbalinjurie finden Sie ganz schnell heraus, wenn Sie diese Ansage vor dem nächsten Schupo wiederholen. Da schreibt Ihnen dann der Staatsanwalt.

Bezweifle ich. Hier in England gibts keine Gestapo. Und keine Schupos. Aber sowas wie "Humor". Schonmal gehört, das Wort?

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 17.03.2004 | 02:52 Uhr:
→ Re: Richtigstellungen zur Vereinbarung  
fasten belts please. and now for something completely different: adc!

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170  Beitrag von ANDY MßLLER [@] | Sektion | 15.03.2004 | 21:04 Uhr:
GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  ← LESEN | Kommentare: 6  Leute, das mit Mailand oder Madrid habe ich mir anders überlegt. Wenn Nerger einen neuen ADC aufmacht, spiele ich lieber dort noch ein zwei Jahre.

KOMMENTAR VON 11inchespurefreedom [@] | Sektion | 16.03.2004 | 18:59 Uhr:
→ Re: GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
Ich dachte der Herr Nerger treibt sich in HH rum und kümmert sich dort um den raren elite-nachwuchs der elite-super-mega-wahnsinns-texterschule (s. Spiegel). In der man lernt, daß wenn man in der Werbung mitspielen will, man 50-60h arbeiten muß (ohne vollen Lohnausgleich, isch klar...)

Ich will zum Henneka. Des isch e supa Typ. Den han i in mei Herz gschloße. Der isch kompetent. Des zeigt au die Websitte(insbesondere die Seite: "für Arschlöcher"). Kommt au ausm Ländle. War ja klar...

KOMMENTAR VON HELFERLEIN [@] | Sektion | 16.03.2004 | 19:51 Uhr:
→ Re: GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
Mein lieber 279,4 Millimeter Freiheit.

Falls du glaubst, dass du beim Meister auch nur eine Minute weniger als rund um die Uhr arbeiten darfst, dann hast Du Dich geschnitten. Nicht mit dem kleinen Victoinx, sondern mit dem fetten Brotmesser. Besser, Du bist auf die Sekunde pünktlich, hast ein sauberes Taschentuch, einen Parkstutz, einen Zapfenzieher, eine Packung Krumme Hunde plus Zünder einstecken und den Scheimpflug jederzeit angespannt.

Und wenn Du den etwas berserkerhaften Allensbacher noch einmal anschwäbelst, dann läßt dieser Dich etwas die A 81 von Hockenheim bis Konstanz fegen. Mit einem alten Schmierlappen.

Ein Stuttgarter, der es gut mit jedem Inch von Ihren meint.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Berlin | 16.03.2004 | 21:36 Uhr:
→ Re: GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
meine damen und herren postler,
eigentlich bin ich ganz anders, als oben beschrieben. aber ich komme so selten dazu. jetzt könnte ich zum wiederholten male sagen:
zurück zum thema. aber, wo ist der rückholfaden? ich bin schon in berlin. rechten und knechten. ich werde mit rezzo schlauch eins pfetzen. ich werde im kadewe rolltreppen fahren. ich werde feststellen, dass ich unter 2.596 tempodrom-gästen der älteste sack bin. ich werde nach meiner übernächtigten rückkehr am sonntag hoffentlich derselbe sein, der ich vorher war. diese site hat jetzt bis montag eine
ruh´. mein hotel hat nur eine loewe-glotze. mit verlaub, nach so langer zeit muss es auch mal ein tal der unwissenden geben. man kann garnicht soviel abschalten, wie man sehen möchte. servus, dh

KOMMENTAR VON 11inchespurefreedom [@] | Extern | 16.03.2004 | 21:45 Uhr:
→ Re: GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
Jajajajaja, bitte, bitte, bitte...
Obwohl ich sagen muß Deine Ausführung mit dem Schmierlappen mich nachdenklich gestimmt hat. Kommst du etwa aus der SM-Sektion DD? Es war übrigens Alemanisch. Das kennt der Dietmar das hört sich so ähnlich an wie Elsäßer-Düttsch.

Ich üb schon mal mit dem Schmierlappen

Bis Bald ;)

KOMMENTAR VON HELFERLEIN [@] | Sektion | 16.03.2004 | 25:18 Uhr:
→ Re: GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
SM? Aber nein! Schmierlappen ist im Dreieck Colmar-Constanz-Cannstatt als liebkosendes Kompliment gemeint. Bedenken Sie, dass sich Herr Henneka als alter Schrubber versteht, der zwischen Schmutzpinseln und Schmierfinken erst so richtig aufblüht. Aber ich entnehme dem alemannisch, dass sie selbst längst be-kehrt sind. Bis bald C8-)

KOMMENTAR VON HELFERLEIN [@] | Sektion | 16.03.2004 | 25:20 Uhr:
→ Re: GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
SM? Aber nein! Schmierlappen ist im Dreieck Colmar-Constanz-Cannstatt als liebkosendes Kompliment gemeint. Bedenken Sie, dass sich Herr Henneka als alter Schrubber versteht, der zwischen Schmutzpinseln und Schmierfinken erst so richtig aufblüht. Aber ich entnehme dem alemannisch, dass sie selbst längst be-kehrt sind. Bis bald C8-)

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169  Beitrag von Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 12.03.2004 | 22:03 Uhr:
Am Montag hier: Richtigstellungen & Präzisierungen  ← LESEN | Kommentar: 1  Die seit heute morgen in der Presse und unter den ADC-Mitgliedern verbreitete Interpretation der gestern geschlossenen Vereinbarung veranlasst mich, einige Punkte zu präzisieren und einige richtig zu stellen. Ich bitte jedoch um Verständnis, wenn ich mir dazu bis Montag Zeit lasse.

KOMMENTAR VON Ludwig Steinmetz [@] | München | 13.03.2004 | 14:09 Uhr:
→ Re: Am Montag hier: Richtigstellungen & Präzisierungen  
Zugegeben, da habe ich es leichter als Sie und kann gleich sagen, was ich von der Presseerklärung zu dem unstudierten Prof. Schirner von dem unstudierten Professor Turner halte: Unverfroren & charakterlos.

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168  Beitrag von SEISMO [@] | Sektion | 12.03.2004 | 19:48 Uhr:
WAHL ODER QUAL?  ← LESEN | Kommentar: 1  Dringender hilferuf: Ist ein jurist unter den anwesenden? Was geschieht weiter: wird das ehrenmitglied neu gewählt oder nur über den wahlmodus abgestimmt? Was ist mit dem kunden des jahres? Wenn die wahl zum ehrenmitglied nicht rechtens ist, wieso soll es dann die wahl des kunden sein? Hä? hier ist sicher ne fachkraft, die uns das verklickert.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 12.03.2004 | 24:23 Uhr:
→ Re: WAHL ODER QUAL?  
mein lieber scholli anonymus seismo,

der pariser hat einen anwalt.
der adc hat einen anwalt.
mit eugen roth, abgewandelt:
"der mensch wollt´ immer recht behalten,
so kam´s vom haar- zum schädelspalten".

nur, wer spaltet hier endlich wen?

wenn diese leckere 10-wöchige-suppe
endlich ausgelöffelt ist: da bin ich mal
gespannt , wer die löffel abgeben muss.

seitdem ich als ich-ag selbständig bin habe ich zwei
aversionen:

a.) das kassenbuch und die buchhaltung führen.
b.) das einschalten von rechtsanwälten.

die kuh muss vor dem zwanzigsten vom eis. sonst
kommen die "bauern" und nehmen ihr einfach die milch weg.

zu kryptisch? kein wunder, ich habe über 10 jahre in der krypta
des konstanzer münsters u.l.f. (unserer lieben frau) ministriert.

d.h. pinxit









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167  Beitrag von Michael Frey [@] | Extern | 12.03.2004 | 19:26 Uhr:
Ganz neue Interpretation  ← LESEN | Kommentare: 4  Irgendwie hab ich's geahnt, dass mit dieser Gummi-Erklärung jeder macht, was er will.

new business, 12. März, 16 Uhr 45:

Der ADC und sein Mitglied Neigenfind vertragen sich wieder

Der ADC-Vorstand unter Präsident Sebastian Turner (Scholz & Friends) hat mit seinem rebellischen Mitglied, dem Pariser Rulf Neigenfind, einen Kompromiss geschlossen, bei dem beide Seiten ihr Gesicht wahren. Zur Erinnerung: Neigenfind hatte versucht, die Wahl von Altmeister Michael Schirner zum Ehrenmitglied anzufechten. Hatte zu diesem Zweck versucht, eine außerordentliche Mitglieder-Versammlung einzuberufen, die dafür nötigen 10 Prozent der Mitglieder aber nicht auf seine Seite bekommen. Neigenfind hatte dann mit rechtlichen Schritten gedroht, nicht zuletzt auch gegen die Veröffentlichung des diesjährigen ADC-Buches mit eben jenem Schirner als Ehrenmitglied darin. Mit dem Schmelzen des Wintereises ist diese Kuh jetzt da runter. Neigenfind verzichtet von sich aus auf alle rechtlichen Schritte, Schirner wird Ehrenmitglied und das ADC-Buch wird erscheinen. Im Gegenzug wird der ADC auf seiner nächsten ordentlichen Mitglieder-Versammlung den Modus der Wahl zum Ehrenmitglied noch einmal eingehend diskutieren und bestätigen. Das ging gerade noch mal gut, die Party, pardon: der Kreativwettbewerb des ADC am nächsten Wochenende kann ungehindert abgehen.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 12.03.2004 | 19:35 Uhr:
→ Re: Ganz neue Interpretation  
Horizont 12. März, 17:00. Der Lorbeer ist so gut wie überreicht, der September nur noch eine Formalie.

ADC einigt sich mit Rulf Neigenfind
Die Auseinandersetzung zwischen dem Art Directors Club für Deutschland (ADC) und Rulf Neigenfind um das Ehrenmitglied Michael Schirner ist offiziell für beendet erklärt worden. Der Kreativclub sichert zu, Schirner bei der nächsten Mitgliederversammlung im Herbst 2004 in einem "satzungskonformen Wahlgang bestätigen zu lassen". Im Gegenzug verpflichtet sich Neigenfind, auf Rechtsmittel gegen die vergangenen Wahlen zu verzichten.

Neigenfind hatte in den vorigen Wochen zunächst versucht, die Abwahl Schirners zu erreichen. Später erklärte er die Wahl des Ex-GGK-Kreativen für nichtig, weil sie nicht ordnungsgemäß zustande gekommen sei. Dies wurde vom ADC und seinem Juristen dementiert. Fakt ist, dass Schirner bei der ADC-Gala am übernächsten Wochenende in Berlin gekürt und im Herbst noch einmal gewählt werden soll. Zudem dürfte der in Paris lebende Neigenfind durch die PR-trächtige Debatte seinen Bekanntheitsgrad gesteigert haben.

KOMMENTAR VON Ulrich Kueper-Wallbaum [@] | Sektion | 12.03.2004 | 22:30 Uhr:
→ Re: Ganz neue Interpretation  
Heißen Schmieren-Journalisten eigentlich so, weil sie sich schmieren lassen?

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 12.03.2004 | 22:35 Uhr:
→ Re: Ganz neue Interpretation  
Nein, der Fachpresse kann man keinen Vorwurf machen. Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen weiß, hat nicht mal der ADC hat seine Erklärung richtig verstanden.

Liebe ADC Mitglieder,
wir freuen uns, Ihnen die Beendigung der ADC-internen Auseinandersetzung bekannt geben zu können.
Prof. Michael Schirner wird planmäßig im Rahmen der ADC Preisverleihung am 20. März 2004 als ADC Ehrenmitglied 2003 geehrt.
Der ADC hat die diesbezüglichen offenen Fragen mit Rulf Neigenfind einvernehmlich klären können. Herr Neigenfind wird die von ihm erwogene Klage gegen die Form der Wahl des Ehrenmitgliedes nicht anstrengen. Die bei Herrn Neigenfind bestehenden rechtlichen Bedenken werden dafür durch einen bestätigenden Beschluss auf der kommenden Mitgliederversammlung im September ausgeräumt.
In der Anlage erhalten Sie die gemeinsame Erklärung.
Mit besten Grüßen
Susann Schronen
Art Directors Club für Deutschland e.V.
Geschäftsführung

KOMMENTAR VON SEISMO [@] | Sektion | 13.03.2004 | 16:18 Uhr:
→ Re: Ganz neue Interpretation  
erneut alles bahnhof in dieser erklaerung! was meint die adc-geschaeftsfuehrng mit der bezeichnung BESTAETIGENDER BESCHLUSS?

also findet doch keine erneute wahl auf der jhv statt. wie soll den bereits vor dem votum feststehen, dass das ergebnis bestaetigt werden wird. oder greifen hier SED-prinzipien...

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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166  Beitrag von Fritz Reuter [@] | Sektion | 12.03.2004 | 15:23 Uhr:
CDA??  ← LESEN | Kommentare: 2  Sorry - manchmal muß man zugeben, gescheitert zu sein:
Ich habe den Versuch gemacht, meinen Kommentar rückwärts zu schreiben - so, wie ich die Endlösung des Falles eines Ehrenmitglieds (AD´s bitte den Doppelsinn beachten!) hier vorgeturnt kriege: Zuerst die Verehrung, dann die dazugehörigen Wahlen??!!
Dabei ist mir vor Lachen erst schwindlig, dann ganz schlecht geworden. Hilft da nicht am besten austreten?
Mit mulmigsten Grüssen
F.R.

KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Extern | 12.03.2004 | 19:30 Uhr:
→ Re: CDA??  
P.S.
Das fällt mir ja jetzt erst auf, wenn ich meinen Blick nach schräg rechts oben richte:
Herr Neigenfind, Herr Neigenfind!
Diese müffelnde Kompromiß-Kröte haben Sie doch nur geschluckt,
damit Ihnen Ihr Vorstand sein neues Club-Logo für teuer Frenchfrancs abkauft. Danke, stimmt so.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 12.03.2004 | 21:34 Uhr:
→ Re: CDA??  
Natürlich bin ich korrupt, aber nur in Frencheuros. Und ausserdem heisst der hiesige ADC "Club des Directeurs Artistiques", mithin "CDA".

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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