DAS EHRENMITGLIED
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KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Extern | 12..2004 | 25:37 Uhr:
→ SENDLMEIER: Die Behörde wuchert  
Hallo Mike, hallo Dietmar,
weiß nicht mehr wer von Euch beiden mich auf diesen Artikel von Sendlmeier in der wuv gebracht hat. Irgendwie hat der jüngste Beitrag vom Kollegen Frey meine Synapsen freigespült - et voilà! - ich habe ihn gefunden. Wundert mich, dass noch keiner damit rüberkam. Jedenfalls geht das runter wie Öl.
Gruß Tsetse

"Inzwischen ist dieser Verein strukturell zu einem Interessen-Verband degeneriert, der selbstorganisatorisch wuchert und aus dem qualitativen Anspruch einer Branche Benefits für einzelne Agenturen dekliniert, mit alten verbandstypischen und typisch deutschen Symptomen: mit Seilschaften und Lobbies, mit stets neuen und stets angefochtenen Jury-Methoden, mit einer Proporz-Mitgliederschaft und einem langweiligen Konsens-Sud, in dem Präsidenten gegart werden, die das tun, was man von Präsidenten halt erwarten kann: für sich sprechen. Allem kann man, so könnte man meinen, leicht entgehen, indem man nicht Mitglied wird - oder aus dem Verein austritt. Weit gefehlt. Die Behörde wuchert. Nach innen, und nach außen.
Vor wenigen Tagen erst hat Präsident Turner eine neue 'Ranking'-Diskussion für Awards entfacht. Wer hat ihm eigentlich den Auftrag erteilt, ein für alle deutschen Agenturen gültiges Ranking nach Punkten zu entwickeln? Wer hat ihm den Auftrag erteilt, die Cannes Awards (die weltweit anerkannt wichtigsten) um zwei Punkte zu dezimieren " speziell und für alle deutschen Agenturen? Kein Mensch. Vielleicht der ADC?" Helmut Sendlmeier (ADC-Mitglied)

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 12..2004 | 23:16 Uhr:
→ n'Abend w&v!  
Haben Sie recht herzlichen Dank für die engagierte Berichterstattung in Ihrer heutigen Ausgabe. Wie wir alle wissen, bestanden Herr Berndts Beiträge bislang aus zwei spöttelnden, sinn- und zweckfreien Postings. Das dritte hat er dann mangels Masse vom Anwalt tippen lassen, auf Unterlassungsverklagepapier, und heimlich dem Nerger geschickt. Sein Vorsitzender Turner hat sich zu einem siebenzeiligen, hämischen Kommentar aufgeschwungen, der sich im Wesentlichen über Herrn Nergers juristische Klemme lustig machte und uns in der Sache auch nicht weiter gebracht hat. Beide zusammen haben Nerger dann hinterher einen Job angeboten, nur für den Fall, dass er durch sein Schnauze-Aufreißen keine Aufträge mehr kriegen sollte. Allerliebster Wink mit dem Zaunpfahl an alle Mitglieder, die vielleicht doch noch mal was sagen wollten.
Bei Ihnen auf Seite 12 liest sich das dann so - dramatische Pause: "Selbst die ADC-Vorstände Sebastian Turner und Hans-Joachim Berndt sind in die teils hitzige, auf alle Fälle aber spannende Online-Diskussion eingestiegen, die ... inzwischen auf den ADC als Ganzes abzielt."
Eingestiegen! EINGESTIEGEN!!! Ist der Satz da von Ihnen, Herr jsz? Dann lesen Sie das nächste Mal gefälligst die Beiträge in dieser schpannenden Online-Diskussion, bevor Sie drucken lassen.
Nächste Watsche. Scholz, Joachim, Kommentar, 8 Seiten später, gleiches Heft: "Auch wenn nicht alle ADC-Mitglieder Stellung beziehen und manche Online-Diskutanten gar nicht im Club der Kreativen sind..." Ja Himmelherrgottnochmal. Von 420 ADClern melden sich hier ganze 19!!! 81 % der Beiträge stammen von Externen!!! Und sie erwecken in Ihrer Postille den Eindruck als würde sich ein engagierter ADC hier wund diskutieren!!!
Der einzige Satz, der runter geht wie Öl und auch gleich wieder hoch kommt, stammt von Schirner. Der aber hätte nicht auf Seite 12 gehört, sondern vorne auf den Titel: "Ich habe die Wahl angenommen. Dass ich mich in dieser Diskussion zu Wort melde, ist nicht erforderlich."
So. Jetzt geh ich kotzen.

KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Extern | 12..2004 | 19:04 Uhr:
→ ADZäh, die Hundertste  
Lieber Rulf Neigenfind,
weil ja vielleicht jeder 100. Beiträgler was gewinnen kann, schreib´ich schnell nochmal - wer weiss, ob sich´s lohnt. Könnte ja sein, als einfacher Externer wird man einfaches ADC-Mitglied ehrenhalber. Da hätte man´s ja gut - tranig in der Masse mitblubbern, stolz wie Bolle auf seinen Titel, und ansonsten kümmert´s wenig, wie es seinem Club ergeht (insbesondere die Aussenwirkung!). Hauptsache: Adabei. Schon erschreckend, wie wenige sich hier angesprochen fühlen. Und noch erschreckender, wie direkt angesprochene sich in peinliches Schweigen hüllen. Sitzen wir´s eben aus. Steht das ADC-"D" eigentlich für "Duckmäuser", oder was? Jetzt muß ich aber aufhören und losschicken, sonsst gewinn ich hier ja nix-.....oder...ne, ne....eigentlich vielleicht lieber doch nicht. Wäre ja im ADC.
Herzlichst, Fritz Reuter
P.S. Was passiert hier eigentlich, wenn alles - wie auch immer - gelaufen ist? Wär eigentlich toll, wenn´s einfach so weiter ginge, da könnte man ja direkt sehen, ob noch Leben in der Bude ist..

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 12..2004 | 18:49 Uhr:
→ ICH BIN AUF 100: ES LEBE DIE TEXT-JURY!  
Liebe Freudinnen und Freunde.
Eines fällt doch sicher den Befürwortern wie den Gegnern auf: Endlich gibt es wieder ein paar gepflegte Longcopys zu lesen! Zumindest die Kritiker des Ehrenmitglieds zeigen, dass die Macht des Wortes wenigstens ebenso wichtig wie die Bewertung von Klingeltönen (Danke, Jan) und Sounds von umfallenden Reissäcken ist. Der Vorstand wird sich dieses Phänomen sicher auch noch zu Nutze machen. Irgendwann.
Was ich damit sagen will: Nachdem die Kategorie Text seit Jahren als Appendix reihum an den Schluss von anderen Disziplinen gehängt wurde, ist es an der Zeit, ihr den Status eines eigenen Ressorts zurück zu geben. Sorry Rulf, ein Nebenkriegsschasuplatz, aber die Gelegenheit wie die gezogene Zahl sind günstig. Laßt uns bitte da was machen: Text ist wichtig.
Wortlastige Grüße, Mike Friedrich

KOMMENTAR VON Wilfried Uitz [@] | Sektion | 12..2004 | 18:01 Uhr:
→ Worum geht’s hier eigentlich ?  
Lieber Herr Neigenfind & friends!
Aus der JaNeinDiskussion um die Ehrenmitgliedschaft von Michael Schirner beim ADC, in die ich vor drei Tagen vorlaut hineingeplatzt bin, will ich mich in Zukunft heraushalten. Mir stehen die Person und der Club nicht nahe genug, um mich wirklich mit der nötigen Energie in die Details zu vertiefen.
Was aber meine Lust am weiteren Mitreden geweckt hat (da bin ich dem Zufall und Ihrer Initiative dankbar) sind die Motivationen und Probleme dahinter.
Warum tun Sie und Ihre Mitstreiter sich das eigentlich alles an? Doch nicht nur, um eine relativ unwichtige Ehrung zu verhindern?
Es geht um die Ehre. Die Ehre des Clubs (ist ja auch Titel), die Ehre seiner Mitglieder und die Ehre des Herrn Schirner.
Bei den Motivationen jener, die die Wahl des MS rückgängig machen wollen, glaube ich zwei Motive zu erkennen: Einige befürchten, dass der Club durch Schirners Ernennung seine Ehre verliert, die meisten aber meinen, das sei schon längst geschehen und die MS Wahl nur der sichtbare Ausdruck seiner Verrottung.
Beiden Gruppen muss viel am ADC liegen, wenn sie sich so dafür einsetzen, dessen Ehre zu retten oder wieder herzustellen. Eine viel naheliegendere Alternative wäre doch, den ADC ADC sein zu lassen, auzutreten und einen neuen Verein zu gründen. Der könnte dann das Selbstverständnis einer neuen Generation von "Kreativen" besser definieren und zum Beispiel auch ethische Kriterien wie soziale Verantwortung in sein Programm aufnehmen. Da würde ich gerne mitmachen.
Mein Eindruck nach dem Lesen der Kommentare ist, dass es eines Tages darauf hinauslaufen wird. Wenn es so weit ist, lassen Sie es mich bitte wissen. Denn mir geht es, wie gesagt, nicht um Schirner oder nicht. Ich bin aber sehr froh, auf meine Bemerkungen zum Thema Ethik und Moral einige positive, aufmunternde Rückmeldungen bekommen zu haben. Das ist meine Motivation. Ich schlage mich sonst alleine damit herum.
Dank an die Initiatoren und alles Gute für das Projekt, wie immer es ausgeht.
Wilfried Uitz

PS: Kurze Antwort auf Herrn Nergers Zuschrift von Gestern:
S.g.H.N.: Da wir uns nicht persönlich kennen, weiß ich nicht recht, was ich mit Ihrer privaten Mitteilung anfangen soll, dass Sie gestern nach einem langen Flug sehr müde waren. Kann ich nachfühlen, ich bin auch schon einmal geflogen. WU.

KOMMENTAR VON alf frommer [@] | Extern | 12..2004 | 17:47 Uhr:
→ Ich finde diese Seite ist Werbung pur.  
Denn sie ist der Jahrmarkt der Eitelkeiten. Wen interessiert es denn, vom wem eine Idee ist. Das ist so ungefähr, wie wenn man sagt: der Pharao hat die Pyramiden erbaut. Hat er? Ganz alleine? Fleissiges Kerlchen. Die Wahrheit ist: An den ganz großen Dingen/Ideen sind immer viel beteiligt. Deswegen finde ich die Vorwürfe gegen Schirner sind gar keine. So funktioniert Werbung. Das ist keine One-Man-Show, sondern Teamwork und Arbeitsteilung. Sonst bräuchte man keine Agenturen, sondern Eierlegendewollmilchsäue, die jeden Job allein abwickeln. Das dann hier hochdekorierte Ex-ADC-Mitglieder einen auf gelangweilt machen, langweil noch mehr. Jahrelang Teil des Systems gewesen und dann auf die alten Tage das Gewissen entdecken. Gähn!
Wie wäre es einmal den unbekannten Agenturabrackerer zum Ehrenmitglied zu machen? Finde ich eine tolle Idee.

KOMMENTAR VON Bernd Kreutz [@] | Extern | 12..2004 | 17:02 Uhr:
→ Offener Brief an Michael Schirner  
Lieber Herr Schirner,

ich gehöre zu jenen, die Ihre Lebensleistung anzuerkennen wissen. Und zwar unabhängig davon, ob man diese für eine Ehrenmitgliedschaft im ADC für ausreichend hält. Wenn Sie aber im SPIEGEL die gegen Sie erhobenen Vorwürfe pauschal als «absurd und falsch» bezeichnen, ohne diesen auch nur in einem einzigen Punkt zu widersprechen, müssen Sie sich fragen lassen, was für ein Ehrgefühl und was für ein Rechtsverständnis Sie haben. Denn Sie sagen damit auch, dass ein gegen Sie rechtskräftig erlassenes Urteil wegen Verstoßes gegen Urheberrechte Dritter «absurd und falsch» ist. Wenn Sie auch nur einen Funken Anstand haben, dann sorgen Sie dafür, dass dieses Urteil revidiert wird. Und zwar bevor Sie Ehrenmitglied des ADC werden.

Mit freundlichem Gruß
Bernd Kreutz

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 12..2004 | 12:58 Uhr:
→ Gruss aus Bangkok  
Herr Schirner, kommen Sie mit erhobenen Händen raus! Das Haus ist umstellt. Sie haben keine Chance. Vergessen Sie diese Ehrenmitgliedschaft, ich weiß wovon ich spreche. Mein Urgroßvater, mütterlicherseits, Karl August Nerger, war im ersten Weltkrieg Fregattenkapitän auf der SOS Wolf und hat den Hafen von Singapur vermint. Unter anderem. Dafür hat der alte Haudegen 1918 den Pour le Mérite bekommen. Das ist auch so eine Auszeichnung. Der ist damit nie glücklich geworden, hat Zeit seines Lebens darunter gelitten und ist schließlich daran gestorben. Das können Sie nachlesen unter www.pourlemerite.org/wwi/navy/nerger.html. Also, seien Sie vernünftig. Machen Sie es nicht noch schlimmer.

KOMMENTAR VON Andreas Frank [@] | Extern | 11..2004 | 24:44 Uhr:
→ Zwischenauswertung: Demokratie-Verständnis.  
Lieber Rulf Neigenfind,

das allerwichtigste zuerst: meine Hochachtung!!! Zu ihrem Demokratieverständnis, zu ihrer konstruktiven (und stets lesenswert getexteten) Beharrlichkeit und zu ihrem Ehrgefühl. (Falls das jemand für Ironie hält: voll daneben, das meine ich sehr, sehr ernst.)
Pathetisches Wort? JA. Aber es hat in der Tat etwas mit einem sehr ausgeprägten Demokratieverständnis und Ehrgefühl zu tun, ein solches Forum zu schaffen. Nicht der Plattform halber, sondern wegen der klaren, präzise begründeten und bislang kaum widersprochenen Meinung, mit der Sie in (demokratische) Vorleistung gegangen sind.
Das finde ich enorm imponierend: bei Ihnen und bei allen, die ebenfalls eine klare Stellung bezogen haben. Contra und auch pro Michael Schirner (letztere sogar gegen die allgemeine Stimmung dieses Forums).
Entsprechend respektvoll gilt es all diese Beiträge zu behandeln. Sogar unabhängig davon, wie einleuchtend die Gegner oder die Befürworter argumentieren. Denn: sie äußern immerhin ihre Meinung.
Und genau das vermisse ich mittlerweile bei so manchem Beitrag.

Um das ein bisschen zu quantifizieren (Stand 11. Februar 2004):
Pro Herrn Schirner: 10,5 Beiträge (2, 8, 9, 13, 30, 31, 55, 57, 59, 89?, 93)
Undemokratische Beiträge: 11 Beiträge (00, 0, 6, 7, 34, 37, 44, 49, 53, 59, 64 indirekt)
ADC (zumeist contra): 13 Beiträge ((19, 31, 32, 43, 46, 61,70, 73, 78, 80, 83, 86, 91)
Contra Herrn Schirner: 15 Beiträge (5, 14, 15, 16, 26, 28, 38, 45, 48, 50, 58, 61, 65, 67, 87)
Demokratische Appelle: 22 Beiträge (1, 3, 23, 28, 32, 35, 41, 46, 47, 50, 52, 60, 61, 62, 66, 68, 77 indirekt, 79, 85, 90 indirekt, 92, 94)
Vom Ansatz her toll! Schade nur, dass die meisten dieser Appelle keine eigene Meinung beinhalten.
DDR (der doofe Rest): 29 Beiträge (10, 11, 12, 13, 17, 18, 20 ?, 21?, 22, 24, 25, 27, 29, 33, 36, 39, 40, 51, 63, 66, 69, 72, 74, 75?, 76, 81, 82, 84, 88)

Anmerkungen:
1) In der Rubrik "DDR" sammeln sich all die Einträge, die ich nicht verstanden habe. Wer sich also hier zu unrecht eingeordnet fühlt: Sorry, das liegt daran, dass ich die Beiträge für diese "Statistik" nur noch mal überflogen habe.
2) Rulf Neigenfinds Kommentare tauchen des öfteren in der Kategorie "DDR" auf. Das ist o.k., denn der Mann hat ja schon eindeutig Position bezogen.
3) Orthografische Fehler sind bei mir leider nicht zu ändern, spart euch also (gerechtfertigte) Maßregelungen. Es ist hoffnungslos, ehrlich.
4) Die kleine "Statistik" ist bar jeder Kenntnis der hier im Forum auftretenden Personen entstanden. Nochmals sorry, ich habe trotz des jahrelangen Name-Droppings meines Ex-Geschäftspartners keine der branchenbekannten Namen behalten.
5) Zum Teil sind Beiträge in mehreren Kategorien eingeordnet. Ging nicht anders.

Und um eines nicht zu vergessen: Ich bin folgender Meinung.
Herr Schirner sollte schleunigst als Ehrenmitglied (freiwillig) abtreten. Nicht, weil ich Ihn kenne oder irgendwelche schlechten Erfahrungen mit Ihm gemacht hätte. Und auch nicht, weil ich (zugegebenermaßen stark) geneigt bin, der bislang nicht wirklich widerlegten Beweisführung von Herrn Neigenfind (und anderen) Glauben zu schenken. Sondern aus folgenden Grund:
Mangelndes Demokratieverständnis!!!
Um das klar zu machen: Wenn ich feststellen würde, dass mir die Mehrheiten, besser gesagt die offensiven Befürworten schwinden/fehlen (und das scheint nach meiner kleine Statistik so zu sein), dann gibt es nur zwei Optionen: Rücktritt oder Rückgrat.
Lieber Herr Schirner,
Sie sind eindeutig nicht zum demokratischen Gefecht bereit. Schade, aber ganz klar Ihr Pech!
Die logische Konsequenz dieser (Ihrer) Zurückhaltung lautet deshalb: Rücktritt Mangels Mehrheit, besser gesagt Mangels Menschen, die Sie noch offensiv unterstützen.
Sie sind demokratisch in ein Amt (das gilt auch für Ehrenämter) gewählt worden. Und Sie sind deshalb nach allgemeinem Demokratieverständnis dazu verpflichtet, Stellung zu beziehen. Ob´s Ihnen nun passt, oder nicht. Das ist Demokratie!
Kurzum: Liebe stimmberechtigte Mitglieder des ADC, die sich bislang noch zu keiner klaren Meinung bzw. Antragsunterstützung durchringen konnten: Schickt eure Antragsunterstützung schleunigst an Herrn Neigenfind. Herr Schirner hat seine demokratische Legitimation durch Nichts-Tun vertan.
Und bevor ich nun ordentlich Haue bekomme, hier noch ein abschließendes Outing: Ich bin Berater und gar kein Kreativer. Ich kenne nur einen Bruchteil der hier auftauchenden Namen—und die auch nur vom Hören. Ich darf deshalb gar nichts zu diesem Thema sagen. Ich tu´s aber trotzdem. Denn auch als Berater darf man Demokrat sein. So, jetzt könnt ihr gerne zurück schießen ;-))
Schöne Grüße
Andreas Frank

KOMMENTAR VON markus rasp [@] | München | 11..2004 | 20:22 Uhr:
→ reaktion auf rundmail des adc  
lieber hans-peter albrecht,

dir/euch ist es leider zum wiederholten male nicht gelungen den richtigen ton zu finden.
das wird langsam zum ärgernis.

rulfs neigenfinds seite sorgt weniger für unterhaltung im netz, sondern versucht, im gegensatz zum adc, mit dem demokratischen mittel der freien meinungsäußerung einen beitrag zum ja oder nein zu herrn schirner zu leisten. insofern ist euer versenden lediglich einer meinung eine etwas klägliche spielart.

die gürtellinie haben lediglich einzelne beiträge auf rulfs website nicht gefunden. ich kann mich an keinen ausrutscher des initiators erinnern (und kenne und verfolge die site seit dem ersten tag). wenn man der klugen, überaus klugen, und in meinen augen stichhaltigen argumentation nicht ganz folgen kann, mag man gegenargumente haben, ihr aus anderen gründen nicht folgen wollen oder sie nicht verstehen. in anbetracht der dümmlichen verhaltensweise des adc-vorstands gehe ich von letzterem aus (wie ihr bemerkt, befinde ich mich bereits weit unter der gürtellinie. in diesem bereich scheint mir der dialog mich euch ganz richtig).

im weiteren: ... wie ein mann hinter ...
ich kann weder sebastian turner noch bulle berndt als mannsbild akzeptieren (außer in der maximal schlimmsten form), und lieber hans-peter, mit deiner körpergröße ist es auch nicht weit her. insofern ist der platz hinter michael schirner, der in meiner erinnerung etwas größer gewachsen ist, durchaus der richtige, damit euch nichts passiert.

anstatt auf 42 stimmen zu warten, hätte euch ein blick auf rulfs site ein stimmungsbild gegenüber dem adc vermittelt, das mich und offensichtlich viele mitglieder berührt. ihr scheint die einzigen zu sein, denen das am arsch vorbeigeht. wie wärs denn mit einer offenen umfrage, wie wärs denn mit einem forum auf der adc site, wie wärs denn mit einer vernünftigen, ausgewogenen argumentation zum fall ms. statt dessen drohungen mit dem rechtsanwalt (ist inzwischen wohl dein bester freund, bulle). und wo ich schon dabei bin: dein «zurück zur werbung», lieber peter, löst bei mir brechreiz aus. außerdem mache ich keine werbung, also weiß am ende nie, wohin ich jetzt soll. behalt doch deine genialen texter-einfälle für dich, und belästige nicht ungefragt zahlende mitglieder.

rulf neigenfind befrieden kann ja gar nicht funktionieren, der mann führt ja keinen krieg mit euch oder dem adc, sondern hat sein recht in anspruch genommen, an der wahl eines ehrenmitglieds zu rütteln. ihr führt doch den club im stalinistischen stil und laßt keine meinungsäußerung auf den, jawohl, schon wieder, von mir mitfinanzierten medien des adc zu.

und mit den paar zeilen «entwirrst» du, lieber hans-peter? da sind aber ein paar mehr knoten durchzuschlagen.

markus rasp

KOMMENTAR VON Wilfried Uitz [@] | Sektion | 11..2004 | 15:00 Uhr:
→ Substanz  
Lieber Herr Neigenfind,
nachdem Sie meinen gestrigen Beitrag wegen, wie Sie es nennen, mangelnder Substanz auf die letzte Seite verbannt haben, will ich versuchen, diese nachzubringen.
Herr Schirner scheint, nach all den Fürs und Widers in den Kommentaren ein Mensch zu sein, der seine Arbeit so zusammenstoppelt, wie abergläubische Bräute ihre Ausstattung: Etwas Eigenes, etwas Geborgtes, etwas Geklautes, etwas Geschenktes, etwas Altes etwas Neues .... eine schillernde Persönlichkeit.
Ich habe ihn in den späten Sechzigern in der Düsseldorfer GGK einmal in einem sehr anregenden Gespräch kennen gelernt und meine, dass er der deutschen Werbung, den deutschen Werbeleuten, sehr viele wertvolle Anregungen gegeben hat. Vor allem war er einer von denen, die wesentlich zu den Bemühungen der Branche um ihre eigene Identität beigetragen hat. Ob seine Thesen jetzt immer richtig waren, ob alle Ideen von ihm stammten oder er Ideen von anderen aufgegriffen hat, scheint mir nicht so wichtig. Es wurde viele Jahre - und das unterscheidet ihn von vielen anderen schillernden Gestalten in der Branche - nicht nur über ihn und seine Kampagnen gesprochen, sondern viel mehr über das, was er jeweils zu unserem eigenen Selbstverständnis sagte. Dass wir heute so frei über ihn diskutieren ist mit sein Verdienst. Mit!
Der ADC ist ein Club schillernder Persönlichkeiten. Wer von den dort versammelten "Kreativen" (ich hasse den Alleinvertretungsanspruch der Werbeleute auf diese in allen Berufen verbreitete menschliche Fähigkeit) sich nie der Anregungen anderer bedient hat, möge Steine werfen. Ich kenne keinen. Ich finde das auch richtig und legitim. Wir sind eben keine Künstler, die von lebenslangen Copyrights leben, sondern wir schaffen leicht verderbliche Ware, die bei Lieferung voll bezahlt wird. Sicher, wegen des eigenen Images und der darüber zu erzielenden Marktpreise ist die Feststellung der Urheber wichtig, aber heute für eine Margarine in Deutschland zu werben mit einer Grundidee, mit der vor 5 Jahren in Frankreich - was solls. Und wirklich Neues - wie oft gibts das schon ? Seien wir doch ehrlich.
Ob sich Schirner bewußt und in böser Absicht mit fremden Federn geschmückt hat, weiß ich nicht. Wenn das jemand behauptet, müsste er aber stärkere Beweise auffahren als die für mich nicht nachprüfbaren Behauptungen auf dieser Website.
Fazit: Eine schillernde Persönlichkeit wird Ehrenmitglied eines Clubs schillernder Persönlichkeiten. Paßt doch, oder ? Daher schrieb ich: Ihre Sorgen möchte ich haben, und: Vereinsmeierei.
Was mir aber mittlerweile viel wichtiger erscheint, ist die pharisäerhafte Moral, die sich hinter diesem Sturm im Wasserglas verbirgt. Ich kenne die Branche seit vierzig Jahren und weiß, dass wir Werbeleute für Geld (fast) alles tun. Für oder gegen Zigaretten, für diese oder jene Partei, für Waffen oder dagegen - wer zahlt schafft an. Wir wechseln mit dem Kunden unsere Meinungen von einen Tag auf den anderen.
Und wir produzieren 16 Stunden am Tag jenes verlogene Weltbild, an dem viele, vor allem junge Menschen, verzweifeln. Wir produzieren unermüdlich diese heile Märchenwelt mit glücklichen Kühen sauberer Bergluft und klaren Stränden und der Freude am dynamischen Autofahren und dem Sorgloskredit und angeregt telefonierender Kids, und wenn dann einer kommt und einen Zusammenhang zwischen unserer Überredungskunst und zum Beispiel der Zahl jugendlicher Unfallopfer oder hochverschuldeter Familien oder - aktuell - der Raucher "konstruieren" will, dann versuchen wir mit der gleichen Eloquenz zu beweisen, dass Werbung eigentlich nichts bewirkt. Wir ? Wir doch nnicht ! Ich weiß, dass jetzt der ganze Club aufschreien wird: Primitivling, Nestbeschmutzer etc. Aber: Wenn (zum Beispiel) Zigarettenwerbung nichts bringt, warum geben die Kunden uns dann so viel Geld dafür ?
Ich will hier keinen Lehrbrief für soziale Verantwortung draus machen, sondern den Link zum Thema schaffen: Wir, die wir uns oft neckisch die Nutten der Wirtschaft nennen (welche Anmassung ! Nutten arbeiten hart. Zuhälter wäre passender, die Leistung erbringen ja die Kunden, wir führen ihnen nur die Freier zu) also wir, die wir in einem komplexen System immer mehr - zurecht oder zuunrecht - in die Defensive kommen - wir haben keine anderen Sorgen, als uns über die Ehrung einer - mir fällt kein besseres Wort ein - einer schillernden Person durch einen schillernden Verein Gedanken zu machen ?
Über die Ehrung des Herrn Schirner wird die Zeit schnell weggehen, Herr Neigenfind. Die konkreten Ergebnisse unserer Arbeit haben viel längere Halbwertzeiten. Macht sich darüber in Ihrem Club auch jemand Gedanken ?
Ich hoffe, diesmal genügt Ihnen der Input.

Mit freundlichen Grüßen
Wilfried Uitz

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 10..2004 | 24:59 Uhr:
→ Zensur in Beiträgen 68 und 77  
Dieser Website bleibt anscheinend nichts erspart. Nicht einmal die Zensur, die nun in den Beiträgen 68 und 77 zugeschlagen hat. Sie findet statt auf Bitten des Jürgen Nerger. Und nicht etwa wegen der Unterlassungerklärung, die einer unserer Besucher ihm reingedrückt hat. Denn wir alle anderen hat auch dieser Besucher ausdrücklich auf das Beschreiten des Rechtswegs verzichtet. € 6.500 scheinen mir jedoch ein zu hohes Risiko für die Teilnahme an einer Veranstaltung gegen das Ehrenmitglied 2003 zu sein—das ist es nun wahrhaftig nicht wert.

KOMMENTAR VON Reinhard Siemes [@] | München | 10..2004 | 19:00 Uhr:
→ ßber die Belanglosigkeit  
Gestern Nacht konnte ich nicht einschlafen. Irgendwann dachte ich an den ADC, an seinen Vorstand und sein Ehrenmitglied, an diese Website und die sich drehenden Kommentare darauf, an prämierte Penisverlängerungsanzeigen und Jahreshauptversammlungen. Auf einmal wurde ich müde und immer müder und noch ein bisschen müder und schlief ein. Ich träumte von einem schwulen Breitohrkünguruh. Und alles war gut.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 10..2004 | 16:13 Uhr:
→ Der lange Marsch  
Lieber Rulf Neigenfind,
da ich als Nichtmitglied ja bereits ordentlich auf die Nuß bekommen habe, stelle ich mir die Frage, was ich noch tun kann. Weder habe ich eine Stimme beim ADC, noch einen Sitz im Bundestag, deshalb kann ich nur meine bescheidenen Beiträge einbringen.
Heute bin ich gezwungen für längere Zeit ins asiatische Ausland zu reisen, wo ich zu arbeiten habe, aber auch einen Internet Crash-Kurs belegen und in die Kunst der Meditation eingeführt werden will.
In Zukunft möchte ich nämlich etwas besonnener auftreten.
So ziehe ich ein vorläufiges Fazit: ob Herr Schirner Ehrenmitglied wird scheint wohl nur davon abzuhängen, ob er die Mitgliedschaft annimmt. Schön wird das aber nicht, Herr Schirner. Dieses ganz große Gefühl auf der Bühne, wo man dann Vater und Mutter dankt, den ganzen Junioren und allen, die so doof waren, an Sie zu glauben, dürfte leider ausbleiben. Man darf sogar mit dem ein oder anderen faulen Ei während der Verleihung rechnen, einer zögerlich geworfenen Tomate vielleicht, die Carsten Heintzsch aber dank seiner körperlichen Präsenz ohnehin an sich abprallen lassen wird.
Wenn ich mir allerdings das trostlose Bild anschaue, das die ADC-Mitglieder auf dieser Website in Form von Teilnahmslosigkeit und Versteckspiel hinterlassen haben, nein, den Mut zum Wurf dürfte ohnehin keiner aufbringen. Höchstens als riesiger Nagel verkleidet, um anonym zu bleiben. Dann flitzt dieser Nagel durch die Reihen, stolpert und draußen wird er dann von Ordnungskräften nach allen Regeln der Kunst vermöbelt. Krumm gehauen bleibt er schließlich auf dem nasskalten Pflaster liegen. Ein Bild des Jammers.
Ich selbst kann bei der diesjährigen Verleihung leider nicht dabei sein. Die 250 €, die ich mir dafür zurückgelegt hatte, entsprechen fast auf den Cent genau den Gebühren, die ich für Prof. Berndts Unterlassungsklage zahlen musste. Schade.
Was diese Website betrifft, so kann ich mich nur wiederholen. Wer eine solche Arbeit auf sich nimmt und auf so hohem Niveau Politik betreibt, der hat Applaus und Beachtung verdient. Leider leisten sich immer weiniger eine eigene Meinung, was wirklich bemitleidenswert ist. Trotzdem, lieber Herr Neigenfind, hoffe ich noch auf ein für Sie zufrieden stellendes Endergebnis.
Was wird aus mir? Nun, meine mehrfrach geäußerten Befürchtungen, ich könnte vielleicht aus der deutschen Werbewirtschaft nicht mehr mit Aufträgen bedacht werden, konnten weitestgehend zerstreut werden. Herr Prof. Berndt bat mich um Zusendung meiner Bewerbungsunterlagen als Texter und Regisseur, nach kurzer Absprache mit Herrn Turner, wie ich höre. An dieser Stelle nochmals vielen Dank, das macht Mut.
Auch plane ich die Veröffentlichung meines Anekdotenschatzens aus 14 Jahren Werbung. Pro Stück dachte ich an 250 €. Als ich gestern versonnen darin blätterte, ist mir aufgefallen, wie ungeheuer lustig alles war. Zum Beispiel als die Agentur-Producerin auf dem Set zu mir sagte: «Herr Nerger, die Lichtstimmung bitte etwas praliniger, nicht so gebäckig.» Während der Vertonung bat ein CD den Sprecher einst darum, doch bitte etwas «fruchtiger» zu sprechen. Mein absolutes Highlight aber bleibt der Marketing Vorstand von Milka, der, Gott hab´ihn seelig, bei der Abnahme eines sündhaft teuren 45 Sekunden langen Filmes folgendes, nach Ansicht eines 2 Sekunden langen Kamerfluges über die verschneiten Berggipfel, zu mir sagte: «Herr Nerger, sind sie verrückt? Die Marktforschung hat herausgefunden, dass sich die Milka Markenwelt unterhalb der Baumgrenze abspielt!» Ach so. Ich kann also allen nur empfehlen, öfter mal Zwiesprache mit dem Oberstübchen zu halten und verbleibe vorerst nachdenklich. Ihr Jürgen Nerger.

KOMMENTAR VON Hennes Jolitz [@] | Sektion | 10..2004 | 14:05 Uhr:
→ Wunderbare Welt der Werbung  
Was für eine tolle Kampagnenidee, Herr Neigenfind. Diese Aktion ist einfach genial. Es ist so schön zu hören, dass es Euch gut geht, Ihr großen Namen. Und wer hat den Jahrmarkt der Eitelkeiten mal wieder richtig in Schwung gebracht? Michael Schirner. Soviel Soziales hat er noch nie geleistet.

KOMMENTAR VON Jean Lessenich [@] | Extern | 10..2004 | 12:24 Uhr:
→ klauen&werben sind eins oder?  
rainer baginski zitiert in seinem buch, was jetzt bei 2001 veramscht wird, walter lürzer, der angeblich gesagt haben soll: "gut geklaut ist besser als schlecht erfunden." hat er das wirklich gesagt? hat das schon vorher jemand gesagt? sicherlich. hat lürzer geklaut oder zitiert?. hat der rainer das zitat erfunden? wer hat in dieser branche was erfunden? gibts in dieser branche sowas wie wirkliche originalität? ich bezweifle es. irgendwie alles doch ein zitat des zitats.
ist schirner schirner? oder ist er rulf neigenfind? oder sind sie auch nur die zitate der zitate. ich bin der ansicht lieber rulf neigenfind das der adc ein ehrenmitglied wie den lieben ms nur allzusehr verdient.
wer ausser ms symbolisiert das ganze gedöne um die alltäglichen eitelkeiten des adc mehr als er? prof. berndt, herr turner?
alles epigonen.

KOMMENTAR VON das.eliaen [@] | Extern | 10..2004 | 11:05 Uhr:
→ Gutes Vorbild.  
Bietet der auch Kurse an?
Mich als Junior-Texter betrübt es zu sehen, dass man, genug Ausdauer und Unverschämtheit mitbringend, es zu was schaffen kann. Fragt sich nur, was?
Mir werden Headlines allein schon auf Verdacht eines Plagiats oder einer Wiederholung hin um die Ohren gehauen. Aber diese Regel scheint ab einem gewissen Reifegrad des Schreibers außer Kraft zu treten?
Ich habe aufgrund solch Aktionen (CD klaut Junior-Idee) schon viele hoffnungsvolle, junge Arbeitskollegen "die Werbung hinschmeissen" gesehen. Solche Ernennungen fördern nicht gerade die Nachwuchsarbeit des allzu ehrenvollen ADCs.
Ich fände es sehr schade, wenn in Zukunft Frustrationstoleranz wichtiger wird als Talent und Eifer.
Nur so ein Bedenken an unsere werten Vorbilder...

KOMMENTAR VON Gerhard Nägele [@] | Extern | 09..2004 | 21:26 Uhr:
→ Oh armer ADC !  
Lass nicht locker rulf. du warst für mich schon immer genial und wirst dem armseligen ADC den Platz zuweisen, den er schon immer verdient hat. in den müll damit! Schade allerdings,dass der Gnadenstoss so spät kommt. ich wäre gerne dabei gewesen.gruss gerhard.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 09..2004 | 18:36 Uhr:
→ ...bitte zurück zum thema.  
liebe schwarzbrett´ler,
bitte keine nebenkriegsschauplätze aufmachen. wir verzetteln uns.
sonst geht´s uns wie in einer prozess-maschine, in die man als schwein eingeht und die man als wurst verlässt. grob überschlagen ist es doch so, dass sich gerademal 4% der adc-mitglieder überhaupt zum ursprünglichen thema äussern, der grossteil der statements aber von aussenstehenden und anonymen kommt.
dass sich der geschätzte herr nerger inzwischen schon entschuldigt, nur weil der bulle sich beleidigt fühlt, dass die nachdenklich machenden beiträge des inquisitors kreutz auf der strecke bleiben, dass selbst unser adc-boss den sich scheuernden eber anführt, das zeigt doch nur, dass wir aus dem ruder laufen.
also, bitte zurück zum thema. in vier tagen wird zusammengezählt und abgerechnet. mein bodensee-nachbar martin walser hat´s schon mal vorausgeschrieben:
der eine lässt sich alles gefallen.
der andere wehrt sich mit händen und füssen.
der dritte wehrt sich auf dem rechtsweg.
der vierte auf dem verbandstragenden.

der fünfte...., der "greift zur feder".
schöne grüsse, dh

KOMMENTAR VON Hans-Joachim Berndt [@] | Berlin | 09..2004 | 16:35 Uhr:
→ DAS GEHßRT HIER REIN::::  
Rulf, das gehört hier hin....für alle...klar?
Ganz grosses Kino!!
Lieber Rulf, ich verweise bei Deinen Ausführungen auf das Teledienste Gesetz §4 Absatz 5.... desweiteren können wir nach dem kleinen Exkurs wieder zum Tagesgeschäft übergehen und der Sachlichkeit auf hohm Niveau frönen.
In diesem Sinne einen schönen Tag
Hans-Joachim Berndt


Mail von mir an Jürgen Nerger:
Lieber Herr Nerger,
Danke für Ihre Einsicht und Verständnis. Für Gespräche auf einem guten Niveau von Streitkultur stehe ich gerne zur Vergangenheitsbewältigung zur Verfügung. Danke nochmals für die schnelle Einsicht.

Mit herzlichen Grüßen aus der Berlinale Stadt
Hans-Joachim Berndt
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Jürgen Nerger [mailto:juergen.nerger@t-online.de]
Gesendet: Montag, 9. Februar 2004 00:21
An: bln@kanzlei-hieronimi.de

Sehr geehrter Herr Hieronimi!
Das konnte ich ja nicht ahnen! Ich kenne mich im Internet noch nicht so aus und dachte, das ist irgendwie geheim, was man da schreibt. Die Unterlassungs- und Verpflichtungsderklärung habe ich unterschrieben und an Sie zurück geschickt. Hoffentlich rechtzeitig! Ich will nämlich keinen Ärger. Mit mir sind wieder mal die Pferde durchgegangen, wie man so schön sagt. Ich gestehe alles, die Gebühren sind bezahlt und bitte teilen Sie Herrn Berndt mein Bedauern mit. Soll nicht wieder vorkommen. Habe Herrn Neigenfind, den Initiator der Website darauf hingewiesen, meinen Beitrag zu löschen. Weil ich ihn privat nicht erreichen konnte (kenne ihn ja gar nicht), hab´ich es über die Website versucht.
Es tut mir leid.

Jürgen Nerger
v ------ Weitergeleitete Nachricht------
Von: Rulf Neigenfind
Datum: Mon, 9 Feb 2004 10:16:51 +0100
An: "Prof.Hans-Joachim Berndt"
Betreff: Re: Du hast'se wohl nicht mehr alle...

Guten Morgen Bulle,
frag' wen Du willst, wenn ich je eine Fäkalinjurie verwende, dann muss ich man mich schon verdammt provoziert haben. Und wenn mich einer so offen anschwindelt wie Du neulich, dann geht mir eben der Gaul durch.
Abgesehen davon, dass ich nicht Dich, sondern Deine Handlungsweise fäkal finde. Und deshalb ja auch ausdrücklich festgestellt habe, dass ich Dir für diese unverhoffte Gelegenheit, Dich in die Pfanne hauen zu dürfen, nicht dankbar bin. Das tun übrigens andere jetzt.
D.h. für mich doch auch, dass Du Schirner nur in die Pfanne hauen wolltest und nicht an einer seriösen Aufklärung über unser zukünftiges Ehrenmitglied interessiert bist. Ist das richtig ??
Ich bin daran äusserst interessiert, aber die Vereinsfunktionäre, allen voran der Vorsitzende, offenbar nicht.
Was kann man zur Versachlichung der Debatte tun?

Viele Grüsse,
--Rulf


-------------------------------
On 09 Feb 2004, at 08:56, Prof.Hans-Joachim Berndt wrote:

Guten Morgen Rulf,
Danke für Dein mail. Ich war gestern nicht im Moulin Rouge, sondern habe die Hertha bei Ihrem ersten Heimsieg begleitet. Nun ist Montag und eine schöne neue Woche beginnt. Danke auch für den Hinweis, dass meine IP Adresse geloggt ist.
Darf ich ..... denn Du gibst mir so die unverhoffte Gelegenheit zu beweisen, dass ich nicht nur den Schirner in die Pfanne hauen kann...... Das als Drohung verstehen ???
D.h. für mich doch auch, dass Du Schirner nur in die Pfanne hauen wolltest und nicht an einer seriösen Aufklärung über unser zukünftiges Ehrenmitglied interessiert bist. Ist das richtig??
Bitte kläre mich doch auf und vermeide doch diese Fäkalinjurien.
Danke für Dein Verständnis und bis später

Liebe Grüße
Bulle

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Lieber Bulle,
am Mittwoch sagst Du mir noch scheinheilig, dass das mit der Androhung einer Strafanzeige natürlich Quatsch sei, obwohl Du Deinen Anwalt bereits in Marsch gesetzt hast. Eine blöde Lüge und ein grosser Blödsinn in einem.
Im Interesse des ganz grossen Kinos, das diese Website offenbar bietet, müsste ich Dir dafür eigentlich dankbar sein, denn Du gibst mir so die unverhoffte Gelegenheit zu beweisen, dass ich nicht nur den Schirner in die Pfanne hauen kann.
Aber ich finde es nur Scheisse.
Im Übrigen hast Du Dich beim ersten Eintritt in die Website verpflichtet, auf den Rechtsweg zu verzichten, und Deine IP-Adresse ist hier fein säuberlich geloggt.

Freundliche Grüsse,
--Rulf

KOMMENTAR VON Jan H. Geschke [@] | Berlin | 09..2004 | 16:08 Uhr:
→ Gesichtsälteste. Oder: Blass ist Kunst.  
Ist es nicht gerade eines der großen Fehlurteile der Öffentlichkeit über unseren wunderbaren Berufstand, liebe Clubkollegen, daß die 58jährigen immer wie 38 daherkommen? Und nicht umgekehrt?
Und sollten wir also nicht froh und dankbar sein, einen Staatsratsvorsitzenden zu haben, der womöglich reifer wirkt als das manches Ehrenmitglied?
Vielleicht liegt es ja an der wahren Bedeutung unserer geliebten Abkürzung:
After-Death Communication (ADC): Hello From Heaven! - [ Diese Seite übersetzen ] by Bill and Judy Guggenheim, book about after-death communication - ADC experiences, death and dying, grief, bereavement, life after death, and afterlife. ...
Beschreibung: This service, provided by The ADC Project, is a forum dedicated to researching and sharing After-Death... Kategorie: Society > Death > ... > After Death Communications www.after-death.com/ - 18k - 7. Febr. 2004 - Im Cache - Ähnliche Seiten
Irgendwie auch ein schöner Kommentar zur Diskussion, findet Ihr nicht?

KOMMENTAR VON Werner Holzwarth [@] | Frankfurt | 09..2004 | 16:03 Uhr:
→ panni pfuffer.  
...mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.
a u f h ö r e n . b i t t e .

KOMMENTAR VON Hans-Joachim Berndt [@] | Berlin | 09..2004 | 13:56 Uhr:
→ ganz grosses Kino!!  

Lieber Rulf,
ich verweise bei Deinen Ausführungen auf das Teledienste Gesetz §4 Absatz 5.... desweiteren können wir nach dem kleinen Exkurs wieder zum Tagesgeschäft übergehen und der Sachlichkeit auf hohm Niveau frönen.
in diesem Sinne einen schönen Tag
Hans-Joachim Berndt
Der umfangreiche Anhang wurde nach hier verfrachtet.

KOMMENTAR VON Bernd Kreutz [@] | Extern | 09..2004 | 12:22 Uhr:
→ ADC-Verantwortung  
Im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL wird der in dieser Auseinandersetzung bisher so vielsagend schweigende ADC-Vorstandssprecher Sebastian Turner mit folgenden Worten zitiert: «Hätten wir gewusst, dass Schirner noch heute so polarisiert, hätten wir ihn wahrscheinlich noch lieber gewählt.»

Was will der ADC-Sprecher damit sagen? Richtig. Er hat nicht gewusst, dass Michael Schirner auch heute noch polarisiert.

Aber er hätte es wissen müssen.

Architekten, die es zu Ansehen gebracht haben, kennen sich in der Geschichte der Architektur aus. Filmemacher, die es zu Ansehen gebracht haben, kennen sich in der Geschichte des Films aus. Literaten, die es zu Ansehen gebracht haben, kennen sich in der Geschichte der Literatur aus. Als ADC-Vorstandssprecher in Deutschland aber muss man sich in der Geschichte der Werbung offensichtlich nicht auskennen. Da scheint Helmut Kohls Ausrede von der «Gnade der späten Geburt» in Anspruch genommen zu werden.

Die Kenntnis aber von deren - dazu noch relativ jungen - Geschichte ist eine Grundvoraussetzung, um Legitimation und Urteilsfähigkeit zu beziehen, wenn es zum Beispiel um Fragen der Ehre geht. Denn mit der Andienung einer Ehrenmitgliedschaft im ADC ist ja sowohl die Anerkennung der Lebensleistung eines Ehrenmitglieds verbunden als auch das öffentliche Bekenntnis, dass dessen Lebensleistung der Ehrung durch den ADC gerecht wird und somit auch dem Ansehen des ADC dienlich ist. In der Wahl eines Ehrenmitglieds manifestiert sich das professionelle Selbstverständnis des ADC.

Polarisieren zu können ist gewiss einen Leistung. Sie erfordert ausser dem Können immer auch Chuzpe, manchmal sogar Mut. Aber nur in Ausnahmefällen hat sie am Ende, wenn ihr Überraschungseffekt verpufft ist, den Auftraggebern der Werbung und dem Ansehen der Werbebranche wirklich genutzt. Deshalb hat auch keines der bislang 118 Ehrenmitglieder des ADC New York oder der 33 Ehrenmitglieder des D&AD in London jemals polarisiert oder wurde gar für diese spezifische Leistung ausgezeichnet. Und ich kenne die Arbeiten jedes einzelnen von ihnen—sowohl in ihrem zeitlichen als auch in ihrem kulturellen Kontext. Diese Leute waren und sind in ihrem Land und in ihrer Branche unumstritten.

Wenn der Vorstandssprecher des deutschen ADC also sagt, dass man Herrn Schirner «wahrscheinlich» noch lieber zum Ehrenmitglied gemacht hätte, hätte man gewusst, dass er heute noch polarisiert, dann sagt Herr Turner in Wirklichkeit damit dreierlei. Erstens, dass er sich doch nicht ganz sicher ist, ob die wirkliche Mehrheit des ADC - nicht die von ihm weihevoll «demokratisch» genannte - das wirklich will; zweitens, dass er von Werbegeschichte nicht die geringste Ahnung hat und drittens, dass er vielleicht noch Bedenkzeit braucht, um Begriffe wie Integrität, Seriosität, Verantwortung und Vorbild inhaltlich zu ergründen.

Derweil kann sich Herr Schirner entspannt und amüsiert zurücklehnen. Er war sowieso der Meinung, dass sich der deutsche ADC in seiner jetzigen Verfassung überlebt hat. Deshalb wird er ja Ehrenmitglied. Es ist der Schlussakt seiner Performance. Der Vorhang fällt, das Stück ist aus, das Publikum betroffen. Und alle Fragen offen.

Herr Turner möge, wenn alle gegangen sind, doch bitte das Licht löschen.

Herzlichst
Bernd Kreutz, der sich im Übrigen den in den Beiträgen 55 und 62 ausgedrückten Meinungen voll anschliesst.

KOMMENTAR VON Reinhard Siemes [@] | München | 08..2004 | 24:30 Uhr:
→ Bulle versus Nerger  
Lieber Bulle,
ich habe gehört, Du willst dem Nerger juristisch in die Zange nehmen, wenn er weiter böse Sachen über Dich sagt. Richtig so. Nur 6.500 Euro Strafandrohung sind ein bisschen wenig. Drück ihm 3 Millionen auf die Nase. Wer weiß, wann Du die brauchst.
Liebe Grüße
Reinhard Siemes

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 08..2004 | 20:32 Uhr:
→ Was «SPIEGEL», «Handelsblatt» und «HORIZONT» schreiben...  
Interessant der Innenangriff von Spiesser Alfons und die Aussenverteidigung des Ehrenmitglieds und, noch schöner, des Vereinsvorsitzenden. → Hier die drei Artikel.
Interessant auch, dass wir uns die ausserordentliche Mitgliederversammlung wo hinstecken können, denn der Vorstand «hält am Ehrenmitglied fest».
Am interessantesten jedoch das Eingeständnis, dass der Vereinsvorsitzende und seine Beisitzer anscheinend keine Ahnung davon hatten, dass das Ehrenmitglied «noch heute polarisiert».
Sind die Ahnungslosen also nicht nur in der Hand von Skrupellosen, sondern auch von Ahnungslosen?
PS: Werben & Verkaufen hat übrigens auch noch mal etwas über die Aktion veröffentlichen wollen, wahrscheinlich um seinen bisherigen Kommuniqué-Journalismus etwas auszuwetzen. Man hat sich dann jedoch doch zu vornehmer Bericht-Nichterstattung entschlossen.

KOMMENTAR VON Jürgen Nerger [@] | Extern | 07..2004 | 20:45 Uhr:
→ Beitrag 68 muß gelöscht werden!  

Heute erreicht mich der Brief des Berliner Rechtsanwalts Hieronimi. Prof. Berndt hat ihn mit der anwaltlichen Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt. Gegenstand ist mein Beitrag Nr. 68 auf der Internet-Homepage http://rulf.neigenfind.com/, in dem ich Herrn Berndt als "" bzw. "" bezeichne. Ich habe durch diese ehrverletzenden Bezeichnugen, sowie den weiteren Ausführungen in meinem Beitrag den Ruf von Prof. Berndt nachhaltig geschädigt. So der Vorwurf. Herr Prof. Berndt ist bereit auf eine Strafanzeige gegenüber der zuständigen Staatsanwaltschaft zu verzichten, sowie auf eine gerichtliche Auseinandersetzung, sofern ich mich bereit erkläre, eine beigefügte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung bis 12.02.2004 zurückzusenden. Darüber hinaus muß ich die Gebühren bezahlen und dafür sorgen, daß meine Äußerungen auf Ihrer Homepage entfernt werden. Ich bitte Sie deshalb, meinen Beitrag zu löschen, damit ich keinen weiteren Ärger bekomme. Ich konnte Sie leider nicht erreichen, weder telefonisch noch via Fax, deshalb bleibt mir nur der Weg über Ihre Website. Sollte ich den Forderungen nicht nachkommen, wird Strafanzeige gestellt und ich muß mit einer Vertragsstrafe in Höhe von € 6.500,00 rechnen. Bitte, Herr Neigenfind, lassen Sie es nicht so weit kommen. Die Zeit drängt.

KOMMENTAR VON blässe [@] | Extern | 08..2004 | 16:21 Uhr:
→ Geniale Dilletanten  
Titel eines Büchleins im Merve Verlag, über die schrecklichschönen Musikmacher, die MS mit Pope 24 years after kopiert, scheiße warum kommt der immer zu spät, scheiße, warum hat er nichts kapiert, können Nachmacher Substanz erkennen, oder verharren die immer auf dem desk top.
Der kleine Sammelband beginnt mit einer Hässlichkeit: «Unsre Musik sind keine Töne mehr", schreibt "Zum Geleit" Blixa Bargeld. In einem Atemzug bringt der Frontmann der Einstürzenden Neubauten hier Singular und Plural ("Musik sind") durcheinander. Doch genau darum ging es den Genialen Dilletanten Anfang der 1980er Jahre ja: Sie wollten durcheinander bringen, umwerten, in Frage stellen. Sie wollten selber Kultur machen und setzten sich dafür über herkömmliche Zugangsregeln und Gepflogenheiten hinweg. Bargeld ist dafür ein schönes Beispiel. Sein Instrument ist (neben seinem gewaltigen, gleichwohl ungeschulten Sprechorgan) die Gitarre. Doch er "spielte" sie, ohne Gitarre gelernt zu haben. So hat er es immerhin zum Gitarristen von Nick Cave gebracht.
Dem kurzem Geleit folgt ein Foto Bargelds als Leder-Dandy. Der zweite Text stammt dann von Wolfgang Müller (von der Band/Künstlergruppe Die Tödliche Doris). Müller analysiert den Begriff des Dilletanten, der einen Verstoß gegen die Rechtschreibung darstellt, denn es müsste ja Dilettant heißen. Es handelt sich aber auch um einen Verstoß gegen überkommene Instinkte: "Wer wollte sich schon gern als Dilettanten bezeichnet sehen, auch nicht dann, wenn Goethe sich selbst als einen solchen Dilettanten empfand", Die Genialen Dilletanten tragen den Dilettanten-Titel mit Würde.
Die Berliner Szene taufte den Titel um: Genitale Dilletanten und hatte nochmal so viel Spass.
Frage ist MS jetzt Goethe, ein genialer Dillentant, Blixa Bargeld oder Lieschen M.

KOMMENTAR VON evarella [@] | Extern | 07..2004 | 15:19 Uhr:
→ Geiz  
Grüß Sie, Herr Kreutz,
was Geiz als Lifestylekonzept, sagt man dem heute nicht so?, bedeutet, durfte ich neulich ein Jahr in Stuttgart bestaunen. Jetzt weiß ich auch, warum Sie ins Rheinland geflüchtet sind. Wollte ich nur mal gesagt haben, sozusagen. Geizig war aber auch das Päpstchen, erinnere holte des öfteren ein kleines Fläschchen Hennesy VSOP, für einen Texter, Immermann 6. Warum? Besagter Herr schmückte sich mit Werken aus dem Kopf des Texters.
Die Fälle sind hier nicht im Dossier aufgeführt, überhaupt, ist das mit den Fällen bei uns nicht irgendwie begrenzt, Dativ, Nominativ und so. Frage mich, ob ich nicht rheinisch-katholisch behindert bin. Können Sie mir helfen? Kann man so geizig sein, das man nicht gönnen kann? Man kann, Herr Kreutz, man kann, wie MS zeigt, oder nicht, oder doch? Er hat Orden und Fleißkärtchen verdient, für Chupze, Ellenbogen,Täuschmanöver, Hochstapellei u.a. Für Souveränität? Wie armselig muß man sich fühlen, wenn man solche Mittel braucht?
Sagen Sie’s mir, lieber Bernd Kreutz, Ihr Wort hat für mich doch immer noch sowas wie Autorität. Ein übrigens hübscher Begriff wie ich finde.
evarella

KOMMENTAR VON Kai Petermann [@] | Extern | 06..2004 | 20:33 Uhr:
→ ßberaus amüsant  
Mehr durch Zufall als Absicht habe ich meinen Weg auf diese Seite gefunden. Und ich muß schon feststellen, daß mich das alles hier durchaus zu erheitern weiß.
Nein, ich habe nicht jedes einzelne Wort dieser Seite gelesen. Und das werde ich mit ziemlicher Sicherheit auch nicht. Ist mir nämlich viel zu anstrengend und mein kleines AD-Gehirn könnte das am Ende vielleicht auch gar nicht verkraften.
Der Fakt der Klischee-Erfüllung bereitet mir hier wohl die größte Freude. Wer hat eigentlich beschlossen, daß "ein richtiger Werber" sich immer unheimlich wichtig findet, dummes Zeug zu schreiben und reden hat und so ganz nebenbei feststellt, daß nur das eigene Wort die Wahrheit verkündet?
Angegriffen dürfte sich jetzt sicher niemand fühlen, denn wie beschrieben, sind ja immer nur die anderen. In diesem Sinne meinen aufrichtigen Dank für das Lächeln in meinem Gesicht und ein erholsames Wochenende jedem Leser.
Kai Petermann.

KOMMENTAR VON Jan Weiler [@] | München | 06..2004 | 19:16 Uhr:
→ Man liebt den Verrat, nicht den Verräter  
Bis zum Auftauchen von Bernd Kreutz in der Diskussion war ich durchaus der Ansicht, dass Herr Neigenfind in allen Punkten recht hat.
Bernd Kreutz hat der Sache nun aber einen neuen, noch interessanteren Dreh verliehen (das ist irgendwie bei dem immer so, weiß auch nicht woran das liegt). Seine Verteidigung von Schirners Meriten ist überlegenswert. Was die Sache aber schwierig macht, ist das:
Ich bin wie die meisten Leser dieses Forums kein Zeitzeuge und muss mich auf die Schilderungen von Leuten verlassen, die allesamt befangen sind. Neigenfind klagt an. Obers verteidigt. Kreutz auch, klagt aber dafür den Club an. Scheer schweigt. Genau wie Kuhn. Siemes hat leider nix mehr zu sagen, was fast das Schlimmste ist. Henneka redet zwar, aber ich verstehe ihn nicht.
Wie soll ich da eine valide Entscheidung treffen? Und: Will ich Zeuge sein, wie sich eine halbe Generation von Kreativen aufführt wie Jugendliche mit dicken Turnschuhen bei "Vera am Mittag"?
Nö, will ich nicht, dafür nehme ich die Leute viel zu ernst. Ich habe mich also entschlossen, dass mir Schirner wurscht ist. Nicht wurscht ist mir allerdings das Gewurschtel des Vorstands und die mir Sonnenkönigartig vorkommende Art und Weise, wie dort mit Herrn Neigenfinds Anliegen umgegangen wird.
Das ist peinlich und würdelos und es beschädigt das Ansehen des Clubs.

KOMMENTAR VON Ingo Stark [@] | Extern | 06..2004 | 18:47 Uhr:
→ Wer steht eigentlich hinter dieser Website?  
Schirner und GGK—zugegeben - waren mal Synonyme für Kreativität. Gerade deshalb berührt es, wenn ein Denkmal so geschickt pulverisiert wird.
Und es interessiert den Außenstehenden, wer hinter dieser (sicher fundierten) Kampagne steckt. Also mal schnell ins Impressum geklickt und recherchieren. Ist ja legitim.
Doch jetzt wird's spannend. Warum halten sich Ross und Reiter zurück? Warum dieses Rühren im eigenen Mitglieder-Teig? Oder ist das Impressum nur weggefallen, weil für die Schaltfläche kein Platz mehr war?
Webauftritte ohne Impressum sind meistens Schmuddelkram, die Inhalte zweifelhaft. Wenn man schwere Geschütze auffährt, muss man gute Belege haben und die Bereitschaft signalisieren, Verantwortung für seine Behauptungen zu übernehmen. Sehe ich das falsch?
Oder bin ich einfach zu doof, mich hier zurechtzufinden?

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 06..2004 | 12:55 Uhr:
→ Besucherbilanz der ersten 4 Wochen  
Sechstausendundvierundachtzigmal Dankeschön für Ihren Besuch und Ihre bis heute 221 Postings.

Gesamtzahl Besucher6.084 
Gesamtzahl Seitenansichten89.461 
Gesamtzahl Postings221 
Durchschnitt Seitenansichten/Besucher14,7 
Durchschnitt Besuchsdauer/Besucher (min)12:46 

KOMMENTAR VON Ramon Herzog [@] | Extern | 05..2004 | 14:08 Uhr:
→ Die ADC-Satzung hat's in sich  
Sehr geehrter Herr Neigenfind,

weil ich mich wunderte, dass der Vorstandssprecher so lange schweigt, wollte ich in der ADC-Vereinssatzung mal nachschauen, ob der das überhaupt darf, oder ob man ihn eventuell wegen Untätigkeit im Amt belangen könnte. Und siehe da—ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese Satzung bietet dem, der sie zu nutzen versteht, ungeahnte Möglichkeiten.

Wenn ich Herr Turner wäre, würde ich zum Beispiel die nächste Hauptversammlung... sagen wir mal nach Antigua einberufen. Es wäre mir ein leichtes, meine Vorstandskollegen, sofern sie bei der beschlußfassenden Sitzung überhaupt anwesend wären, von der Notwendigkeit dieser Geschäftsreise zu überzeugen.

Da die Jahreshauptversammlung mit der Mehrheit der Stimmen der in der Versammlung anwesenden Mitglieder auch Satzungsänderungen beschließen kann, würde ich mich zu fortgeschrittener Stunde zum Präsidenten auf Lebenszeit mit Pension, Dienstvilla, Maybach, Sekretärin, Butler und Fahrer wählen lassen. Ein einziges anwesendes Mitglied könnte mir mit der Mehrheit seiner eigenen Stimme diesen Privilegienrausch genehmigen. Er selbst müsste dabei nicht einmal nüchtern sein.

Fröhlich heimgekehrt würde ich meinen Freund Don Häberle anrufen und ihn bitten, mir einen Gefallen zu tun. Der Auftrag: Beschaffe mir umgehend 8000 neue ADC-Mitglieder, die diese Orgie finanzieren. «Henneka», würde ich sagen, «nur Ihnen zuliebe habe ich §3 "Erwerb der Mitgliedschaft" unberührt gelassen, damit auch Sie noch was zum Spielen haben.» Da heißt es wörtlich: «Jeder Kreative, der herausragende, vorbildliche Leistungen erbracht hat, kann die Mitgliedschaft beantragen. Auszeichnungen für seine Leistungen sind dabei nicht ausschlaggebend.» Herr Henneka könnte also nach Lust und Laune Neumitglieder baggern, denn auch er wäre ganz allein beschlußfähig, zumal wenn seine Kollegen Schwerzmann und Friedrich im Nebenzimmer wie immer wegen akuten Maultaschenbeißversagens notärztlich behandelt werden müssen.

Selbstverständlich würden Medaillen nur noch an Scholz & Friends & Friends & Friends vergeben. In Kategorien, in denen diese drei Agenturen nichts eingeschickt haben, würde auf die Vergabe von Medaillen verzichtet. Stattdessen gäbe es Grußkarten auf präsidialem Büttenpapier, auf denen in Frakturschrift, hochgeprägt und goldbedampft Sätze stehen wie «Da hapen Sie aper ein super Fürtzchen gelassen, das schmeckte ja echt lecker».

Für Werbefachjournalismus gäbe es übrigens eine Sonderkategorie. Mit Bronzemedaillen für alle Journalisten, die Pressemeldungen des ADC ungeprüft und ungekürzt abdrucken. Silber für Journalisten, deren kritische Berichte über mich oder den ADC nie erschienen sind. Und Gold schließlich für jene, die solche Berichte erst gar nicht geschrieben haben.

Ihnen Herr Neigenfind, würde ich natürlich auch einen Paragraphen wegnehmen, damit Sie mich nicht in den Wahnsinn treiben könnten. Sie wissen schon, welchen. Habe mich eh schon gewundert, dass das auf Ihrer Website noch keiner entdeckt hat.

Gottseidank bin ich nicht Herr Turner. Denn ich wüsste nicht, ob ich diesen Versuchungen widerstehen könnte. Auch kann er von Glück reden, dass ADC-Mitglieder schon nach der jetzt gültigen Satzung nicht lesen können müssen.

KOMMENTAR VON Wolf Bruns [@] | Extern | 05..2004 | 13:53 Uhr:
→ ADAC? Ja, kenn ich.  
Man kann ja echt von Glück sagen, dass sich außerhalb des ADC wirklich keine Sau für diesen Selbstbeweihräucherungs-Verein interessiert.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 04..2004 | 13:51 Uhr:
→ ADC Vorstand  
Ich denke, es wird Zeit andere Geschütze aufzufahren. Macht ja sonst gar keinen Sinn. Dieses Schweigen ist ja so was von erbärmlich, außerdem musste ich so viele dämliche Kommentare zu wohl gemeinten Beiträgen lesen, dass mir immer noch ganz schlecht davon ist.
Ich werde jetzt mal ganz persönlich, vielleicht weckt das ja den ein oder anderen aus dem Winterschlaf. Ich läute also eine neue Ebene ein, über die man geteilter Meinung sein kann. Mich jedenfalls wird sie ungemein befriedigen, das weiß ich jetzt schon. Und außerdem, das, was ich jetzt sage, erzählt man sich sowieso jeden Abend an irgendeinem Werbertisch. Aber eben nur da. Da der Vorstand des ADC gefragt ist, will ich mich zunächst auch nur um ihn kümmern.
Los geht´s: Lieber Sebastian Turner, wer mit 38 schon aussieht wie 58 und außerdem die Motivation und Begeisterungsfähigkeit eines Assistenten des Ressortleiters der Bundesagentur für Arbeit versprüht, der muß im Grunde seines Herzens eine vom Leben tief enttäuschte, arme Kreatur sein, die sich an der ungerechten Welt rächt, indem er sie ausnutzt, wo es nur geht. Und sei es nur beim Kegelclub ADC. Schämen sie sich.
Der nächste bitte: H.P. Albrecht. Kenn´ich nicht, aber hat der nicht diese vielen Ferrero Spots gemacht? Glückwunsch Herr Albrecht, sie sind an der richtigen Stelle.
Hans Dieter Kügler oder Kugler. Nie gehört. Glück gehabt, Herr Kübler.
Dörte, zu Dir sag´ich mal nix, Du bist halt ´ne Frau.
Marc, Dich kenne ich zu gut, Du scheinst einfach nicht zu wissen, was Du tust.
Hans Joachim Berndt. Ach ja, bei dem durfte ich vor 12 Jahren in München mal ein Praktikum machen. Heute bereue ich, dass ich die Zeit nicht lieber in Einzelhaft in einem russischen Gulag verbracht habe. Aber toll die Sache mit den Steuern und dem Knast. Prima fand ich auch einen Fernsehbeitrag, der mir neulich zugespielt wurde, in dem er mit Zigarre sein Riva-Boot durch die Wellen schippert und davon schwafelt, wie er ist und was für ein . Gäbe es die Werbung nicht, bliebe für solche nur die Tür im ukrainischen .
Delle Krause. Ja gut, kenne ich auch nicht persönlich, aber O & M, da kann man nicht meckern.
Michael Preiswerk, kenn ich nicht, lohnt sich aber auch nicht. Was aus der Agentur kommt ist nicht mal Brosamen wert.
Ralf Zilligen, ja, Dich kenn´ich ja auch ein bisschen und spätestens seit letztem Jahr in Cannes, wo Du Dich als Jury-Mitglied aufgepustet hast wie Bibo aus der Sesamstraße und anschließend den Abend im Enddarm von diesem Kotzbrocken Kasai verbracht hast, weiß ich: Peinlich. Dass Du jetzt mit Kemper in Verbindung gebracht wirst spricht für meine These: B-Leute stellen C-Leute ein. So. Das war der Vorstand. Was soll man denn davon erwarten?
Halt, Carsten, Dich habe ich ja ganz vergessen: ich hätte einen guten Anwalt an der Hand. Obwohl ich mir eigentlich sicher bin, dass Du Dich da bestens auskennst. Und Du bist ja auch bald wieder bei Kemper, da bleibt ja alles schön kuschelig.
So, jetzt setzt mich mal alle auf eure schwarzen Listen und denkt euch hübsche Retourkutschen aus. Ich freu’ mich schon.

KOMMENTAR VON BlickuntermTisch [@] | Extern | 03..2004 | 22:28 Uhr:
→ Papst privat  
was hat man, wenn man dem Herrn mal zu nahe kam, mit ihm verheiratet war?
268 euro sozialhilfe. Weil, erst kommt das Fressen dann die Moral

KOMMENTAR VON FERN DERHEIMAT [@] | Sektion | 03..2004 | 22:15 Uhr:
→ Gestaltungs-Verschönerungsverein 1964 e.V.  
Reinhard, du hast es gut, du hattest das schlimmste hinter dir. Hat auch nur einer deinen austritt kritisch reflektiert, ursachenforschung betrieben, seine eigene einstellung auf und tauglichkeit und fairness hinterfragt? Ich kann mich nur an den nachtritt eines jahresball-conférenciers erinnern. Und an ein appell, die abkehr umzukehren.
Nein, ich kann verstehen, dass du auf den adc keinen bock mehr hast.

auf einen club, dessen angehörige nicht mal mehr wagen, kontroverse ansichten zu wahlverfahren und ehren- bzw. unehrenmitgliedern unter dem eigenen namen zu verfassen, weil sie sanktionen befürchten. Auf einen club, in dem sich die agenturen mit den höchsten kreativen ansprüchen in den hinterzimmern medaillenbastel-sondereinheiten halten, die für nicht existente kunden nicht bezahlte schaumschlägereien anzetteln. auf einen club, dessen jahresband immer fetter und substanz immer magerer wird.
Man mag nicht mehr hinsehen. Man mag nicht mehr lesen. Man mag kaum noch nachvollziehen, darauf gebrannt zu haben, endlich im ADC aufgenommen zu werden und dort mitglied zu sein. Reinhard, ehrlich, ich kann mich auch kaum noch erinnern.

KOMMENTAR VON K. Annitverstan [@] | Extern | 03..2004 | 20:05 Uhr:
→ Der Schweiger.  
Lieber Herr Schirner,
George Bernhard Shaw sagt: Schweigen ist der vollkommenste Ausdruck der Verachtung.Erlauben Sie mir bitte die Frage, warum Sie nicht längst diese Ehrenmitgliedschaft zurückgewiesen haben?Freundliche Grüsse, K. A.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 03..2004 | 13:25 Uhr:
→ :::::::::::Achtung: Aktion vorläufig unterbrochen:::::::::::  
Der ADC-Vorstand teilt mir soeben mit, dass "weder die Übersendung per Email noch die Übersendung per Fax den Anforderungen an die Berufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung durch eine Minderheit der Mitglieder genügt, da hier die Schriftform vorgesehen ist. Der Vorstand sieht leider auch keine Möglichkeit, eine Ausnahme zu machen, da die formalen Anforderungen durch die Satzung und das Gesetz vorgegeben werden."Ist natürlich purer Humbug, muss aber trotzdem und genüsslich von allen Seiten betrachtet werden.
→ Hier gibt’s mehr Informationen

KOMMENTAR VON F. Aigling [@] | Frankfurt | 02..2004 | 19:26 Uhr:
→ Fazit: Die stumme Mehrheit ist ratlos.  
So, also:
Eigentlich ist doch nichts schlimmes passiert: Ein paar alte und verdiente Werber haben einem alten und verdienten Werber einen Ehrenposten in ihrem Verein für alte und verdiente Werber angeboten und er möchte ihn annehmen. Nun meldet sich da einer zu Wort und sagt: "Das ist zwar ein alter, aber kein verdienter Werber. Ich bin dagegen, ihm diesen Ehrenposten zu geben."
Im Folgenden spaltet sich nun der Verein in drei Teile: In Mitglieder, die glauben, zu wissen, dass der zu Ehrende die Ehre wirklich verdient hat. In solche, die glauben, zu wissen, dass er sie nicht verdient hat. Und in den letzten Teil: Mitglieder, die Herrn Schirner nur aus alten ADC-Büchern, W&V-Interviews oder als vorbeihuschende Lichtgestalt auf Preisverleihungen kennen. Und die sich deshalb äußerst schwertun, eine eigene Meinung zu bilden.
Zu dem dritten Teil gehöre ich. Und dass sich so viele bis jetzt nicht in die Diskussion eingeschaltet haben, liegt wohl daran, dass es vielen so geht wie mir. Soll ich für den beschmutzten Herrn Schirner Partei ergreifen? War er ein Guter? War er ein Böser? Keine Ahnung. Soll ich für den kämpferischen Herrn Neigenfind sein? Ist er gut? Böse? Keine Ahnung.
Schlimmer als meine Unentschlossenheit finde ich etwas anderes: Immer mehr empfinde ich den Club als ein von wenigen Großmächten regiertes Sektengebilde. Zwei Beispiele, warum’s mir so geht, anschließend die Erklärung, was das mit Neigenfind vs. Schirner zu tun hat:
1. Sebastian Turner ist ein starker ADC-Sprecher (das nutzt dem Club), aber auch ein brutaler Egomane (der den Club knallhart instrumentalisiert und für sich benutzt). Aus Ermangelung eines besseren Mannes schweigen alle und gucken zu, wie er nach Gutdünken regiert wie ein Sonnenkönig. Ich könnt’s aber auch nicht besser.
2. Es gibt jedes Jahr Absprachen zwischen Jurymitgliedern. Es werden zum Beispiel Listen mit besonders zu beachtenden Arbeiten zwischen verschiedenen Agenturen hin- und hergemailt und -gefaxt. Die Medaillenvergabe ist zum Großteil ein abgekartetes Spiel. Dass das so ist, ist allen bekannt, es gibt auch Zeugen dafür. Keiner muckt auf, vielleicht, weil es wirken würde wie Neid und Mißgunst.
Es gäbe noch mehr Beispiele, aber dieser Beitrag ist eh schon viel zu lang. Weiter: Der Club ist also (zum Teil) ein instrumentalisiertes Gebilde zur Mehrung des Ansehens einiger weniger Mitglieder. Daraus resultierte bei mir zunächst ein gewisses Gefühl der Machtlosigkeit, das sich inzwischen verwandelt hat in Gleichgültigkeit. Warum soll ich für oder gegen Herrn Schirner Partei ergreifen? Dann müsste ich mich ja auch gegen all die anderen Miseren des Clubs engagieren. Und könnte meinen Beruf schon aus Zeitgründen an den Nagel hängen. Außerdem wäre ich ein Nestbeschmutzer. Und würde nie wieder einen Nagel gewinnen.
Sorry, so sieht’s aus. Ich werde die Diskussion gespannt und anonym weiter verfolgen.

KOMMENTAR VON Bernd Kreutz [@] | Extern | 02..2004 | 13:49 Uhr:
→ ADC-Selbstverständnis  
Lieber Rulf Neigenfind,

Ihrer Website habe ich eine außergewöhnliche Erfahrung zu verdanken. Noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viele E-Mails von mir meist nur dem Namen nach bekannten Menschen erhalten, wie nach meinem Beitrag «Schirner-Verteidigung» in Ihrem Forum. Ausnahmslos alle haben mir für diesen Beitrag gedankt. Das wird teilweise auch Sie freuen, denn die E-Mails kamen fast allesamt von ADC-Mitgliedern, die sich in dieser Auseinandersetzung noch nicht zu Wort gemeldet haben. [→ Hier diesen Beitrag in anderer Formatierung lesen]


Wie beabsichtigt, konnte ich mit meinen Argumenten für eine ADC-Ehrenmitgliedschaft von Michael Schirner alle Leser in ihren jeweiligen Vorurteilen bestätigen, die Befürworter gleichermaßen wie die Zweifler. Das Verblüffende an den Reaktionen ist allerdings, dass beide Lager gleich stark zu sein scheinen.

Ich schließe daraus zweierlei.

Erstens: Der ADC Deutschland hat kein einheitliches, seine Mitglieder in Werten und Grundüberzeugungen verbindendes Selbstverständnis.

Zweitens: Die meisten ADC-Mitglieder verhalten sich nicht wie herausragende Vertreter einer Berufsgruppe, sondern wie ganz gewöhnliche Mitläufer im Ortsverband einer x-beliebigen politischen Partei.

Für einen Interessensverbund, der auch außerhalb seiner eigenen engen Grenzen ernst genommen werden will, ist das eine so fatal wie das andere.

Woran liegt das? Auf seiner Website definiert der ADC seine «Mission» wie folgt: «Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) ist ein Verein der Kommunikationsbranche mit Sitz in Berlin. Gegründet wurde der ADC—nach amerikanischem Vorbild—1964 in Düsseldorf. Zusammengeschlossen haben sich die besten Kreativen aus Wort, Bilde (Anm. d. Verf.: dieses Wort habe ich zuletzt in einer Verlautbarung des Reichspropagandaministeriums gelesen), Design, Editorial, Fotografie, Illustration, Funk, Film und interaktive Medien. Unser Ziel: die kreative Leistung in Deutschland zu verbessern und somit neue Maßstäbe zu setzen.» An anderer Stelle wird noch ergänzend hinzugefügt: «Ein weiteres Ziel ist die Förderung des Kreativfaktors in Deutschland.»

Zu den Voraussetzungen einer Ehrenmitgliedschaft und den Modalitäten einer Ernennung äußert sich der ADC merkwürdigerweise nicht. Lediglich aus einer Pressemeldung des Vostandes geht hervor, dass die Wahl «demokratisch» erfolgt sei. Und die ADC-Geschäftsführerin wird in werben & verkaufen mit den Worten zitiert: «Jeder wurde eingeladen. Wer sein demokratisches Recht nicht wahrnimmt, ist selbst schuld.»

Dabei hat sie allerdings verschwiegen, dass auf der Einladung zur Jahreshauptversammlung unter dem Tagesordnungspunkt «Wahl eines Ehrenmitglieds» die für einen demokratischen Willensbildungsprozess selbstverständliche Namensnennung und Vorschlagsbegründung der zur Wahl stehenden Persönlichkeiten fehlte. Das mag zwar Vereinssatzungs-konform sein, aber mit einem Demokratieverständnis, wie es uns im Sozialkundeunterricht gelehrt wurde, hat das nichts zu tun. Abgesehen davon, dass es für jedes Ehrenmitglied eine Beleidigung ist, wenn es erfährt, welchen «demokratisch» genannten Zufälligkeiten es seine Wahl zu verdanken hat.

Das amerikanische Vorbild des ADC ist in seinem Selbstverständnis durchweg präziser und verbindlicher. Zitat: «The Art Directors Club, Founded in New York in 1920, is an international not-for-profit organization of leading creatives in advertising, graphic design, interactive media, broadcast design, typography, packaging, environmental design, photography, illustration, and related disciplines. The mission of the Art Directors Club is to promote the highest standards of excellence and integrity in visual communications, and to encourage students and young professionals entering the field. In short,´Visual Fuel.´»

Auch das Thema Ehrenmitgliedschaft wird mit überzeugender Ernsthaftigkeit behandelt: « The Art Directors Hall of Fame was etablished 1972 to recognize and honor the most outstanding innovators and conceptual thinkers in the visual communication field. A Hall of Fame laureate is one, whose lifetime work exemplifies the highest standards of creative achievement, with previous laureates including Richard Avedon, Leo Burnett, Walt Disney, Norman Rockwell, Andy Warhol, and many others. Laureates are chosen each spring by a selection commitee, then honored each fall at a Black Tie Gala.»

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass «integrity» auf deutsch übersetzt «Makellosigkeit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit» bedeutet.

Nun zum Thema Verhalten: Hier muss ich die ADC-Mitglieder in gewisser Weise kollektiv in Schutz nehmen. Auslandsdeutsche wie Sie, Herr Neigenfind, neigen dazu, ihr Geburtsland und seine Gesellschaft zu idealisieren—umso mehr, je länger sie weg sind. Wir Hiergebliebenen sind aber nicht so, wie wir aus dem geweiteten Blickwinkel eines Emigranten idealerweise sein sollten.

Wir sind eine gut durchgegorene Eiapopeia-Konsensgesellschaft, die allergisch und hysterisch reagiert, wenn ihr aus sicherer Entfernung moralische Vorhaltungen gemacht werden. Zumal dann, wenn sie berechtigt sind. Deshalb dürfen Sie sich nicht wundern, dass Sie reflexartig und wahlweise als Nestbeschmutzer, Denunziant, Neider, Versager oder alter Sack verunglimpft werden. Da äußert sich nicht etwa der Kreativpöbel im ADC, nein, das ist das gesunde Volksempfinden.



Wir Deutschen mögen nämlich keine Leute, die uns mit unbequemen Fragen foltern.Wir Deutschen ahnen ja, das wir identitätsgestört sind und mangelndes Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen an den Tag legen. Aber hören wollen wir das nicht, auch nicht von einem Halbfranzosen und Viertelsbriten.

Und noch eins: Wir Deutschen sind inzwischen so geil auf Geiz, dass wir uns nicht einmal mehr an Diskussionen beteiligen. Aus Sorge, ein falsches Wort, zur falschen Zeit, am falschen Platz, könne was kosten.

Und ein letztes: Ihre Initiative mag den ADC irritieren, schaden kann sie ihm nicht. Schaden kann sich der ADC nur selbst. Durch Wegschauen. Durch Schweigen. Durch Abtauchen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kreutz

KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Sektion | 31..2004 | 20:38 Uhr:
→ Nägel verteilen oder Pflöcke reinhauen?  
Habt ihr eigentlich alle am Montag Präsentation oder wieso geht's hier nicht weiter? Haben die Alten etwa schon alles gesagt und ist für die Jungen die Site nicht google genug? Oder auf Deutsch gefragt: War das alles nur ein Spässlein oder wird's doch noch Ernst? Natürlich könnte man rulf.neigenfind.com als Sturm im Wasserglas abtun. Aber statt uns desinteressiert abzuwenden, sollten wir die Chance ergreifen, die sich uns hier bietet.
Die alten „Provokationen” von Schirner hier neu zu disputieren, macht sicher keinen Sinn. Und deren Einfluss und Bedeutung für junge Kreative von heute auch nicht. Die Integrität von Schirner schon eher. Die Umstände seiner Wahl ebenfalls. Und die Rolle des ADC bzw. seines Vorstandes auf jeden Fall!

Leider darf ich es nicht, denn ich bin nicht im Club! Als Mitglied würde ich es als Verpflichtung empfinden, meine Meinung kundzutun. Nicht einfach pro oder contra Ehrenmitglied, sondern dazu, ob und wie der ADC die Repräsentanz der Kreativen in diesem Land in Zukunft wahrzunehmen hat und wie er das noch immer unklare Bild der Branche in der Öffentlichkeit und bei unseren (potenziellen) Kunden zu schärfen gedenkt. Ob er auf Parties Nägel verteilen oder öffentlich Pflöcke einschlagen will, d.h. die Rolle einer Art Style Council für Kommunikation in Deutschland übernehmen will.
Dazu gehört mehr als nur die Frage, wer Ehrenmitglied sein darf. Immerhin gibt's doch sowohl Kandidaten, die wie Wilp, Riefenstahl, Schirner polarisieren als auch solche, die 100% wasserdicht sind wie Ogilvy, Butter, Aicher, ja auch Dürer. Kandidaten beider Kategorien gegeneinander antreten lassen, ist natürlich ein dummer Fauxpas, von wem auch immer.
Für die künftige Identität des ADC und für das Image der durch ihn vertretenen Kreativen (auch wenn ich das gar nicht sein möchte) braucht es als Voraussetzung ein klares, konkretes "résultat des disputes". Dass eine solche Auseinandersetzung beim hohen Selbstwertgefühl unserer Branche und der Hybris vieler ihrer Akteure ohne einen erlösenden Höhepunkt stattfinden soll, enttäuscht mich! Ich sage das nicht aus Sensationslüsternheit, obwohl ich es sehr genossen habe, wie in den letzten drei Wochen mit dem Florett gefochten und auch ein bißchen mit dem Breitschwert ausgeteilt wurde. Schon für die alten Griechen war dramatischer Höhepunkt aber immer auch Klärung (...es gibt doch Regisseure im ADC???).
Selbst wenn wir uns am liebsten mit uns selber beschäftigen, sollten wir denen da draußen beweisen, dass wir das auch ernsthaft tun können. Und dass unser Elfenbeinturm Fenster hat. Auf der anderen Seite vom Konferenztisch gibt es eine Erwartungshaltung! Ich habe keine Lust, dass mich meine Kunden wieder fragen, ob wir Kreativen eigentlich alle bekloppt sind, nachdem ich jahrelang (erfolgreich) für den Beweis des Gegenteils gearbeitet habe!
Jetzt wo das Kind im Brunnenschacht hängt, muss der Antrag auf Wiederholung der Wahl Erfolg haben, denn unabhängig von ihrem Ausgang kann nur eine Neuwahl ein positver Abschluss und damit der seit Jahren nötige Neuanfang sein. Zur Not gibt's 2003 gar kein Ehrenmitglied. Auch das wäre ein Statement!
Es geht um mehr als den ADC. Macht was draus!

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 31..2004 | 17:58 Uhr:
→ No balls!  
Mensch ADC, was für ein erbärmliches Bild. Diese Website ist die erste, ernst zu nehmende Breitseite in deiner Geschichte und von 420 Mitgliedern beziehen gerade mal 19 und zwei Halbe mit einem eigenen Beitrag öffentlich Stellung. Die beiden Halben sind Hohmann und Heintzsch, die eher ungewollt ins Forum geraten sind.
Was ist bloß in deinen Agenturen los? Wie denken deine Mitglieder?
Weißt du, was die denken? Text & Art denken: Himmel, mein CD ist im ADC und ich weiß nicht wie er denkt. CDs denken: Hölle, mein Geschäftsführer ist im ADC und ich weiß nicht wie er denkt. Geschäftsführer denken: O Gott, mein Agenturchef ist im ADC und ich weiß nicht wie er denkt. Aaaah, ich weiß schon, warum ich fürs Angestelltendasein nicht tauge.
Was ist denn so schlimm daran, eine eigene Meinung zu vertreten? Du bist ein wirklich kreativer Club voll von wirklich kreativen Leuten. Das meine ich ehrlich. Das Letzte, was ich als Externer von deinen Mitgliedern erwarte, ist eine spröde Partei-Linie. Was ich aber erwarte, ist eine gehaltvolle, funkelnde, sprühende, inspirierende, humorvolle, ernste, bewegende, gefühlvolle Auseinandersetzung—kurz: eine Diskussion, die all das hat, was deine Jahrbücher haben.
Ja, ich liebe deine Jahrbücher. Die dicken und die weniger dicken. Die dezenten, eleganten von Rottke und die wunderbar wuchtigen der letzten Jahre. Ich blättere darin und denke bei ganz vielen Seiten: Was für großartige Ideen!!! Und ärgere mich manchmal, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin. Und freue mich für die, die darauf gekommen sind. Und hab einen extrem dicken Hals, dass all diese brillanten Leute jetzt die Schnauze halten!
Und wo wir gerade beim Schnauze halten sind, Kontakter, Horizont, new business und w & v. Bedeckt halten darf sich, wer PR-Büttel der Agenturen ist oder um Anzeigen fürchten muss. Ihr aber habt euch den kritischen Branchenblick aufs Fähnchen geschrieben. Lasst es verdammt noch mal endlich wehen.
Noch eins, ADC. Dein Schweigen, Stillhalten, Aussitzen, Nichtwiderlegen ist kein Zeichen von Souveränität. Es ist hochgradig link. Denn mindestens einen ausgezeichneten Werber lässt du damit voll vor die Pumpe laufen. Und zwar denjenigen, den du im März auf die Berliner Bühne schicken wirst, um öffentlich eine Schirner-Laudatio zu halten.
Mein lieber Mann, braucht der ein breites Kreuz!

KOMMENTAR VON Prof. Fritz Haase [@] | Hamburg | 29..2004 | 19:00 Uhr:
→ Die verlorene Ehre des ADC  
Werter Herr Neigenfind,
legen Sie Ihren Ärmelschoner in die Ecke. Hängen Sie Ihren Groll an den berühmten Nagel, der Stimulanz für diesen Club bedeutet. Unsere Branche war immer auch Zirkuswelt, immer Show-Biz, immer Jahrmarkt der Eitelkeiten. Eigenschaften, die äußerst kreativitätsfördernd wirken können.
Michael Schirner hat soviel in Bewegung gebracht, dass wir ihm die Ehrenmitgliedschaft gönnen sollten. Meine Hochschule in Bremen hat ihm dieses mit einer Honorarprofessur vergolten. Er konnte Studenten motivieren und begeistern. Er hatte die klugen und kreativen Köpfe um sich versammelt, die seine Gedanken kritisch hinterfragt haben. Er war nie Oberfläche. Und das sollten Sie wissen: Wenn er über seine Arbeit bei der GGK sprach, hat er immer WIR gesagt und nicht ICH.
Hören Sie auf, Sie haben genug Unruhe erzeugt. Danke Fred Baader und Wolfgang Behnken für den Ehrenmitgliedschaftsvorschlag, der demokratisch beschlossen wurde.
Danke Carlos Obers für die tolle Antwort.
"Zwölf Uhr mittags" ist vorbei.
Alles Pfanni?
Fritz HaaseDie obigen Zeilen sollten Sie schon am 14.01.04 erhalten; am gleichen Tag bat das ADC-Büro, keinerlei Korrespondenz zum Thema über die Büroadresse zu verbreiten. Da Sie aber keine Ruhe geben, hefte ich meine Meinung an Ihr Schwarzes Brett.

KOMMENTAR VON Arnfried Weiss [@] | Hamburg | 29..2004 | 16:31 Uhr:
→ Ist Ehrgeiz auch geil?  
Ich möchte daran erinnern, daß vor einiger Zeit von mehreren ADC-Mitgliedern der Vorschlag für eine Ehrenmitgliedschaft von Leni Riefenstahl gemacht wurde. Dieser ernstgemeinte Vorschlag hat für Unruhe im ADC und in den Medien gesorgt. Mir ist (bis jetzt) kein anderer Fall zum Thema Ehrenmitgliedschaft bekannt, der eine so heftige Reaktion ausgelöst hat. Wenn nun ein Michael Schirner der Leni Riefenstahl in puncto Unwürdigkeit den Rang streitig machen soll, so ist das allein auf die Initiative eines ziemlich ehrgeizigen Rulf Neigenfind zurückzuführen. Ich finde, das hat weder die Leni Riefenstahl verdient, noch der Michael Schirner.
Sind Sie eigentlich sicher, Herr Neigenfind, daß Sie ausreichend Genugtuung erfahren, sofern Sie es denn schaffen, den Michael Schirner als ADC-Ehrenmitglied zu demontieren? Oder was erwartet uns danach von Ihnen?
Lieber Michael, solltest Du diese Website beachten, möchte ich Dir bei der Gelegenheit herzlich zu Deiner Ehrenmitgliedschaft im ADC gratulieren. Ich hätte Dir diese Ehrung auch gern schon etwas früher gegönnt. So etwa in den Jahren zwischen Wolf Rogosky und Konstantin Jacobi.

KOMMENTAR VON Michael Preiswerk [@] | Stuttgart | 28..2004 | 19:45 Uhr:
→ Das Ehrenmitglied  

[→ Zum besseren Verständnis des Schlagabtausches sind die beiden Beiträge hier auf einer Extraseite zusammengefasst.]
Lieber Herr Neigenfind,
ganz herzlichen Dank für Ihre Unterhaltung in den letzten Wochen. Da nun allerdings die Argumente anfangen unsachlich zu werden und sich für viele ein Ermüdungsfaktor in Ihre Inszenierung einschleicht, will ich die Diskussion abkürzen und Ihrer quälenden Bitte nachkommen Ihre Anschuldigungen zu widerlegen:Die Legende "SchreIBMaschinen":
Unter den damaligen Entscheidern bei IBM waren auch einige erfahrene Hasen aus dem Vertrieb dabei und keiner hat aufgeschrien, keiner hat auf die zitierten Verkaufshandbücher oder Stankowsky Plakate gezeigt und Schirner als Ideen-Recycler nach Hause geschickt. Denn diese Idee war auch für die IBM neu.
Woher ich das weiß? Ich war dabei.
Für mich ein klarer Punkt für Schirner.Die Legende "Jägermeister":
Unbestritten. Jedermann weiß, dass die Jägermeister Kampagne von W.D. Rogosky stammt. Und auch schon existierte, bevor Schirner zur GGK kam. Als dann WDR GGK verließ, und Schirner alleiniger GF wurde, war es doch das normalste der Welt, dass er als GF für die Fortsetzung einer laufenden Kampagne verantwortlich wurde. Und mehr war da nicht.
Nur, dafür ist er auch nicht gewählt worden. Fred Baader hat diese Kampagne in seiner excellenten Rede bei der JHV nie im Zusammenhang mit Schirners Meriten erwähnt. Die Legende "Plakat Renaissance":
Ihre zitierten Plakate von Lürzer und Conrad waren ohne Zweifel große Klasse. Schirner jedoch hat mit der von ihm und Feico entwickelten Pfanni Kampagne nicht nur ADC Medaillien gewonnen (offensichtlich waren es damals schon keine Plagiate), sondern hat zur selben Zeit auch für ein damals nicht oder nur wenig beachtetes Medium 18/1 in einigen Artikelchen in der Fachpresse ein überzeugendes Plädoyer geschrieben. Media-Leute, erfreute Plakat-Pächter aber auch die Industrie fingen daraufhin an, über eine Renaissance des Plakates zu sprechen. Und daran kann beim besten Willen nichts verwehrfliches sein.
Also: noch ein Punkt für Schirner.Die Legende "erfolgreicher GGK Geschäftsführer":
Schirner ist nicht wegen seinen Erfolgen als GF von GGK gewählt worden. Auch Sie, lieber Herr Neigenfind, sind im ADC einzig Ihrer kreativen Leistung wegen und nicht deshalb, weil Sie damals die GGK Stuttgart als GF an die Wand gefahren haben.
Ein klarer Punkt für Schirner. Die Legende "Werbung ist Kunst":
Hier war Provokation die Idee. "Werbung ist Kunst" -- für ihn immer ein Zitat -- war ein vortreffliches Sprungbrett für seine bizarren Thesen. Er wollte die damalige Werbe- und Kundenszene provozieren. Nicht mit dem Satz, sondern mit dem daraus abgeleiteten Inhalt. Was ihm ja auch mit der (offensichtlich bis heute anhaltenden) kontrovers geführten Diskussion gelungen ist. Die Titelgestaltung im Warhol Stil wurde von Schirner bewusst gewählt, da -- wie wir alle wissen -- viele Werke von Warhol auch abgewandelte Zitate aus der Werbung sind.
Also noch ein Punkt für Schirner. Oder hatte er etwa Warhol kopiert?So, dann sind dann noch die vielen weiteren Kampagnen und Provokationen die für Schirners Wahl gepunktet haben. Aber die kennen wir ja alle. Und deshalb haben wir Michael Schirner zum Ehrenmitglied gewählt.
Und das ist auch gut so.Mit freundlichen Grüßen
Michael Preiswerk

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 28..2004 | 13:02 Uhr:
→ Die Stunde der Wahrheit...  
Die Unterstützer meines Antrags auf eine ausserordentliche Mitgliederversammlung mögen nun bitte vortreten. Mehr hier.

KOMMENTAR VON Bernd Kreutz [@] | Sektion | 27..2004 | 18:12 Uhr:
→ Schirner-Verteidigung  
Lieber Rulf "Gegenwind" Neigenfind,
zur Sache: Was Sie Herrn Schirner vorwerfen wird von niemandem bestritten, nicht einmal von ihm selbst. Auch wird niemand bestreiten können, dass Herr Schirner intelligenter, gebildeter, klüger, talentierter, kleverer, vielleicht aber auch egozentrischer, zynischer und rücksichtsloser ist, als die überwiegende Mehrheit der ADC-Mitglieder.
Es ist meines Erachtens unerheblich, ob Herr Schirner die eine oder andere Arbeit selbst gefertigt hat, die gemacht zu haben er für sich reklamiert oder deren Zuschreibung er zugelassen hat—Tatsache bleibt, dass diese Arbeiten ohne sein Zutun nie erschienen wären.
Tatsache ist auch, dass Herr Schirner einen stil- und verhaltensprägenden Einfluss auf die Rolle der Werbung in Deutschland, die Werbung selbst, die Werber und auf den ADC ausgeübt hat. Ein Einfluss, der bis heute fortwirkt.
Herr Schirner war in meinen Augen ein Visionär. Deshalb teilt er übrigens auch das Schicksal aller Visionäre—sie werden nicht mehr gebraucht, wenn ihre Visionen Wirklichkeit geworden sind. Das ist, nebenbei gesagt, vermutlich der Grund, weshalb wir von ihm schon so lange nichts mehr gesehen und gehört haben.
Schirner hat eine Entwicklung vorausgesehen und in seinem Tätigkeitsbereich antizipiert, die inzwischen für alle sichtbare Realität geworden ist: Große Teile unserer Gesellschaft sind gaga. Siehe auch die Debattenbeiträge in diesem Forum. Seine These, wonach eine Gesellschaft, die gaga ist, auch gaga angesprochen werden will, hat er beeindruckend konsequent umgesetzt:
• Er hat als erster die Werbung radikal von der Konvention befreit, in einem unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzenzusammenhang gesehen werden zu müssen.
• Er hat die Reduktion auf das Wesentliche (das Erfolgsrezept von Markenwerbung) abgelöst durch die Reduktion auf das Plakative (das Kennzeichen kreativer Werbung).
• Er hat die Produktion von Werbung beschleunigt (Montag erdacht, Dienstag gemacht, Mittwoch gelacht) und sie von prähistorischem professionellen Ballast wie zum Beispiel Produkt- und Marktkenntnis, Markt-, Meinungs-, Motiv- und Wirkungsforschung befreit. Und sie aufgrund dessen für einige Teilhaber am Produktionsprozess hochprofitabel gemacht.
• Er hat—unter anderem mit seiner Kultur des Duzens—den Prototyp eines Agenturgebildes mit sektenähnlichen Zügen geschaffen. Mit all ihren grotesken Folgeerscheinungen und Nebenwirkungen. Noch heute vor allem in den Kreativghettos von Hamburg und Berlin zu bestaunen.
• Er hat Werbung nicht ernst genommen und die Grundlagen dafür geschaffen, dass sie seitdem auch nicht mehr ernst genommen wird. Als Folge davon beobachten wir, dass in allen wichtigen Fragen von Marken- oder Kommunikationsstrategien heutzutage kaum noch ein seriöser Unternehmer eine Werbeagentur kontaktiert. Werbeleute sind—Schirner sei Dank—nur noch die Deppen für’s Kreative, damit die Berater von McKinsey, Boston Consulting oder Roland Berger sich die Finger nicht schmutzig machen müssen.
• Er hat den ADC gekonnter als alle vor ihm als Bühne der Selbstdarstellung mit hohem Aufmerksamkeits- und Unterhaltungswert genutzt.
Und nun wird der arme Herr Schirner die Geister, die er rief, nicht mehr los. Deshalb darf er nicht nur Ehrenmitglied des ADC werden. Nein, er muss es sogar. Ob er will oder nicht. Der ADC Deutschland wäre schließlich ohne Schirner nicht das, was er heute ist:

Weitgehend bedeutungslos.

Mit herzlichen Grüßen

Bernd Kreutz

P.S.: Um Missverständnisse auszuschließen: Ich mag den ADC. Schon alleine deshalb, weil ich in 24 ADC-Jahrbüchern mit über 50 Arbeiten vertreten bin. Und das, ohne ADC-Mitglied zu sein.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 26..2004 | 21:45 Uhr:
→ Wie das Ehrenmitglied den ADC verarschte...  
Hier Ausschnitte aus dem HORIZONT-Interview, in dem das Ehrenmitglied z.B. die Wahl von Ehrenmitgliedern für unnötig erklärte (und trotzdem dreimal Kandidat war) und die Juryergebnisse für korrumpiert (er nennt es «politisch»...). Bitte lesen.

KOMMENTAR VON Ulrike Lange [@] | Extern | 25..2004 | 16:24 Uhr:
→ blah, blah, blahblah, blah  
Lieber Rulf Neigenfind,
Sie kommen mir vor wie der Macher dieser so bezeichneten Reality-Show "Hilfe, ich bin ein Star, holt mich hier raus" oder dieser unsäglichen Talkshows wie "Rulf am Nachmittag", ach 'tschuldigung, das war ja die Vera.
Aber die Wirkung ist immer dieselbe: Anstatt den Fernseher auszuschalten und diese Sendung so wie Ihr "Schwarzes Brett" mit Missachtung zu strafen, weil überflüssig und doof, sind alle ganz geil darauf, in ihr Forum zu gelangen.
Ach ja, einmal wieder nach den allzu langen Jahren der Abstinenz ein Publikum zu haben, eine Öffentlichkeit. Wenn schon nicht auf der Bühne des ADC oder in den Fachmedien, dann wenigstens hier auf der Homepage von - Applaus, Applaus - Rulf Neigenfind. Na, wenn das mal nix ist.
Und wieder einmal zeigt Michael Schirner Ihnen und Ihren Studiogästen, wo der Hammer hängt. Er reagiert nicht, kein Sterbenswörtchen. Wahrscheinlich deshalb nicht, weil er mit seiner Zeit viel besseres anzufangen weiß: zum Beispiel ein tolles Buch zu lesen, Kunst zu betrachten, in die Oper zu gehen, das politische Geschehen zu verfolgen oder einfach nur gute Werbung zu machen oder zu klauen.
Wie schon gesagt: Da ich nie wieder auf diese doofe Seite schauen werde, brauchen Sie oder Ihr Ihnen dankbares Publikum keine Zeile an mich zu verschwenden. Adieu.
Ulrike Lange

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 25..2004 | 03:22 Uhr:
→ Der Vorstand lehnt ab  
Damit sich nicht das Missverständnis festsetzt, es ginge mir nur darum, das Ehrenmitglied 2003 mit der Wahrheit zu verunglimpfen, habe ich am 15. Januar dem ADC-Vorstand das konstruktive Element dieser Initiative vorab zur Kenntnis gegeben. Wie könnten und sollten Ehrenmitglied und Kunde des Jahres künftig bestimmt werden, damit solche Miss-Wahlen nicht wieder vorkommen? Das wurde dann auf der Vorstandssitzung vom 20. Januar diskutiert. "Machen Sie daraus, was Sie wollen...," schrieb ich. Sie haben nichts daraus gemacht.
Hier Vorschlag und Reaktion in aller Ausführlichkeit.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 24..2004 | 21:29 Uhr:
→ Helmut Newton ist tot  
Traurige Nachricht: unser Ehrenmitglied Helmut Newton ist gestern im 83. Lebenjahr bei einem Autounfall in Los Angeles ums Leben gekommen. Er ist eines der Ehrenmitglieder des ADC, auf das wir, jung oder alt, alle stolz sein können. Gedenken wir seiner.
Mehr hier in SPIEGEL online.

KOMMENTAR VON Matthias Kindler [@] | München | 24..2004 | 20:33 Uhr:
→ zurück zur werbung  
so schreibt der gute hp albrecht doch immer in seinen unterhaltsamen mails. ich erlaube mir zu "zitieren" und vorzuschlagen, dass wir es auch so halten.
obwohl diese wunderbare und lehrreiche seite für einige von uns mittlerweile die tägliche titanic lektüre ersetzt, müsste es jetzt mal in der sache voran gehen. rulf hat hier etwas losgetreten. wenn das so stimmt, dann sollte schirner meiner meinung nach nicht ehrenmitglied werden. sollten die anschuldigungen allerdings nicht zutreffen, hat meister neigenfind ein ernsthaftes problem.
also, wo bleibt die diskussion über die (sehr) konkreten vorwürfe. wer kann sie bestätigen, wer sie widerlegen ? polemik allein bringt uns in dieser frage wohl nicht mehr weiter. also, old guns, knoblauch pillen einwerfen, erinnerungen aktivieren und all uns "jungen nichtsnutzen" erzählen wie es damals wirklich war. muss doch noch einer leben der auch mit dabei war, oder ;-) ?
und dann muss jeder von uns entscheiden, ob er zu den 41 gehören will, die eine extra-ordinäre hv beantragen. damit wir anschleißend zurück zur werbung können. so oder so.

KOMMENTAR VON Diesmar [@] | Ausland | 24..2004 | 20:33 Uhr:
→ Schlechtes Rating für Schirner und ADC  
Dass nicht mehr Abwähler auftauchen, hat ganz plausible Gründe, wie mir der Planner meiner früheren Agentur zuraunt:
Schirner ist megaout.
Und welches ADC-Mitglied riskiert schlechte Stimmung für seine eigenen Arbeiten beim nächsten Wettbewerb wegen einer Stellungnahme pro oder contra jemand, der megaout ist.
Ausserdem ist man nicht sicher, ob man diese Website peinlich oder lustig finden darf.
Ist halt auch verdammt schwierig, prominent für guten Geschmack zu sein.
Neigenfind hat übersehen, dass man in einer Buddy-Zielgruppe wie dem ADC nur mit einer Buddy-Kampagne zum Ziel kommt.

KOMMENTAR VON Werner Holzwarth [@] | Frankfurt | 24..2004 | 14:21 Uhr:
→ herr schirner  
...wenn er nach dieser diskussion immer noch meint, er hätte es wirklich verdient ehrenmitglied zu sein, soll er's doch werden. interessiert doch sowieso fast keinen (zumindest nicht die jungen. die studenten hier in weimar z.b. kennen alle adc-bücher, lieben gute werbung, aber scheren sich einen dreck um ehrenmitglieder o.ä.). vorschlag: da der adc in geldnot ist (s. rundmail von h. albrecht) lasst doch einfach jeden, der will, ehrenmitglied werden - für 5000 â?¬.


KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 24..2004 | 02:33 Uhr:
→ Lasst den Till Hohmann jetzt mal in Ruhe...  
Der Mann hat seine verdiente Abreibung gekriegt, nicht zuletzt von mir selbst. Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. So schockierend seine Ansichten auch sein mögen, es geht auf dieser Website nicht um den Herrn Hohmann, sondern um das Ehrenmitglied 2003 und, par extension, um das Selbstverständnis unseres Vereins. Gibt es denn zu all dem nichts mehr zu sagen? Würde mich wundern. Und enttäuschen.
R.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Extern | 23..2004 | 24:04 Uhr:
→ Fragen  
Zunächst eins vorab: ich bin kein ADC Mitglied. Wer sich also lieber gleich angewidert abwenden möchte, dem sei hiermit die Chance gegeben. Allerdings bin ich Mitglied in Schweden. Das ist dieses unbedeutende Eiland ganz oben im Norden, wo es im Winter immer so lange dunkel ist. Trotzdem denke ich, dass ich in Deutschland nicht ganz unbekannt bin und so erlaube ich mir, frech wie ich bin, mich kurz einzumischen, denn was ich hier lesen muß amüsiert mich nicht, es macht mir Angst. Ich bin jetzt schon 38 Jahre alt und weiß gar nicht mehr weiter. Bin ich jetzt alt und gehöre zu den "Old Guns"? Oder bin ich noch jung, immer noch ein "Young Gun"? Klingelt womöglich gleich die Kriminalpolizei an meiner Tür, die mich wegen freier Meinungsäußerung verhaften will? Werde ich womöglich wegen Hochverrat an die Wand gestellt und erschossen? Ich bin total verwirrt.
Da macht sich jemand die Mühe und betreibt eine wunderbare Webseite, in der wahnsinnig viel Arbeit steckt. Sehr löblich, will man meinen. Damit möchte er seine Meinung zum Ausdruck bringen und andere davon überzeugen. Gut, Marx hat auch so angefangen oder Mao, aber denen hat man wenigstens noch zugehört. Jemand macht was, das scheint an sich schon strafbar zu sein, denn ihm wird direkt mit juristischen Schritten gedroht, wobei ich mich wirklich frage, welcher Jurist dahinter überhaupt einen Fall erkennen mag.
Sollte man sich statt dessen nicht einfach fragen, ob an der Sache was dran ist und sie diskutieren? Gerade der Vorstand eines solchen Vereins sollte doch eine vermittelnde Rolle spielen und die Anliegen seiner Mitglieder ernst nehmen.
Ich kenne Michael Schirner nicht persönlich, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob er Opfer ist oder Täter, aber wenn er Täter ist, dann doch höchstens ein Eierdieb, denn ich werde den Verdacht nicht los, dass ihr Euch und alles was ihr tut viel zu wichtig nehmt. Denkt doch an die vielen Geschichten, die uns immer so viel Freude machen! Gerüchte, die irgend jemand beim Essen in der "Brücke" in die Brotrinde ritzt und die dann in Windeseile durch die Agenturen gehen. Wieviel Freude hat uns das schon gemacht. Viele langweilige Tage hat man damit rumgekriegt. Der eine soll drogensüchtig sein, der andere pädophil, dieser fasst im Suff Praktikantinnen an den Arsch, jener verprügelt seine Kunden, wenn sie seine Ideen nicht mögen.
Und Schirner? Der hat die tollsten Geschichten zu bieten. Heiratet seine brasilianische Putzfrau, geht regelmäßig ins Bordell und lässt sich von der Domina verhauen, die kurze Zeit später in der Agentur am Empfang sitzt. Toll! Keine Ahnung ob das stimmt, denn wie gesagt, ich kenne ihn ja gar nicht. Aber ändert das was? Über mich habe ich auch schon tolle Geschichten gehört, aber wenn ich anderen eine Freude damit machen kann, bitteschön. Ich soll übrigens mal während einer Präsentation die Hose runtergelassen und meinem Kunden den nackten Hintern gezeigt haben. Ich wünschte, das wäre wahr, aber ich fürchte, ich muß euch enttäuschen. Den Mut hätte ich nicht. Aber auf jeden Fall ist es eine tolle Geschichte.

Dass ich deshalb den Posten des Kreativchefs aufgeben musste, ist ärgerlich, aber heute bin ich froh. Sonst wär´ich nämlich nie nach Schweden gekommen, wo man meine Arbeit schätzt und ich sehr häufig mit älteren Herren, "Old Guns", an tollen Kampagnen arbeiten darf. Schaue ich mir unser schwedisches ADC Buch an und vergleiche es mit diesem Telefonbuch von Mexiko City, wie es in Deutschland in den Regalen steht, dann kann ich mir einen kleinen Rülpser nicht verkneifen. Was mich aber am meisten ärgert ist diese Diskussion zwischen jung und alt. Anscheinend haben die Alten Angst vor den Jungen und umgekehrt. Eine ideale Mannschaft besteht aus Jungen und Alten, da mischt sich Erfahrung mit Naivität, Radikalität mit Besonnenheit, Leichtsinn mit Weitsicht. Eine Mischung, die wirklich gute Kreation erst möglich macht. Goodby, Silverstein & Partners sind in Amerika gerade Agentur des Jahres geworden. Sieht man sich die Topkreativen dort an, muß der deutsche Werber zwangsläufig ans Altenheim denken. Kein einziges blondes oder schwarzes Haar auf den Köpfen, alles grau!
Mein Fazit: ob Schirner Ehrenmitglied wird oder nicht ändert nichts. Ihr müsst aufhören, den ADC zur Befriedigung eures Egos zu benutzen. Ihr glaubt ihr seid Stars und die alljährliche Preisverleihung ist die einzige Bühne auf der ihr euch kurz wie solche fühlen dürft. Ihr macht aus dem Nagel einen Oscar und liegt in der Nacht nach der Verleihung mit einer Latte im Hotelbett, weil euch Menschen zugejubelt haben. Aber seht mal genau hin. Das sind keine Fans die dort sitzen, sondern Leidensgenossen. Das wird nie live bei RTL übertragen, auch wenn ihr es euch noch so sehr wünscht! Fangt einfach mal an, gute Werbung zu machen, damit man euch international ernst nehmen kann.
Und Rulf. Ich kenne Dich zwar nicht, aber ich hoffe, Dich irgendwann kennen zu lernen. Wer so was auf die Beine stellt, verdient meinen uneingeschränkten Respekt.

KOMMENTAR VON DON CAMILLO [@] | Ausland | 23..2004 | 16:51 Uhr:
→ Hosianna!  

Das intellektuelle Niveau einiger Beiträge erinnert schmerzhaft an die Tatsache, dass der liebe Gott seine Gaben auch unter den ADC-Mitgliedern sehr ungleich verteilt hat. Man möchte permanent vom Glauben abfallen!
Der wiederholt ausgesprochene Vorwurf, eine Diskussion um die Meriten von Michael Schirner würde dem Ansehen des ADC schaden, verblasst neben dem geistigen Gehalt einiger hier getätigter Beiträge (als Absender signieren ADC-Mitglieder).
Das Ansehen des ADC? Wer erklärt mir bitte den Unterschied dazu, wenn ein einzelnes Mitglied auf der JHV 2003 anlässlich der Wahl zum KUNDEN DES JAHRES nicht mit dem Ergebnis einverstanden ist und vor versammelter Mannschaft so lauthals gegen das Plebiszit opponiert, dass sich die gesamte Fachpresse darauf stürzt?
Dokumentieren wir etwa damit in der Öffentlichkeit unsere Integrität und Souveränität? Sachlich vorgebrachte Argumente gegen die hier versammelten Dossiers gab es bisher kaum - diese würden dem Ansehen jedoch ganz sicher nicht schaden. Einen gesegeten Tag!
Don Camillo

KOMMENTAR VON Till Hohmann [@] | Hamburg | 22..2004 | 19:36 Uhr:
→ Nestbeschmutzer  
[→ DIESES E-MAIL WURDE VON RULF ANS SCHWARZE BRETT GENAGELT]Sehr geehrter Herr Neigenfind,
ich fordere Sie hiermit eindringlich auf, mich in Zukunft nicht wieder in der Sache "Schirner" via Mail zu kontaktieren. Sollten Sie dieser Forderung keine Folge leisten, werde ich rechtliche Schritte einleiten.Zur Sache möchte ich nur Folgendes sagen:1. Was auch immer wahr oder unwahr ist, was auch immer richtig oder falsch sein mag, es kann und darf nicht sein, dass Sie als Schwarzer Ritter des ADC diese Kampagne in aller Öffentlichkeit austragen, anstatt zunächst im Rahmen des Clubs hinter verschlossenen Türen mit den Mitgliedern zu sprechen. Wo waren Sie bei der Hauptversammlung? Ich war dort und habe Sie nicht gesehen und nichts von Ihnen gehört. Ein Verein hat Regeln und bestimmte Gremien Beschlusskraft. Wer nicht kommt, hat Pech. Auch für mich und zahlreiche andere Kollegen gibt es schönere Dinge, als zu einer Hauptversammlung nach Berlin zu fahren - dennoch: es gehört dazu.2. Sind Sie sich darüber im Klaren, dass der ADC eigentlich das Aushängeschild der Kreativen Deutschlands ist, sein sollte, sein kann? Er repräsentiert ein eigenartiges Gewerbe und kann diesem helfen, in Gesellschaft, Presse, Industrie mehr Gewicht zu erlangen. Als Interessenvertretung derer, die die Zukunft denken und gestalten. Dazu passt jedoch kaum, dass wir uns wie bessere Taubenzüchter verhalten. Ihr Verhalten zähle ich dazu. Ihre Vorwürfe mögen stimmen. Jedoch geht es nicht, dass Sie durch ihr Nachtreten das Ansehen des ADC schädigen. Sind Sie sich der Tatsache bewusst, dass kindliches Verhalten gerade nicht das Gewicht des ADC in der Öffentlichkeit stärkt? Aktionen wie die Ihre führen dazu, dass der Verein bald im Grunde überhaupt keine Preise, Ehrenmitgliedschaften usw verleihen muss - weil es schlechterdings niemanden mehr interessieren wird, solange wir uns wie ein Kindergarten aufführen.3. Ihre Kampagne und die dreiste Verfremdung der ADC Seite zur Darstellung Ihrer ganz persönlichen Meinung diskreditiert den ADC. SIE repräsentieren nicht mich und meine Meinung als ADC Mitglied, allerdings tun sie allein schon durch die Nutzung des ADC Erscheinungsbildes so. Mit freundlichen Grüßen,
Till Hohmann

KOMMENTAR VON [@] | Sektion | 22..2004 | 14:01 Uhr:
→ Ganz grosses Kino  
Hallo Rulf,
unbekannterweise schreibe ich dir, um mich für die wundervoll geschriebene und verpackte Kritik an der ADC/Schirner-Posse zu bedanken. Ich arbeite nicht in der Branche, betrachte aber seit einiger Zeit aufgrund früherer Jobs mit Interesse wie ein ADC mehr und mehr zu einer Selbstbelobigungsmühle wird.
Manchmal frage ich mich wirklich, ob einige Herren nicht massive Rückenprobleme bekommen, wenn unter der Matratze so ein dickes Annual mit lauter verklebten Seiten liegt. Selbst wenn man deine Seite unter dem Aspekt "Meinung" als relativ einseitig einstuft ist sie allermindestens ein Indiz für die aberwitzigen Verhältnisse.
Mancher mag meinen man sollte all das als nicht so wichtig betrachten, aber allein für einen relativ unverstellten Blick (und den Unterhaltungwert für Außenstehende) lohnt es sich. Ich bewundere deinen Sportsgeist in dieser Angelegenheit.Für die vielen Minuten ganz großen Kinos beim lesen:
Danke!
Weitermachen!
Gruß aus Berlin,

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 23..2004 | 11:35 Uhr:
→ Besucherbilanz der ersten 14 Tage  
Zweitausendfünfhunderteinundachtzigmal Dankeschön für Ihren Besuch und die bis heute 119 Postings:





KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Extern | 23..2004 | 11:07 Uhr:
→ ADZäh, die II.  
Lieber ADC,
(lieber Rulf Neigenfind),
Zufall? Oder sollte mein Beitrag (#32) doch ein klein wenig mit-bewegt haben?? Egal - jedenfalls kommt doch 2 Tage später reichlich Leben in die Bude: das gewünschte Szenario findet endlich statt. Die Abteilung Text hat verschärft die Zunge gewetzt, aus der Gestalterecke fliegen die ersten Farbbeutel. Die Jungen wollen den Alten die Krücken klauen und kriegen dafür damit ordentlich eins übergebraten.
To piss or to be pissed. Vielen Dank soweit dafür.
ABER - was ist mit Rulf Neigenfind´s eigentlichem Anliegen? Soll nun M.S. Ehrenmitglied bereits vor Stapellauf laut/leise blubbernd versenkt werden?
Thema verfehlt? Bis dato kaum ein klares Statement, wie etwa: er soll, er soll nicht. Ja. Nein. Warum (die einzig bisher eingreifende Frau (meine Herren!!!), Brigitte Richter, mal ausgenommen - Chapeau, Madame).
Da kann sich ja mancher Regierungs-/Parteiensprecher noch eine ordentliche Sch(r)eibe davon abschneiden.
Wenn ihr euch also genug gegenseitig angepinkelt habt, sollte die gut durchgefeuchtete Hose doch bitte mal heruntergelassen werden. Das hilft.
Mit aussen-seitig, gespannten Grüssen
Ihr Fritz Reuter

KOMMENTAR VON Christian Seifert [@] | Frankfurt | 23..2004 | 03:30 Uhr:
→ Stofftiere  
Get lekker knuffels at Amsterdam.

KOMMENTAR VON brigitte richter [@] | Ausland | 23..2004 | 02:40 Uhr:
→ schirner  
michael ist perfekt
eure kommentare zu lang+(weilig)

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 22..2004 | 23:37 Uhr:
→ 14 Tage Schwarzes Brett.  
Zeit für ein bescheidenes Resümee.
Kein einziges, stichhaltiges Argument von Seiten der Website-Gegner/Wahl-Befürworter.

Stattdessen:
1 Eigenantrag zur Aufnahme in die Bestenliste.
1 pathologische Diagnose in Richtung Neigenfind.
1 Freifahrtschein fürs Ideenklauen.
1 tolpatschiges Bewerbungsschreiben.
1 Mit-freundlichen-Grüßen-Klageandrohung.
1 präpubertärer Schwanzvergleich: S. hat einen längeren (Medaillenspiegel) als N.Reschpekt, meine Herrn!

KOMMENTAR VON Paul Apostolou [@] | Hamburg | 22..2004 | 18:35 Uhr:
→ Welch ein hervorragend konstruktiver Beitrag.  
Meine Nominierung für den Daily-Forum-Troll Award des Tages 22.01.2004 geht an:
Jürgen Mandel.
Für einen absolut überflüssigen und sinnlosen Kommentar.

KOMMENTAR VON Christian Seifert [@] | Frankfurt | 22..2004 | 16:19 Uhr:
→ Calvin & Hobbes  
Ich kenne Herrn Schirner nicht. Ich weiss nicht, was er geklaut hat und was nicht.
Ich bin Jahrgang 68, seit 9 Jahren in der Werbung und seit 3 Jahren Mitglied des ADC. Mich persönlich hat eine Jägermeister-Kampagne nicht beeinflusst.
Es war Chaplin, Riefenstahl, Coke, Nike, meine Mutter, Herr Kurzenberger (Kunstlehrer in der 8ten Klasse), S&J, JvM, Otfried Preußler, Calvin & Hobbbes, Gary Larson...
Für mich als "young gun" ist es schwer zu beurteilen, welcher Schuss der "old guns" ein guter war. Wir "Handyjunkies" reden anders, denken anders, sehen die Dinge anders. Unsere Werbung ist eine andere.
Ich selbst habe 6 Jahre auf IBM gearbeitet und mir die "schreIBMaschine" oft genug als Beispiel vor das Gesicht gehalten. Es ist allerdings das einzige Exemplar aus den "goldenen Jahren der Werbung", das mich wirklich begeistert hat.
Grandios, wer auch immer sie gemacht hat!!!ps: Ich bin "noch" Freelancer aber wieder gewillt in das Angestellenverhältnis zu gehen. Angebote bitte an obige mailadresse (das ist ernst gemeint). www.soap1000.com

KOMMENTAR VON Paul Apostolou [@] | Hamburg | 22..2004 | 15:08 Uhr:
→ Freiwilliger Rücktritt.  
Vielleicht wäre es von Herrn Schirner eine anständige Reaktion, wenn er freiwillig zurück tritt. Allerdings nur, wenn die Anschuldigungen, die auf dieser Website angesprochen werden, auch stimmen.
Allen, die dieses Forum nur nutzen um andere mit Dreck zu bewerfen, kann ich sagen: geht woanders hin und spielt dort den Forum-Troll. Oder baut euch eine eigene Website.

KOMMENTAR VON Roger Lange [@] | Sektion | 22..2004 | 02:01 Uhr:
→ Salieri versus Mozart?  
Bis gestern kannte ich keinen Rulf Neigenfind. Da mich die Geschichte hier—oder sagen wir lieber, ihre vielen bis heute geschriebenen Kapitel—aber schon neugierig gemacht hat, habe ich nachgeschlagen. Zuerst im "Schwarzbuch" der GGK Düsseldorf. Fehlanzeige. Dann in den alten ADC-Jahrbüchern, die mir Reinhold Scheer Mitte der 80er zum Lesen und Lernen gegeben hatte. Nun weiß ich, dass es zumindest 1978/79 eine GGK Stuttgart gab und dort einen CD Rulf Neigenfind. Und ich weiß jetzt auch, was die Anspielung auf den Medaillenspiegel in diesem Forum bedeuten soll. So weit, so gut.
Vor diesem Hintergrund wird für mich aber auch klar, weshalb diese Internetseite überhaupt geschaffen wurde. Sie soll gar nicht verleumden. Sie will auch gar nicht die Arbeiten von Michael Schirner bzw. die durch ihn angeregten oder abgesegneten Arbeiten verunglimpfen. Nein. Sie soll vielmehr dafür sorgen, dass der ADC bei seiner nächsten Preisverleihung guten Gewissens einen Grand Prix vergeben kann, ohne dass gleich jemand aufspringt und "Plagiat, Plagiat" schreit.
Und ich hoffe sehr, dass die Jury auch so handelt. Denn sonst hätte ich als Außenstehender schon das Gefühl, dass hier ein Salieri versucht, einem Mozart ans Bein zu pinkeln.

KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Extern | 20..2004 | 20:21 Uhr:
→ ADZäh  
Lieber Rulf Neigenfind,(lieber ADC),
da denkt man sich als Aussenstehender: GOTTseidank, gerade noch rechtzeitiger Ersatz für Harald Schmidt — allabendlich garantiertes Vergnügen, wie sich´s die Creme de la Creation geben wird: Soll ER´s werden oder soll ER´s nicht? Hitziges Wort-Brechen unserer 1. Texter-Garde, oppulente Schlachtengemälde entfesselter Pinsel-
swinger, die Pros auf die Contras—Hauen und Stechen pur.
Und was haben wir bis dato (20.01.04)?
31 Beiträge innert 13 Tagen von einem Grüppchen offensichtlich Aufrechter (die aber eh´ immer schreiben - weil sie´s halt können), und der Rest scheint zu SCHWEIGEN.
Da stellt sich einer mal auf seine Hinterhufe und von sagenwirmal ca. 350 eingetragenen Mitgliedern der Königsklasse üben sich schätzenwirmal 92,5% im Weggucken (bzw. eher Aussitzen).
Pantalons mortes - pour les Parisiens.
He, ADC!!! - Zeig´s mir: Lebst du noch oder riechst du schon?
Sag zu dir: Let me entertain you!
Keine Angst - ich werde nicht glauben: Da hat einer gerade nix zu tun, wenn er Zeit hat, sich eine Meinung zum Thema rauszusaugen.
Zeig mir, Daß du ein "Mumm"-Club bist. Im Moment sieht´s eher "Memm" aus. So macht´s auch nix, nicht einer der Euren zu sein. Da würd´ ich mir schon schon eher viel Mühe für Jürgen Mandel´s SDC-Pläne verordnen.
Im Angedenken fröhlicher GGK Stuttgart-Zeiten
Herzlichst aus daselbst
Fritz Reuter

KOMMENTAR VON Jürgen Mandel [@] | Berlin | 17..2004 | 18:20 Uhr:
→ Schirner/ADC  
Lieber Rulf Neigenfind,
es ist Samstag, Pause im täglichen Kampf gegen die Beliebigkeit, Zeit auf Deine Aktion zu reagieren. Als alter GGK Kollege, der zehn Jahre für Pauls Rente geschuftet hat (GGK Basel/GGK Düseldorf). Mit großem Vergnügen habe ich Deine Seite gelesen. Es gibt doch noch Texter, die schreiben können. Nun zu den Fakten.

Man kann Michael Schirner viel vorwerfen, aber ganz sicher nicht, dass er die GGK vernichtet hat. Das hat ganz allein der Paul zu verantworten. Spätestens mit der Ernennung der Sprechblase Lutz Grüttke zum Europachef hat er der Agentur endgültig den Garaus gemacht.
Schirner hat sich unzweifelhaft des öfteren mit den Lorbeeren seiner/anderer Leute geschmückt. Aber er hatte auch die eine oder andere gute Idee. Und natürlich ist oder war er ein großer Selbstdarsteller.
Damit repräsentiert er aber doch ganz gut den Club. Der Club besteht doch zum großen Teil aus Selbstdarstellern. Egomanen, die den Club als Küche für ihr eigenes Süppchen missbrauchen.
Ich frage mich, ob es überhaupt noch eine Ehre ist, Mitglied in diesem Club zu sein. Wenn ich zum Beispiel an die Berliner Sektionssitzungen denke. Da gibt es Gänseessen mit Gattinnen, Grillen im Tierpark, Bootstouren auf der Havel, Juleclub und Gedichteaufsagen. Wo endet das? Im Pärchenclub?
Dann das alljährliche Medaillengeschachere mit den immer gleichen Resultaten. Die Schwammdrüberpolitik bei den Plagiaten. Im Zweifel erfindet man einfach einen neuen Begriff. Nennt es nicht mehr Plagiat, sondern Zitat. Und schon sind alle glücklich. Oder das Buch, das sich neuerdings wichtiger nimmt, als sein Inhalt und bald so dick sein wird, dass es nur noch mit dem Tieflader ausgeliefert werden kann. Oder die Beliebigkeit bei der Aufnahme von neuen Mitgliedern.
Lieber Michael Schirner, möchtest Du im Ernst in diesem Club, den Du ja auch schon mal auflösen wolltest, Ehrenmitglied werden?
Lieber Rulf Neigenfind, diesen Club wirst Du nicht mehr ändern.
Laß uns lieber einen neuen gründen. Du wirst Präsident und Hanspi Weiss wird Kassenwart. Wir nehmen nur Leute auf, die mindestens fünf Jahre lang bewiesen haben, dass sie exzellent schreiben, gestalten, fotografieren, komponieren können. Kreative Macher und keine Verwalter oder Verweser. Jurieren darf auch nur, wer noch jeden Tag am Band steht. Paul muß die Juries leiten. Wir geben jedes Jahr ein kleines, feines Buch heraus. Gestaltet von Helmut Rottke. Oder Gert Hiepler. Es gibt keine Ehrenmitglieder. Die Mitgliedschaft ist Ehre genug. Den Schirner nehmen wir auf, wenn er mal wieder selbst eine tolle Kampagne gemacht hat. Und die Werbung für den neuen Club lassen wir von Andre Kemper machen. Der macht das kostenlos. Was meinst Du dazu?Grüße aus der Hauptstadt
Jürgen Mandel

KOMMENTAR VON Berthold Brecht [@] | Extern | 17..2004 | 15:36 Uhr:
→ ..die Wahrheit  
WENN DIE WAHRHEIT ZUR VERTEIDIGUNG ZU SCHWACH IST,
MUSS SIE ZUM ANGRIFF ÜBERGEHEN.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 16..2004 | 19:22 Uhr:
→ Endlich: Das T-Shirt zur Website  
Diese Online-Kampagne litt bis jetzt sehr darunter, dass sie noch nicht vom obligatorischen T-Shirt bekleidet war. Das ist jetzt vorbei, und wir können unsere Blössen bedecken.
Siehe auf dieser Seite oben links.
Dank & Gruss,
Der Pariser.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 16..2004 | 10:21 Uhr:
→ Ich liebe diese Website!!!  
Wir Werber sind ein armselig Volk. Wir tapezieren schöne Städte mit Plakaten, stopfen unverlangt Briefe in die Postkästen. Wir unterbrechen gute Artikel mit Anzeigen und spannende Filme mit Spots. Keiner da draußen schätzt unsere Arbeit. Keiner liebt uns für das, was wir tun. Keiner lobt uns. Also gründen wir Vereine und loben uns selbst. Das erinnert mich an Karl-Heinz Zohner. Der saß 1969—wir waren in der Dritten—zwei Reihen vor mir und hat sich seine Fleißkärtchen selber gebastelt, weil er von der Lehrerin keine bekommen hat. Genau das sind wir: Kleine Jungs in kurzen Hosen, die ihre Fleißkärtchen selber machen müssen. Selten, viel zu selten taucht einer auf und pinkelt uns richtig ans Bein. Dafür, lieber Rulf Neigenfind, tausend tausend Dank und eine tiefe Verbeugung vor Ihrer spitzen Feder. Wie man einen selbst ernannten Werbepapst dermaßen demontieren kann, dass er nicht mal mehr in den Ministrantenkittel passt—das hat schon echte Klasse.

KOMMENTAR VON Ulrich Küper-Wallbaum [@] | Extern | 15..2004 | 24:48 Uhr:
→ ... Gott hab sie selig.  
Wie gerne würde ich mit Manfred Dittrich über dieses Thema reden.
Ich hör ihn aus dem Himmel schallend lachen!

KOMMENTAR VON troll [@] | Extern | 15..2004 | 23:56 Uhr:
→ Dumme Frage  
Wenn sich einer so benommen hat, wie das hier steht, heißt die Frage doch nicht, wieso haben sie den zum Ehrenmitglied gewählt? Die Frage heißt, wieso ist der überhaupt noch Mitglied im ADC? In jedem Kleingärtnerverein, der was auf sich hält, hätte schon die Hälfte für einen Ausschluß gereicht.
Der Troll

KOMMENTAR VON Alan Smithee [@] | Ausland | 14..2004 | 15:08 Uhr:
→ N.H.S.R.S.: SUCHE PARTNER FßR AGENTURGRßNDUNG  
Zur Gründung einer neuen ganzheitlichen Werbeagentur suche ich noch einige Führungskräfte für Kreation, Beratung und Empfang. Bitte melden Sie sich über dieses ForumAlan Smithee
Chairman N.H.S.R.S.
National Hero Support Return Services

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 13..2004 | 24:13 Uhr:
→ NGGK—Schon mal was davon gehört?  
Da soll neulich anscheinend ein von mehreren Agenturen abgelegter Knallkörper auf die Idee gekommen sein, in Hamburg eine ‘NGGK‘ zu gründen, was zwar ‘Neue Gesellschaft für ganzheitliche Kommunikation’ heissen, aber ‘Neue GGK‘ meinen soll. ‘Beiratsvorsitzender’, wiederhole: ‘Beiratsvorsitzender’ der Agentur ist niemand anderes als das Ehrenmitglied. Lass’ dir eine Peinlichkeit einfallen, und das Ehrenmitglied begeht sie. Natürlich nicht als gewöhnlicher ‘Beirat’, sondern wenn schon, denn schon als ‘Beiratsvorsitzender’. Was jemand etwas über diese Schmiere? Und wer ist Herr Bohlen? Vielleicht auch ein Kandidat für die Ehrenmitgliedschaft? Wir in Paris kriegen ja nie was mit.
Salut, --Rulf

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 13..2004 | 23:31 Uhr:
→ die ggk düsseldorf, gott hab’ sie selig.  
neigenfind versus schirner. die wahrheit gilt´s abzufragen bei:fred baader
wolfgang behnken
joachim beutler
manfred dittrich
franz brauer
jörg bruchmanntheophil butz
rené chlose
arndt dallmannfeico derschow
manfred dittrich
joseph emonts-pohl
fredrika gers
gerald heinemann
klaus hesse
jürgen heymen
konstantin jacoby
werner knopf
detled krüger
mike krüll

robert kuhn
ivica maksimowic
jürgen mandel
diethardt nagel

beat nägeli
holger nicolai
carlos obers
manfred ohling
jürgen pilger
michael preiswerk
christine de rooy
helmut rottke
reinhold scheer
helmut sendlmeier
reinhard siemes
dörthe spengler-ahrens
gabriele strijewski
hermann vaske
reinhold weber
arnfried weiss
juia weiss
konrad wenzel
paul würschmidt
meines wissens alle adc-kolleginnen und kollegen. wie seht ihr denn die ganze chose? nur mal so zur wahrheitsfindung. ich bin im stande der unschuld und will mir ein bild machen.
herzlich, dietmar hennekaps. was kann ich dafür , dass ich in stuttgart hocke und weiss, dass es mal eine ggk stuttgart gab.

KOMMENTAR VON Reinhard Siemes [@] | Sektion | 13..2004 | 21:29 Uhr:
→ Danke an Rulf  
Lieber Rulf, wiewohl Dein Betrag in der Sache daneben ist, gebührt Dir Dank. Gerade noch waren wir auf Turners Betreiben auf dem besten Weg, ein zweiter Effie-Verein zu werden, und jetzt dampft endlich wieder der kreative Misthaufen - ohne marketingmäßiges Styling. Unter diesen Umständen bedaure ich vorübergehend, dass ich ausgetreten bin.Bussi nach Paris.

KOMMENTAR VON Jan H. Geschke [@] | Berlin | 13..2004 | 15:16 Uhr:
→ entartons les pompeux cornichons  
Ich finde es ganz großartig, daß wir immerhin auf diesem Sektor internationales Format erreichen. Hat doch z.B. Howard Gossage, einer von Texters Seelenheiligen, in Wahrheit zwar über seine Texte geschrieben, aber mitnichten seine Texte. Die waren nämlich von Rosenbaum (oder war es Mandelzweig?), hab gerade das alte Annual verlegt, stimmt aber trotzdem, kümmert nur keinen.
Noch besser finde ich, daß wir mit dem Diskussionstopos "Ist Rolls-Royce-Fahren Kunst?" zu den Kernproblemen unserer werblichen Existenz (oder muß das inzwischen Effizienz heißen?) vordringen.
Und absolut fabelhaft finde ich, daß es endlich ein ADC-Forum gibt, das diesen Namen verdient. Bzw. verdient hätte.
Für all das einen lieben Gruß in die Hauptstadt
des Lichts! Unabhängig von Urheberschaftsfragen.

KOMMENTAR VON Urs Eberhardt [@] | Extern | 13..2004 | 14:28 Uhr:
→ Roman  
Lieber Herr Neigenfind, ich teile Rolf Homanns Verwunderung, dass man Werbung und den ADC so ernst nehmen kann und Reinhard Siemes Sicht Ihrer Waffel. Trotzdem Dankeschön für die schöne Website, indirekt auch an einen sogenannten Kriminellen. Und zwar darum: Hinter der Frage, ob so einer Ehrenmitglied Ihres Vereins ist (das spiegelt letztlich nur die Realität der Truppe), schlummern anscheinend spannende Stichworte (Beschiss, Korruption, "Ohrenzeugen!‘, private Kreide, Rolls-Royce, Daimler-Benz, Sumpf, Abzocken, Berlin, Diepgen, Grüttke, Olympia, Telekommunikationsszene......ahhhh, ohhhh, uuhhh, bestimmt auch Weiber, weitere Prominenz, etc.), könnte also nicht jemand diese Story mal sauber recherchieren und dann Martin Suter, der zum Umfeld sowohl die richtige Nähe wie Distanz hat und tolle Bücher schreibt, daraus was Feines, Spannendes für meinen Nachttisch machen? Paul wirds überleben.Gruss vom Urs EberhardtPS. Zum Vorwurf es sei eine sehr deutsche Website. Jawoll! Ich komme mit diesen Ralfs, Rolfs, Rulfs dauernd durcheinander.

KOMMENTAR VON DER ANONYPHOMANE [@] | Sektion | 12..2004 | 18:32 Uhr:
→ VORSTAND, AUFWACHEN!!!  
Liebe Leut´,wir müssen höllisch aufpassen, sonst kommen wir in des Teufels Küche. Spiekermann zeigt auf Weidemann. Steinmetz zeigt auf Vasata. Wenn das so weitergeht, sind wir bald alle dran und kein Gully nimmt mehr das Schmutzwasser auf.
Zu was haben wir denn eigentlich einen Vorstand? Meines Wissens 9 Damen und Herren. Die sollen jetzt gefälligst Stellung beziehen und einen Knoten reinmachen. Kohl’sches Aussitzen gilt nicht.
Ein erschöpfter Leser der Rubrik "Dossiers".

KOMMENTAR VON Ludwig Steinmetz [@] | München | 12..2004 | 17:32 Uhr:
→ Wie kommen Sie nur, lieber Rulf Neigenfind, nur auf ihn?  
Ich kenne keinen größeren Kopisten in der Branche als Vilim Vasata.

KOMMENTAR VON 1 HEIMLEUCHTER [@] | Sektion | 12..2004 | 17:24 Uhr:
→ Nur mal so zum Nachdenken  
Liebe ADC-Kolleginnen,
liebe ADC-Kollegen,nehmen wir mal an, dieser Herr Neigenfind wäre kein ADC-Mitglied, sondern ein Journalist von w&v, Horizont oder New Business, der diese Ehrenmitgliedschaft recherchiert hätte. Welche Kommentare könnten wir dann lesen? Nur mal so zum Nachdenken.
Im heutigen SPIEGEL geht Jean-Remy von Matt (ADC) den André Kemper (ADC) volle Breitseite an. Sage niemand, in unserm Club sei nichts los. Der Henneka hat schon recht: entweder man macht im ADC gemeinsam Krach oder man hat untereinander Krach.

Schöne Grüsse,
ein Heimleuchter.

KOMMENTAR VON Alfred Limbach [@] | Düsseldorf | 12..2004 | 15:50 Uhr:
→ "schirnern"  
Alaaf, Rulf Neigenfind!"Et es wie et es", sagt man in Köln.
Schirners gibt es in allen Agenturen. Mir als Freiem klauen sie Konzepte und Texte, die sie zwar - heimlich - bezahlen; aber bei Ehr’ und Lorbeer im ADC-Buch stehen dann meistens jeweils andere werbepäpstliche Namen. Und manchen Agentur-Mitarbeitern geht es ebenso.
Das ist die fieseste Art des Klauens: Ideen, die man nicht hatte, für sich zu reklamieren.
Das heißt bei uns ab jetzt nur noch "schirnern".
"Et kütt wie et kütt" ist der zweite Teil tiefgründiger Kölner Philosophie. Es wäre schön, wenn es dazu käme, dieses "Schirnern" mal im Club zu thematisieren.Herzliche Grüße aus Köln
Alfred Limbach
- eingemeindet in die Sektion Düsseldorf

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 12..2004 | 14:29 Uhr:
→ Das Wahl-Procedere  
Eine Sache kann man dem Herrn auf der Pariser Barrikade wirklich nicht vorwerfen: Dass er erst nach der Wahl mit seinem Veto kommt. Wer hat rechtzeitig VOR der Wahl gewusst, wer für die Ehrenämter (Ehrenmitglied wie Kunde d.J.) aufgestellt wird, um sich eine Meinung zu bilden oder ggfls. zu recherchieren?
Ich persönlich halte das Wahl-Procedere bzw. den Informationsfluss für stark verbesserungsfähig. Warum können nicht bis 14 Tage vor der JHV uns alle Kandiaten bekannt gemacht werden? Spricht da was dagegen?
Vor der Jury-Wahl sollten wir uns anhand der Arbeiten und Meriten ein Bild machen, wen wir da reinwählen. Warum soll das eigentlich nicht auch für die Wahl von Ehrenmitglied und Kunde des gelten? Könnte schließlich auch als ADC-Plebiszit laufen. Dies mal zur Diskussion.
Herzlich
Mike FriedrichPS. Rulf Neigenfind vorzuwerfen, er wäre in Stuttgart (!) Rolls Royce gefahren, halte ich wiederum für verwerflich. Selbst wenn die Karre nur den Gegenwert eines alten Mercedes-Taxis hatte, ist das mitten in Daimlercounty eine couragierte Glanzleistung. Respekt!

KOMMENTAR VON Erik Spiekermann [@] | Berlin | 12..2004 | 13:49 Uhr:
→ Ideenklau als Kavaliersdelikt?  
So einfach könnt ihr (können wir?) das nicht machen. Immerhin erhebt rulf hier vorwürfe, die in anderen kreisen mit dem juristischen tatbestand des betrugs bezeichnet würden. Es geht hier nicht um ein wenig kreativität beim steuerzahlen bzw -nichtzahlen (bulle!), und auch nicht darum, dass wir alle immer wieder ideen hervorbringen, die es anderswo, zu anderer zeit und von jemandem anders auch schon gegeben haben mag. Wissentlich habe ich nie plagiiert, höchstens zitiert (und dann immer mit quellenangabe), aber wer weiss, was in meinem kopf sich alles nächtens zu eigenen bildern mischt aus den sachen, die ich den ganzen tag lang aufsauge. Hier geht es also um die hygiene. Wie können wir in den jurys über die arbeit der kollegen unbefangen urteilen, wenn wir unsere augen und ohren verschliessen vor solchen beweisen? Kein wunder, dass viele kollegen mit dem adc nix zu tun haben wollen, weil es offensichtlich doch nur um gegenseitige beweihräucherung geht und jede fachlich fundierte kritik als unkollegial diffamiert wird? Noch heute redet weidemann schlecht über mich, weil ich mir mal erlaubt habe, seine oberflächliche arbeit für die bahn zu kritisieren. Mir gegenüber streitet er natürlich ab, sowas zu machen, weil das ja nicht kollegial wäre. Ich jedenfalls habe die schnauze voll von kreativen weicheiern und leisetretern und beglückwünsche rulf (den ich persönlich nicht kenne, aber aus der ferne immer schon geschätzt habe, soweit ich das als nichtwerber überhaupt darf) zu seiner aktivität. Meine stimme hat er.

KOMMENTAR VON Ralf Zeigermann [@] | Ausland | 11..2004 | 19:52 Uhr:
→ Seid ihr in Deutschland nu völlig bekloppt geworden?  
Was zum Teufel ist denn nu wieder los? Schirner darf nicht ’Ehrenmitglied’ werden? Warum nicht? Ihr habt doch alle ’n Rad ab in Deutschland. Bloß gut, daß ich in London bin und mit der ganzen Vereinsmeierei nix zu tun hab.Grüsse an Rolf, btw.Viel Spaß noch beim Hauen, Stechen und sich-wichtig-nehmen,
The Cartoonist
http://radio.weblogs.com/0113064/

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 10..2004 | 14:40 Uhr:
→ Flitzebogen  
lieber pariser,
der reinhard siemes hat schon recht. beim kunden des jahres gaebe es tatsaechlich einiges aufzuarbeiten. einen nebenkriegsschauplatz aufzumachen, macht fuer mich jedoch keinen sinn, da ich bei der wahl nicht anwesend war, ergo das maul zu halten habe.
der waehler: einer, der sich des geheiligten privilegs erfreut, für den mann stimmen zu duerfen, den ein anderer fuer ihn ausgewaehlt hat.
jetzt bin ich mal gespannt wie ein flitzebogen, was aus ihrer aktion wird. die anrufe haeufen sich bei mir: "henneka, du gehoerst wohl auch schon zu diesen adc-weicheiern.
wo bleibt dein einsatz?". einsatz? ich setze mich jetzt erst mal hin, verschliesse meinen bauch und warte, bis mein hirn einsetzt.beste gruesse,
ihr dietmar henneka

KOMMENTAR VON vor_vor_redner [@] | Düsseldorf | 09..2004 | 24:00 Uhr:
→ übrigens...  
...kompliment an herrn bernd, der diese website aus reiner freundschaft gestaltet hat.

KOMMENTAR VON Rolf Homann [@] | Hamburg | 09..2004 | 23:06 Uhr:
→ Schirner etc.  
Hallo Herr Neigenfind,verglichen mit dem, wo Sie Ihren Finger rein gesteckt haben, scheint mir ein Wespennest ein sehr gemütlicher Aufenthaltsort zu sein. Erwarten Sie bei Ihrer nächsten Einreise nach Deutschland, dass Sie schon an der Grenze in Neuenburg von Mitgliedern des ADC Gau Südbaden gebührend in Empfang genommen werden.
Man munkelt, dass mindestens 4 Mitglieder ihre aus anderem Anlass verliehenen Nägel aus den dazu gehörigen Holzsockeln entfernen und der handwerklich nicht sehr begabte Sebastian Turner schon mehrere Aufsichtsskizzen für ein schwarzes Holzkreuz mit Futura-Inschrift bei anderen ADC-Mitgliedern in Auftrag gegeben hat.Dem Michael Schirner möchte ich Trost spenden mit einem Zitat von Quentin Crisp:
Der Sinne des Lebens besteht oft auch darin, die eigene hohe Meinung von sich in Einklang zu bringen mit den vielen schrecklichen Dingen, die andere von einem behaupten.In diesem Sinne habe ich mich köstlich amüsiert und wundere mich, dass man Werbung noch so ernst nehmen kann.Ihr Rolf HomannPS.: Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass Ihre Firmenwagen-Usancen (Rolls Royce Limousinen) bei GGK Stuttgart der finanziellen Konsolidierung der GGK Deutschland auch nicht gerade dienlich waren.

KOMMENTAR VON vonderstein [@] | Düsseldorf | 09..2004 | 21:20 Uhr:
→ bullenliebe und schirnerhiebe  
immerhin hat sich michael schirner nicht schuldig gemacht, steuern hinterzogen und zulieferer ruiniert zu haben. er klaut - na und? dafür hat er eine generation junger menschen in die werbung geholt, die sonst keine (deutschen) vorbilder gehabt hätten.

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 09..2004 | 21:11 Uhr:
→ NEUROSEN-KRIEG  
So viel Wäsche, Schmutz und heiliger Zorn? Habt Ihr euch mal innig geliebt? Wart Ihr miteinander verheiratet? Über Michael Schirner kann man heftigst streiten, aber über welche exponierte Figur denn nicht?
Gut, Leni Riefenstahl wäre der bessere Vorschlag gewesen, haben wir leider terminlich vergeigt.Mike FriedrichPS. Warum halten wir das nicht wie vorm Altar: Wer bis zur Abstimmung bedenken hat, trete vor! Danach halten wir die Schnauze.

KOMMENTAR VON Reinhard Siemes [@] | München | 09..2004 | 17:55 Uhr:
→ schirner  
Lieber Rulf, ich denke mal, Du hast voll einen an der Waffel. Warum hast Du nicht gegen Konstantin Jacoby gewettert, der uns 1984 alle öffentlich belogen und geklaut hat wie ein Rabe? Warum nicht gegen die Wahl des Kunden des Jahres 2004, der nichts getan hat - außer den guten Sebastian Turner zu kennen? Warum nicht gegen Bulle Berndt, der als satter Krimineller im ADC-Vorstand sitzt?Schirner hat sich, seine eigenen und die geklauten Sachen perfekt inszeniert. Und war’s in der Werbung je anders?Schöne Grüße aus München
Reinhard Siemes

KOMMENTAR VON Christian Traut [@] | Hamburg | 09..2004 | 17:38 Uhr:
→ Allgemein  
Sehr geehrter Herr Neigenfind,

nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber Ihr persönlicher Kampf gegen Herrn Schirner hat schon etwas pathologisches. Was ist denn zwischen Ihnen und Herrn Schirner vorgefallen, daß ein, anscheinend jahrzehntelang schwelender Haß, jetzt mit einer solchen Wucht aus Ihnen herausbricht.
Das Phänomen, daß außergewöhnliche Persönlichkeiten nicht immer die freundlichsten Menschen sind, ist nicht neu.
Für mich gehört Herr Schirner zu den prägendsten Kreativen Deutschlands. Er hat meine Einstellung zur Werbung wesentlich beeinflusst. Dabei ist mein persönlicher Kontakt zu ihm über ein höfliches "Hallo" nie hinausgegangen.
Wenn heute sogar große Unternehmen glauben sich nur über kreative Werbung von der Konkurrenz abheben zu können, dann ist das auch auf Herrn Schirner zurückzuführen.
Der persönliche Rachefeldzug eines, anscheinend in seiner Ehre gekränkten, ehemaligen Weggefährten kommt mir da eher klein vor.
Gruß
Christian Traut

KOMMENTAR VON markus rasp [@] | München | 09..2004 | 15:59 Uhr:
→ SCHIRNER  
sehr geehrter herr neigenfind,herrlich, herrlich.
als zeitschriftengestalter habe ich mit dem haifischbecken der werbung wenig zu tun (zum glück, wie es scheint). aber wie sie hier die akte schirner aufrollen—respekt. und unterhaltsam ist das ganze dazu. mein liebling ist der kommentar von bulle bernd, der ja selbst nicht ganz ohne war, wie man so hört. der ganze adc mafiös unterwandert? herrliche vorstellung.meine meinung: großmäuler gehören gestopft, und wenn nur ein bruchteil der episoden der wahrheit entspricht (woran ich nicht zweifle) gehört herr schirner nicht auf die bühne sondern auf die schwarze liste. solche typen schaden der branche.vielen dank für unterhaltsame lektüre,
markus rasp

KOMMENTAR VON Mathias Jahn [@] | Hamburg | 09..2004 | 13:47 Uhr:
→ Auweia.  
Ich kannte eigentlich auch nur die Legenden (vielleicht, weil ich damals weder im ADC, noch in der Werbung war). Und ohne die Legenden sieht das für ein Ehrenmitglied ziemlich unehrenhaft aus.

KOMMENTAR VON Prof.Hans-Joachim Berndt [@] | berlin | 09..2004 | 13:42 Uhr:
→ schirner  
Moin Rulf,
danke für die Kopie der ADC Website. Ich fühle mich geehrt... Ich habe deine Bestenliste lange studiert und bin schon verwundert, warum ich meinen Namen dort nicht finde.
Viel Glück bei deiner Aktion uns eine ausserordentliche HV zu bescheren um wieder ein wenig international zu kommunizieren.
Schirner als Ehrenmitglied geht für mich übrigens absolut in Ordnung, ob seiner kleinen Verfehlungen.
In diesem Sinne einen schönen Jahresanfang
Bulle

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] [www] | AUSLAND | 05..2004 | 18:06 Uhr:
→ Veröffentlichen Sie hier Ihre Beiträge und Kommentare...  
...zum Thema Ehrenmitglied 2003. Sie können das sowohl namentlich als auch anonym tun. und wenn Sie nicht selbst posten wollen, senden Sie Ihren Beitrag oder Kommentar an den Webmaster, der ihn dann aufs Schwarze Brett setzt. Nach eine Bitte: Neue Beiträge bitte nicht an die Topics anhängen, sondern über den Link ["→ NEUEN BEITRAG SCHREIBEN"] eingegeben werden.

KOMMENTAR VON Perikles [@] | Extern | 13..2004 | 12:08 Uhr:
→ Zum letzten Mal: Ein e.V. hat keinen Präsidenten!  
Und keinen Vorsitzenden. Und keinen Vorstand der Bundesagentur für Neugeschäftsverteilung. Merkt Euch das endlich mal, Ihr Möchtegerndemokraten.

KOMMENTAR VON r. mafusch [@] | Extern | 13..2004 | 13:58 Uhr:
→ Nur geträumt!?  
Bin heute nacht schweißgebadet aufgewacht. Nein, nicht weil ich von der schönen Dörte geträumt habe. Viel besser. Es ging um den großen Moment. Um den Moment, auf den alle seit Wochen warten. Endlich! Berlin, Preisverleihungszeremonie, das Ehrenmitglied wird aufgerufen: Michael Turner! Sorry, blöder Versprecher! Schirner muss es doch heißen. Dieses verflixte ...rner in beiden Namen. Komisch, denke ich - und träume weiter. Unten im Publikum rutscht besagter Turner nervös auf seinem Stuhl hin und her. Kaut Fingernägel. Schwitzt. Egal! Zurück zur Bühne.

Wird er wirklich kommen? Hat er den Mut? Fragende Blicke Richtung Bühne. Rechts neben mir tuschelt Carsten Heintzsch aufgeregt mit einem seiner zahlreich anwesenden Anwälte. Hinter mir sitzt Siemes - mit einer Kamera in der Hand. Er meint, dass das hier lustig wird und man alles festhalten müsse. Für die Nachwelt und so. Links neben mir nestelt der Nerger in seiner Tasche herum. Er holt ein Ei raus, macht sich wurfbereit. Doch daraus wird nichts. Bulle Berndt tippt ihm gerade noch rechtzeitig auf die Schulter und zeigt behende auf die Anwälte von Carsten Heintzsch. Nerger läßt ab, stammelt was von Mißverständnis und Hunger - und schlägt das Ei auf seinem blitzblank genudelten Schädel auf. Aber egal. Zurück zur Bühne.

Da steht es nun. Mein Idol! Die Ikone der Werbung. Michael Schirner persönlich. Der große Reformator! Der Revoluzzer! Der Plagiator? Unter die Buh-Rufe mischt sich verhaltener Beifall. Ich kann das alles nicht glauben, ich will das nicht glauben. Warum will man mir mein Idol kaputtmachen? Das letzte mal, dass ich so empfand, war der Tag, an dem sie Milli Vanilli geoutet haben. Apropos Idole: Demnächst will man mir wahrscheinlich noch verklickern, dass Nadja Abdel Farrag ihre Biografie gar nicht selber geschrieben hat. Egal! Zurück zur Bühne.

Der Laudator erscheint. Michael Preiswerk. Kenn ich nicht. Faselt irgendwas von herausragenden, bahnbrechenden Leistungen. Von toller Freundschaft und von Neidern, die der Erfolg so mit sich bringt. Außerdem schwärmt er noch von den tollen Copies, die der Michael Schirner geschrieben hat. Gelächter im Publikum. Erst lachen die Texter. Dann die Ads. Nachdem sie die Texter gefragt haben. Ach ja, Schirner und tolle Copies - wirklich sehr komisch. Wenn auch unfreiwillig. Auf der Leinwand läuft ein Film von Schirners größten Erfolgen. Wir sehen u.a. Auszüge aus der Berliner Olympiabewerbung. Ich als Berliner bin sehr gerührt und kann partout nicht verstehen, warum wir das Ding damals verloren haben.

Dann der große Moment. Ein Mann erscheint auf der Bühne. Mit seltsam gesenktem Haupt schreitet er auf den Michael zu, in seiner Hand die Ehrenurkunde und ein Nagel. Für meinen Geschmack ist das doch etwas zu theatralisch. Dieses gesenkte Haupt einfach zuviel der Ehrfurcht und Demut. Er übrreicht Schirner die Ehrenurkunde und den Nagel. Schirner betrachtet den Nagel eindringlich, dreht und wendet ihn immer wieder, bis er schließlich entsetzt feststellt: "Der ist ja aus Kupfer!". In dem Moment hebt der demütige Kerl seinen Kopf. Schirner starrt ungläubig in die grinsende Fresse vor ihm. Das darf doch nicht wahr sein, denke ich. Den kenn ich doch, das ist doch...der Kurt Felix!!!! Was macht der denn hier? Ist das hier etwa...? Nicht egal! Aber trotzdem zurück zur Bühne!

Stille da oben. Ruhe im Saal. Sekundenlang. Dann bricht es aus allen heraus. Lautes Gelächter von jedem Platz. Schirner fassungslos. Jemand gibt ihm zu verstehen, dass er schließlich mit der Verarsche angefangen habe. Er ignoriert diesen blöden Kommentar und will wissen, wo die versteckte Kamera ist. Kurt Felix zeigt auf den filmenden Siemes, der winkend mit seinem ADC-Austrittsformular auf sich aufmerksam macht. Lockvogel Turner und Lockvogel Neigenfind klopfen sich vergnügt auf die Schenkel. H.P. Albrecht brüllt triumphierend ein "Zurück zur Werbung" in die enttarnte Kamera. Heintzsch´ Anwälte verlassen unter Androhung einer Klage erbost den Saal. Nerger liegt röchelnd am Boden. Er bittet Bulle Berndt, ihn von dem Ei zu befreien, das da seinen Hals ausbeult. Der willigt ein, aber nur gegen die Zahlung von 6.500,00 Euro. Nerger akzeptiert.

Was für eine geile Kampagne, denke ich! Von wegen der ADC ist tot?! Spiegel, Handelsblatt, w&v haben berichtet. Und einen TV-Beitrag zur besten Samstagabend-Sendezeit bekommen sie auch noch. Respekt! Danke für diese Lektion, lieber ADC, denke ich noch - und wache schweißgebadet auf. Zurück zur Realität. Leider!

KOMMENTAR VON zersch [@] | Extern | 13..2004 | 18:02 Uhr:
→ Klappse  
Liebe Leute, liefert ihn ein. Von seiner Sorte gibt es doch leider eh' schon Unzählige..........da braucht es nicht noch ein Aushängeschild! Vielleicht schneidet sich unser großer Künstler nachher auch noch ein Ohr ab,......ohje.......! Ein leuchtendes Beispiel für den Nachwuchs,......ehrlich,...... : Findet das denn niemand peinlich? Nein? Hilfe,....es ist schlimmer als ich dachte.......

KOMMENTAR VON Ferdinand Hinterbänkler [@] | Ausland | 13..2004 | 19:21 Uhr:
→ Wer die Idee hatte, der soll vortreten!  
Werte Post´ler,
ich bitte um Nachsicht wegen meiner Tarnkappe. Schirner, der Ideenzulasser. Schirner, der Ideenklauer, Schirner, der Ideengeber.
Dazu ein kleiner Beitrag meinerseits. Vielleicht hilft es dem ADC oder der generellen Hygiene:
Vor ca. 5 oder 6 Jahren gewann Springer & Jacoby eine ihrer vielen Goldmedaillen. Ein SAT1-Moderator verteilte damals in Berlin die Medaillen. Auf die Bühnen kamen 5 (!) S&J-Kreative. Es waren Kemper, Dieckert, N.N., N.N. und Gepa Hinrichsen. Für jeden mussten erst einmal Nägel rangeschafft werden. Der SAT1-Dampfplauderer schwafelte sich als Unbeleckter über die Runden. Ganz zum Schluss fragte er wohl unbeabsichtigt, unschuldig und naiv: Ja, und wer hatte denn nun von Ihnen die Idee? Erst ungläubig zögerliches Schweigen. Dann streckte leise, klein und bescheiden die Gepa den Finger: Ich!

Noch Fragen, Kienzle?
Ich meine, nein.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass mein ADC die Aktion des Kollegen Neigenfind zum Anlass nimmt, darüber nachzudenken, dass nachher nichts mehr so sein darf, wie es derzeit ist.

Schöne Grüsse, ein Älterer und Langjähriger.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 13..2004 | 21:03 Uhr:
→ Hallo Deutschland  
Ein langer, strapaziöser Flug in der First Class liegt hinter mir, außerdem ein erster Arbeitstag. Naja, was heißt Arbeit. Wie das halt so ist. Wir haben so ein bisschen wichtig geguckt, Bars und Restaurants gecheckt und zwei drei Leute vom Team zur Sau gemacht. Erstmal Respekt verschaffen. Das ist ganz wichtig. Da kenn´ich mich aus. Ich bin hier der Chef, und je eher das jeder begriffen hat, desto besser.
Nachdem ich viermal innerhalb des Hotels umgezogen bin (das erste Zimmer hat gestunken, im zweiten war die Minibar zu klein, im dritten ging der Pornokanal nicht), heißt es jetzt aber Füße hochlegen und vierhändige Warmölmassage. Gar nicht übel das Oriental, habe aber schon besser gewohnt. Wesentlich besser. Aber heutzutage muß man halt auch mal kürzer treten können. Für mich kein Problem. Ich stelle da keine Ansprüche.
Kaum in der Suite traue ich meinen Augen nicht: Total vernetzt. Internet, hier bei den Hottentotten! Das hat mich natürlich ungeheuer glücklich gemacht und so bin ich auf einem Bein hüpfend ins Shambala Meditationszentrum, wollte ja nicht gleich bei der ersten Sitzung zu spät kommen. Tja, und jetzt bin ich vollkommen entspannt, habe schon das dritte Mandala getuscht und genieße diese vollkommene innere Ruhe, dieses totale über den Dingen stehen. Da kommen einem natürlich kuriose Gedanken, die in ihrer Reinheit und Perfektion bestenfalls noch mit den Mikrochips aus der nahe liegenden Intel-Fabrik vergleichbar sind. Ein ganz besonderer Gedanke lässt mich seit einigen Minuten überhaupt nicht mehr los:
Herr Professor, ich mache mir Sorgen. Nicht nur, dass Sie meine erwiesenermaßen erzwungene Entschuldigung ins Netz stellen müssen, nein, ich fürchte Sie haben sie nicht ganz richtig verstanden. Sicher, nach der Erleuchtung ist man immer schlauer, aber trotzdem. Sie bitten mich um Zusendung meiner Bewerbungsunterlagen als Texter und Regisseur. Das ist natürlich sehr generös. Was haben Sie denn für einen Job zu vergeben? Dummys für Haferflocken betexten? Bierschaumquirlen? Oder soll ich, töff töff, mit der Phrasendreschmaschine durch das leere Studio pflügen? Oder die Wände mit meinen Gedichten vollmalen?
Packshots jedenfalls kann ich nicht, dass lässt man doch den Kameramann machen, während man selbst schon auf dem Weg zur nächsten Theke ist.
Sorgen Sie sich bitte auch nicht um die 250 Euro, die Sie mir abgenommen haben. Zwei Hunderter, ein Fünfziger. Genau damit drehe ich mir morgens meinen ersten dreiblättrigen Joint, wenn ich mir nicht gerade mit ´nem Zweihunderter den Hintern, na ja, das geht jetzt wirklich niemanden etwas an. Verdammt, ist echt herrlich, wenn die Energie einfach so fließen kann. Sehr zu empfehlen.
So, ich muß jetzt, die Weiber warten unten. Heute hauen wir mal so richtig auf die Thai-Pauke.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 14..2004 | 12:58 Uhr:
→ Konrad Kujau  
Sehr witzig, wirklich. Wer auch immer in meinem Namen schreibt, ich behalte mir rechtliche Schritte vor. Herr Professor Berndt, halten sie ihre Armee zurück. Sowas läßt sich beweisen. Unbekannter Schreiber: Sie erhalten den diesjährigen Konrad Kujau Preis. Ansonsten hoffe ich nach wie vor, lieber Rulf Neigenfind, daß es zu einem Ergebnis kommt. Wie auch immer das aussieht. Ich habe mal nachgefragt, hier kennt niemand Michael Schirner. Kann also nicht so wichtig sein.

KOMMENTAR VON Hans-Joachim Berndt [@] | Berlin | 14..2004 | 13:47 Uhr:
→ Prof.Berndt trifft J.Nerger in Bangkok  
Guten Abend Herr Nerger,
welch ein Zufall, wir sind im selben Hotel. Auch wir müssen sparen. Wollen wir ein Bewerbungsgespräch bei mir in der TV-pornofreien Suite führen ?? wir können dann auch nochmal Ihre offenen Fragen behandeln. Würde mich freuen, wenn´s´klappt. Bitte info per mail, da ich aus Sicherheitsgründen unter Decknamen hier geführt werde.
Gibt es ein Foto von Ihnen, damit ich Sie in der Halle erkenne?
bis nachher oder morgen früh. mit herzlichen Grüßen Hans-Joachim Berndt

KOMMENTAR VON Jürgen Mandel [@] | Berlin | 14..2004 | 15:43 Uhr:
→ Anno 2004  
Im März, anno 2004, hat Schirner dann doch seine Selbstachtung an der Garderobe des Tempodrom in Berlin abgegeben und sich zum Ehrenmitglied des verstaubten und verkommenen Clubs machen lassen, den er einst am liebsten aufgelöst hätte. Seither sind viele Jahre ins Land gegangen.
Michael Schirner tritt nur noch selten in Erscheinung. Ab und zu kann man ihn noch, in eine bunte Kittelschürze gewandet und mit einem großen Staubwedel bewaffnet, auf ADC-Sektionssitzungen beim Staubwischen beobachten. Michael Preiswerk ist wieder in seine Dienste getreten. Er hilft ihm bei der Hausarbeit und hält ihm ab und zu die Stange.
Der ADC hat sich von ein paar unbequemen Kritikerschweinen getrennt. Dafür viele neue Ehrenmitglieder gewählt. Dagobert, Dieter Bohlen, Costa Cordalis. Um nur die besten zu nennen. Nächstes Jahr soll es erstmals sogar zwei Ehrenmitglieder geben. Die Sektion Westerwald hat die Wildecker Herzbuben vorgeschlagen.
Ein paar verdiente Mitglieder haben den Club verlassen. Carsten Heintzsch zum Beispiel. Er tingelt jetzt als freier Conferencier von Vereinsfest zu Vereinsfest. Dörte Spengler-Ahrens ist als Vorsitzende zum Müttergenesungswerk gewechselt. Einen hat der Allmächtige zu sich gerufen. Sebastian Turner ist mitten in einer langen Rede sanft entschlafen. Ansonsten hat Henneka einen jungen AD erschossen. Er konnte aber vor Gericht glaubhaft machen, aus reiner Notwehr gehandelt zu haben.
Rulf Neigenfind ist seit zwei Jahren Präsident von Attac. Paul Gredinger hat sich nach 97 Jahren erfüllten Lebens in den Schweizer Bergen totgelacht. Bernd Kreutz führt mit seinem ersten Buch die Bestsellerlisten an. Die BBDO gibt es nicht mehr. Ein junger Kreativguru, dessen Name mir leider entfallen ist, hat den alten Riesentanker auf Grund gesetzt. Mike Friedrich hat einen Texterclub gegründet und Jürgen Nerger ist immer noch in Asien. Leider. Nur über einen gibt es immer wieder die wildesten Gerüchte, Bulle Berndt. Die einen wollen ihn an der Klagemauer gesehen haben. Mal wird kolportiert, er verkaufe Buletten am Potsdamer Platz, mal erzählt man sich, er veranstalte Grillfeste im Tiergarten. Und wenn man dem neuesten Gerücht Glauben schenken darf, schippert er mit seinem Rivaboot Touristen durch die Hauptstadt.
Es klingelt, wer stört mich beim Schreiben? Ich gehe ans Fenster. Draußen steht ein Schwertransporter. Das neue ADC Buch ist da. Habe die Ehre. Adieu. Ich muß jetzt ganz dringend austreten.

KOMMENTAR VON alice im wunderland [@] | Ausland | 14..2004 | 15:55 Uhr:
→ 67 blickuntern tisch  
ich denke seit 1984 an eine einsame insel für solche hirnlosen mit klammen fummelfingerchen. jetzt schlage ich einen daueraufenthalt auf einer bse-farm vor.kann nicht schlimm werden,ist ja nur in den katakomben stark entwickelt.alice

KOMMENTAR VON Captain Birdseye [@] | Sektion | 14..2004 | 22:09 Uhr:
→ Nurmal ausprobieren  
Sorry - ich wollte nur einmal ausprobieren, ob hier tatsächlich jedermann/frau irgendeinen Haufen hinterlassen kann, ohne die tatsächliche Email-Adresse preiszugeben. Scheint zu klappen.

Rulf, ich hoffe schwer, du logst die IP Adressen?

Ralf Zeigermann

KOMMENTAR VON Hans-Joachim Berndt [@] | Berlin | 15..2004 | 13:20 Uhr:
→ Berndt ohne Nerger in Bangkok  
Lieber Herr Nerger, danke für das Bild, dass uns beide zeigt...schade dass wir uns hier verpasst haben. Bin gerade auf dem Weg nach Shanghai, aber Mitte der Woche wieder im Land der Berlinale.. Ich freue mich schon auf Ihre Rolle mit den Arbeitsbeispielen und die Texterbewerbungsunterlagen. Wissen Sie wann die ausserordentliche Hauptversammlung stattfinden soll als Nichtmitglied des ADC?? Was halten Sie davon, wenn Sie sich bei unserem zuständigen Vorstandmitglied in Hamburg M.Wirbeleit mal für die Aufnahme in den ADC bewerben ? Vielleicht sind Ihre anderen Arbeiten ja für die Sektion HH genügend. Ich würde mich freuen. Bis nächste Woche und gute Nacht. H.J.Berndt

KOMMENTAR VON 68er [@] | Sektion | 16..2004 | 14:38 Uhr:
→ DAMALS  
Damals, als Art Directoren noch zeichnen konnten;
damals, als Texter noch Schreibmaschinen ohne Korrekturband benutzen;
damals, als wir 8 Tage und 2 Millionen für einen 30 Sekünder auf den Bahamas brauchte;
damals, als wir vom Briefing zur Präsentation noch 18 Wochen Zeit hatten;
damals, als wir noch alle eine Ziehfeder in der Tasche hatten;
damals, als es die sensationellste VW Werbung aller Zeiten gab;
damals, als es Kartoffelpuffer-18/1 gab;
damals, als noch jeder CD seine eigenen Ideen hatte und die Teams nur hörige Jünger waren;
damals, als Fotos nicht in der Postproduction verhunzt wurden;
damals, als wir noch nicht wussten, was eine Postproduction ist;
damals, als es noch keine Kontakter gab;
damals, als das ADC-Buch viel dünner war;
damals, als Autos noch Skischanzen hochfuhren;
damals, als noch jeder Streit als kreativ anerkannt wurde;
damals, als wir noch für Ideale kämpften;
damals, als deutsche Werbung im Ausland völlig bedeutungslos war;
damals hättet ihr mal dabei sein müssen ihr Jungen, dann würdet ihr jetzt verstehen.

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 16..2004 | 14:47 Uhr:
→ HßNDE AN DIE HOSENNAHT. RßHRT EUCH NICHT!  
Hoppla, eben lese ich im vorangegangenen Posting, Beitrag von Hans-Joachim Berndt um 07:54 Uhr, dass ADC-Mitglieder von ihm "rekrutiert" werden. So wird doch gleich prima verständlich, warum Nachhaker, Kritiker, Neugierige in Sachen Ehrenmitglied wie die Rekruten behandelt werden.
Mann, Sie reden nur, wenn Sie gefragt werden! Au-gen gerade aus! Interessierte weggetreten! Neigenfind, Ausgangssperre, 3000 Liegestützen! Zu Befahl! Jawoll!
Friedrich, nicht zurück ins Glied

KOMMENTAR VON zersch [@] | Extern | 16..2004 | 19:59 Uhr:
→ Vergeben?  
Hahaha,....langsam macht das echt Spaß hier. Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Schön aber zu sehen wieviel Artikel hier gepostet werden und wie wenig eigentlich daran interessiert sind, mal was zu ändern.........Wäre ja auch zu schön gewesen.
Jaja,...lieber krumm im Sportwagen als gerade durchs Leben.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 16..2004 | 22:07 Uhr:
→ .....ein Pausenfüller.  
lieber michael schirner,
sie sehen, es geht nicht weiter. wir müssen die zeit überbrücken, bis der pariser vom stäbchenessen mit dem nerger zurück ist oder nestelt er gar am sicherungsstift seiner handgranate? wie auch immer, letzten freitag war zahltag. von den 42 tüten wurden möglicherweise etliche nicht abgeholt. vielleicht hackt er auch in seine schreIBMaschine, um uns morgen 46.526 buchstaben zu posten.
und sie? lachen sie sich in´s fäustchen? finden sie das alles lustig? nach sechs wochen hin und her finde ich unter "dossiers" keinen einzigen beitrag, der diese fakts ad absurdum führt. dafür finde ich in der "hitparade" knöllchen auf knöllchen.
da ich weder kant noch tiefbohrer bin, erlauben sie mir einen klau: es ist besser, ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geeehrt zu sein und es nicht zu verdienen.
leider scheint diese pariser we(r)berseite nichts zur definitiven klärung beigetragen zu haben. 398 adc-miglieder haben oder wollen keine meinung haben. klar ist jedoch, dass unser adc auf dem prüfstand ist. dank ihrer un- und r.n.´s möglicherweise beabsichtigen hilfe!
zusammenhanglos? dass das saxophon von adolphe sax stammt, ist kein beweis dafür, dass das telefon von wilhelm tell erfunden wurde.
naja, jetzt schauen wir mal. wir leben schon in einem komischen staat. streckt einer den finger, wird er geköpft. auf den schwetzinger spargelfeldern ist das ganz anderst: der erste, der sich zeigt, wird fein säuberlich sanft ausgestochen, mit einem schleifchen versehen, ins körbchen gelegt und liebevoll behandelt. halt! ich meine mich, nicht sie. als egoist beziehe ich das natürlich auf mich.
wer schweigen kann, hat gut reden. schöne grüsse, dh

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Sektion | 16..2004 | 22:43 Uhr:
→ Zurückgetreten. Ausgetreten: Interview mit Martin Suter  
Als Pausenfüller II bietet sich ein Interview mit Martin Suter an, in den 90er Jahren Präsident des ADC Schweiz. Martin Suter hat zuerst den Vorsitz und dann die Mitgliedschaft im Art Directors Club niedergelegt. Der Fall liegt anders, das Interview sieben Jahre zurück. Und doch gibt es Parallelen.

www.persoenlich.com

Wer ne Pause vom Brett braucht, dem seien die Business Class-Geschichten sowie Geri Weibel empfohlen, begnadete Kolumnen aus WELTWOCHE und NZZ Folio. Und seine Romane. Zum Beispiel ´Die Dunkle Seite des Mondes´, alles erschienen bei Diogenes. Aber wahrscheinlich trage ich jetzt Eulen nach Athen.

PS: "Ich habe die ganze Zeit kein Feedback vom ADC-Vorstand erhalten!" MARTIN SUTER

KOMMENTAR VON Prof. Joachim Kellner [@] | Extern | 16..2004 | 25:11 Uhr:
→ Die grössten Werbeaugenblicke...  
Hallo an alle,
wenn man das so alles liest, wird einem nur schlecht. So viel Bösartigkeit und Neid.
Michael Schirner war mal mein Partner - Arbeitspartner bei Y & R, Gesellschafts- und Arbeitspartner in unserer gemeinsamen Agentur - und danach war ich Kunde von ihm.
Es waren mit die größten Werbeaugenblicke meines Lebens. Große Kampagnen, große Ideen, eine wunderbare Zusammenarbeit. Er hat wirklich viel bewirkt. Sicher, er hat polarisiert, aber das gehört zum Geschäft.
Werdet mal etwas großzügiger.
Prof. Joachim Kellner aus Hamburg

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 17..2004 | 02:49 Uhr:
→ Horizontaler Journalismus  
Fünf Wochen haben sie bereits durchgehalten, die Ehrenmitglied-Website aus den Nachrichtenspalten von HORIZONT herauszuhalten. Unter der Berichtslast anderer Medien ist jetzt ein Redakteur zusammengebrochen und hat überraschend einen Kommentar gestanden. Mehr hier: EINER DUMMT IMMER.

KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Extern | 17..2004 | 12:57 Uhr:
→ ADZäh, die/das Letzte  
Lieber Rulf Neigenfind, lieber ADC,
keine Ahnung, wie weit das eigentliche Anliegen dieser site nach D-Day letzter Woche nun gediehen oder schon gelungen oder auch nicht ist. Als externem Beobachter kann´s mir ja eigentlich wurscht sein (...hab ich´s gut!!). Was mir aber wirklich am Herzen liegt - das er-wünschte/sehnte/hoffte Szenario in bester Perfektion:
D.H. geht M.S. nun mal endlich ausnahms/ansatzweise schriftlich-charmant an die zu ehrende Gurgel (O-Ton wäre sicherlich Effi-zienter gewesen).
Chef-Inquisitor B.K. seziert immer wieder narkosefrei, dafür messerscharf die Zustände der alten und jungen Club-Wunden (ohne daß es jemand für notwendig hält, zu K. zu kriechen).
M.F.(I) schart eiskalt die letzten aufrechten Tex(t)as-Rangers zum Shoot-out im ADC-Coral um sich (auf daß die Hülsen nur noch so prasseln).
Tom Sharpe (Der Puppenmord) lebt also noch und schreibt unter dem Pseudonym M.F.(II) eine weitere traumhafte Kurzgeschichte (er findet dadurch wieder ordentliche Arbeit und kann im Licht der Öffentlichkeit Rahmenverträge, Gehaltsvorstellung , Dienstlimousine etc. aushandeln).
Schließ- und endlich gründen J.N. und Prof. B.B. nun doch noch eine gemeinsame Grabbelkuschelgruppe in Berlin (ick hab mir so an dir gewöhnt..). Etc, etc.
Kurz: ich wette, auf dieser site hat sich in den letzten Wochen sicher mehr getan, hat mehr Austausch stattgefunden, war mehr Entertainment geboten, als auf der (t´schuldigung) Original-Vorlage, seit es die gibt. Ihr Verdienst, Herr Neigenfind daß der Club (für uns nach aussen) doch noch Leben zeigt, zumindest mal gezuckt hat.
Allen angstvoll-nägel-kauenden Vorstehenden sei deshalb hiermit empfohlen: Hände an die Hosennaht! Still!(...geht ja!)-Gestanden!
Ehren - Salut!! (Danke, Mike für die Anleihe.)
An alle anderen Still-Halter der unteren Dienstränge, die jetzt mit sich hadern: Warum trau ich mich nicht, wo ich doch A-Dabei-Charge bin?
Für Euch gibts wichtigeres zu tun: Stellt Euch das Annual anno 86 (falls Ihr da schon unter den werbelebenden wart) zwischen 2 leise glimmende Räucherstäbchen und inhaliert mehrmals täglich das
sensationell-zeitlose Cover von Charly Banana: "ACH, SEH´ ICH HEUTE WIEDER TOLL AUS..." Das tröstet ungemein.
Habe die Ehre
Fritz Reuter
P.S.: Lieber Herr Neigenfind, Sie schulden mir aus #101 noch eine Antwort - "Wie geht´s hier weiter?" Ich wünschte mir - irgendwie - JA!

KOMMENTAR VON Christian Schwarm [@] | Stuttgart | 18..2004 | 18:32 Uhr:
→ Wer weiss, wer weiss?  
Habt Ihr mal nachgedacht? Womöglich treten Rulf Neigenfind und Michael Schirner am 20. März gemeinsam auf die ADC-Bühne und outen die ganze Aktion als inszeniertes Spektakel, um unserem Club neues Leben einzuhauchen. Dann zumindest würde dem alten Recken Schirner die Trophäe zu Recht überreicht! Provokation ist nach wie vor ein probates Mittel, um Interesse zu generieren ... ;-)

KOMMENTAR VON Rolf Homann [@] | Extern | 18..2004 | 19:40 Uhr:
→ Das hat Schirner nicht verdient.  
Viele haben es befürchtet, nun ist es eingetreten. Der sowohl bei Henkel (Flops: Teebletten, 1xtäglich, Belsoft), als auch in der Werbung (G,K,O &S und Y&R) mehrfach gescheiterte Marketing(!)-Professor Joachim Kellner hat sich kurz und mit erwartet geringer Sachkenntnis zu Wort gemeldet. Getreu dem Motto: Es ist zwar schon alles gesagt. Aber noch nicht von jedem.
Vielleicht stimmt es wirklich, dass man gegen Michael Schirners Ernennung zum Ehrenmitglied eine Menge Einwände haben kann. Aber dass ihm mit Joachim Kellner ausgerechnet einer der grössten Verhinderer von guter Werbung zu Hilfe eilt, das hat er nun wirklich nicht verdient.
Rolf Homann

KOMMENTAR VON Reinhard Siemes [@] | München | 18..2004 | 24:41 Uhr:
→ Jetzt reicht's.  
Keine Frage, die Neigenfind-Aktion hat einiges bewirkt: Viele Kreative konnten sich den Schorf von der Seele schreiben, Alfons Spießer durfte den ADC mal wieder im hohen Bogen anpinkeln, und der ADC-Vorstand zeigte sich von seiner wahren, nämlich bürokratischen Seite. Doch ist Michael Schirner deswegen ein schlechtes Ehrenmitglied? Ich erinnere mich noch, als wir zahnlos mit ansehen mussten, wie er mit seinen Mannen die ADC-Jurierungen zu einer einzigen GGK-Veranstaltung machte. Alles gekupfert? Zugeflogen vom Heiligen Geist? In der Düsseldorfer Altstadt den Säufern aus der Nase gezogen? Von der Oma geliehen?
Also nee. Selbst wenn die Hälfte seiner Kampagnen geklaut ist - die andere Hälfte wirkt nach bis in die Hamburger Kreativ-Etagen des Jahres 2004. Nur Werner Butter wäre noch mehr Ehrenmitglied gewesen, weil er mit Helmut Schmitz der GGK die Steilpässe geliefert hat. Dass er nicht gewählt wurde, ist kein Grund, Michael Schirner platt zu machen - auch welchen Gründen auch immer.

KOMMENTAR VON zersch [@] | Extern | 19..2004 | 11:51 Uhr:
→ Helau  
Sehr geehrte Anwesende,
nun bin ich arbeitslos, weil ich seit Tagen nicht mehr von dieser Seite lassen kann. Ich hätte nun Zeit, etwas ehrenamtlich zu arbeiten.....und würde vorschlagen wollen, noch schnell für Montag einen ADC-Wagen auf die Beine zu stellen. "Wat kütt dat kütt"......! Dann können sich alle umarmen und lieb haben, die bei HenkelGGKundweißderGeierwonoch WerbediebstahlsTalfahrtPlagiatNagelSelbstbeweihräucherungspseudoGeschichte geschrieben haben. Schimpft mich unwissend, jung, ahnungslos, früher nicht dabei gewesen,............. Aber solch ein "Ehrenmitglied" ist keine Ehre und gehört nicht verteidigt.
Helau.........dä Prinz kött.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 19..2004 | 13:38 Uhr:
→ 08/15 auf 18/1  
Liebe Genossinnen und Genossen. Da es hier auch zu beweisen gilt, wer den längsten hat, Atem nämlich, kann ich nur an alle appellieren, jetzt nicht schlapp zu machen.
Sicher, die meisten von Euch sind nicht mehr die jüngsten und haben ihre Zipperlein, Inkontinenz, Demenz, Faulenz, aber darauf kann jetzt wirklich keine Rücksicht genommen werden. Bestellt Euch beim privaten Pflegedienst eine zusätzliche Hilfe, die Euch dann und wann mal umdreht oder an die frische Luft schiebt und haltet in Gottes Namen durch.
Und zwar bis zur ADC Supergala in Berlin. Dort hofft man nämlich, dass bis dahin genug Gras über die Sache gewachsen ist und es nicht mehr zum Titelthema reicht, sondern höchstens zur Randnotiz auf der Witze-Seite. Diese Website muß durch gewiefte Beiträge zum reifen Harzer Roller anschwellen, der am ADC Wochenende platzt wie der Kadaver eines Pottwals und ganz Berlin mit einer stinkenden Wolke überzieht.
Ich selbst werde in den kommenden vier Wochen übrigens das machen, was ihr am besten könnt: Werbung. Schon vergessen? Das ist die Sache, die Euch immer wieder beim surfen im Internet stört. Gute Werbung kann alles erreichen, ist ihr Geld wert und darum habe ich eine Kampagne entwickelt, die zum Sturz des Ehrenmitglieds führen MUSS.
Montag geht´s los, mit 1/1 Seite in SPIEGEL und Focus. Michael Schirner steht vor einer farbigen Wand, orange am besten, trägt einen Leopardentanga und hält eine Sektflöte in der Hand. Headline: «Ich werde Ehrenmitglied, weil´s mein Zuchtbulle mit ´nem Kunstturner treibt». Der Anfang wäre gemacht. Da meine finanziellen Mittel natürlich beschränkt sind, muß ich umso kreativer sein. Ein Team von freiwilligen Helfern wird mich nachts unterstützen, wenn ich in ganz Berlin die Plakatflächen mit weißer Rauhfaser tapeziere, um anschließend einen großen kugelrunden Kartoffelpuffer draufzunageln. Mit Schablone und Sprühdose eine Headline drüber, fertig. Ich dachte an folgende: Das Rad. Eine Erfindung von Michael Schirner. Gute Werbung lebt natürlich immer von der ganzen Klaviatur der Kommunikation. Keine gute Präsentation kommt mehr ohne die Seite mit dieser Grafik aus, wo in der Mitte «Kommunikation» steht und von dort Pfeile zu den Begriffen «Werbung», «PR», «Online», «Events» und «Sponsoring» führen. Gut, PR kommt von ganz allein, die Fachpresse unterstützt uns ja bereits nach Kräften. Online, da muß ich noch mal mit Rulf drüber reden. Und Events, ja, da bin ich auch dran. Während der Jurierung stürmen abends Nackte die einschlägigen Restaurants, Paris Bar, Borchards und so weiter. Auf der Brust steht «Erster», «Zweiter», «Dritter», «Fünfzigster», «Hundertster», «Tausendster», «Einmillionster». Das ganze ist natürlich, haha, mit einem Gewinnspiel verbunden!
Wer den ersten Nackten der Werbung findet, also den, dem «Erster» auf der Brust prangt, gewinnt ein Wochenende im Darkroom des «Brauner Salon» in Köln-Porz mit dem Ehrenmitglied MS. Hm? Naja, das geht vielleicht noch besser, aber immerhin, ich mache wenigstens was. Ihr meckert ja nur!
Und so rufe ich Euch auf, mitzumachen, sei es als Nackter oder als Rauhfaserkleber. Wir schlagen die Werbung mit ihren eigenen Mitteln. Mein Glaube ist unerschütterlich!

(P.S. Nein, für Marktforschung bleibt keine Zeit, davon will ich also nichts hören.)

KOMMENTAR VON Jean Lessenich [@] | Extern | 19..2004 | 14:01 Uhr:
→ wie auch immer  
nein, ich hab nichts gegen den ms, wozu auch, geht mir am... kann auch meinetwegen auch ehrenmitglied der cdu, spd, pds, der stamokap, der kpdsu oder des adac werden. aber wat mich seit jenen tagen in den siebzigern auf den geist ging, sind jene wunderbaren kollegen, die nie einen einfall hatten und dann immer damit kamen: "wie würde das jetzt der schirner machen, ganz reduziert", und mich dabei unsicher fragend anguckten. das wort reduzieren mit redundanz verwechselnd.
ja, ja der ms war schon stilprägend. ausgesprochen stilprägend.

KOMMENTAR VON Hans Christian Andersen [@] | Stuttgart | 20..2004 | 20:49 Uhr:
→ Weil wir so gerne Märchen hören.  
Der Oberzensurrat spricht: Herrschaften, bloss was vom Netz runterkopieren und hier dumpen geht nicht. Ein wenig Mühe um Originalität sollte schon zu erkennen sein (umschreiben, persiflieren...). Wer wissen will, was vor der Verpuffung hier drinstand, klicke hier: Des Kaisers neue Kleider. Der Poster möge Nachsicht üben.

KOMMENTAR VON Ulrich Küper-Wallbaum [@] | Sektion | 21..2004 | 24:28 Uhr:
→ Wo bleiben die Gegendarstellungen?  
Nach 2 Tagen Abstinenz von rulf.neigenfind.com heute endlich mein update. Was stelle ich fest? Dass erstens nicht überall Siemes drinsteckt, wo Siemes draufsteht, deshalb zweitens Siemes für seinen schnodderig vorbereiteten Gegenangriff ebenso wie seine halbwackeren Vorredner ordentlich Contra bekam und es konsequenterweise drittens dem Forum noch immer an einer standfesten Gegendarstellung mangelt.
(Falls die flüchtigen Obers, Lange, Kellner, Berndt, Preiswerk, Albrecht, Turner immer noch an selbiger arbeiten: vergesst es - Ihr werdet scheitern, denn Ihr müsstet mehr als nur Gerichtsurteile umschreiben. Ihr müsstet Euch schließlich selbst neu erfinden,denn ich sehe nichts in Eurem Schaffen, was mich an Euren Meister erinnern würde. Und ehrlich, das ist auch besser so!)
Stattdessen, viertens, Selbstgespräche, Nebenkriegsschauplätze und Stellvertreterkriege, Nichtssagendes, Gaga, Wiederholungen. Mehr Posing als Posting. Selbst die Nergerschen Brandsätze sorgen nurmehr für kurzes Flackern im Kamin.
Wenn es also schon vom Vorstand keinen Beleg für die Eignung Schirners zum Ehrenmitgliedsanwärter gibt, wo sind dann wenigstens die Wortmeldungen all derer, die ihn schließlich gewählt haben? Wo ist das verdammte Motiv, wenn schon kein benefit oder reason why? Ich will einfach immer noch wissen, was (mir) mit Schirner signalisiert werden soll.
Denn ich weigere mich zu glauben, dass man sich schlichtweg überhaupt keine Gedanken gemacht haben will (vielleicht nach dem Motto: Reicht ja, wenn das der Laudator macht!). Gab es keine Diskussion vor der Diskussion? Wie gewann der Vorstand seine bis heute nicht belegte Kompetenz für Person und Werk Schirners? Aus alten Annuals? Hat der Mann präsentiert? Gar gepitcht? Wurde die Ehrenmitgliedschaft der Kandidaten in ihrem zeitlich-situativen Zusammenhang betrachtet und geprüft?
Etwa der Art:
Wo sind unsere Wurzeln?
Auf welche Lehren berufen wir uns?
Welchen Arbeiten eifern wir nach?
Welche Haltung nehmen wir ein?
Was ist unser Selbstverständnis?
Sind wir nur dabei oder können wir (z.B.) Deutschland sagen, wo's langgeht?
Kann Werbung aus der Krise führen?
Welche Werbung kann aus der Krise führen?
Was kann die Werbung aus ihrer eigenen Krise führen?
Ist die Krise der Werbung eine formale, eine inhaltliche oder eine ästhetische Krise?
Was erwarten Kunden von Agenturen?
Dürfen Agenturen von Ihren Auftraggebern überhaupt noch etwas erwarten?
Was brauchen Kreative um kreativ sein zu können?
Braucht Kreativität heute einen neuen kategorischen Imperativ?
Wie lautet er?
Kann der ADC das leisten oder wenigstens katalysieren?
Wie schaffen wir den Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Haben die Alten den Jungen nicht genug beigebracht?
Haben die Jungen nichts verstanden?
Warum gibt es keine Visionäre? Sondern nur Turners?
Wo sind die Lautsprecher, Pausenclowns, Nonkonfirmisten, Originale?
Fehlt uns vor lauter Funktionalität der Mut, der Glanz?
Woher bekommen wir mehr Mut?
Ist Glanz wichtig?
Gibt es das eine ohne das andere?
Wollen wir die Antworten auf diese Fragen der Beratung überlassen? ...
Das ist nur ein Auszug aus einem ganzen Kanon an Fragen, die ein (theoretisch) so gewichtiges Organ wie der ADC (sich) doch wenigstens stellen muss.

Ist Schirner die Antwort?

KOMMENTAR VON julia todorow [@] | Extern | 22..2004 | 16:54 Uhr:
→ nerger versus bulle  
Erstaunlich mit welcher betonten Derbigkeit Wortentgleisungen in und um den ADC herum ein Forum finden... an die Beteiligten: Werbung als ein gesellschaftliches öffentliches subjektives Medium ... bei Benutzung des Sprechwerkzeuges bzw jedweder Schreibutensilien bitte kurzes Nachdenken,bzw. no Nerger for präsident, no Bulle for präsident...Schöngeister sind wieder gefragt, Bierhallengebrüder oder ähnliches zuhause bleiben, Nachwuchs holen.
mit freundlichen Grüßen
NichtmitGlied Julia Todorow

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 23..2004 | 21:56 Uhr:
→ ...es isch älles g´schwätzt!  
Liebe Post´ler,
ich schreibe jetzt mal gross und klein. Weil ein Kritikaster meinte, wer klein schreibt, denkt auch klein. Irgendwie kriegen wir den ursprünglich angepeilten Orgasmus nicht hin. Seit über einer Woche wird mehr oder minder versucht, dieses Forum am Leben zu halten. Koste es, was es wolle! Waren es in früheren Postings noch nette und weniger netto Nebenkriegsschauplätze, sind es heute, mangels Zielerkennung, Zielverfolgung, gar Zielverweigerung, Themen wie: ihr alten Säcke, wir Rookies oder Ich-habe-gemeint, Du-hast-mich-nicht verstanden. Selbst die Fakts wurden zum wiederholten Mal wiederholt. Selbst Neueinsteiger streichen die Segel, da sie schlichtweg die Zeit nicht aufbringen wollen resp. können, um dem roten Faden bis zum Ausgang zu folgen.

Hier ist jetzt der Initiator gefragt. Zieht er noch den Sicherungsstift aus seiner Handgranate oder hat er gar den Stift in der Hand und wundert sich, dass das Eisenteil schlaff im Gras liegt und nicht im Traum daran denkt, rrrrummmms zu machen? Oder ist er der Meinung, dass das Anschieben allein schon genügt?

Meinem ADC lässt sich trefflich dies und das vorwerfen. Übrigens, wem von uns nicht? Welchem Verband, welchem Verein nicht? Zielwasser ist jetzt mehr denn je gefragt. Den Neueinsteigern zur Erleichterung: hier geht es nicht um eine Abwahl, hier geht es um eine basisdemokratische Einberufung, um darüber zu diskutieren.

Entweder erweitert sich das Forum um Insider der ehemaligen GGK, die endlich aus der wissenden Ecke raustreten oder wir schliessen das Kapitel und chatten über den ADC als solchen. Dann erwarte ich aber genauso akribische Dossiers, wie sie der Pariser investigativ wundgepostet hat. Bitte nicht GALA- und EXPRESS-mässig, sondern profund und klipp-und-klar.

Derzeit habe ich das dumpfe Gefühl, dass wir im 5ten Gang durch eine 80er Kurve schlurfen, statt dieselbe, vorher runterschaltend, mit 4.800 Touren im 3ten Gang wegzubrettern. Andererseits hat es wohl keinen Zweck das Tempo zu erhöhen, wenn wir in die falsche Richtung fetzen.

Und so mache ich heute lieber eine fasnet-gemässe Dummheit und poste dies, als nie etwas G´scheit´s zu machen.

ho narroh, wenn ihr wisst, was ich meine. dh

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 23..2004 | 25:11 Uhr:
→ Rolf Gillhausen ist gestorben  
Noch eine traurige Nachricht: Fast genau einen Monat nach Helmut Newton hat der ADC wieder ein Ehrenmitglied verloren: Rolf Gillhausen ist am Sonntag im Alter von 81 Jahren gestorben. Der frühere 'Stern'-Chefredakteur und Art Director hat die unverwechselbare Bildsprache des Magazins geschaffen und 1976 sozusagen nebenher noch 'GEO' erfunden.

«GEO habe ich entwickelt, ohne daß wir einen Markttest gemacht hätten. Wir haben uns gedacht: Wenn wir das nur so gut machen, wie wir können, dann finden wir auch Leute, die sich dafür interessieren.» Herausgekommen ist nicht nur eine der besten Zeitschriften der Welt, sondern auch der einzige Erfolgstitel, der im Hause Gruner+Jahr jemals selbst entwickelt wurde. Alle anderen Titel wurden entweder zugekauft oder sind hurtig gefloppt.

Eines der wenigen Interviews von «Gill» kann man auf Horst Mosers Website lesen. Den ADC-Mitgliedern (und natürlich allen Nichtmitgliedern) zur Lektüre empfohlen, die sich fragen, was das wohl ist, eine «Lebensleistung».

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 24..2004 | 13:17 Uhr:
→ Choral am Ende einer Reise  
Liebe Gemeinde,

ich fühle dieser Tage eine merkwürdige Nervosität in Euch aufkommen. Ja, mitunter sogar Ansätze von Panik. Ein interessantes Phänomen übrigens, dass sich immer dann zeigt, wenn man nicht loslassen kann, an etwas festhalten will, dass in Begriff ist, sich davon zu machen. Die Liebe z.B., das Laster oder noch schlimmer: das Leben.
Nehmen wir die denkwürdige Fahrt der Titanic, damals vor über hundert Jahren. Kaum hatte der Eisberg den Stolz der sieben Meere aufgeschlitzt, da brach sie wie auf Kommando auch schon aus: die Massenpanik. Alles rannte planlos durcheinander, nichts funktionierte. Und warum? Weil allen klar war, dass es kein Entrinnen geben konnte. Warum ich gerade dieses Beispiel anführe? Nun, liebe Freunde, heute haben wir die historische Chance, alles besser machen zu können. Nur weil mal gerade nichts los ist auf dieser Seite, ist doch nicht gleich alles gescheitert. Ihr könnt einfach nicht genug bekommen und versucht zu erzwingen, was sich nun mal nicht erzwingen lässt.
Insbesondere Herr Henneka prescht immer wieder eifrig vor, aber was will er? Lieber Henneka, ich schätze ihre schlagfertigen Kommentare wirklich sehr, aber was sagen sie uns? Blättere ich so durch die Vergangenheit sehe ich nur einen großen, dicken Zeigefinger, der bei jeder Gelegenheit dazu mahnt, bitte bei der Sache zu bleiben. Tja, jetzt haben sie, was sie wollen. Keiner traut sich mehr etwas zu sagen, das mit der Sache nichts zu tun hat. Und über die Sache selbst ist eben alles gesagt. Klingelt´s? Ist es das, was Sie wollten? Es bleibt eben nichts ohne Folgen, nicht mal der Furz, den man lässt.
Ich werde Rulf Neigenfind heute nicht nur meine Hochachtung aussprechen, sondern ihn auch gleichzeitig bitten, diese Seite vom Netz zu nehmen. Am besten umgehend. Künstliche Verknappung. Was meint Ihr, wie traurig es dann in vielen Amtsstuben zugehen wird. Die morgendliche Netzlektüre, plötzlich ist sie weg. Mitten in der Nacht abgesoffen. Dann behält man sie vielleicht als das in Erinnerung, was sie ist. Eine Riesensache, ein Highlight. Der mutige Versuch, sich gegen Korruption, Vetternwirtschaft und Lethargie zu stemmen. Das ist doch aller Ehren wert!
Nun, der Kreis schließt sich. Die meisten Passagiere der Titanic sind nur deshalb bekannt geworden, weil sie ersoffen sind. Insbesondere die aus der dritten Klasse.
Und so schließe ich meine Predigt mit meinem Lieblingszitat von Schöngeist Oscar Wilde: Fanatismus ist die Verdopplung der Anstrengungen, nachdem man das Ziel aus den Augen verloren hat.

(Wer das Ende dieser Seite doch noch verhindern möchte, der kann eine Mail an mich schicken, die mindestens eine gute Idee enthält, warum sie weiterleben soll. 42 Mails sind allerdings nötig. Anonym gilt nicht.)

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 25..2004 | 23:37 Uhr:
→ Das ADC-Ehrenmitglied bleibt ADC-Mitglied  
Unser Vorstand hat den Neigenfind mit der vollen Schärfe der Satzung ausbremsen wollen. Hat ihn öffentlich als schlechten Demokraten hingestellt. Als einen, der sich nicht befrieden lassen hat. Hilfweise auch als eichenschubbernde Wildsau.
Hätte der Vorstand die Weisheit besessen, das zu unterlassen, hätte der Neigenfind keinen Rechtsrat gebraucht, wäre sein Anwalt nicht auf die Nichtigkeit der Wahlen gekommen und hätte der ADC zudem noch beweisen dürfen, dass sein Anstandsgehalt mindestens 10 % beträgt.
Zwar triumphiert nun—wieder einmal—die Büro- über die Demokratie, aber Fakt ist: Kein "polarisierendes" Ehrenmitglied, kein grotesker Kunde des Jahres. Die Ehre des ADC ist gerettet. Ein schönes Geburtstagsgeschenk zum Vierzigsten, oder?
Grüsse an alle von Rulf.
Für mehr Information hier klicken.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 26..2004 | 13:26 Uhr:
→ Einladung zum Feldversuch  
Ach Du Scheiße! Um es mal im Bierhallenjargon zu sagen. Das ist ja mal eine traurige Berühmtheit, zu der Herr Schirner da bei uns Jungspunten gerät. Da kennt man ihn gar nicht und weiß doch schon mehr, als man jemals wissen wollte. Da wird sich der Vereinsvorstand aber ganz schön ärgern. Wie erklären die dem armen Mann das jetzt? Hätte sich doch bloß mal einer zur Sache gemeldet. Der Herr Schirner wäre doch in jedem Fall auch bei der nächsten Mitgliederversammlung wiedergewählt worden. Auch bei der übernächsten und ich will nicht übertreiben, aber ich wette mal, auch bei der überübernächsten. Eieiei, so mancher Verein wird da demnächst in Turbulenzen geraten.
Ich prüfe übrigens gerade, ob ich im Fußballclub meines Sohnes, dem SC Victoria von 1895, seine Aufstellung als Rechtsaußen anfechten kann. Da muß doch irgendwas gehen, schließlich schießt der fast ausschließlich mit dem linken Fuß. Und das mit 5 Jahren. Hundert Mal habe ich dem Trainer schon meine Meinung dazu gesagt, nicht einmal hat er reagiert. Also, als ob der das extra macht. Ich hätte ja mit mir reden lassen, aber wer so stur ist, der darf sich am Ende nicht wundern. Jedenfalls dürften die Drogenhändler in Deutschland in Zukunft leichtes Spiel haben, wenn die Gerichte erstmal die zigtausend Fälle von Vereinsmeierei abarbeiten müssen.
Wo wir jetzt hier aber so eine schöne Seite haben, rege ich mal einen Feldversuch an, der mir schon lange auf der Seele brennt: Wir schreiben einen Film, in der jeder die Szene des Vorgängers weiterspinnt. Ein Kettenfilm sozusagen. Wer Spaß dran hat, ist herzlich eingeladen. Wenn wir 90 Minuten voll haben, beende ich die Geschichte und werde sehen, ob sich das nicht zum Kassenknüller verwurschteln lässt. Ich werde übrigens alles automatisch in Drehbuchform bringen, geschrieben werden darf anonym, mit falschem oder richtigem Namen, kurze Szenen, lange Szenen, alles, was Spaß macht. Und los geht´s:

Ein älterer Herr sitzt in seinem Büro im zehnten Stock über einem weißen Blatt Papier. Sein Büro ist total leer, wie scheinbar auch sein Kopf. Er kritzelt mit dem Stift auf dem Blatt herum und wirkt zunehmend nervöser. Er steht auf, atmet schwer, geht zum Schrank, öffnet eine Tür und siehe da: Eine kleine Hausbar. Hastig schenkt er sich einen Cognac ein, kippt ihn runter und schließt das Türchen eiligst wieder ab. Dann noch schnell ein TicTac hinterher und schon geht´s zurück an den Schreibtisch. Er sammelt sich, nimmt den Hörer von seinem Telefon ab und drückt eine Taste ...

"Frau Lange, kommen sie doch bitte mal in mein Büro."

Na? Wie geht´s wohl weiter?

KOMMENTAR VON Qwäntchen F. Tralalino [@] | Extern | 27..2004 | 11:35 Uhr:
→ Vorab-Filmkritik  
Lieber Metro-Goldwyn-Nerger,
na das war ja schon mal ´ne ergiebige erste Filmnacht für Sie und Ihre eine-hand-voll-Tolle Co-Autoren. Trotzdem- bei dem (vielleicht zu frühen) Versuch, dem Handlungsstrang zu folgen, hat selbiger mein Auffassungsvermögen doch irgendwie/wann abgewürgt. Wie war das - Sie wollten doch hin und wieder etwas ordnend eingreifen. So in etwa: was bisher geschah (...das hat man nun davon). Vielleicht kann sich die Autorenschaft (sind ja alles wohl versierte Reklamefilmer, die gewohnt sind "Krieg und Frieden" in 25sec. zu erzählen) auf a) kürzere Sequenzen einigen oder b) zur Auflockerung einfach mal das Genre wechseln.Solange Sie zusammenfassen, mach ich dazu mal unten weiter( So war das nicht gemeint - lieber Einstiegs-Blasbalg Federico).
Und ..........bitte.
Ihr Q.F.T.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 27..2004 | 12:52 Uhr:
→ Ben Hurz Zusammenfassung  
Ben Hurz im Schnelldurchlauf: Direktor im Büro, kippt Cognac, ruft Frau Lange, herein kommt Hans Joachim im Lederfummel, kurzes Besäufnis, sie laufen raus und halten am Schrank, Einsatz Kettensäge, der Kunde unterbricht damit die Präsentation für den Autoverleiher, Hans Joachim träumt die Leihbischof-Szene, wacht wieder auf, das Sousaphon wird von der Wand gerissen, das verabredete Zeichen, die Nadelstreifenleute fahren in die Vorstandsetage, es kommt zur großen Verwirrung im Konfi, der Direktor betritt den Raum, die Kostenfrage wird geklärt, Kettensäge macht sich selbständig, Schnitt ins Bordell, Schwarzblende, Gus Backus setzt ein, Werbeunterbrechung, zurück ins Bordell, Billighuren räumen Taschen aus, entdecken Vertrag, Direktor in den kalten Whirlpool, Cognac, TicTac, Telefon, Frau Lange erinnert an Termin im Kindergarten, Üzgür soll kommen, Direktor sucht seine Garderobe, torkelt an ausgestopftem Ehrenmitglied vorbei, im Adamskostüm zum Notausgang, zu spät, der Wortgewaltige himself steht vor ihm, zerrt ihn wieder rein, nach kurzem Palaver an der Theke schleicht sich der Direktor wieder weg und sucht seine Klamotten, Brioni-Hose taucht unter der Tür auf, alles wieder da, Schnitt ins Taxi, Direktor hält den Fahrer für Üzgür, der schmeißt ihn raus, Frau Lange hält im rosaroten Panda, Vollgas rauscht sie davon, der Lichtbildner im Rückspiegel, sie verliert die Kontrolle und knallt gegen einen Werbeblock, Schnitt, Konfi, Düsseldorf, Cleaner-Präsentation, Auftritt Krachmanoff, Schnitt, Krachmanoff auf dem Weg nach Berlin, Schnitt, Berlin, in einem rosaroten Panda findet die Sondersitzung statt, Anruf der Deutschen Telekom, Frau Lange betritt den Kofferraum, der Direktor flippt aus, Kopf durch das Stoffdach, Auftritt Krachmanoff, Verwechslung mit Panzer, Krachmanoff fährt in den Landwehrkanal, Frau Lange will losfahren und entdeckt den Cellokasten, zurück in Düsseldorf, Baudelaire und Co-Scheff machen sich Sorgen wegen des Briefings, unterdessen macht sich Krachmanoff auf den Weg zu seinem Reinigungsjob, Telefonat zwischen Düsseldorf und Berlin, Verbindung reißt ab, dramatischer Schlussakkord.

Alles klar? Die Ufo-Szene erlaube ich mir ersatzlos zu streichen. Bitte weiter als Kommentar im Beitrag Feldversuch. Vielleicht mit etwas mehr Verantwortung für´s Geld.

KOMMENTAR VON ein ex -GGK-Dabeigewesener [@] | Ausland | 27..2004 | 15:53 Uhr:
→ ...der werfe den ersten Stein.  
Mit 64 Jahren habe ich es nicht mehr so mit dem Computer. Gäbe es dieses Schwarze Brett gedruckt, fände ich Zeit und Muse, zu den einzelnen Dossiers/Postings Stellung zu nehmen. So aber wird es mir zuviel. Wer hat heute schon eine reine Weste? Die gibt es doch nur noch in der Waschmittelwerbung.

Schirner war in der Wahl seiner Mittel nie wählerisch. Da habe ich als einfacher AD auch so meine Erfahrungen gemacht. Ich hatte die Idee, zeigte sie ihm, er nickte sie ab und er ging allein als "Repräsentant" der GGK auf die ADC-Bühne, um die Medaille abzuholen. Na und? So war es halt. Meine damalige Wut habe ich längstens verloren.

Ehrungen haben schon manchen Grossen um seine Ehre gebracht.

Es grüsst, Rudolf Hagelstange

KOMMENTAR VON Jacoby III [@] | Hamburg | 27..2004 | 15:56 Uhr:
→ Springer & Jacoby  
Erinnert ihr euch noch an die klasse Kampagne zur Einführung der Mercedes-Benz A-Klasse?

Erinnert ihr euch noch an die ersten Berichte über den schwedischen Elchtest, bei dem das heiss erwartete und hoch gepriesene Produkt umfiel?

Erinnert ihr euch an das erste Statement des Konzernsprechers aus dem fernen Tokio: „Ein Vorstand kann nicht ein Statement abgeben, nur weil irgendwo auf der Welt ein Auto umgefallen ist.“

Erinnert ihr euch an den dann folgenden TV-Auftritt von Vorstand Hubbert und seinen arrogant herausgekotzten Satz „die Produktion in Rastatt stillzulegen, wäre hirnrissig.“

Erinnert ihr euch, wie sein Chef Schrempp wenige Tage später tatsächlich so „hirnrissig“ war, die Produktion in Rastatt zu stoppen?

Erinnert ihr euch, wie die Mercedes-Presseleute sechs Wochen lang gelogen, getäuscht, gedroht haben?

Erinnert euch das nicht auch fatal an die Situation, in der der ADC im Moment steckt?

Ein offensichtlich verantwortungsloser Herr Baader preist ein neues, angeblich einzigartiges Produkt an, das ADC-Ehrenmitglied Schirner.

Eine emotional ergriffene ADC-Jahreshauptversammlung goutiert die Produktpräsentation mit standing ovations.

Ein erste Testfahrt im verschneiten Paris bringt das Produkt zum Umfallen. Aber nicht, weil der Tester die „Grenzen der Physik“ überschritten hat, sondern das Ehrenmitglied und seine Protagonisten die Grenzen des Anstands.

Eine erstes Pressestatement des ADC-Vorstands teilt mit, dass „weder die formale Korrektheit der Wahl, noch die Lebensleistung Schirners angezweifelt werden.“

Ein dreister Herr Schirner sagt dem SPIEGEL, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien „absurd und falsch“.

Spätestens jetzt wird klar: was dem ADC fehlt, ist die damalige Schremppsche Entschlossenheit, einem unwürdigen Spiel ein Ende zu bereiten. Oder heisst unser Schrempp etwa Neigenfind?

Diese Turners, Schirners, Preiswerks und wie sie alle heißen, müssen weg. Sie sind unfähig, diesen Club zu führen und zu repräsentieren. Sie sind eine Schande für uns, für die Branche, für unser Land.

KOMMENTAR VON Charly Schlichthärle [@] | Frankfurt | 27..2004 | 21:41 Uhr:
→ Mein Werber-Deutschland.  
Ich war gerade auf einem Dreh in Kapstadt. Nichts besonderes: Saubere Hausaufgaben. Vorhin sass ich in einer Sachsenhausener Kneipe. Wollte nach sechs Wochen nur einen Äppelwoi kippen. Kommt der Ogilvy-ADC-Jack rein. Hast du schon gehört? Musste gucken. Schirner. Okay, jetzt guck´ ich.

NIX ALS COITUS CORRUPTUS.

Am Montag bin ich wieder in der Agentur. Ich freue mich schon auf meine Regalstopper.

War sonst noch was in Deutschland?
Gute Nacht, Ch. Sch.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 28..2004 | 17:50 Uhr:
→ ::::::::::Update for Bookmarkers::::::::::  
Wer das Schwarze Brett gebookmarkt hat und immer sofort hier landet, verpasst manches. Zum Beispiel die aktualisierten Dossiers und die teils überarbeiteten, teils neuen Legenden. Hier die direkten Links:

Zu den Dossiers: → Hier klicken | Zu den Legenden: → Hier klicken

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 29..2004 | 20:54 Uhr:
→ !!! VIRUS ALARM !!!  
Grosse Sauerei: Ein Drecksack versucht seit ein paar Tagen, einen Virus an ADC-Mitglieder zu versenden. Das Mail hat meine Mailadresse als Absender. Mir selbst hat er ein Mail mit der Absender-Adresse von Konstantin Jacoby geschickt. Dieser Windows-Idiot hat natürlich keine Ahnung, dass mein Mac gegen Viren immun ist. Trotzdem: Aufpassen!

KOMMENTAR VON Erich Mielke [@] | Frankfurt | 01..2004 | 22:04 Uhr:
→ Ich habe euch doch alle lieb!  
Der Vormarsch scheint zu stocken. Ich vermisse den Oberst i.G. Bernd Kreutz. Major Nerger dreht inzwischen wenig aufklärende Filme an der Heimatfront. Generalmajor Neigenfind hat sich wohl nach England abgesetzt. Hauptgefreiter d.R. Reserve Henneka ist auch nicht mehr der Alte und schielt schon auf einen rückwärtigen Posten als Sandkastenschieber in Berlin-Jury. Der ADC-Generalstab stabt im Sandkasten. Stuka-Leutnant Mandel ist auf Heimaturlaub. Funker Friedrich sucht verzweifelt den TV-Spielfilm-Plot. Fusilier Bünzli-Eberhardt versackt wohl im Basler Morgestreich. Obergefreiter Traut hat seinen Prügel schon seit 5 Wochen dem Kreiswehrersatzamt zurückgegeben. Feldmarschall Turner wurde undercover in Karlsruhe gesichtet. Ötzi i.R. Albrecht findet den Inn-Übergang nicht. Truppenbetreuer Hauptmann o.G. Heintzsch hat Probleme mit seinen Solisten, die möglicherweise keine Orden bekommen. OGFr Rasp ist abgedriftet in die Ersatzreserve II. Lieutnant Preiswerk hat zwar die Schweizer Grenze besetzt, allein es gibt dort kene Bunker mehr. Hauptgefreiter Bulle ist nach Bulle/FR abkommandiert. Es kann doch nicht wahr sein, dass ihr alle von meiner Fahne geht. Wenn doch,ist´s auch gut.
cut! e.m.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 02..2004 | 16:14 Uhr:
→ Holger Mischwitzky  
Ich dachte mir, ich schaue mal wieder rein und stelle fest: Das läuft wirklich schleppend hier. Alles scheint sich ausgetobt zu haben, was ja vielleicht auch einfach mal nötig war. All die angestaute Energie hat sich irgendwie kanalisiert, der Dampf wurde, mitunter richtig böse müffelnd, in Gänze abgelassen. Bei diesen lesend, bei jenen schreibend. Aber wie ich den Zahlen entnehmen kann, schauen die Leute immer wieder rein, scheinen also auf irgendwas zu warten und sind wahrscheinlich ganz traurig, dass nichts Neues "gepostet" wird, wie man heute so schön sagt. Gesagt getan. Also mich persönlich interessiert es natürlich sehr, was jetzt geschieht in den Reihen des ADC. So kurz vor der geplanten Zeremonie. Als Nichtmitglied bin ich ja sozusagen von den Informationskrümeln abhängig, die andere irgendwo fallen lassen und da lässt sich bis jetzt noch kein Ehrenmitglied draus backen. So gesehen könnte es sich hier auch nur um die viel zitierte Ruhe vor dem gewaltigen Sturm handeln oder aber um das längst besiegelte Ende der Ära rulf.neigenfind.com.
Das sich in unserem Vaterland, entgegen anders lautender Meinungen, auf jeden Fall noch immer eine ganze Menge bewegen läßt, durften wir Hamburger am Sonntag hautnah miterleben. Mit Wowereit in Berlin und von Beust in Hamburg sind die zwei größten Städte jetzt schon fest in schwuler Hand, deshalb sollte Herr Schirner vielleicht, als Geste der Versöhnung und Beitrag zur Entwicklung unseres geliebten Landes, selbst verzichten und Holger Mischwitzky aus Riga als Ehrenmitglied vorschlagen. Besser bekannt unter dem Kosenamen Rosa von Praunheim. Über sachdienliche Hinweise zum Thema würde ich mich sehr freuen.

Grüße aus Vaduz
Jürgen Nerger

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 02..2004 | 17:45 Uhr:
→ UMFRAGE: WIE GENERVT SIND ADC-MITGLIEDER?  
Heute erreicht die Mitglieder ein Rundschreiben unseres Vorstands HP Albrecht, in dem unter anderem davon die Rede ist: "Ich weiß, dass die meisten vom Thema Ehrenmitglied inzwischen schwer genervt sind..." (Originalton).

Ich selbst bin davon definitiv nicht genervt. Mich wundert und enttäuscht vielmehr, dass sämtliche Fragen, Vorwürfe und Zweifel zum Thema Ehrenmitgliedschaft vom ADC-Vorstand konsequent mehr oder weniger ignoriert werden. Auch fühlen sich die meisten Kollegen, mit denen ich Umgang pflege (ein Umfeld renitenter Querulanten von Henneka bis Mandel?) durch die Aktivitäten von Rulf Neigenfind keineswegs genervt. Im Gegenteil!

Deshalb hier wie auf der ADC-Homepage mal die kleine Umfrage: Gibt es wirklich eine ADC-Mehrheit, die vom Thema "polarisierende Ehrenmitglieder" genervt ist. Die berüchtigte schweigende Mehrheit? Nervt nicht viel eher die permanente Funkstille im Vorstand? Schreibt doch mal was dazu.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 02..2004 | 19:06 Uhr:
→ ::::::::::PRESSEMELDUNG DES ADC::::::::::  
Die heutige Pressemeldung des ADC.
Bitte klicken, lesen und kommentieren.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 03..2004 | 18:24 Uhr:
→ Das Statistische Fundamt gibt bekannt:  
Am kommenden Freitag, 5. März, ist die Site 8 Wochen online. Dann gibt es wieder eine schöne Säulengrafik. Hier aber schon mal vorab, wie es bis gestern aussah (in Klammern: Stand nach 4 Wochen):
Gesamtzahl Besucher16.659 (6.084) 
Gesamtzahl Seitenansichten169.304 (89.461) 
Gesamtzahl Postings613 (221) 
Durchschnitt Seitenansichten/Besucher10,6 (14,7) 
Durchschnitt Besuchsdauer (min:sec)10:26 (12:46) 

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 03..2004 | 22:54 Uhr:
→ Die wunderbare Welt der Werbung  
So, Freunde der gehobenen Bierhallenunterhaltung. Das Drehbuch zum ersten Teil des Films ist bereits so gut wie fertig. Ich konnte auch schon diverse Produzenten dazu bewegen, einen Blick ins Script zu werfen und ich muß sagen, das Interesse wäre geweckt. Natürlich musste ich noch dieses und jenes ändern, damit eine Geschichte draus wird. Einen Plot habe ich auch noch bei meinen Kindern unterm Bett gefunden, recht gut in Schuß und aus Echtholz. Der sollte also erstmal halten.
Ich habe mich nun für einen endgültigen Titel entschieden und auch dafür, eine Trilogie, ähnlich dem Herrn der Ringe, daraus zu machen. Gut, elf Oscars müssen es nicht werden, ich wäre auch schon mit fünf zufrieden. Titel der Materialschlacht, wie bereits in der oberen Zeile zu erkennen: «Die wunderbare Welt der Werbung». Subtitel der ersten Episode: «Willkommen im Club». Subtitel der zweiten Episode: «Das Imperium schlägt sich selbst». Die dritte und letzte Episode erscheint dann unter dem Titel «Die nächste Generation». Diesmal gebe ich eine kleine Synopsis mit auf den Weg, damit Eure Perlen an einem reißfesten roten Faden aufgereiht werden können, außerdem die erste Szene, damit der Anfang gemacht ist.
Die Synopsis für den zweiten Teil unter dem Subtitel «Das Imperium schlägt sich selbst»:
Im Berliner Capital Club trifft sich die Elite der deutschen Werbung zur Versammlung. Krachmanoff, Hurz und Frau Lange verschaffen sich Eintritt und geben das entführte Ehrenmitglied dem Gespött der Menge preis. Im Zuge der Auseinandersetzung entpuppen sich die sämtlichen übrigen Gäste im Saal als namhafte Kunden großer Agenturen oder Vertreter der Presse. Der Stammtisch wittert Verrat, hat aber längst die Karten aus der Hand gegeben. Um nicht gleich dem öffentlichen Gespött ausgesetzt zu sein und sämtliche Etats zu verlieren, lässt man sich auf einen Deal mit Presse und Wirtschaft ein und verpflichtet sich, aus der eigenen Portokasse eine Kampagne in Print und TV zu schalten, welche die ganze Nation über das wahre Treiben hinter den Kulissen deutscher Agenturen aufklärt und dem mündigen Bürger aufzeigt, wie gemeinhin mit Werbe- und nicht selten Steuergeldern umgegangen wird. Erarbeitet wird die Kampagne unter Supervision von Rulf Neigenfind und seiner persönlichen Auswahl von Mitarbeitern. Als die ersten Motive auf Plakaten, in Zeitschriften und im Fernsehen zu sehen sind, bricht in der Bevölkerung ein Sturm der Entrüstung los. Nur mit Hilfe von Polizei und Militär lässt sich die tobende Menge davon abhalten, führende Köpfe der Werbung öffentlich zu lynchen. Das ganze führt zum totalen Zusammenbruch der Werbewirtschaft und der bundesweiten Ausrottung der Werbung. Was am Ende übrig bleibt ist nur noch die Urzelle der Werbung. Die Mund zu Mund Propaganda. Von nun an fängt Werbung noch einmal ganz von vorne an. Ob das allerdings besser wird, erfahren wir erst im dritten Teil ....

Die erste Szene: In dem pikfeinen Berliner Capital Club, sitzt die Elite der deutschen Werbung beim festlichen Dinner zusammen. Die Szenerie erinnert an Greenaways «Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber». 25 Werberinnen und Werber sitzen an einer opulent gedeckten Tafel, vor sich einen Stammtischwimpel mit dem ADC-Logo. Sie essen nicht, sie fressen und schütten Unmengen teuren Fusel in sich hinein. Die Bosse dieser Posse sitzen gegenüberliegend vor Kopf und machen deutlich, wer hier was zu sagen hat. Hans Joachim auf der einen Seite, mit Gipsarm und Kopfverband, Sebastian auf der anderen, im auberginefarbenen, glänzenden Smoking und rosa Rüschenhemd. Die restlichen Tische sind mit wohlhabenden Capital Clubmitgliedern aus Politik und Wirtschaft besetzt. Krachmanoff, Hurz und Frau Lange verschaffen sich unsanft Eintritt, stürmen den Saal und führen einen gefesseltes und geknebeltes Ehrenmitglied an den Tisch, dass nur noch Unterhosen und ein T-Shirt mit der Aufschrift «I love Paris» trägt. Hans Joachim rülpst, vor sich drei leere Flaschen 97er Chateau La Cardonne ...

«Auweia, iss mir schlecht.»

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 03..2004 | 24:05 Uhr:
→ NEUE ABTEILUNG: PRESSE  
In der Menuleiste oben gibt es jetzt statt der BESTENLISTE eine neue Rubrik PRESSE. Es stand übrigens wieder etwas im "Handelsblatt", was eine Reihe von Fragen aufwirft. Mehr dazu hier: Das Verlassen des Komments".

Und Spiesser Alfons zollt heute in Sachen SchreIBMaschinen Ehre, wem Ehre gebührt.

(Die BESTENLISTE kann aber immer noch über die seitliche Navigation angeklickt werden.)

KOMMENTAR VON Erich-Honecker-Gedächtnisverein [@] | Extern | 04..2004 | 14:02 Uhr:
→ 40 Jahre ... da war doch schon mal was?  
Wir sind das Volk!!!

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 04..2004 | 18:15 Uhr:
→ Nach dem Ehrenmitglied nun der Ehrenkunde  
Reinhard Siemes nimmt sich in W&V den ADC zur Brust und klärt mit mathematischer Präzision die Frage, warum Audi beim ADC hätte Kunde des Jahres werden müssen, es aber nicht geworden ist. Zitat: «...die Audi-Leute sagten sich: "Nur weil 12 Prozent der ADC-Mitglieder einer schwäbischen Kabarett-Nummer auf den Leim gehen, müssen wir nicht ähnlich klein im Denken sein." Also sponsern sie wieder.» Lesen!

Hierzu erreicht uns soeben ein radiophonischer Bericht aus dem Land, in dem man alles ausser Bayrisch, Hessisch, Rheinisch, Platt, Sächsisch, Berlinerisch, Englisch, Französisch, Urdu, Tamil, Finnisch etc. kann. Bitte hier klicken und abwarten, bis es losgeht: Erwin & Gerd über die Auszeichnung für Baden-Württemberg. Systemvoraussetzungen: Real-Player sowie Grundkenntnisse in Schwäbisch.

KOMMENTAR VON Dietmar Henneka [@] | Stuttgart | 04..2004 | 22:54 Uhr:
→ ...ein zwischen-end-bericht.  
der nerger dreht seinen film weiter. übernächste woche ist adc-berlin angesagt. das gezerfe um den bundespräsidenten ist jenseits von gut und böse und erinnert mich dumpfstens an was. nur was?

159 poster und ungezählte suppen-poster kennen nun die liebespositionen. aber wo ist das mädchen?

aufklärung tut not? quatsch. die young radicals sollten uns altvordernen endlich erklären, was wir in der oswalt-kolle-ära, sprich michael-schirner-zeit, nicht kapiert haben.

stolpernd in gedanken, der dh

KOMMENTAR VON Ludwig Steinmetz [@] | München | 05..2004 | 17:34 Uhr:
→ Noch ein paar Legenden.  
Eine weitere Legende ist die Behauptung von ein paar Blustern, Michael habe den Club vor dem Untergang gerettet. Und ihm sei die Veränderung des Jurierungsvorgehens des ADC zu verdanken. Einmal las ich sogar, die der Annuals.

Mit Fleckhaus/Wolf/Vasata war ich mehrere Jahre Vize und in der damals 9-köpfigen Jury (M.S. habe ich da nicht erlebt, was ich aber auch vergessen haben könnte). Damals griff ich in einem meiner letzten Protokolle das Juryverhalten des ADC auf und an. Ich wollte dazu beitragen, dass der manchmal allzu saloppe Umgang mit den Regeln bis zu Unkorrektheiten methodisch unterbunden werden kann (ist der heute unterbunden?). Aber trotz des zu kritisierenden Verfahrens kam kein Mist ins Buch (wie ist das heute?). Jedenfalls hat das damalige Protokoll eine anschließende Mitgliederversammlung aufgegriffen und zur Veränderung geführt. Dass heute der ADC mit dem Veitstanz wirbt, die größte statt die qualifizierteste Jury der Welt auf die Beine zu stellen, passt, wenn auch nicht mir.

Niemand hat ernsthaft erwogen, den Club zu schließen, es gab keine Notwendigkeit, ihn davor zu bewahren. Reinhart Wolf wackelte sehr leicht, war ängstlich, so war er nun mal. Immer wieder musste ich ihm ein befürchtete Kostenrisiko ausreden und ihm abringen, dass wir wieder professionelle Annuals herauszugeben beginnen. Das war damals die eigentlichen Diskussion. Schließlich gab es nach «Zeitung, Beilagen, Anlagen und Saffian» sie dann ja wieder, die Annuals (inhaltfixiertes Layout H.P. Weiß).

Michael hat dem Club nie besonders nahe gestanden oder eine größere Rolle in ihm gespielt. Außer «seinen?» Arbeiten, hie und da etwas Redaktion und zwei Gags, als solche hat sie nämlich jeder—ich gehe bis heute noch davon aus auch er—gesehen (dem Sinne nach 1. schließt den Club, 2. man sollte 60% der Mitglieder das Stimmrecht aberkennen), nichts beigetragen. Ich hatte damals den Eindruck, er wolle das nicht oder habe keine Zeit, was auch immer.

Nach dem texterischen Feuer, dass aus der Sache bisher geschlagen wurde, was ich prima fand und finde, ist vielleicht die Zeit gekommen, etwas Essig hineinzugießen und die unschicke Wahrheit zu suchen. Der Vorsitzende und einige Vorstände scheinen dafür allerdings ungeeignet. Auf jeden Fall sollten sie daran erinnert werden, dass sie in erster Linie Mitglieder sind.

KOMMENTAR VON Rebell Rulf [@] | Ausland | 05..2004 | 23:36 Uhr:
→ Ben sagt ADC ade.  
Ben Oyne tritt nach 26 Jahren aus dem ADC aus. Der einstige Partner des Ehrenmitglieds bei GKO&S, der seit vielen Jahren als Fotograf und Regisseur in Paris arbeitet, gewann neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen zweimal einen Goldenen Löwen in Cannes. Laut HORZONT.net nennt er als Grund für seinen Austritt, dass sich der Verein "in der letzten Zeit eher negativ als positiv präsentiert" habe. Konkret nennt er die unangemessene Kritik an der Hochschul-Ausbildung des Nachwuchses, das 900-seitige Monster-Annual "The fight of the year" und die Affäre Sixt, bei der bekanntlich zwei prominente ADC-Mitglieder sich selbst, ihre Agenturen und die ganze Branche zum Gespött machten. Ausserdem erwähnt er "den in die Öffentlichkeit getragenen Kleinkrieg über das zukünftige Ehrenmitglied des ADC". Man wird vielleicht noch erfahren, wie er das genau meint. Mit der Fotografen-Verspottung hat es wohl nichts zu tun. Adjö, Ben.

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 07..2004 | 23:00 Uhr:
→ Spirit Awards  
Feldversuche zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch mal in die Hose gehen. So auch dieses Mal. Eine sinnvolle Zusammenfassung will mir an dieser Stelle nicht mehr gelingen und ich gebe zu, dass mir die Motivation fehlt, noch einmal von vorne zu beginnen.
Leider stehe ich auch unter Zeitdruck und der Gedanke, morgen zum Dreh nach Prag reisen zu müssen, lässt mich nicht auf ein befriedigendes Ende vor den Festspielen in der Hauptstadt hoffen. Das alles ist aber nicht schlimm, denn aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.
Damit die nächsten knapp zwei Wochen aber nicht völlig an dieser Seite vorübergehen, schlage ich vor, mal darüber nachzudenken, was bei der diesjährigen Verleihung eigentlich Eurer ADC-Mitglieder-Meinung nach passieren sollte. Demonstrationen? Attentate? Boykott? Massenaustritt?
Nun, mir jedenfalls ist nicht zum ersten Mal bewusst geworden, dass es bei der alljährlichen Verleihung nicht darum geht, die beste (und zwar nur die beste) Kreation des zurückliegenden Jahres auszuzeichnen, sondern das diese Veranstaltung in erster Linie dazu dient, alle Egos sämtlicher beteiligter Gruppen zu befriedigen und eine Menge Geld auszugeben für fragwürdige Dinge. Was aber auch niemandem neu sein dürfte. Bei über 7.000 Einsendungen jedenfalls wir mir sehr deutlich, dass die Vorstellungen darüber, was Gold, Silber oder Bronze sein könnte, doch sehr weit auseinander gehen. Ich habe lange überlegt, aber mir fallen nicht einmal 70 würdige Ideen ein, die mir im Laufe des letzten Jahres beim regelmäßigen durchblättern der Zeitungen und durchzappen von Werbeblöcken aufgefallen sind. Ich halte es deshalb für sinnvoll, einen weiteren Wettbewerb ins Leben zu rufen, der nicht als Gegenveranstaltung angesehen werden sollte, sondern lediglich Arbeiten unter anderen Gesichtspunkten bewertet. So wie die Spirit Awards vielleicht, die in der Nacht vor der Oscar-Verleihung in einem Zelt am Strand von Santa Monica stattfinden. Da gehen auch alle hin, nur eben in Jeans und es geht weniger darum, die Filme auszuzeichnen, die man einfach auszeichnen muß, weil sie eine Milliarde an der Kinokasse eingespielt oder eine extra große Lobby hinter sich haben. Ich denke, ein solcher Wettbewerb könnte durchaus Sinn machen und deshalb werde ich mich in nächster Zeit damit auseinander setzen, wie man so etwas organisieren könnte. Dann treffen wir uns vielleicht schon im nächsten Jahr am Abend vor der großen ADC-Verleihung in einem kleinen Zelt am Bundespressestrand wieder und freuen uns zwanglos über gute Werbung, ein leckeres Bierchen und den ein oder anderen Gewinner, der am Tag darauf vielleicht leer ausgeht. Oder auch nicht. Wer weiß. Für heute verbleibe ich und gratuliere Ben Oyne zu dem bis dato einzigen konsequenten Schritt.

KOMMENTAR VON Jean Lessenich [@] | Extern | 08..2004 | 12:58 Uhr:
→ angela merkel neue ADC vorstandsvorsitzende  
aus dem programm der neuen vorsitzenden:

1. kündigungsschutz renitenter mitglieder wird sofort abgeschafft.

2. ms wird bundespräsident dank seines einsatzes für nukem in den achtzigern und seiner wahlkampagne für die grünen mit dem unsäglichen smilie als visual.

3. rulf neigenfind wird an george dabbeljuh ausgeliefert. da der verdacht naheliegt, das er in zusammenarbeit mit osama bin laden vorhat, die nächste adc versammlung auf den 11. september zu verlegen.

4. auszeichnungen, hall of fame werden nur noch an mitglieder vergeben, die öffentlich am brandenburger tor 10 niederwerfungen vor ms vollziehen sowie dem alten neuen vorstand unter a. merkel und eine entsprechende summe auf das franz-josef-strauss-gedächtnis-konto einzahlen. welches sich bei der filiale der deutschen bank auf den kaiman inseln befindet. konto inhaber: der jetzige vorstand.

5. adc mitglieder über 50, die sich noch an die ggk oder wolf rogosky erinnern, verlieren ihren anspruch auf rente und haben sich sofort in den gulag am nördlichen polarkreis zu begeben.

6. hauptversammlung, preisverleihung sowie adc fest werden in zukunft von rtl 2 ausgerichtet und live ausgestrahlt vom big brother-container aus und von d. bohlen moderiert.

7. fällt aus, da herr nerger herausfand, dass alles sowieso nur eine computersimulation ist und unter dem namen matrix vom cia in zusammenarbeit mit bnd und kgb sowie bill gates als computerspiel für nintendo entwickelt wurde.

ps. der bis dahin geheimgehaltene autor wird hier auch verraten: er heißt samuel beckett alias dieter thomas heck und das stück heißt warten auf den osterhasen.

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Sektion | 09..2004 | 15:10 Uhr:
→ MICHAEL SCHIRNER RETTET DEN ADC!  
Eben lese ich durch einen Hinweis durch Ludwig Steinmetz, dass im Februar in Hamburg protokolliert wurde, dass Michael Schirner den ADC reformiert und dadurch gerettet hätte (O-Ton!).

Das ist eine echte Hammer-Aussage, von der viele jüngere Mitglieder bisher absolut nichts gewußt haben. Ich meine, wenn der Mann den ADC damals vor dem sicheren Untergang gerettet hat, dann muss es doch irgendwelche Dokumente, Zeitzeugen, Fakten zu diesem Thema geben.

Wer von den langjährigen Mitgliedern kann uns Ahnungslosen denn bitte berichten, wieso der ADC damals dem Untergang geweiht war. Und uns zweitens endlich erklären, wie Michael Schirner den ADC gerettet hat. Das sind keine ironischen, sondern sehr ernst gemeinte Fragen. Es gibt hierzu ganz gewaltige Informationsdefizite.

Ist naiv, wer noch immer zuversichtlich auf Aufklärung hofft?

KOMMENTAR VON Jean Lessenich [@] | Sektion | 10..2004 | 18:57 Uhr:
→ neigenfinds kampagne sei spurlos an ihm vorüber gegangen...  
...sagt ms in der rheinischen pest. was bleibt da noch? ideenklau?
ms original zitat: "In der Werbung arbeiteten immer Teams zusammen, Preise und Auszeichnungen gelten immer für alle Beteiligten."
ja wenn das so ist...
...wer wird den da ausgezeichnet? wieso wird da überhaupt einer ausgezeichnet? und wenn doch, könnte man ja irgendeinen x-beliebigen nehmen? wie wärs mit dieter pisculla? nein, was er sagt ist doch eigentlich, dass alle dran beteiligt sind. das ganze team, vielleicht die ganze ggk? oder ist die schon ehrenmitglied, da wdr und pg schon ehrenmitglieder sind?
dear maikel, wäre doch ne tolle aktion: bei der verleihung lehnst du ab und sagst: "liebe freunde, ich war nur teil eines großen ganzen, das aus drei buchstaben und vielen netten und hilfreichen menschen bestand. ohne die wäre ich nie papst geworden. und deswegen schlage ich vor, wir verleihen die ehrenmitgliedschaft posthum der ganzen ggk. gott habe sie selig."

KOMMENTAR VON true love [@] | Ausland | 11..2004 | 15:24 Uhr:
→ der erste Papst-Entmächtigungs-Wettbewerb  
1 Preis: ein Essen in Paris mit R.N. aber nur in dessen Küche, weil ein gemütlicheres Restaurant gibts nirgends.

2 Preis: ein Imbiss in Paris mit R.N. aber nur in dessen Küche, weil ein gemütlicheres Bistro gibts nirgends.

3 bis 100 Preis, je ein Päckchen Backoplaten, ersatzweise Eßpapier.


Ihr Lieben,

von nix kütt nix, sagt man im Rheinland. Und das ist in der Tat so. Weil andere so gute Ideen hatten, wurde der Papst so mächtig. Das akute Problem unseres ja nur zweidimensionalen Papier-Papstes: Er kann nicht mehr klauen. Die Situation gabs noch nicht, wo sollte er nun abgucken? So schweigt er denn. Schweigen ist Gold ? Wie wärs, wir bieten ihm jede Menge Material zum Kupfern, also dumm-dünn-dreiste Ausreden, scheinbar kluge Ausreden, lustige Ausreden, Ausreden, die Brüllen lassen etc. Wir autorisieren ihn vorab, er darf sich nehmen, was er will. Und damit sich die Arbeit auch lohnt, stiftet Rulf N. den 1 + 2 Preis, ich übernehme die Backoblaten. Vielleicht sollten wir eine Jury bilden? Wer will freiwillig? Darf ich einen ersten Vorschlag machen?

Bernd
Jean
Reinhard
Dietmar
Rulf
Herr Nerger u.a. ???

oder wie in der Hitparade hier, alle stimmen ab, basisdemokratisch sozusagen.

Mein Vorschlag für den Papst zum Abkupfern:

HL: Ich kann nix dafür

Copy: In mir hockt ein Wesen, das macht einfach was es will. Ohne mich zu fragen. Es beherrscht mich. Ich bin nur sein Werkzeug. Es bedient sich meiner, es mißbraucht mich, mein Leben lang hat mich dieses scheußliche kleine Wesen mißbraucht. Ich bin ein 68 und damit in der Schuld unschuldig. Wie das geht schreibt schon Nicolas Luhmann in: Njet-Set und Terror Desperados. Ihr seht, das ist ein berühmter Mann und wie wir alle wissen: berühmte Männer lügen nicht. Es ist mein inneres, ungeliebtes Kind, das hat meine Therapeutin entdeckt, viele Jahre hat sie dafür gebraucht, es zu entdecken, es ist so scheußlich raffiniert, kann sich so gut verstecken.Leider ist es ihr, trotz allem Engagements nicht gelungen, mich von diesem Wesen zu befreien, sogar mechanisch hat sie es versucht, Mensch Leute, das waren mittelalterlische Methoden und selbst die Weleda Heilsalbe brauchte Wochen, meine Wunden zu heilen. Das dumme an diesem Wesen ist: es will leben, wie jedes Kind will es leben, das geht aber nur, wenn ich immer die besten Noten schreibe, die besten Klausuren, nur dann darf es leben, nur dann mag meine Mami mich. Ich fiel in ein tiefes schwarzes Loch, als ich die uni verließ. Meine Rettung: Die Werbung. Da gibt es auch gute Noten, zwar nur einmal im Jahr, aber immer noch besser als keine. Das Problem an der Werbung, da waren welche, die waren so gut wie ich oder auch ein kleines Bißchen besser. Die konnten mir die guten Noten klauen. Und da ich die, wie ihr nun alle wißt, zum Leben brauche, Mensch, die anderen können doch ohne gute Noten leben, die haben es gut, die sind privilegiert, denen backt die Mami einen Apfelkuchen einfach so, auch ohne Metalieen, mußte ich Mundraub begehen. Zum Überleben. Jawoll, Mundraub, Kirchen aus Nachbarsgarten, sozusagen, und weil ich soviele geklaut habe, bin ich doch auch der Papst, ehm, der Werbepapst, das ist doch logisch. Ebenso logisch ist, das einer, der so genial geklaut hat wie ich, Leute, das ist Kunst, echte Kunst in allerhochhöchster Reinkultur, Ehrenmitglied wird. Genau, nehmt mich wie ich bin, als König der Diebe, in allen Ehren, euer Michael.

KOMMENTAR VON WOODWARD BERNSTEIN [@] | Sektion | 12..2004 | 03:24 Uhr:
→ Nagelgate  
Ob Ehrenmitglied oder Kunde des Jahres - wenn man hört, wie jetzt rumgefragt wird, darf man auf die übernächsten Ausgaben von SPIEGEL, FOCUS & Co. sicher ziemlich gespannt sein. Ich melde schon mal ein Copyright auf den Betreff oben an.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 12..2004 | 11:39 Uhr:
→ GEMEINSAME ERKLßRUNG ADC / RULF NEIGENFIND  
GEMEINSAME ERKLÄRUNG DES ART DIRECTORS CLUB FÜR DEUTSCHLAND E.V. (ADC) UND DES ADC-MITGLIEDS RULF NEIGENFIND:

AUSEINANDERSETZUNG BEENDET.

BEIDE SEITEN ERLÄREN DIE AUSEINANDERSETZUNG UM DAS ADC-EHRENMITGLIED 2003 FÜR BEENDET.

DER ADC-VORSTAND SICHERTE ZU, DAS EHRENMITGLIED 2003 AUF DER NÄCHSTEN MITGLIEDERVERSAMMLUNG IN EINEM SATZUNGSKONFORMEN WAHLGANG BESTÄTIGEN ZU LASSEN.

DAS ADC-MITGLIED RULF NEIGENFIND ERKLÄRTE, IM GEGENZUG AUF RECHTSMITTEL GEGEN DIE VERGANGENEN WAHLEN ZU VERZICHTEN UND SICH AN DISKUSSIONEN ÜBER DIE BELANGE DES ADC KONSTRUKTIV ZU BETEILIGEN.

SEBASTIAN TURNER            RULF NEIGENFIND
BERLIN/PARIS, 11. MÄRZ 2004

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 12..2004 | 13:47 Uhr:
→ Ach so.  
Na, das ist ja ein ganz spektakuläres Ergebnis! Meinen Glückwunsch. Ein Meilenstein in der Geschichte der Kommunikation. Diesen Fall werde ich während meines nächsten Seminars von meinen Studenten nachspielen lassen. Herr Schirner wird also nächste Woche ausgezeichnet und im Herbst gewählt. Chapeau. Warum nicht einfach mal den zweiten Schritt vor dem ersten tun? Denn eines ist ja wohl klar. Wenn die Mitglieder ihn nächste Woche auf der Bühne bejubeln, werden sie ihn wohl im Herbst auch wählen müssen. Ansonsten würden sie sich ja komplett der Lächerlichkeit preisgeben.
Was in Gottes Namen ist hier eigentlich los? Jetzt hab´ich mich auch mal genauestens über die Wahl des Kunden des Jahres informiert. Das ist ja derartig peinlich, dass mir fast das Kotzen kommt. Seid ihr ADC-Mitglieder, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen, denn eigentlich alle komplett wahnsinnig geworden? Ich dachte, ich wäre der Irre in dieser Branche, langsam dämmert mir aber, dass ihr alle noch viel viel bekloppter seid als ich. Ja, ich möchte sogar so weit gehen und behaupten, ich bin einer von ganz wenig normalen Menschen weit und breit.
Hin und wieder leiste ich mir einen cholerischen Anfall, dann und wann eine eigene Meinung. Ganz normal, dachte ich. Ab und zu habe ich mal eine gute Idee, gern auch mal eine schlechte und dann hoffe ich, dass die mir einer ausredet.
Leute, insbesondere Ihr, die Ihr Mitglied im ADC seid und Euch hier wie viele andere jeden Tag alles reinzieht, was geschrieben steht, aber mit nichts was zu tun haben wollt. An Eurer Stelle würde ich mir ernsthaft Sorgen machen, denn eure Gesichter sind schon kaum noch zu erkennen. Ihr steht jeden Abend vorm Spiegel, da wette ich, verdreht Euch den Hals und sucht vergeblich Euer Rückgrat. Sicherlich müsst Ihr auch sehr lange heiß duschen, um Euch von dem Aufenthalt in irgendwelchen Hintern reinzuwaschen. Und jetzt diese Posse beim ADC. Da macht ihr eine Pfeife zum Ehrenmitglied und merkt es nicht mal. Das ist doch nun wirklich mehr als bewiesen. Was ist denn so schlimm daran, zuzugeben, das man scheiße gebaut hat? Und dann dieser Kunde des Jahres, das darf doch alles nicht war sein! Audi oder Baden Württemberg. Das stinkt doch derartig zum Himmel, ein Wunder, daß der Carsten Heintzsch niemanden erschossen hat. Das Euch überhaupt noch einer Eurer Kunden ernst nimmt. Naja, bei genauerer Betrachtung macht das ja kaum einer.
Ich denke, wenn Ihr nicht bald gesundet und auf den harten Boden der Realität zurück kommt, dann werdet ihr alle in der gleichen Klinik auf den Fluren auf- und abwandern, an die Decke starren und Euch fragen, was in Eurem Leben eigentlich alles schief gelaufen ist.
Macht doch vielleicht mal irgendwas normales, was menschliches. Heult, flucht, schimpft, lasst bei eurem Nachbarn die Luft aus den Reifen oder geht auf die Kirmes und fahrt zehnmal hintereinander besoffen Achterbahn. Vielleicht rüttelt sich dann irgendwas gerade.

Trotzdem danke für eine herrliche Komödie mit einem kuriosen Finale.

KOMMENTAR VON Jürgen Mandel [@] | Berlin | 12..2004 | 14:59 Uhr:
→ Sektion Schilda  
Nach dem gemeinsamen Beschluss der ADC Sektion Schilda schlage ich vor, in Zukunft auch im Wettbewerb nach dem jetzt beschlossenen Verfahren vorzugehen:
Im März verleiht der Vorstand eigenmächtig Medaillen, im Juli liefern Schwertransporter das neue Buch aus und im Winter dürfen die Mitglieder dann darüber richten.
So kann Audi nächste Woche doch noch Kunde des Jahres werden.
Abgestimmt wird ja eh erst im September. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich da noch dabei sein werde.

KOMMENTAR VON Fritz Reuter [@] | Sektion | 12..2004 | 15:23 Uhr:
→ CDA??  
Sorry - manchmal muß man zugeben, gescheitert zu sein:
Ich habe den Versuch gemacht, meinen Kommentar rückwärts zu schreiben - so, wie ich die Endlösung des Falles eines Ehrenmitglieds (AD´s bitte den Doppelsinn beachten!) hier vorgeturnt kriege: Zuerst die Verehrung, dann die dazugehörigen Wahlen??!!
Dabei ist mir vor Lachen erst schwindlig, dann ganz schlecht geworden. Hilft da nicht am besten austreten?
Mit mulmigsten Grüssen
F.R.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 12..2004 | 19:26 Uhr:
→ Ganz neue Interpretation  
Irgendwie hab ich's geahnt, dass mit dieser Gummi-Erklärung jeder macht, was er will.

new business, 12. März, 16 Uhr 45:

Der ADC und sein Mitglied Neigenfind vertragen sich wieder

Der ADC-Vorstand unter Präsident Sebastian Turner (Scholz & Friends) hat mit seinem rebellischen Mitglied, dem Pariser Rulf Neigenfind, einen Kompromiss geschlossen, bei dem beide Seiten ihr Gesicht wahren. Zur Erinnerung: Neigenfind hatte versucht, die Wahl von Altmeister Michael Schirner zum Ehrenmitglied anzufechten. Hatte zu diesem Zweck versucht, eine außerordentliche Mitglieder-Versammlung einzuberufen, die dafür nötigen 10 Prozent der Mitglieder aber nicht auf seine Seite bekommen. Neigenfind hatte dann mit rechtlichen Schritten gedroht, nicht zuletzt auch gegen die Veröffentlichung des diesjährigen ADC-Buches mit eben jenem Schirner als Ehrenmitglied darin. Mit dem Schmelzen des Wintereises ist diese Kuh jetzt da runter. Neigenfind verzichtet von sich aus auf alle rechtlichen Schritte, Schirner wird Ehrenmitglied und das ADC-Buch wird erscheinen. Im Gegenzug wird der ADC auf seiner nächsten ordentlichen Mitglieder-Versammlung den Modus der Wahl zum Ehrenmitglied noch einmal eingehend diskutieren und bestätigen. Das ging gerade noch mal gut, die Party, pardon: der Kreativwettbewerb des ADC am nächsten Wochenende kann ungehindert abgehen.

KOMMENTAR VON SEISMO [@] | Sektion | 12..2004 | 19:48 Uhr:
→ WAHL ODER QUAL?  
Dringender hilferuf: Ist ein jurist unter den anwesenden? Was geschieht weiter: wird das ehrenmitglied neu gewählt oder nur über den wahlmodus abgestimmt? Was ist mit dem kunden des jahres? Wenn die wahl zum ehrenmitglied nicht rechtens ist, wieso soll es dann die wahl des kunden sein? Hä? hier ist sicher ne fachkraft, die uns das verklickert.

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 12..2004 | 22:03 Uhr:
→ Am Montag hier: Richtigstellungen & Präzisierungen  
Die seit heute morgen in der Presse und unter den ADC-Mitgliedern verbreitete Interpretation der gestern geschlossenen Vereinbarung veranlasst mich, einige Punkte zu präzisieren und einige richtig zu stellen. Ich bitte jedoch um Verständnis, wenn ich mir dazu bis Montag Zeit lasse.

KOMMENTAR VON ANDY MßLLER [@] | Sektion | 15..2004 | 21:04 Uhr:
→ GOLD ODER KUPFER - HAUPTSACHE BERLIN!  
Leute, das mit Mailand oder Madrid habe ich mir anders überlegt. Wenn Nerger einen neuen ADC aufmacht, spiele ich lieber dort noch ein zwei Jahre.

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 16..2004 | 02:24 Uhr:
→ Richtigstellungen zur Vereinbarung  
Folgendern Text habe ich auf das ADC Blackboard gestellt:

«Wie inzwischen hinlänglich bekannt, habe ich am vergangenen Donnerstag eine Vereinbarung mit dem ADC-Vorstand abgeschlossen. Teil dieser Vereinbarung ist eine gemeinsame Presseerklärung (sie ist auf der Startseite meiner Website zu lesen). Sie ist leider von vielen als "die" Vereinbarung missverstanden worden. Die Vereinbarung ist jedoch in den entscheidenden Punkt sehr viel präziser als die Presseerklärung.

Die Presseerklärung wurde am späten Freitagnachmittag an alle ADC-Mitglieder verschickt. Allerdings konnte es der Vorstand nicht lassen, sie mit folgendem Kommentar zu begleiten:
"Herr Neigenfind wird die von ihm erwogene Klage gegen die Form der Wahl des Ehrenmitgliedes nicht anstrengen. Die bei Herrn Neigenfind bestehenden rechtlichen Bedenken werden dafür durch einen bestätigenden Beschluss auf der kommenden Mitgliederversammlung im September ausgeräumt."

Leider werden in den zwei Sätzen dieses Kommentars gleich drei Unwahrheiten verbreitet:
Erstens wäre die Klage nicht gegen die "Form der Wahl" angestrengt worden, sondern um die Nichtigkeit der Wahl festzustellen.

Zweitens handelt es sich hier nicht um bei mir "bestehende rechtliche Bedenken", sondern um Gesetzes- und Satzungsverstösse, die von einem renommierten Vereinsrechtler ganz ohne meine Mithilfe festgestellt wurden.

Drittens hat der Vorstand sich in der Vereinbarung nicht zu einem "bestätigenden Beschluss", sondern zu einer Wiederholung der Wahl verpflichtet.

Diese mehr als schiefe Auslegung der Vereinbarung zeigt, dass der Vorstand deren Tragweite entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen will.

Interessant ist auch, mit welchen Kommentaren die Vereinbarung der Presse von unserem Vorstandssprecher erläutert wurde. Mehrere Journalisten haben mich angerufen und mir berichtet, Herr Turner habe ihnen bedeutet, die Vereinbarung sei ohne jede praktische Bedeutung. Sie sei nur abgeschlossen worden, um mich, einen notorischen Nörgler, ruhig zu stellen und mir zu erlauben, das Gesicht zu wahren. Bei denjenigen, die meine Initiative unterstützen, handele es sich um Spinner und pathologische Querulanten. Weiter gab Herr Turner zu verstehen, er habe auf ganzer Linie gesiegt, denn auf der nächsten Mitgliederversammlung werde es weder eine Wiederholung der Wahl des Ehrenmitglieds noch des Kunden des Jahres geben -- bestenfalls einen "Bestätigungsbeschluss". Nebenher versucht er, meine Motive mit der Lüge zu diskriminieren, Herr Schirner habe mich damals gefeuert (was jedoch schon deshalb nicht sein kann, weil ich diesem Herrn nie unterstellt war).

Ich denke, dass diese Art von "Öffentlichkeitsarbeit" nun doch ein paar Richtigstellungen und Präzisierungen erforderlich macht:

• Die Vereinbarung kam zustande, weil der Vorstand entweder entsprechend rechtsberaten wurde oder womöglich auch selbst eingesehen hat, dass weder das Ehrenmitglied noch der Kunde des Jahres rechtmässig gewählt wurden. Der Stuttgarter Zeitung gegenüber deutete Herr Turner an, der Vorstand wappne sich "für eine juristische Niederlage". Verteidigen wollte der Vorstand sich auch plötzlich nicht mehr mit dem ursprünglich ins Feld geführten Argument des "Gewohnheitsrechts", sondern indem er mir eine Batterie von Gegenklagen wegen Verletzungen von Urheberrechts-, Marken- und Persönlichkeitsrechten angedroht hat.

• Selbsterständlich betrifft die Nichtigkeit der Wahl des Ehrenmitglieds auch die Wahl des Kunden des Jahres. Letzterer wurde zwar auf ausdrücklichen Wunsch des Herrn Turner aus der Vereinbarung herausgelassen, ist und bleibt aber dennoch nicht gewählt. Im Übrigen hat meine Initiative ja nie auf den Kunden des Jahres abgezielt, weshalb ich schon früh angeboten hatte, den Kunden des Jahres aus der Sache herauszuhalten, sofern der Vorstand zusichert, dass das Ehrenmitglied -- wie jetzt vereinbart -- neu gewählt werden muss. Dies wurde vom Vorstand jedoch zunächst und bis letzten Donnerstag rundweg abgelehnt.

• Der Abschluss der Vereinbarung vom 11. März repariert die Satzungsverstösse bei den Wahlen keineswegs. Sie bleiben bestehen und können auch nicht durch einen "bestätigenden Beschluss über der Form der Wahl" (was der Herr Turner gerne machen würde) wieder gutgemacht werden (das gilt im Prinzip auch für die Wahlen in den früheren Jahren). Lediglich für die Zukunft kann das Wahlverfahren geändert werden, und zwar ausschliesslich durch eine Satzungsänderung.

• Die Tatsache, dass ich auf Rechtsmittel verzichte, bedeutet nicht, dass nicht ein anderes Mitglied Rechtsmittel in derselben Sache einlegen könnte. Herr Turner hat seinem Kunden des Jahres allerdings versichert, dass in dieser Beziehung keine Gefahr bestehe, denn ausser drei notorischen Querulanten stünden sämtliche ADC-Mitglieder wie ein Mann hinter ihm. Dabei übersieht er freilich, dass nur einer dieser 3 Querulanten einen Antrag an die kommende Mitgliederversammlung zu stellen bräuchte, in dem die Wiederwahl des Ehrenmitglieds und des Kunden des Jahres auf der Basis der Vereinbarung gefordert wird.

• Schliesslich noch ein Punkt: Der Vorstandssprecher Turner verkündet ständig, ich hätte die erforderlichen 10 Prozent der Mitglieder nicht erreicht und würde deshalb als "schlechter Verlierer" (ADC-Pressemeldung vom 2. März) mit Rechtsmitteln drohen. Abgesehen davon, dass mir schleierhaft ist, woher Herr Turner die Information über die angeblich nicht erreichten 10 Prozent hat, möchte ich nochmals darauf hin weisen, dass die Stimmensammlung abgebrochen wurde, weil weder eine ordentliche noch eine ausserordentliche Mitgliederversammlung ein Ehrenmitglied abwählen kann, das nicht rechtmässig gewählt wurde.

Ich finde es besonders traurig, dass Herr Turner nur wenige Augenblicke, nachdem er mir per E-mail seine "Freude" über die Beendigung der Auseinandersetzung ausgedrückt hatte, eine derartig fragwürdige Kampagne gestartet hat.

Schliesslich noch eine Bemerkung: Dass ich dies alles in ungewohnter Milde ausdrücke, sollte nicht als Ausdruck meiner Verärgerung und Enttäuschung missverstanden werden. Die Milde ist ausschliesslich dem mässigenden Einfluss meines Anwalt zuzuschreiben.»

--------------------------------------------------------------
Wortlaut der Vereinbarung.

1. Der Vorstand des ADC verpflichtet sich, das Ehrenmitglied 2003 durch eine gesetzes- und satzungskonforme Wiederholung der Wahlen auf der nächsten Jahreshauptversammlung (voraussichtlicher Termin: September 2004) bestätigen zu lassen.

2. Im Gegenzug verzichtet Rulf Neigenfind darauf, Rechtsmittel gegen die Wahlen vom 13. September 2003 sowie die Wahlen in früheren Mitgliederversammlungen einzulegen.

3. Beide Parteien werden nach Abschluss dieser Vereinbarung die beigefügte gemeinsame Presseerklärung veröffentlichen.

4. Ergänzend wird vereinbart:

4.1 Rulf Neigenfind wird alle negativen Äusserungen über den ADC oder den ADC-Vorstand, soweit sie von ihm selbst verfasst worden sind, von der Website rulf.neigenfind.com entfernen. Die gemeinsame Presseerklärung wird auf die erste Seite der Website gestellt. Rulf Neigenfind wird ausserdem das ADC-Logo von der Website entfernen und deren Design ändern.

4.2 Der ADC und die Mitglieder des ADC-Vorstandes erklären im Gegenzug, dass sie bzw. der ADC wegen der Aufmachung und der Inhalte der Website rulf.neigenfind.com, so wie sie bis zu der Durchführung der unter 4.1 vereinbarten Änderungen aus dem internet abrufbar waren bzw. sind, keine rechtlichen Schritte unternehmen werden.

Die zu 3. vereinbarte Presseerklärung soll folgenden Wortlaut haben:

Gemeinsame Erklärung des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) und des ADC-Mitglieds Rulf Neigenfind

Auseinandersetzung beendet

Beide Seiten erklären die Auseinandersetzung um das ADC-Ehrenmitglied 2003 für beendet.

Der ADC-Vorstand sicherte zu, das Ehrenmitglied 2003 auf der nächsten Mitgliederversammlung in satzungskonformen Wahlgängen bestätigen zu lassen.

Das ADC-Mitglied Rulf Neigenfind erklärte, im Gegenzug auf Rechtsmittel gegen die vergangenen Wahlen zu verzichten und sich an Diskussionen über die Belange des ADC konstruktiv zu beteiligen.


Sebastian Turner Rulf Neigenfind
Berlin/Paris, 11. März 2004

KOMMENTAR VON ADC Büro [@] | Sektion | 16..2004 | 15:26 Uhr:
→ ADC: Klarstellung  
Lieber Rulf Neigenfind,

wir sollten unseren gefunden Mittelweg jetzt nicht gefährden.
Wir möchten deswegen bei den von Ihnen im Nachgang gemachten Äußerungen nur die wesentlichen berichtigen:

1. Der ADC vertritt - wie Sie wissen - die Rechtsaufassung, dass alle Beschlüsse der Vergangenheit Gültigkeit haben. Wir teilen Ihre Auffassung ausdrücklich nicht. Wir sind aber bereit - um die Mühen und Kosten eines von Ihnen angedrohten Prozesses zu vermeiden - die Wahlen zum Ehrenmitglied wiederholen zu lassen. Das ist ein feiner Unterschied.

2. Die von Ihnen Vorstandsmitgliedern in den Mund gelegten Meinungen über Mitglieder treffen nicht zu. Sebastian Turner hat mit einer ganzen Reihe von Mitgliedern, die sich kritisch geäußert haben, direkt Kontakt aufgenommen.
Er hält keinen einzigen für einen "pathologischen Querulanten" (das ist auch nicht sein Wortschatz), sondern alle für engagierte, hoch respektable Kollegen. (Es stimmt allerdings, dass die von Ihnen gewählte Form der Auseinandersetzung z.T. auf scharfe Ablehnung bei Mitgliedern stößt. Dies ist auch vielen Journalisten bekannt.)

3. Das Nichterreichen der 10 Prozent Zustimmung für Ihren Abwahlantrag ist ein Zitat von Ihrer Website. Dort stand wörtlich: "Wichtigste Information vorab: Zum Stichtag Freitag, 13., haben wir das Ziel, 42 Antragsunterstützer für eine ausserordentliche Mitgliederversammlung zu gewinnen, knapp verfehlt."

Schließlich dürfen wir Sie bitten, lieber Rulf Neigenfind, Ihren Teil der Vereinbarung auch einzuhalten.

Mit besten Grüßen

ADC Büro
Susann Schronen

KOMMENTAR VON joachim schwarz [@] | Düsseldorf | 17..2004 | 09:49 Uhr:
→ medaillenschiebe  
heute gehts ja wieder los. mein tipp: kemper verhindert in seiner jury alles für s+j.

KOMMENTAR VON Webmaster [@] | Ausland | 17..2004 | 11:28 Uhr:
→ Spam-Poster  
Die letzten Postings kamen alle von ein und derselben IP Adresse. Und alle anonym. Deshalb werden sie heute irgendwann unter Posting 173 zusammengefasst.
Darf ich—bin der Webmaster.

KOMMENTAR VON Der Lektor [@] | Extern | 19..2004 | 03:13 Uhr:
→ Lektüre für Daheimgebliebene  
Aus dem Nähkästchen soll ich plaudern?

Da gibt es nicht viel zu plaudern.

Bevor wir mit der Juryarbeit anfingen, ermunterte ich die Juroren, möglichst entspannt beim Vergeben von Auszeichnungen und Medaillen zu sein und eher mehr auszuzeichnen als weniger. Schließlich ist es die Aufgabe des Clubs, Medaillen zu vergeben, und je mehr es sind, desto mehr Teilnehmer freuen sich darüber.

Wenn eine Jury es anders macht, kommt immer der Krampf dabei heraus: Juriert wird nach dem Prinzip des Tadels und nicht des Lobs. Bestraft wird damit, daß Auszeichungen nicht gegeben werden. Die Juroren sind besondes stolz auf die Medaillen, die sie nicht vergeben haben.

Ich sagte, daß ich sowas blöd finde. Und alle stimmten mir zu, einige lachten. Dann der erste Rundgang. Ich kreuzte reichlich Arbeiten an, die Auszeichungen bekommen sollten.

Aber ich war der einzige, der das machte. Beim ersten Durchgang gab es so wenige Auszeichnungen, daß wir die Abstimmungsmodalitäten ändern mußten, damit noch ein paar Auszeichnungen mehr dazukamen.

Doch das Ergebnis der Juryarbeit blieb mager: Die shorteste Shortlist ever. Vier Medaillen für Tageszeitungen, fünf für Fachanzeigen.

War die Qualität der eingesandten Arbeiten so mager?

Nein.

Wurde geschummelt, geschoben, geschmiert.

Klar. Allein ich wurde von einigen Freunden gebeten, ihnen einen Gefallen zu tun. Was ich gerne tat, weil es dadurch noch ein paar Auszeichnungen und Medaillen mehr gab.


Michael Schirner
Vorsitzender der Jury 2

(ADC Jahrbuch 1996, Seite 100, Verlag Hermann Schmitz, Mainz 1996)

KOMMENTAR VON Ludwig Steinmetz [@] | München | 19..2004 | 12:41 Uhr:
→ Ein altmodisches Problem  
Ich bin zwar gegen die Wahl Michael Schirners, aber so neu sind „nicht ganz korrekte“ Einflussnamen auf Jurys nicht. Als es noch vor Jahrzehnten die 9-köpfige gab, die alles bewertete, ging es einmal für eine Kampagne um Gold oder Silber, eher um nicht weniger. Drei mal ging die Abstimmung 4 zu 4 aus. Der an der Jury Beteiligte Margarine (die Namen wurden geändert, der eine aus Aktualität, der andere aus Pietät) durfte ja nicht mitwählen. Der Jury-Vorsitzende Kosaksky entschied, dass wir diese Jurybedingung für diesen Durchgang aussetzen. Margarine stimmte mit, seine Kampagne „Staatskarosse“ bekam schon wieder Gold.

Im Bild der Öffentlichkeit und auch unter Kollegen war solch Unrechtmäßigkeit natürlich unbekannt. Und den so zustande gekommenen Medaillen konnte man auch kein Unrecht ansehen, die Dinge wurden letzten Endes (Schande über die Juroren) angemessen ausgezeichnet. Das jedenfalls ist heute leider nicht mehr so.

Wie in der letzten w&v zu lesen, sehen Letzteres ja auch andere Kollegen so. Wobei ich einigen von denen empfehle, vielleicht doch noch einmal einen nachdenklichen Blick auf ihre eigenen Auszeichnungen in Annuals zu werfen.

Im Übrigen bin ich der Überzeugung und habe zugeben müssen, dass nicht nur Fachleute, auch Berufsnahe im Sinne des ADC gut über gut und schlecht entscheiden können. Na ja, meistens.

KOMMENTAR VON Funny Fuffer [@] | Ausland | 20..2004 | 11:36 Uhr:
→ Schirner jetzt bei Berliner Hotshop? 4 Medaillen, 92 Euro.  
Johnny Cashed:

Die Todesanzeige. Drei Monate nach dem Tod am 30.12., also 18 Tage nach ADC Einsendeschluß, in der Berliner Zeitung zum "Sonderpreis von 520 Euro" veröffentlicht. Laut Mediabestätigung vom 7.1.04. (!)
SILBER?

Das Todesbanner. Die animierte Anzeige. MIt 1,76 MB (!) zum Downloaden. Angeblich drei Monate nach dem Tod in einem "Cash-Special" der Netzeitung veröffentlicht. Dieses Cash-Special gibt es nicht. Aber eine Mediabestätigung vom 7.1.04 über immerhin fast 100 Euro.
GOLD?

Das Todesplakat. Am 23.12. an einer Citylight-Stelle (!) in Berlin gehängt oder auch nicht. Laut Mediabestätigung über 92 Euro vom 7.1.04.
SILBER bei Plakaten? Und BRONZE bei Kulturplakaten?

Werbung bleibt Kunst.

KOMMENTAR VON Roman K. [@] | Extern | 20..2004 | 16:20 Uhr:
→ poststalinistische täuschungsgemeinschaft  
lieber rulf neigenfind,

der wuv-artikel ist ja ganz sachlich, das statement vom turner aber oberpeinlich.

diese anmassung: teil der vereinbarung sei gewesen, dass das ergebnis zu einem späteren zeitpunkt bestätigt wird.

das muss man sich wirklich auf der zunge zergehen lassen: die sog. wahl wird wiederholt. der präsident geht aber davon aus, dass das ergebnis sowieso feststeht. und er verbreitet das - im gegensatz zu putin - auch noch öffentlich.

mich erinnert turners gleichschaltungsversuch an die präsidentschaftswahl neulich in russland, nur noch dummdreister. die wichtigen stellen sind mit gefolgsleuten besetzt, das wahlvolk in abhängigkeit, verblödet oder weichgewaschen.

inzwischen hat der adc 420 mitglieder:
- wieviele davon befinden sich (als zitternde STASI-kontrollierte befehlsabhängige) im gulag der hamburger/berliner medienmafia?
- wieviele sind ins ZK aufgestiegen und bekommen, bei höheren einkünften und gewissen privilegien, jury-, verbands- und sonstige pöstchen in gegenseiteiger vereinbarung untergeschoben?
- wieviele freie, unabhängige player bleiben dann noch übrig?

ich bin beobachtender aussenstehender. diese fragen liegen meiner ansicht nach aber auf der hand.

sollte herr turner mit seiner verfahrensweise durchkommen, würde sich der adc als poststalinistische täuschungsgemeinschaft erweisen. also wirklich: so geht's nicht!

soviel für heute. ich könnte mich wirklich aufregen, ob der dreistigkeit.

Viele grüsse,
roman k.

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 19..2004 | 17:00 Uhr:
→ Antrag auf Wahlwiederholung  
Folgender Antrag wird vorsorglich an die nächste Jahreshauptversammlung des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) gestellt:

Die Versammlung möge

1. Werner Butter zum Ehrenmitglied für das Jahr 2003 wählen (falls Werner Butter als Kandidat nicht mehr zur Verfügung steht: Pierre Mendell);

2. die AUDI AG zum Kunden des Jahres für das Jahr 2003 wählen.



Begründung:

Wegen eines Satzungs- und Gesetzesverstosses waren die Wahlen des Ehrenmitglieds und des Kunden des Jahres vom 13. September 2003 ungültig. Dies wurde durch anwaltliches Gutachten festgestellt.

Der ADC-Vorstand liess zunächst verlauten, das rechtlich mangelhafte Verfahren sei durch "Gewohnheitsrecht" gedeckt, strebte dann aber einen Vergleich an, der am 11. März 2004 abgeschlossen wurde.

Darin verpflichtete sich der ADC, das Ehrenmitglied 2003 durch eine "gesetzes- und satzungskonforme Wiederholung der Wahlen" auf der nächsten Jahreshauptversammlung bestätigen zu lassen.

Am 12. März 2004 informierte der Vorstand die ADC-Mitglieder über die Vereinbarung per Rundmail. Darin wurde die zugestandene Wahlwiederholung jedoch fälschlicherweise als "bestätigender Beschluss" bezeichnet.

Gleichzeitig wurde den Mitgliedern mitgeteilt, dass die Ehrung des nicht ordentlich gewählten Kandidaten "planmässig" am 20. März 2004 stattfinden werde. Dies ist ein eindeutiger Verstoss gegen die Vereinbarung, denn ein Ehrenmitglied, dessen Wahl im Herbst 2004 erst noch stattfinden muss, darf nicht bereits im Frühjahr 2004 geehrt werden.

Da Wahlen nach Gesetz und Satzung in ihrem Ergebnis grundsätzlich offen sein müssen, bedeutet eine Wiederholung der Wahl, dass das Ehrenmitglied 2003 neu gewählt werden muss. Zwar besteht durchaus die Möglichkeit, dass der vom Vorstand präferierte Kandidat wiedergewählt wird, aber es ist nicht hundertprozentig sicher. Deswegen ist die Ehrung am 20. März 2004 voreilig und stellt zudem eine unzulässige Bevorzugung eines der möglichen Kandidaten dar.

Weil der ADC-Vorstand an der Ehrung des nicht ordentlich gewählten Kandidaten für das Ehrenmitglied 2003 offenbar festhält und damit gegen Inhalt und Geist der Vereinbarung verstösst, habe ich mich entschlossen, in diesen Antrag auch den Kunden des Jahres 2003 einzubeziehen.

Selbstverständlich wird der Antrag zurückgezogen, wenn der ADC-Vorstand mir vor der Festlegung der Tagesordnung für die Jahreshauptversammlung 2004 bindend mitteilt, dass die Wahlwiederholung für das Ehrenmitglied 2003 und den Kunden des Jahres 2003 auf der Grundlage der Vereinbarung vom 11. März 2003 stattfinden werden.

Rulf Neigenfind
Paris, 18. März 2004

ADC-Mitglieder, die diesen Antrag unterstützen wollen, sind herzlich dazu eingeladen.

KOMMENTAR VON Mac Gywer [@] | Hamburg | 20..2004 | 25:39 Uhr:
→ ADC:DE  
ACH WIE IMMER DIE GLEICHEN DIE GEWINNEN:

HOCHAUSGEZEICHNETE KAMPAGNEN AUS DEM AUSLAND GEWINNEN NICHTS - DER KLEINGÄRTNERVEREIN FEIERT SICH SELBER.

KOMMENTAR VON Jürgen Mandel [@] | Berlin | 21..2004 | 04:51 Uhr:
→ Kranke Hirne  
Nach zwei Tagen Jurierung mit allem, was dazu gehört, viel Arbeit, wenig wirklich guten Arbeiten, vielen entdeckten und unentdeckten Plagiaten, offiziell abgesegneten Zitaten und dem immer wieder gleichen Ergebnis, gehe ich Samstag auf die Ausstellung, um mal in Ruhe anzusehen, wo der Klüngel über die Qualität gesiegt hat und traue meinen Augen nicht.
Auf der Ausstellung laufen alte Menschen herum, denen man ansieht, dass sie nicht gerade mit Wohlstand gesegnet sind. Diesen Menschen hat man auf die Brust und auf den Rücken Schilder geklebt auf denen steht: Irgendwann ist es zu spät für JungvMatt.
Diese Aktion hat mich stark an die Zeit erinnert, als man Menschen, die ähnliche Namen hatten wie ich, erst einen Stern auf die Brust geheftet hat, um sie dann später mittels Zyklon B zu entsorgen.
Ich finde diese Aktion, die natürlich vom ADC abgesegnet worden sein muss, geschmacklos und zynisch. Sie zeigt mal wieder, welch kranke Hirne in unserer Branche am Werk sind.

KOMMENTAR VON ursus und nadeschkin [@] | Sektion | 21..2004 | 07:06 Uhr:
→ GOLD SILBER UND AUSZEICHNUNGEN  
NACHHER HATS KEINER GEWUSST ABER ICH BIN STOLZ AUF MEIN PROGRAMM .. .. AUFRÄUMEN ....

KOMMENTAR VON Mahalia Jackson [@] | Extern | 21..2004 | 21:31 Uhr:
→ Schweigen ist Gold.  
Wenn man schon in seinem eigenen Haus betrügt, sollte man wenigstens die Eier haben, zu schweigen, wenn's rauskommt.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 21..2004 | 22:42 Uhr:
→ Zur Erinnerung  
Liebe Gemeinde,

diese Website heißt DAS EHRENMITGLIED und nicht DER MEDAILLENSCHIEBER. Wer auf Dubletten, Fakes und Kupfer aufmerksam machen will und statt Mumm nur Pudding in den Knochen hat, soll das doch bitte halten wie in den vergangenen Jahren: irgendwann in der nächsten Woche auf dem Postweg anonym denunzieren, Original an den ADC, Kopie an die Presse. Das kann dann direkt in den Ascheimer und das Brett hier bleibt sauber.

24 Stunden nach Stunde Null erwarte ich keine Nickeligkeiten, sondern den Exklusiv-Bericht von der Äword-Scho.
Was ist aus dem 11-Uhr-Ultimatum geworden?
Gab's Gold in der Kategorie Hartleibigkeit?
Ist er wirklich auf die Bühne gekommen?
Hat er den Lorbeer gekriegt?
Wie war die Dankesrede, wie die Laudatio?
Zum Lachen, zum Heulen, zum Ausderhautfahren?
Wurde juhut, wurde gebuht, wurde geschwiegen?
Wem war's wurscht, wer hatte Bauchschmerzen, wer musste brechen?

KOMMENTAR VON Juergen Nerger [@] | Sektion | 23..2004 | 16:39 Uhr:
→ No Lie. No Glory.  
Glücklich und zufrieden sind alle Werber/innen heimgekehrt und kauen jetzt wieder nervös an den Nägeln. Zeit, Abschied zu nehmen. Noch nie zuvor habe ich mich so intensiv mit dem ADC beschäftigt wie in den vergangenen drei Monaten. Nie wieder werde ich es tun. Überhaupt hätte ich es besser lassen sollen, denn nach dem großen Showdown am letzten Wochenende bleibt nichts als Ernüchterung zurück.
Natürlich auch, weil der viele Alkohol sich langsam aus der Blutbahn verzieht. Mein Fazit: Tolle Kreation ist ausgezeichnet worden. Andere vielleicht, als ich oder meine Oma ausgezeichnet hätte, aber immerhin. Leider sind auch viele Fakes ausgezeichnet worden, andere hingegen aufgefallen, vermutlich weil die Agentur nicht genügend Stimmvieh herankarren konnte.
Ganze Agenturen haben sich eindrucksvoll nach oben katapultiert, wobei ich die TBWA deutlich herausheben möchte. Es drängt sich allerdings die Frage auf, wie viel Dreistigkeit man sich erlauben kann, bevor man selbst zum Witz mutiert. Das sich die TBWA mit einem rein amerikanischen Produkt, dem Menschenberg von Playstation, feiern lässt (TV, Kino, Sounddesign), ist wohl an Unverschämtheit nicht zu toppen. Wahrscheinlicher ist, dass es sich um pure Verzweiflung handelt. Dass es von der faulenden Jurymasse toleriert wird, schlicht ein weiterer, eindrucksvoller Beweis von Planwirtschaft. Aber vielleicht sollten in Zukunft all die adaptierten Nike, Adidas, IBM Filme ähnlich aufgenommen werden, dann kommt das ADC-Buch auch noch ins Guinessbuch. Und zwar doppelt: Als dickstes Buch und als größte Lüge.
Das Kreativministerium jedenfalls hat sein Kabinett, regiert mit absoluter Mehrheit und ganz wie die großen Vorbilder aus CDU und SPD aus Berlin. Wie es sich gehört. Die nächste Legislaturperiode und die übernächste und auch die überübernächste. Da bin ich sicher. Die Show selbst hätte Jopi Heesters noch unfallfreier moderiert und die Zeitschrift Max entblödet sich nicht, ihre Idee von dem Fortsetzungsroman zu klauen. Womit sich der Kreis wieder schließt. Nun, man sollte es mit Humor nehmen, denn jede Ernsthaftigkeit ist hier wirklich mehr als unangebracht. Das musste ich tatsächlich lernen. Für die meisten ist es das Highlight des Jahres, gönnen wir es ihnen und wenn sie nachts gut damit schlafen, bitteschön.
Wer wirklich etwas ändern will, der muß es in seiner eigenen Hütte tun und ignorieren, was andere Agenturen während ihrer Arbeitszeit machen, was der ADC wann wo wie ausheckt oder wer für wie viel Geld wo hingeht. Ich jedenfalls werde in Zukunft weder nach rechts noch nach links schauen und einfach wieder meine Arbeit machen, zu der auch die Organisation des Spirit Awards zählt, auf den ich mich schon sehr freue. Abschließend und das ist wirklich das allerletzte, was ich zum Thema ADC zu sagen habe, eine Prognose für´s nächste Jahr: wie Phönix aus der Asche prescht die BBDO mit Karacho an Platz 2 des Kreativrankings. Wollen wir wetten?

KOMMENTAR VON 11inchespurefreedom [@] | Extern | 23..2004 | 20:05 Uhr:
→ ADC vergibt an ADC, oder Turner an ....  
Nur eine Frage an die Mitglieder eurer Vereinigung:

Sebastian Turner ist Vorstand des ADC, richtig?
Sebastian Turner ist Vorstand von Scholz&Friends, richtig?

Euer Ehren, keine weiteren Fragen...

KOMMENTAR VON Rulf Neigenfind [@] | Ausland | 24..2004 | 20:48 Uhr:
→ Neue ADC-Kategorie: Exkrement-Kommunikation...  
...und nochmal Gold für Jung vMatt.



Bildunterschrift, zusammengestellt aus zwei Zitaten:

"Auf der Ausstellung laufen alte Menschen herum, denen man ansieht, dass sie nicht gerade mit Wohlstand gesegnet sind. Diesen Menschen hat man auf die Brust und auf den Rücken Schilder geklebt auf denen steht: Irgendwann ist es zu spät für JungvMatt.

Ich finde diese Aktion, die natürlich vom ADC abgesegnet worden sein muss, geschmacklos und zynisch. Sie zeigt mal wieder, welch kranke Hirne in unserer Branche am Werk sind."

"Direkt vor dem Haupteingang stand ein Van. Ich beachtete ihn zuerst nicht. Später erkannte ich, dass die Rentner sich dort aus Thermoskannen bedienten und Stullen auswickelten. Und das an vollen 2 1/2 Tagen.

Alten Menschen für 11,50 Euro/Std einen Pappendeckel auf den Rücken heften ist eine Sache, eine weitere ist der menschenunwürdige Text. Ihr habt nicht mal den Anstand aufgebracht, diesen "Vorgeführten" in unserer Ausstellungscafeteria Speise und Trank unentgeldlich anzubieten."

KOMMENTAR VON Urs Eberhardt [@] | Ausland | 25..2004 | 02:50 Uhr:
→ Hier geht eine Branche in Arsch. Und ich guck nicht mehr zu.  
Ich will mich kurz fassen, denn ich habe auch nicht viel zu sagen.

Mich erschüttert nicht das Ehrenmitglied, denn das kenne ich schon seit 1977, da war ich bei Lüco, den Plakat-Nichterfindern, und das Angebot, bei GGK zu arbeiten wurde mir auch im Ratinger Hof nicht rollig genug.

Mich erschüttert dagegen die kürzliche Nummer mit den alten Menschen, denn Jean-Remy war damals in Frankfurt auch son dummer Junior-Texter wie ich und er machte auch noch später einen durchaus menschenähnlichen Eindruck. Wie entwickeln sich bloss die Dinge?

Mich beeindruckt die Hartnäckigkeit von Rulf Neigenfind, den ich persönlich gar nicht kenne, egal ob er recht hat oder nicht. Er tritt nicht aus dem Verein aus, wie ich es gemacht hätte oder gemacht habe, sondern er zieht seinen Punkt durch.

Ich bin erst 48 und doch schon mehr als zehn Jahre aus der Werbung heraus und trotzdem finde ich, dass in der Art und Weise, wie das hier abgeht, wird ein Metier durch den Kakao gezogen, das einmal meins war und dem ich immerhin einen grossen Teil meines Selbstbewusstseins als Berufsmann verdanke.

Jetzt ist gut.

Ich werde mich um die Mitgliedschaft im ADC bewerben.

Es wird spannend werden, ob sie mich nehmen. Immerhin war ich mehrere Jahre Präsident (Sprecher heisst das wohl) des ADC der Schweiz und dann nettes Jurymitglied in praktisch allen ADCs dieses Kontinents. Otti Severin dürfte sich erinnern, wie wir zusammen den ADC Europa gegründet haben. (Dass Berlusconis publitalia 1990 die Gründungsversammlung bezahlt hat buchen wir jetzt einfach als Anekdote ab.)

Schluss jetzt. Wir nehmen uns zusammen. Ich bin in die Werbung gekommen und lange geblieben, weils da Menschen mit Rückgrat hatte.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 29..2004 | 14:03 Uhr:
→ Die Nagelprobe: Quantität lohnt sich  
Wer sich für meine 2 Cent zum diesjähren ADC-Wettbewerb interessiert und vier Minuten Zeit hat, möge hier klicken: → ADC: Quantität lohnt sich.

KOMMENTAR VON Who cares? [@] [www] | Sektion | 31..2004 | 19:00 Uhr:
→ DR STRANGELOVE  
As a client, I cannot think of a more damning indictment of the state of the German advertising industry than what I read here and in the equally banal German advertising press.

A pity so many talented German advertising people have to be so ruinously tainted by so few barbarians.

Unless you can stop this incestuous navel gazing and open your eyes to what is happening in the real world Germany will continue to be regarded as a creative desert.

THAT really would be a disaster given your creative history.

The ADC is obviously a pointless organisation, with little or no influence anywhere other than in Hamburg.

Ignore it.

I would advocate you do advertising that is world class and it will be recognised as such.

[Der Einsender schlägt als Ehrenmitglied Dr. Strangelove vor. Weil..."he matches the egos that I read about on this webpage". Siehe BESTENLISTE]

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 31..2004 | 24:51 Uhr:
→ Vorsicht! Gesundheitsgefährdender ADC-Festbericht  
Personen, bei denen kompulsive Lachanfälle kontraindiziert sind, sollten davon absehen, den Bericht des «Geheimen Verführers» vom ADC-Fest in Berlin zu lesen. Hier zwei Kostproben in homöopathischer Dosierung:

"...Plötzlich stakst Jenny Elvers, der feuchte Traum deutscher Betriebsfeiern, auf die Bühne. Für weniger hat es wohl nicht gereicht. Dennoch beweist Moderator Heintzsch menschliche Größe, indem er durch eigene Aufgeregtheit den Auftritt des C-Luders nachgerade professionell erscheinen lässt. Insbesondere aber die Bühnentechnik gibt sich an diesem Abend sichtlich Mühe, alle Zweifel am Standort Deutschland zu nähren. Denn offensichtlich wurde eigens für den ADC die O.B.U-Technologie von Toll-Collect lizensiert, was zu anfänglichem bis wiederholtem Versagen der Lichtbildanimation führt, die eigentlich die prämierten Arbeiten hätte anzeigen sollen. Und so muss Heintzsch in den kommenden Stunden genauso oft in vollkommener Improvisationsnot selbstreferenziell auf sein mangelndes Improvisationstalent verlinken..." → mehr...

"...Nicht alles beim ADC war schlecht. Er hat die Arbeitslosenzahl gesenkt und auch die Autobahnen gebaut. Ach, Entschuldigung, jetzt hab' ich mich vertan. Das war ja jemand anderes. Trotzdem war nicht alles schlecht beim ADC. Zum Beispiel..." → mehr...

KOMMENTAR VON Harald Lux [@] | Extern | 02..2004 | 24:24 Uhr:
→ Kein Beitrag zur Sache, kein Nebenkriegsschauplatz..  
Sehr geehrte Webber,
Sie ahnen sicher, wie ich leide. Mein Chef ist seit Tagen selten da. Wenn ja, dann hockt er am Composter. Waren das noch Zeiten, als ich stundenlang Faxe durchgeben musste. Heute ist er für mich kaum mehr ansprechbar. Die Filme gehen aus. Er will nix davon wissen. Sein Papierkorb brennt und kokelt, weil er seine halbangerauchten Zigarren einfach reinschmeisst. Er hackt eben sein Emails raus. Wir sind vom 25. April bis 31. Mai in einem Filmstudio vor Wien. Die arme Sau ist jetzt schon auf der Suche nach sog. Konfidenten (seine Worte), die ab und an in dieser Zeit in Wien ihm Trost und Beistand nach den täglichen Shootings leisten. Also, wenn Sie in Wien sind, einen Sauvignon Blanc ordern können, dann werde ich Sie lieben. Halten Sie mir diesen Kerl vom Hals. Sein Mobile: 0172 7106717.
Tun sie mir den Gefallen? Danke, Harald L.

KOMMENTAR VON Michael Thomas [@] [www] | Sektion | 08..2004 | 02:09 Uhr:
→ Maulhelden - Oder keiner beisst die Hand, die einen füttert?  
Keine Kommentare?
Kein alternativer ADC?

Oder lesen/hören wir erst im Februar/März 2004 wieder ein wenig über die immer gleichen Punkte seit Jahren?

Oder haben wir bis dahin alle gar kein Auto mehr, und fahren mit der Bahn, falls wir es dann noch leisten können, oder lieber gleich doch zu Fuß.

Sollte es das gewesen sein?

KOMMENTAR VON Webmaster [@] | Sektion | 11..2004 | 22:01 Uhr:
→ Ein Vierteljahr online  
Am letzten Freitag, 9. April, war die Site 3 Monate online. Hier die Zahlen des Statistischen Fundamtes:
 3. Monat2. Monat1. Monat
Gesamtzahl Besucher28.50116.6596.084
Gesamtzahl Seitenansichten216.491169.30489.461
Gesamtzahl Postings819613221
Durchschnitt Seitenansichten/Besucher7,610,614,7
Durchschnitt Besuchsdauer (min:sec)8:5810:2612:46

KOMMENTAR VON Bertel Schmitt [@] | Extern | 10..2004 | 15:01 Uhr:
→ Puffer  
Also, mit den Puffern war das so: Wir saßen bei Feico im Büro (2. Stock, Blick auf Immermannstr., laut).

Ich malte einen Puffer aufs Papier und Feico malte eine Headline drüber. (Ehrensache: Der Texter malt immer.)

Dann marschierten wir zu Schirner.

Der sagte: "Toll. Da machen wir 18/1 draus."

Ja, er war ein begabter Mediamann.

Quogue, NY, BS

KOMMENTAR VON Bertel Schmitt [@] [www] | Sektion | 10..2004 | 15:09 Uhr:
→ Der grösste Versager  
Der größte Versager war Gerd Hiepler.

Der wollte (im Keller, vor der Kopiermaschine, die immer kaputt war) Schirner mit einer Pressluftflasche erschlagen, hatte die Flasche auch schon in der Luft und wollte sie auf Schirners fast kahlem Kopf zerdeppern.

Dann brachte er es nicht übers Herz. Es gab nachher Leute, die waren Hiepler bitterböse.

Quogue, NY, BS

KOMMENTAR VON Bertel Schmitt [@] | Extern | 10..2004 | 16:46 Uhr:
→ Jägermeister  
Mit Jägermeister hatte er wirklich nichts zu tun.

Das war vor seiner Zeit.

GGK hatte Stuyvesant verloren und wollten die Unikat-Idee (auch nicht von Schirner, auch vor Schirner) recyceln. Diese Anzeige sehen Sie nur einmal ...

Die Präsentation bei Mast (Wolf D. Rogosky, lieber Gott, grüß ihn von mir) wurde mit der Media Idee gewonnen. Die Anzeigen waren damals noch ganz einfache Testimonials mit ganz einfachen Testimonial Sprüchen: Ich trinke Jägermeister, weil mir seine 1848 Kräuter so wohl tun.

Der Drall mit den irren Sprüchen kam erst später, vor allem durch Drago Siemes, der kannte sich in dem Metier aus.

Die besten Ideen kommen eben beim Machen.

KOMMENTAR VON Bertel Schmitt [@] | Extern | 10..2004 | 16:54 Uhr:
→ Preiswerk  
Ja, Preiswerk hatte schon immer einen Stein im Brett bei Schirner (und umgekehrt.)

Preiswerk sah himmlisch aus, hieß "Putte" Preiswerk, wegen dem Engelsgesicht.

Es ist schön, dass alte Liebe Jahrzehnte übersteht.

Quogue, NY, BS

KOMMENTAR VON Bertel Schmitt [@] | Extern | 10..2004 | 17:09 Uhr:
→ Nummer Eins  
Als MS 1974 kam und WDR ging (so ganz ging er nie), da war GGK längst die kreative Nr. 1.

Der Auftrag von Paul an Michael hieß schlicht: "Nummer Eins in Deutschland."

Das war trotz Bündnerdeutsch nicht mißzuverstehen.

Aber es war auch nicht im Entferntesten dran zu denken.

KOMMENTAR VON Bertel Schmitt [@] | Extern | 11..2004 | 15:23 Uhr:
→ Deja vu all over again  
Da schau ich nach 30 Jahren wieder mal rein, und was is? Immer noch das Gleiche der Gleichen. Schirner, Mandel, Preiswerk. Kellner, Ortstein, Oyne. Preisverleihungen, die immer noch in die Hose gehen. Wer mit wem, wer von wem. Seufz. Stöhn. Gähn.

Ja fällt Euch denn nix neues ein?

Quogue, NY, BS

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 27..2004 | 13:37 Uhr:
→ DADA-Klasse statt ADC-Masse  
Der ADC-Vorsitzende pflegt bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu verkünden, Deutschlands kreative Potenz sei nun auch international durchaus wettbewerbsfähig geworden. Beweis dafür sei die zunehmende Anzahl der Auszeichnungen, die deutsche Einsender bei internationalen Wettbewerben erhielten. Dabei verschweigt er, dass es sich dabei in der Regel um halbseidene Kampagnen für Express-Bäcker oder Schnell-Frisöre an Berliner oder Hamburger Strassenecken handelt.

Nun aber hat ein deutsches Team tatsächlich soeben einen der begehrtesten Kreativpreise der Welt gewonnen: einen goldenen Pencil der Designers' and Art Directors Association in London (für diejenigen, die es nicht wissen: ein Gold-Pencil des DADA verhält sich zu einer ADC-Goldmedaille ungefähr wie ein Pommery-Champagner zu einem Rotkäppchen-Sekt).

Ausgezeichnet wurde das "Schiff der Ideen" des Atelier Markgraph. Die Juroren des britischen Wettbewerbs haben darin offenbar etwas gesehen, was den Juroren des deutschen Wettbewerbs verborgen geblieben sein muss. Denn das "Schiff der Ideen", das auch zum diesjährigen ADC-Wettbewerb eingeschickt wurde, bekam hier weder Gold noch Silber, sondern "nur" Bronze-- und das trotz der beim ADC gepflegten Inflation der Auszeichnungen.

Der Erfolg des Atelier Markgraph lässt sich nur ermessen, wenn man erfährt, dass dieses Jahr überhaupt nur zwei Gold-Pencils vergeben wurden. Und dass die Konkurrenz nicht nur sechsmal grösser als beim ADC-Wettbewerb war, sondern die Aussichten auf eine Auszeichnung vierzigmal geringer waren.

Berliner Masse, Londoner Klasse

ClubEinsendungenAuszeichnungenErfolgsquoteGold
ADC 20043.66040010,92%11
DADA 200423.000530,23%2


Leider muss man wohl davon ausgehen, dass diese britische Lektion in Sachen kreativer Qualität gegenüber klientelistischer Quantität beim deutschen ADC wie üblich wieder ungelernt bleiben wird.

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 07..2004 | 19:41 Uhr:
→ Die Ruhe vor dem Sturm?  
Sagt mal Leute, gibts hier keinen Traffic mehr? Die JHV wechselt meuchlings an die Isar, der Speaker greift zur Schultüte, Herr Schmitt hat das Nähkästchen sperrangelweit offen - und hier regt sich gar nix?
Wer hier reinschaut, möge sich doch mal in die virtuelle Rinde ritzen.
Erwartungsvoll. Mike Friedrich

KOMMENTAR VON josef stalin [@] | Ausland | 02..2004 | 18:45 Uhr:
→ vorstand "setzt" ab sofort jurymitglieder - adc, demokratie!  
wie aus dem neuesten protokoll der ostberliner sektion des
gleichgeschalteten ehemaligen art directors club
hervorgeht, wird das zentralkomitee in zukunft jurymitglieder
"setzen". schön weiter zahlen mädels, und brav die fresse halten.

KOMMENTAR VON Pfeiffer [@] [www] | Sektion | 06..2004 | 18:51 Uhr:
→ AKADEMISCHE HEISSLUFTSCHLÃ?â??SSER  
stein beissen oder stein erweichen? wie man sich in wirtschaft und hochschulbereich einen erstklassigen ruf erarbeitet >> spiegel über das adc-mba:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,316388,00.html

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 25..2004 | 16:32 Uhr:
→ ADC kündigt Vereinbarung  
Dass ich den ADC nach wie vor verdächtige, mit seinen teilweise unverschämten Pressemitteilungen und Mitgliederrundschreiben, aber auch bei Journalistengesprächen und natürlich durch die voreilige Ehrung und die Jahrbuch-Veröffentlichung laufend und böswillig gegen die Vereinbarung vom 11. März verstossen zu haben, lieferte den sauberen Herren jetzt den Vorwand, eben diese Vereinbarung zu kündigen. Mit diesem peinlichen Winkelzug wollen sie erreichen, dass der Tagesordnungspunkt 16 auf der ADC-Jahreshauptversammlung nicht durchgeführt werden muss.

Da eine freiwillig geschlossene Vereinbarung jedoch einseitig nicht aufgekündigt werden kann, wird die Sache nochmal spannend.

→ Hier geht's zum einschlägigen Schriftwechsel.

KOMMENTAR VON Rulf [@] [www] | Sektion | 29..2004 | 13:40 Uhr:
→ Damit keine falschen Gerüchte nicht aufkommen...  
...teile ich hiermit mit, dass ich deshalb nicht an der ADC-Jahreshauptversammlung teilnehmen kann, weil ich am Samstag zur einem Familiengeburtstag eingeladen bin. Dieser Termin steht schon seit genau 80 Jahren fest und ist nicht schwänzbar. Allerdings wäre ich ohnehin nicht nach München gereist, denn nachdem der Vorstand in seiner ganzen Selbstherrlichkeit meine Anträge nicht zugelassen hat, ist das für mich zu einer Veranstaltung geworden, deren Wert im reziproken Verhältnis zu den Reisespesen steht.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Sektion | 29..2004 | 18:10 Uhr:
→ VIRUS-WARNUNG: EIN DRECKSACK HAT DIE EMAIL-ADRESSEN DES Forums abgegriffen und versendet laufend Viren mit gefälschten Absendern...  
...also unter keinen Umständen auf die Attachments klicken (wenn Sie einen Wintel-Rechner haben, Macs sind immun). Wir gehen jetzt die Log-Files durch und versuchen herauszufinden, wer dahintersteckt.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 01..2004 | 15:33 Uhr:
→ ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Für den Fall, dass bei der Wiederholung der Wahl des Ehrenmitglieds 2003 am vergangenen Samstag der umstrittene Herr Schirner bestätigt werden würde, sollte mein Austritt aus dem ADC verkündet werden. Selbstverständlich wollte ich einem Verein, der einen solchen Herrn trotz dessen persönlicher und professioneller Disqualifizierung und vor allem trotz der nun allen Mitgliedern bekannten Verfehlungen als "Ehrenmitglied" führt, keine Minute länger angehören.

Nun hielt Herr Turner es aber für eine gute Idee, mir die Ehre eines Ausschlussverfahrens zuteil werden zu lassen -- und hat sich dafür das Mandat der anwesenden Mitglieder mit geradezu stalinistischer Mehrheit besorgt. Das bedeutet, dass ich auf den nun eigentlich fälligen Austritt leider verzichten muss. Denn wenn der ADC-Vorstand sich schon die Mühe macht, einen Regimekritiker aus dem Verein zu werfen, weil er ein paar unbequeme Wahrheiten veröffentlicht hat, wäre ein vorgreifender Austritt doch eine etwas unhöfliche Geste.

Deshalb warte ich genüsslich ab, mit welch warmen Worten der Vorstand mich nach 27 Jahren Mitgliedschaft zu verabschieden gedenkt.

Klammer auf: Im Übrigen schränken weder ein eventueller Ausschluss noch ein freiwilliger Austritt mein Recht ein, gegen die willkürliche Nichtzulassung meiner Anträge sowie die nicht vereinbarungsgemässe Art und Weise der Durchführung des TOP 16 gerichtlich vorzugehen, da ich zum Zeitpunkt dieser Verstösse immer noch ordentliches Mitglied war. Klammer zu.

KOMMENTAR VON Rulf [@] [www] | Sektion | 09..2004 | 21:58 Uhr:
→ Was für eine feine Gesellschaft...  
Aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung des ADC am 30. Oktober 2004:

TOP 16 Bestätigung der Wahl von Michael Schirner zum Ehrenmitglied des Jahres 2003

Sebastian Turner erläutert Hintergründe und Chronologie der Ereignisse zu TOP 16. Aufgrund mehrfacher Verstösse durch Herrn Neigenfind gegen die zwischen ihm und dem ADC getroffene Vereinbarung, wurde die Vereinbarung von Seiten des ADC gekündigt. Damit entfällt die Bestätigung der Wahl von Michael Schirner. Erstmals nimmt auch Michael Schirner Stellung.

Aus dem Kreis der Mitglieder wurde der Antrag gestellt, dass der Vorstand ein Ausschlussverfahren gegen Rulf Neigenfind einleitet. Über den Antrag wird offen abgestimmt. Ja-Stimmen: 149, Nein-Stimmen: 14, Enthaltungen: 30. Damit ist der Antrag angenommen.

[Es waren 104 Mitglieder anwesend, 95 waren durch Stimmübertragung vertreten. Den 14 Nein-Stimmern und -- woll'n mal nicht so sein -- auch den 30 Enthaltern danke ich recht herzlich.]

Kommentar (frei nach G. Marx): Einem Verein, der Leute wie mich 27 Jahre lang als Mitglied hatte, gehöre ich nur noch unter Vorbehalt an.

KOMMENTAR VON Michael Horlacher [@] | Extern | 10..2004 | 16:03 Uhr:
→ AD(A)C  
Da dachte ich bisher der DDV (für Kreative: Deutscher Direktmarketing Verband) wäre der schlimmste Hasenzüchterverein für Leute aus der Kommunukation und so dachte ich weiter das liegt daran das sich im Direktmarketing zu viele verirren die z.B. an der Niveauhürde ADC gescheitert sind und deshalb eine Kluft zwischen Klassik und Direkt besteht, dachte ich. Nun habe ich dieses Forum entdeckt (warum erst jetzt?)und ich lese Beiträge vieler "Gottväter" die ich einst als Greenhorn bewunderte.
Nun ihr habt mir geholfen, dafür mein Dank. Ich mache mir keine Sorgen mehr um den DDV, wir sind auch nur ein Verein wie der ADC und Verhalten uns wie ne Ortsgruppe vom ADAC. Bei so viel Ähnlichkeit sollten wir endlich mal ein Freundschaftsabend oder einen Seniorennachmittag zusammen veranstalten.

KOMMENTAR VON Rulf [@] [www] | Sektion | 25..2004 | 11:26 Uhr:
→ Begründung für Rausschmiss eingetroffen  
Dieser Tage hat mir der ADC den Brief mit der Begründung meines Rausschmisses zugefaxt. Interessante Lektüre, kann ich nur sagen. Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich ihn kommentieren und veröffentlichen. Freue mich schon drauf. Wir aber wohl Montag werden.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 11..2004 | 14:43 Uhr:
→ Der Rausschmiss  
Endlich komme ich dazu, mich um meinen Rausschmiss aus dem ADC zu kümmern.

Hier kann man den Brief des ADC-Vorstands und meine Antwort darauf im Wortlaut lesen.

Hier kann man denselben ADC-Vorstandsbrief mit meinem Punkt-für-Punkt-Kommentar lesen.

Aus Freundschaft habe ich Michael Preiswerk angeboten, diesen von einem Anwalt so grandios daneben formulierten Schrieb zurückzuziehen und ihn durch einen "anständigen Kündigungsbrief" zu ersetzen, "einen, auf den wir beide und der ADC stolz sein können".

Aber leider wollte er nicht darauf eingehen.

KOMMENTAR VON Mike Friedrich [@] | Sektion | 22..2004 | 20:58 Uhr:
→ Frohes Fest!  
Lieber Rulf.

Überall auf den Tannenspitzen sah ich Zacken in Magenta blitzen.
Nun liegt Schnee auf den Zweigen - weiss und friedlich ruht der Wald.

Setzen wir uns bequem auf unsere 4 Buchstaben und hängen die
3 Buchstaben weit nach hinten in den Schrank. Gestern haben wir einen lieben Kollegen beerdigt. Verkehrsunfall. Unschuldig. Auf der Stelle tot. Fröhlicher Vater von drei kleinen Kindern. Für immer fort.
Vor dieser Tragödie wird vieles zur Posse. Bleibt alles gesund und munter.

Ich wünsche Deiner Familie und Dir ein fröhliches Weihnachtsfest, viele entspannte Tage und ein glückliches, erfolgreiches 2005.

Mike

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
®

212  Beitrag von Rulf [@] | Ausland | 11.12.2004 | 14:43 Uhr:
Der Rausschmiss  ← LESEN | Kommentare: 2  Endlich komme ich dazu, mich um meinen Rausschmiss aus dem ADC zu kümmern.

Hier kann man den Brief des ADC-Vorstands und meine Antwort darauf im Wortlaut lesen.

Hier kann man denselben ADC-Vorstandsbrief mit meinem Punkt-für-Punkt-Kommentar lesen.

Aus Freundschaft habe ich Michael Preiswerk angeboten, diesen von einem Anwalt so grandios daneben formulierten Schrieb zurückzuziehen und ihn durch einen "anständigen Kündigungsbrief" zu ersetzen, "einen, auf den wir beide und der ADC stolz sein können".

Aber leider wollte er nicht darauf eingehen.

KOMMENTAR VON Michael Frey [@] | Extern | 12.12.2004 | 22:51 Uhr:
→ Re: Der Rausschmiss  
Ein seltsamer Verein. Wer nicht auf die Parteilinie einschwenkt, fliegt.
Das ist armselig.
Herr Nerger, ist eigentlich Ihr Terrier schon geschlüpft?
Wenn ja, wann schnappt er zu?

KOMMENTAR VON Tsetse Williams [@] | Extern | 14.12.2004 | 04:17 Uhr:
→ Re: Der Rausschmiss  
Dieser Verein kann garnichts (Q.E.D.) Er ist wertelos. Anachronistischer Müll. Nachwuchs, verweigere Dich!

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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211  Beitrag von Rulf [@] [www] | Sektion | 25.11.2004 | 11:26 Uhr:
Begründung für Rausschmiss eingetroffen  ← LESEN | Kommentare: 0  Dieser Tage hat mir der ADC den Brief mit der Begründung meines Rausschmisses zugefaxt. Interessante Lektüre, kann ich nur sagen. Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich ihn kommentieren und veröffentlichen. Freue mich schon drauf. Wir aber wohl Montag werden.

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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210  Beitrag von Michael Horlacher [@] | Extern | 10.11.2004 | 16:03 Uhr:
AD(A)C  ← LESEN | Kommentare: 0  Da dachte ich bisher der DDV (für Kreative: Deutscher Direktmarketing Verband) wäre der schlimmste Hasenzüchterverein für Leute aus der Kommunukation und so dachte ich weiter das liegt daran das sich im Direktmarketing zu viele verirren die z.B. an der Niveauhürde ADC gescheitert sind und deshalb eine Kluft zwischen Klassik und Direkt besteht, dachte ich. Nun habe ich dieses Forum entdeckt (warum erst jetzt?)und ich lese Beiträge vieler "Gottväter" die ich einst als Greenhorn bewunderte.
Nun ihr habt mir geholfen, dafür mein Dank. Ich mache mir keine Sorgen mehr um den DDV, wir sind auch nur ein Verein wie der ADC und Verhalten uns wie ne Ortsgruppe vom ADAC. Bei so viel Ähnlichkeit sollten wir endlich mal ein Freundschaftsabend oder einen Seniorennachmittag zusammen veranstalten.

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
®

209  Beitrag von Rulf [@] [www] | Sektion | 09.11.2004 | 21:58 Uhr:
Was für eine feine Gesellschaft...  ← LESEN | Kommentare: 0  Aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung des ADC am 30. Oktober 2004:

TOP 16 Bestätigung der Wahl von Michael Schirner zum Ehrenmitglied des Jahres 2003

Sebastian Turner erläutert Hintergründe und Chronologie der Ereignisse zu TOP 16. Aufgrund mehrfacher Verstösse durch Herrn Neigenfind gegen die zwischen ihm und dem ADC getroffene Vereinbarung, wurde die Vereinbarung von Seiten des ADC gekündigt. Damit entfällt die Bestätigung der Wahl von Michael Schirner. Erstmals nimmt auch Michael Schirner Stellung.

Aus dem Kreis der Mitglieder wurde der Antrag gestellt, dass der Vorstand ein Ausschlussverfahren gegen Rulf Neigenfind einleitet. Über den Antrag wird offen abgestimmt. Ja-Stimmen: 149, Nein-Stimmen: 14, Enthaltungen: 30. Damit ist der Antrag angenommen.

[Es waren 104 Mitglieder anwesend, 95 waren durch Stimmübertragung vertreten. Den 14 Nein-Stimmern und -- woll'n mal nicht so sein -- auch den 30 Enthaltern danke ich recht herzlich.]

Kommentar (frei nach G. Marx): Einem Verein, der Leute wie mich 27 Jahre lang als Mitglied hatte, gehöre ich nur noch unter Vorbehalt an.

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
®

208  Beitrag von Rulf [@] | Ausland | 01.11.2004 | 15:33 Uhr:
ADC: Raus mit dem Regimekritiker  ← LESEN | Kommentare: 15  Für den Fall, dass bei der Wiederholung der Wahl des Ehrenmitglieds 2003 am vergangenen Samstag der umstrittene Herr Schirner bestätigt werden würde, sollte mein Austritt aus dem ADC verkündet werden. Selbstverständlich wollte ich einem Verein, der einen solchen Herrn trotz dessen persönlicher und professioneller Disqualifizierung und vor allem trotz der nun allen Mitgliedern bekannten Verfehlungen als "Ehrenmitglied" führt, keine Minute länger angehören.

Nun hielt Herr Turner es aber für eine gute Idee, mir die Ehre eines Ausschlussverfahrens zuteil werden zu lassen -- und hat sich dafür das Mandat der anwesenden Mitglieder mit geradezu stalinistischer Mehrheit besorgt. Das bedeutet, dass ich auf den nun eigentlich fälligen Austritt leider verzichten muss. Denn wenn der ADC-Vorstand sich schon die Mühe macht, einen Regimekritiker aus dem Verein zu werfen, weil er ein paar unbequeme Wahrheiten veröffentlicht hat, wäre ein vorgreifender Austritt doch eine etwas unhöfliche Geste.

Deshalb warte ich genüsslich ab, mit welch warmen Worten der Vorstand mich nach 27 Jahren Mitgliedschaft zu verabschieden gedenkt.

Klammer auf: Im Übrigen schränken weder ein eventueller Ausschluss noch ein freiwilliger Austritt mein Recht ein, gegen die willkürliche Nichtzulassung meiner Anträge sowie die nicht vereinbarungsgemässe Art und Weise der Durchführung des TOP 16 gerichtlich vorzugehen, da ich zum Zeitpunkt dieser Verstösse immer noch ordentliches Mitglied war. Klammer zu.

KOMMENTAR VON jens [@] | Extern | 01.11.2004 | 24:22 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
nicht|unterkriegen|lassen.

schade, meine mail an dich ist wohl im nirwana versunken, da no feedback.

jens

KOMMENTAR VON RULF [@] | Ausland | 01.11.2004 | 25:18 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Jens, dann schick' sie mir doch noch mal...

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Extern | 02.11.2004 | 16:19 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Wenn ich richtig informiert bin, dann gab es eine Abstimmung, auf der Ihr Ausschluss von einer Mehrheit der Anwesenden unterstützt wurde. Was bitte ist daran "stalinistisch"?! Hat Herr Turner Mitglieder verschwinden lassen? Oder in Lager gesperrt, weil sie nicht seiner Meinung waren? Man kann über die Entscheidung sicher geteilter Meinung sein, aber Stalinismus oder stalinistische Methoden scheinen mir doch etwas anderes zu sein.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 02.11.2004 | 16:57 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Ich habe von einer "geradezu stalinistischen Mehrheit" geschrieben, keineswegs von "stalinistischen Methoden", lieber Hu Nows. Vielleicht sollte der ADC statt des allseits belächelten "Kreativ-MBA" erstmal Grundkurse im Lesen & Schreiben einrichten. Speziell für Mitarbeiter von Scholz & Friends.

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Extern | 02.11.2004 | 18:12 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Gern. Vielleicht erfahre ich dort dann auch, was sich hinter einer "stalinistischen Mehrheit" verbirgt?

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 02.11.2004 | 18:41 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
"Stalinistische Mehrheiten" sind das, was ZKs auf Parteikongressen in der Regel bekommen oder bekommen haben: Prozentsätze jenseits des guten Geschmacks.

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Sektion | 02.11.2004 | 19:13 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Verstehe ich das richtig? Wenn Ihnen das Ergebnis einer demokratischen Abstimmung nicht passt (denn Herr Turner wird ja wohl kaum die Mitglieder zur Stimmabgabe in seinem Sinne gezwungen haben), dann sind das für Sie "Prozentsätze jenseits des guten Geschmacks"? Also, Ihr Demokratieverständnis in allen Ehren, aber hier scheinen Sie mir doch etwas zu schwere Geschütze aufzufahren.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 02.11.2004 | 19:26 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Liebe/r Hu Nows, wenn Sie Ihr Pseudonym ablegen, führe ich die durchaus interessante Diskussion gerne mit Ihnen fort. Sie haben ja meine Email-Adresse (siehe -->@).

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Extern | 03.11.2004 | 11:45 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Da halte ich es lieber mit der Bewegung 2. Juni, die während der Lorenz-Entfühung verlangt hat: Alle Verhandlungen werden öffentlich geführt. Meinen Sie nicht, dass diese Diskussion auch andere interessieren könnte?

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 03.11.2004 | 11:49 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Bin ganz Ihrer Meinung. Aber wenn, dann mit offenem Visier. Falls Sie sich aus der Deckung Ihres Pseudonyms gewagt hätten, wäre es an Ihnen gelegen, ob die Diskussion hier im Forum fortgeführt wird oder eben "privat". Diese Wahl habe ich allen meinen Korrespondenten überlassen.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Ausland | 04.11.2004 | 12:00 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Wie nett, dass Sie uns gestern abend hier noch so spät besucht haben. Nur leider hatten Sie offenbar nicht den Mut, meiner Einladung nachzukommen und Ihr Pseudonym zu lüften -- was nicht gerade friendly ist.

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Extern | 04.11.2004 | 14:44 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
In aller Freundschaft:
Lieber Herr Neigenfind, wollen wir hier darüber diskutieren, wer ich bin (nicht Herr Turner, falls sie das aufgrund meiner IP-Adresse vielleicht vermuten sollten) oder möchten Sie mir meinen Wunsch erfüllen und mir erklären, was Sie an der Wahlentscheidung des ADC Ihre Person betreffend so stört? Und mein kurzer Besuch hier im Forum war allein der Tatsache geschuldet, dass ich auch noch ein Leben nach der Werbung führe und junge Damen nur ungern warten lasse, wenn sie mich sehen wollen. Also, nochmal meine Frage: Was ist eine stalinistische Mehrheit?

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Sektion | 04.11.2004 | 14:56 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Wenn Sie Ihr Pseudonym ablegen, wieso sollte dann darüber diskutiert werden, wer Sie sind? Sind Sie denn eine so diskutable Person? Das wären Sie in der Tat, wenn Sie Herr Turner wären -- was ich jedoch keineswegs vermutet habe. Ich verweise Sie nochmals auf mein Angebot: Fortsetzung der Diskussion, aber mit offenem Visier.

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Extern | 04.11.2004 | 16:09 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Mein Bester,
das wird ja langsam absurd: Geht es Ihnen um Ihren Ausschluß und das Zustandekommen der Entscheidung (und darüber würde ich gerne hier diskutieren) oder geht es Ihnen darum, meinen nun wirklich unwichtigen Namen zu erfahren? Ich denke doch, dass ersteres interessanter ist, oder? Wenn Sie den Gästen Ihres Forums die Möglichkeit zugestehen anonym zu bleiben, dann müssen Sie auch damit leben, dass man diese Möglichkeit wählt und dabei bleibt. Und nun, bitte: Was stimmt an der Abstimmung nicht? Da warte ich immer noch auf eine befriedigende Antwort von Ihnen.

KOMMENTAR VON Rulf [@] | Stuttgart | 16.11.2004 | 15:07 Uhr:
→ Re: ADC: Raus mit dem Regimekritiker  
Lieber Friend von Scholz,

nachdem Sie ja treu und brav jeden Tag hier vorbeischauen, will ich Ihnen die Freude machen und Ihnen kurz verklickern, was ich unter "stalinistisch" verstehe:

1) Dass der Versammlungsleiter über einen "spontanen Antrag aus der Mitgliedschaft" abstimmen lässt, der sicherheitshalber vorab "bestellt" worden ist;

2) dass der Versammlungleiter die üble Nachrede des Herrn Prof. nicht nur zugelassen, sondern trotz der offensichtlich drastischen Verunglimpfungen auch ungerügt durchgehen lassen hat;

3) dass der Versammlungsleiter sich vom anwesenden Juristen in letzter Sekunde sagen lassen musste, der Antrag in der bestellten Form ("Rausschmiss" durch die Mitgliederversammlung) verstosse gegen die Satzung;

4) dass der Versammlungsleiter über einen personenbezogen Antrag nicht -- wie unter Demokraten Usus -- geheim, sondern per Handzeichen abstimmen lassen hat;

5) dass der Versammlungsleiter sich nicht geschämt hat, durch die offene Abstimmung einen Gruppenzwang entstehen zu lassen, der es vielen erschwerte, eine vom agitierten Haufen abweichende Meinung zu demonstrieren (ein paar hatten immerhin dennoch den Mut!);

6) dass der Versammlungsleiter das Ergebnis des ach so "spontan" gestellten Antrags schon recht unspontan vorausgesehen haben musste, denn der entsprechende Anwaltsbrief war längst vor der JHV unterschriftsreif formuliert (man hat sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht, das vorausgeahnte dem tatsächlichen Abstimmungsergebnis anzupassen).

So ähnlich haben's die Kommis (und übrigens auch die Nazis) in ihren Versammlungen auch gemacht, wie Sie in der einschlägigen Literatur nachlesen können.

Und dass Sie sich so hartnäckig hinter Ihrem Pseudonym verstecken, ist ein trauriges Zeichen dafür, wie doch manchen Leuten die Zivilcourage abhanden kommt, sobald ihre Machthaber in unangenehme Kontroversen verwickelt sind.

Wovor fürchten Sie sich eigentlich? Ihr Agentur-Stasi weiss doch längst, dass Sie ein regelmässiger Gast auf meiner Website sind.

Gruss, R.N.

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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207  Beitrag von Rulf [@] | Sektion | 29.10.2004 | 18:10 Uhr:
VIRUS-WARNUNG: EIN DRECKSACK HAT DIE EMAIL-ADRESSEN DES Forums abgegriffen und versendet laufend Viren mit gefälschten Absendern...  ← LESEN | Kommentare: 0  ...also unter keinen Umständen auf die Attachments klicken (wenn Sie einen Wintel-Rechner haben, Macs sind immun). Wir gehen jetzt die Log-Files durch und versuchen herauszufinden, wer dahintersteckt.

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206  Beitrag von Rulf [@] [www] | Sektion | 29.10.2004 | 13:40 Uhr:
Damit keine falschen Gerüchte nicht aufkommen...  ← LESEN | Kommentare: 0  ...teile ich hiermit mit, dass ich deshalb nicht an der ADC-Jahreshauptversammlung teilnehmen kann, weil ich am Samstag zur einem Familiengeburtstag eingeladen bin. Dieser Termin steht schon seit genau 80 Jahren fest und ist nicht schwänzbar. Allerdings wäre ich ohnehin nicht nach München gereist, denn nachdem der Vorstand in seiner ganzen Selbstherrlichkeit meine Anträge nicht zugelassen hat, ist das für mich zu einer Veranstaltung geworden, deren Wert im reziproken Verhältnis zu den Reisespesen steht.

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205  Beitrag von Rulf [@] | Ausland | 25.10.2004 | 16:32 Uhr:
ADC kündigt Vereinbarung  ← LESEN | Kommentare: 0  Dass ich den ADC nach wie vor verdächtige, mit seinen teilweise unverschämten Pressemitteilungen und Mitgliederrundschreiben, aber auch bei Journalistengesprächen und natürlich durch die voreilige Ehrung und die Jahrbuch-Veröffentlichung laufend und böswillig gegen die Vereinbarung vom 11. März verstossen zu haben, lieferte den sauberen Herren jetzt den Vorwand, eben diese Vereinbarung zu kündigen. Mit diesem peinlichen Winkelzug wollen sie erreichen, dass der Tagesordnungspunkt 16 auf der ADC-Jahreshauptversammlung nicht durchgeführt werden muss.

Da eine freiwillig geschlossene Vereinbarung jedoch einseitig nicht aufgekündigt werden kann, wird die Sache nochmal spannend.

→ Hier geht's zum einschlägigen Schriftwechsel.

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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204  Beitrag von Pfeiffer [@] [www] | Sektion | 06.09.2004 | 18:51 Uhr:
AKADEMISCHE HEISSLUFTSCHLÃ?â??SSER  ← LESEN | Kommentare: 0  stein beissen oder stein erweichen? wie man sich in wirtschaft und hochschulbereich einen erstklassigen ruf erarbeitet >> spiegel über das adc-mba:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,316388,00.html

→ KOMMENTAR ANHÄNGEN?  |  → NEUEN BEITRAG SCHREIBEN?
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203  Beitrag von josef stalin [@] | Ausland | 02.09.2004 | 18:45 Uhr:
vorstand "setzt" ab sofort jurymitglieder - adc, demokratie!  ← LESEN | Kommentare: 4  wie aus dem neuesten protokoll der ostberliner sektion des
gleichgeschalteten ehemaligen art directors club
hervorgeht, wird das zentralkomitee in zukunft jurymitglieder
"setzen". schön weiter zahlen mädels, und brav die fresse halten.

KOMMENTAR VON Hu Nows [@] | Extern | 02.09.2004 | 19:31 Uhr:
→ Re: vorstand  
Lieber Genosse Stalin,
um es mit Didi Hallervorden zu sagen: Ich brauche mehr Details!

KOMMENTAR VON NKWD [@] | Extern | 03.09.2004 | 12:42 Uhr:
→ Bulletin des ZK des ADC zum Ermächtigungsgesetz  
"...6. ...Der Vorstand hat sich deswegen vorgenommmen, bis zu vier Plätze in den 13-köpfigen Jurys
(sic) zu "setzen". Bei nahezu allen anderen Wettbewerben wird nur "gesetzt",
und gar nicht gewählt (HIER TRAPPST DIE UMNACHTIGALL! DER VERF.)
...Ferner wird angeregt, die Zusammensetzung der Jury deutlich zu machen,
also Rookies und vom Vorstand vorgeschlagene Juroren kenntlich zu machen.
(VIELLEICHT MIT KLEINEN ROSA STERNCHEN? ODER GELBEN POST-ITS? DER VERF.)"
Ausschnitt aus Protokoll der ADC-Sektionssitzung Berlin vom 31.8. im Gestaltungssicherheitshauptamt.

KOMMENTAR VON Hrundi Bakshi [@] | Sektion | 06.09.2004 | 15:26 Uhr:
→ Re: vorstand  
Der halbe ADC ist ausgezählt und keiner schnallt was: Wenn 4 Mitglieder vom Vorstand gesetzt werden und 2 Rookies sowieso installiert sind, steht nur noch die halbe Anzahl Plätze für "gewählte" Jury-Mitglieder zur Verfügung.

Und die Begründung, dass "woanders auch gesetzt" wird, sollen solche Ermächtigungs-Gesetze aus Berlin dann sicher legitimieren. Woanders gibt es die Todesstrafe, Knast für Schwule und eine Vermummungspflicht für Frauen über 14.

Das man dies alles exklusiv im kleinen Berliner Kreis per Abstimmung geregelt wird und dazu auch gleich ein Protokoll zur bundesweiten Kenntnis anfertigt wird,darf man sicher dankbar zur Kenntnis nehmen.


KOMMENTAR VON H.O. Vetter [@] | Sektion | 10.09.2004 | 12:15 Uhr:
→ Das machen wir doch alle so.  
Wer die Macht hat, hat halt die Macht.
Oder habt Ihr im Ersnnt geglaubt, dass
Ihr noch irgendwas zu sagen habt?

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202  Beitrag von Mike Friedrich [@] | Stuttgart | 07.07.2004 | 19:41 Uhr:
Die Ruhe vor dem Sturm?  ← LESEN | Kommentar: 1  Sagt mal Leute, gibts hier keinen Traffic mehr? Die JHV wechselt meuchlings an die Isar, der Speaker greift zur Schultüte, Herr Schmitt hat das Nähkästchen sperrangelweit offen - und hier regt sich gar nix?
Wer hier reinschaut, möge sich doch mal in die virtuelle Rinde ritzen.
Erwartungsvoll. Mike Friedrich

KOMMENTAR VON Ludwig Steinmetz [@] | München | 12.07.2004 | 19:08 Uhr:
→ Re: Die Ruhe vor dem Sturm?  
"Welch eine Ansammlung von Gerüchen" meinte Schiller einmal, als er eine größere Gesellschaft antraf und betrat. Auch auf diesen Seiten waren und sind sie alle zu finden. Die ängstlichen die vorsichtigen, die üblen und die nachhaltigen, die intensiven und die nachzügelnden (oder züngelnden?).

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